Eigentlich ist das in sämtlichen Medien eine der Grundregeln für fesselndes Geschichtenerzählen: den Zuhörer aktiv mit einbeziehen. Ihn mitraten lassen. Nicht alles vorkauen. Sondern ihn selbst darauf kommen lassen, dass 1+1 = 2 ergibt. Das sind absolute Basics. Nicht nur Tatort-Fans zelebrieren das. Und zwar regelmäßig.
Sehe ich sehr anders.
Gerade in Filmen überzeugen fesselnde Geschichten durch ihre Umsetzung, wie etwa den Charakteren. Ganz ohne Einbeziehung des Zuschauers oder mitraten lassen.
Wo werde ich in Conan der Barbar eingebunden oder darf mitraten?
Ich weiß vorher im groben Rahmen wie der Film ablaufen wird und was am Ende passiert. Selbst die Kämpfe sind vorher absehbar.
Trotzdem ist er aus meiner Perspektive genial und auch noch nach dem 100ten mal schauen.
In Stalingrad kenne ich den Ausgang auch schon.
Ich sehe in Checklisten wie du es nennst, überhaupt kein Problem,
Spiele bestehen grundsätzlich aus so etwas.
Besonders RPGs: Kämpfen, stats verbessern, looten, bessere Ausrüstung kaufen usw.
Seit Ultima 1 kenne ich das so.
Solange das ordentlich umgesetzt wird und der viel wichtigeren Präsentation der Welt mit all ihren Unterpunkten nicht im Weg steht, passt das für mich.
Die beste Questreihe aus Oblivion, Die dunkle Bruderschaft, ist nicht wegen ihres Anspruchs so lengendär, sondern wegen der Charaktere und der eigenen kleinen Geschichte.
Über KCD muss ich ein wenig schmunzeln:
Bezüglich der quests habe ich, online wie offline, einiges an Kritik gehört, weil sie aus der Sicht derer einen Anspruch und Tiefe vorgaukeln, die nicht vorhanden ist.