News "Hässliche Computer": Gebrauchtmarkt gegen Wegwerfkultur

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Back Market verkauft ab sofort auch explizit hässliche Computer in einer eigens dafür vorgesehenen Kategorie und möchte damit der Wegwerfkultur noch stärker entgegentreten.

Was sagt die PCGH-X-Community zu "Hässliche Computer": Gebrauchtmarkt gegen Wegwerfkultur

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Wenn sie ihren Dienst zuverlässig verrichten warum nicht?
Kann man ja ins Büro stellen.
Nur privat möchte ich auf meinem Schreibtisch optisch was ansprechenderes stehen haben.
 
Die zugrundeliegende Idee finde ich sehr gut. Diese aber mit ein rein marktwirtschaftliches System auf die Beine zustellen kein leichtes Unterfangen. Es kommt schnell der Verdacht auf, sehr Geizig beim Einkauf, dafür aber im Verhältnis teuer beim Verkauf zu sein. Man kann es nicht allen Recht machen, da drei Parteien ein Vorteil aus der Sache ziehen möchten. Der erste der sein alt PC los werden möchte, möchte noch gut Bezahlt werden. Der Händler will Gewinn und der Käufer Preiswert an ein gebrauchten PC herankommen - am Ende ist keiner Glücklich.
 
Das Dilemma hast du bei jeder gebrauchten Elektronik: Die Überprüfung oder gar Bearbeitung eines alten Systems durch einen Mitarbeiter zu hiesigen Stundenlohnen ist so teuer, dass sie schnell den (Privat-)Restwert alter Hardware übersteigt und dann müssen im Verkauf neben der Gewinnspanne auch noch die Kosten für Händlergewährleistung/RMA und die Mehrwertsteuer draufgeschlagen werden. Worst-Case-Rechenbeispiel:
Hardware angekauft: 300 Euro
Versand, Lagerkosten, Technik, Arbeitsplatzzeit und vor allem 0,5-2 Mitarbeiterstunden (inkl. arbeitgeberseitigen Nebenkosten) investiert: 150 Euro
Anteiligen Supportaufwand, Shop-/Website-Betrieb, Verwaltungsoverhead, Totalausfälle, etc. umgelegt und eine schmale Marge einkalkuliert: 100 Euro
Steuern drauf: 100 Euro
Summe = Verkaufspreis: 600 Euro
Für Technik, die eben @300 Euro auf Kleinanzeigen zu haben wäre und oftmals nicht viel mehr kann, als ein aktueller, neuer China-Import für 500 Euro. Natürlich geht es auch billiger, wenn man nur kurz ein Foto macht, Werkreset aktiviert und die Sache in 15 Minuten Arbeitszeit erledigt hat. Aber manche Produkte sind komplexer als Handys. Akkus können bei Anlieferung leer sein oder müssen überhaupt erstmal auf Defekt geprüft werden, Systeminstallationen sind noch voller Privatsoftware oder aber kaputt, Kühlungen brauchen neue Wärmeleitpaste,... Alte Technik = Bastelkram.

All das hat aber wenig damit zu tun, dass jetzt explizit auch Geräte in optisch schlechtem Zustand verkauft werden. Denn der Handling-Aufwand ist immer gleich.
 
Zuletzt bearbeitet:
All das hat aber wenig damit zu tun, dass jetzt explizit auch Geräte in optisch schlechtem Zustand verkauft werden. Denn der Handling-Aufwand ist immer gleich.
Nur lassen die meisten Kunden von Geräten mit optischen Gebrauchsspuren eher die Finger.
Was man auch nachvollziehen kann.
 
Mit ein Ahnung könnte man ein Schnäppchen machen, wobei hässlicher Computer kann auch hässliche Hardware bedeuten. Neues Gehäuse für ein schmalen Taler, schon wird daraus ein Schwan.
 
"Hässliche Computer"
Es gibt nur hässliche Sichtweisen. Geschmackssache ist eben Geschmackssache, da zählt nicht immer das Aussehen sondern die inneren Werte.
Ich habe letztes Jahr meinen guten alten ThermalTake Xaser III V1000C blau ohne Fenster ein aktuelles AM5 System verpasst. Solche Gehäuse gibt es heute nicht mehr neu zu kaufen und werden auch nicht mehr mit dieser Qualität hergestellt.
Es ist solide und besteht aus massiven dicken Stahl Blech. Sehr schwer, steht auf einem Rollwagen, aber es bietet alles was ich an Anforderungen stelle. Keine Diskobeleuchtung á la ARGB🥴, keine Fenster oder sonstigen unnötigen Schnickschnack...😉👍🏻
Screenshot 2026-05-05 at 19-34-51 Com-Tra.de - ThermalTake Xaser III Gehäuse V1000C blau solo.png
😘
 
Werbung für Backmarket, es gibt schon seit jeher verschiedenen Qualitätsgrade.

