Grundlagen DNS

JimDark

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo

Ich habe eine Grundlagenfrage. Was passiert wen ich bei einem Windows PC den DNS fest vorgebe. Sagen wir mal die 8.8.8.8 Mein Router aber den Standard DNS meines ISP eingetragen hat. Was wird verwendet und wie kann ich das testen.
 
als Standard sollte dein Router als DNS Server am PC eingetragen sein und dieser würde dann weiter beim Provider fragen und so weiter...im zweifelsfall bis zu einem Root Server.

Wenn du im PC jetzt den Google DNS Server einträgst, dann fragt dein PC nicht erst deinen Router sondern direkt bei der 8.8.8.8 normalerweise sollte da dann auch das selber Ergebnis raus kommen.

Wie man das genau testen kann kann ich dir auf anhieb nicht sagen...
 
Ping deinen jetzigen DNS vom Provider und dann den von Google.
Solltest du keinen gravierenden Unterschied feststellen, bleib beim DNS der dir dein Provider vorgibt.
Der DNS-Cache von deinem Provider wird örtlich bezogen flotter ein Ergebnis liefern als der von Google.

Dein Rechner wird den DNS nehmen der bei deinem Netzwerkadapter eingetragen ist.
Automatisch, nimmt er den vom DHCP-Server deines Routers
Manuell, nimmt er die Adresse die du eingetragen hast.
 
Gehen wir davon aus das ich eine manuelle IP vorgegeben habe. Als DNS ist Google eingetragen.

Funktioniert das dann so?

Die Anfrage geht von meinem Rechner, über meinen Router, zu meinem ISP, zu Google die dann die Namensauflösung machen. (vereinfacht/ vergessen wir mal das komplexe Routing)
Der ISP sieht also nur noch die IPs und Google hat auch die Urls.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lies dir vielleicht mal diesen Wikipedia Artikel durch:
Domain Name System – Wikipedia

Ganz einfach gesagt -> DNS Abfrage geht an deinen Hinterlegten DNS Server -> Der DNS Server antwortet dir (sofern er kann) welche IP dahinter steckt -> Du kannst zum Server mit der IP routen.

Das mit dem ISP vergiss einfach mal. Die Frage ist eher worauf möchtest du hinaus?
 
Lies dir vielleicht mal diesen Wikipedia Artikel durch:
Domain Name System – Wikipedia

Ganz einfach gesagt -> DNS Abfrage geht an deinen Hinterlegten DNS Server -> Der DNS Server antwortet dir (sofern er kann) welche IP dahinter steckt -> Du kannst zum Server mit der IP routen.

Das mit dem ISP vergiss einfach mal. Die Frage ist eher worauf möchtest du hinaus?

Das System eines DNS habe ich in seinen Grundzügen verstanden. Allerdings habe ich meine Frage schlecht beschrieben. Ich bin an der Kommunikation im allgemeine interessiert. Also zur Frage "Worauf möchtest du hinaus?" Ich möchte ein besseres Verständnis des ganzen haben.

Wen ich mir bei der Telekom einen Anschluss zulege, mache ich doch nichts anderes als mir Zugang zu deren Netz zu besorgen. Die Telekom hat jetzt wieder Verträge mit anderen Anbietern und Dienstleistern für deren Netze.
Was ich nicht verstehe ist der Weg zwischen meinen Router und Zielpunkt. Meldet sich der Router nur im z.B. Telekomnetz an eine Authentifizierungsserver an. Oder läuft das so, das mein Router sich immer mit einem Telekom Server verbindet und von dem aus kann ich dann an einen beliebigen Ort hin. Es muss je nicht so sein das das Netz (Leitungen) zwingend der Telekom gehören auch wen ich Telekom Internet Kunde bin.

Wie gesagt mir fehlt noch das Verständnis und vielleicht hat da noch jemand ein paar gute Informationen.

mfg JimDark
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann man so genau nicht sagen. Natürlich geht dein anfängliche Kommunikation zwangsläufig über einen Telekom Server. Jeder Provider hat gewisse Knotenpunkte wo alles zusammenläuft und von da aus geht's dann weiter wohin die Anfrage auch immer geht. Das Netz wählt automatisch die passende Route zum Ziel. All das hat aber primär gar nix mit DNS zu tun.

Jetzt frage ich aber auch, wo ist denn dein Problem das die Kommunikation so verläuft? Denn das kannst du nicht ändern. Selbst wenn du einen anderen Provider wählst, läuft es dann über dessen Knotenpunkte.