Bei Refurbed und Zocks ist die Beschreibung meist treffend,
bei Backmarket allgemein eine Stufe darunter wenn gut steht kann man mit gebraucht Mittelmaß rechnen.

Edit:
Was ich aber ganz interessant finde, hier schreiben User ja warum nicht und sehen in anderen Posts den Gebrauchtmarkt als Minderwertig an.
Ja is klar eine News über Gebrauchte HW toll finden um sein EGO zu harmonisieren und in anderen Threads im Forum Gebraucht HW schlecht reden. :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin dankbar das es wer kaufen tut. Ich werde früher oder später wohl den Laptop mich verabschieden können. Hat zu viele weh wehchen das es wohl keine große Summe mehr dafür geben wird. Für Bastler und welche die es reparieren können ist es aber dennoch eine gute Sache.
Bin gespannt was man noch erwarten kann bei den ganzen Makeln.
Akku fehlt weil defekt ,ist bestimmt schon 14 Jahre aber ich habe ihn seid 10 Jahren. USB Anschluss geht einer nicht mehr ,DVD Laufwerk geht nicht mehr. Scharnier vom Bildschirm wackelt ,ausgetrocknete Wärme Paste bei der CPU . Lüfter könnten nicht mehr die volle Leistung liefern. Eine HD Festplatte ist defekt ,die SSD wurde schon sehr stark geschrieben ,sieht man an den Werten sehr deutlich aber noch kein defekt.
Das alles schreckt schon mal ein Großteil der Kunden ab aber auch da gibt es eine Käuferschicht. Von daher ganz wertlos ist es nicht. Sobald jedoch der Bildschirm nix mehr anzeigt dann wird es wohl lebewohl heißen. Was das für den Verkaufswert bedeutet ist mir klar. Das halbiert den aktuellen Wert noch einmal weiter. Aber auch 20-40 € ist noch immer einiges bei sowas. Ist besser als nix. Und instandgesetz wird das Teil trotz des Alters einen soliden wert haben. Daran können solche Läden also durchaus etwas dran verdienen. Ich weiß ja wenn der im Top Zustand wäre ,das er dann noch immer gutes Geld einbringt. Der richtige soll es ruhig reparieren. Ich gönne es demjenigen das der dran noch was verdient.
 
Für mich zählt nur die rohe Leistung, wie das Gerät aussieht, ist irrelevant.
Ich würde mir sogar ein rosa Laptop kaufen wenn es das beste Preis/Leistungsverhältnis hätte.
 
Das Dilemma hast du bei jeder gebrauchten Elektronik: Die Überprüfung oder gar Bearbeitung eines alten Systems durch einen Mitarbeiter zu hiesigen Stundenlohnen ist so teuer, dass sie schnell den (Privat-)Restwert alter Hardware übersteigt und dann müssen im Verkauf neben der Gewinnspanne auch noch die Kosten für Händlergewährleistung/RMA und die Mehrwertsteuer draufgeschlagen werden. Worst-Case-Rechenbeispiel:
Hardware angekauft: 300 Euro
Versand, Lagerkosten, Technik, Arbeitsplatzzeit und vor allem 0,5-2 Mitarbeiterstunden (inkl. arbeitgeberseitigen seitigen Nebenkosten) investiert: 150 Euro
Anteiligen Supportaufwand, Shop-/Website-Betrieb, Verwaltungsoverhead, Totalausfälle, etc. umgelegt und eine schmale Marge einkalkuliert: 100 Euro
Steuern drauf: 100 Euro
Summe = Verkaufspreis: 600 Euro
Für Technik, die eben @300 Euro auf Kleinanzeigen zu haben wäre und oftmals nicht viel mehr kann, als ein aktueller, neuer China-Import für 500 Euro. Natürlich geht es auch billiger, wenn man nur kurz ein Foto macht, Werkreset aktiviert und die Sache in 15 Minuten Arbeitszeit erledigt hat. Aber manche Produkte sind komplexer als Handys. Akkus können bei Anlieferung leer sein oder müssen überhaupt erstmal auf Defekt geprüft werden, Systeminstallationen sind noch voller Privatsoftware oder aber kaputt, Kühlungen brauchen neue Wärmeleitpaste,... Alte Technik = Bastelkram.

All das hat aber wenig damit zu tun, dass jetzt explizit auch Geräte in optisch schlechtem Zustand verkauft werden. Denn der Handling-Aufwand ist immer gleich.
Das Problem ist halt, weiso sollte ich einen optisch nicht oken rechner kaufen, wenn ich für wenig geld mehr den selben in wunderhübsch haben kann, welcher sich ggf auch besser mal weiterverkaufen lässt.
 
Finde ich gut. Das wirkt der Umweltverschmutzung entgegen und man kann sich ein Gehäuse (wenn man nicht gerade 2 linke Hände hat) immer noch selbst reinigen und verschönern. Dann hat man ein einwandfrei oder top (je nach Geschick) aussehendes Unikat.
 
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