Verbinde doch einfach mal mit "tracert" zu ein paar Webseiten in unterschiedlichen Teilen der Welt und du wirst sofort erkennen das ein Großteil der Kommunikation immer die gleichen Grundsprünge macht:
Vom Router zum Einwahlpunkt der Providers, dann weiter zu z.B. Level3 oder einem anderen der üblichen Großanbieter.
Wenn du nicht möchtest das deine Kommunikation verfolgbar ist, dann bleibt dir nur die Verschlüsselung über Tor oder einen VPN Anbieter.
 
netdiag.gif
Um es für dich verständlich zu machen:

Sender -> ISP Anbieter -> Von Router zu Router -> Zielrouter/ISP Anbieter -> Empfänger

Wie gesagt, das ist alles sehr, sehr einfach dargestellt.

So welche Router in großen Netzknoten speichern hunderttausende von Routen auf jedem Router. Die Weiterleitungen von Pakten läuft dabei "nennen wir es mal individual" ab.

Wie gesagt, es ist ein sehr, sehr komplexes Thema. Um dies richtig zu verstehen muss man verstehen wie diese Netzwerkkomponenten funktionieren.

zBs. DE CIX Frankfurt hat einen Traffic Peak von derzeit 5 Terrabits pro Sekunde (Routing).
Statistics - DE-CIX
 
@Stockmann Das hilft doch schon mal. Danke

@Dooma

Ich Zitiere mich mal kurz selbst, zur Antwort auf deine Frage:

Also zur Frage "Worauf möchtest du hinaus?" Ich möchte ein besseres Verständnis des ganzen haben.

Anders ausgedrückt: Es gibt kein Problem und ich habe nie behauptet das es ein gibt. Mit ausmahne das ich nicht verstehe wie es abläuft. Es geht nur um den Erkenntnisgewinn.

Danke für den Tip mit tracert. Abder das scheint nicht zu funktionieren. Ich denke mal der Router blockt da was.

Routenverfolgung zu Google [172.217.22.35]
über maximal 30 Hops:

1 <1 ms <1 ms <1 ms xxxxxxxxx.localdomain [xxx.xxx.xx.xx]
2 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
3 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
usw...

Ich denke ich werde mich nochmal näher mit dem Thema beschäftigen.
Dann noch etwas an der Qualität meiner Beiträge arbeiten, das sie nicht so missverständlich sind.
Aber Danke an alle für die Hilfe.
 
Routenverfolgung zu Google [74.125.128.94] über maximal 30 Abschnitte:


1 <1 ms <1 ms <1 ms firewall.zensiert [zensiert]
2 1 ms 1 ms 1 ms zensiert
3 2 ms 2 ms 2 ms zensiert.osnanet.de [zensiert]
4 2 ms 2 ms 2 ms zensiert
5 3 ms 3 ms 3 ms zensiert-ip-backbone.de [zensiert]
6 3 ms 3 ms 3 ms bbrt.owo-1-xe-1-2-1.ewe-ip-backbone.de [212.6.115.17]
7 6 ms 6 ms 6 ms bbrt.ol-1-1-xe-2-3-0.ewe-ip-backbone.de [212.6.115.1]
8 11 ms 11 ms 11 ms bbrt-ol-1-10ge-5-1-0.ewe-ip-backbone.de [212.6.114.38]
9 14 ms 21 ms 12 ms hh-google-gw.ewe-ip-backbone.de [80.228.109.242]
10 11 ms 11 ms 11 ms 209.85.249.124
11 38 ms 11 ms 11 ms 72.14.233.31
12 15 ms 15 ms 15 ms 66.249.95.148
13 15 ms 15 ms 15 ms 108.170.232.7
14 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
15 16 ms 15 ms 15 ms 74.125.128.94


Ablaufverfolgung beendet.

Der gesamte Sprung zu einem Google Server hat 15ms Sekunden gedauert.
Innerhalb dieser 15ms ist mein Paket über 13 Router gegangen
 
@Stockmann Das hilft doch schon mal. Danke

@Dooma

Ich Zitiere mich mal kurz selbst, zur Antwort auf deine Frage:



Anders ausgedrückt: Es gibt kein Problem und ich habe nie behauptet das es ein gibt. Mit ausmahne das ich nicht verstehe wie es abläuft. Es geht nur um den Erkenntnisgewinn.

Danke für den Tip mit tracert. Abder das scheint nicht zu funktionieren. Ich denke mal der Router blockt da was.

Routenverfolgung zu Google [172.217.22.35]
über maximal 30 Hops:

1 <1 ms <1 ms <1 ms xxxxxxxxx.localdomain [xxx.xxx.xx.xx]
2 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
3 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
usw...

Ich denke ich werde mich nochmal näher mit dem Thema beschäftigen.
Dann noch etwas an der Qualität meiner Beiträge arbeiten, das sie nicht so missverständlich sind.
Aber Danke an alle für die Hilfe.
Missverständlich war daran gar nichts, aber in der Regel gibt es meistens einen Grund wenn jemand "so allgemein" fragt. Meistens weil sie sich irgendetwas denken und das gerne bestätigt oder umgesetzt haben wollen würden. Aber das ist dann leider oft total an den tatsächlichen Gegebenheiten vorbei.

Wenn du ernsthaft wissen willst wie die Paketverteilung funktioniert, dann solltest du dir die TCP Grundlagen anschauen. Aber sind wir mal ehrlich, das Wissen führt dich quasi nirgendwo hin. Es hat keinen praktischen Nutzen. Erst beim manuellen Routing wird's interessant und selbst dafür brauchst du das nicht. Schau dir lieber an wie man Netze aufbaut, gliedert, subnetting und Routing, das ist auch praktisch noch nutzbar. Eventuell.
 
Missverständlich war daran gar nichts, aber in der Regel gibt es meistens einen Grund wenn jemand "so allgemein" fragt. Meistens weil sie sich irgendetwas denken und das gerne bestätigt oder umgesetzt haben wollen würden. Aber das ist dann leider oft total an den tatsächlichen Gegebenheiten vorbei.

Wenn du ernsthaft wissen willst wie die Paketverteilung funktioniert, dann solltest du dir die TCP Grundlagen anschauen. Aber sind wir mal ehrlich, das Wissen führt dich quasi nirgendwo hin. Es hat keinen praktischen Nutzen. Erst beim manuellen Routing wird's interessant und selbst dafür brauchst du das nicht. Schau dir lieber an wie man Netze aufbaut, gliedert, subnetting und Routing, das ist auch praktisch noch nutzbar. Eventuell.

Sehe ich Auch so: Mein Wissen als IT-Techniker bringt mir bezogen auf z.B das Routing ins Internet rein garnichts - da lässt sich nichts machen (Sache des ISP'lers).

wenn du was lernen willst schau dir das von Dooma Vorgeschlagene oder z.B CCNA (Cisco) an.
Kann dir da auch gerne Unterlagen bereitstellen.

Gruß,
PLad
 
@TE

Noch eine kleine "Klugscheißwahrheit" --> du hast noch nie eine wirklich vollständige URL in deinen Browser eingegeben!;)
Du willst auf google, was gibst du im Browser ein?
"www.google.de"
Leider ist das unvollständig, denn die komplette URL heißt:
"www.google.de." --> der Punkt am Ende ist entscheidend und aüßerst wichtig........und weil du das nieee machst, muss das immer dein Browser für dich machen.
// natürlich ohne die "" --> habe ich reingemacht, damit das forum keinen Link draus macht^^
 
Sehe ich Auch so: Mein Wissen als IT-Techniker bringt mir bezogen auf z.B das Routing ins Internet rein garnichts - da lässt sich nichts machen (Sache des ISP'lers).

wenn du was lernen willst schau dir das von Dooma Vorgeschlagene oder z.B CCNA (Cisco) an.
Kann dir da auch gerne Unterlagen bereitstellen.

Gruß,
PLad

Ich bin kein Techniker, habe keine Ausbildung darin und trotzdem kann ich mit den meisten IT Leuten "ganz gut mithalten", zumindest in der Windows Welt.
Aber ich mach das als Hobby und nebenher für den Familienbetrieb seit ich 13 Jahre war.
Mein erster Server hatte noch Novell Netware und das erste Netz selbst geklemmte BNC Kabel.:D

Ich hab jedes Windows Betriebssystem mitgemacht, sowohl Zuhause als auch im Büro.
Ich bin in nix ein totaler Spezialist, bin aber mit so ziemlich jeder Eigenheit von Windows und seiner Umgebung schon in Kontakt gekommen.
Also darf ich mich wohl einen soliden Generalisten schimpfen; der typische Enthusiast, der es ganz genau wissen will, aber nur insoweit es praktisch von Nutzen ist.

Meine Erfahrung ist, das auch IT Leute mit ihrer ganzen Ausbildung, trotzdem vor den gleichen Problemen kopfschüttelnd stehen.
Sie ziehen gleichen Rückschlüsse und versuchen die gleichen Reparaturen wie ich sie auch versuchen würde.

Ich find auch heute immer noch alles total interessant und lese auch gerne kompliziertes Zeug, einfach nur des Wissen Wollens wegen.
Trotzdem gibt es Grenzen und auf die trifft man schneller als einem lieb ist.
Wenn man sich praktisch zu helfen weiß und die Theorie so ungefähr weiß, dann reicht das oft total aus.

Ich vermute ja immer noch, dass hier eigentlich etwas "mehr" hinter der Frage steckte, trotz der ganzen Beteuerungen es wäre nicht so.
Aber wer einfach nur wissbegierig ist, der wäre doch irgendwie kommunikativer und vor allem "wissbegieriger", finde ich.
 
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