Allerdings muss man die Frage stellen mit welcher Motivation sich die Mehrheit "für Demokratie" ausgesprochen hat. Gefühlt(! Kennt jemand anständige Umfragen dazu?) war wohl oft nicht die Ein-Parteien-Diktatur Stein des Anstoßes sondern der wirtschaftliche Misserfolg dieser. Man hat sich den Reichtum des Westens gewünscht, nicht dessen Regierungsform.
Das Gegenbeispiel sieht man immer noch in China. Solang es steigenden Wohlstand gibt wird wenig gemurrt.
Da bin ich voll bei Dir.
Gesehen werden nur die Vorzüge, die Nachteile treffen dann mitunter wie ein Hammer (staatliche Rundumbespaßung, so lange linientreu).
Und es wurde ja kurzzeitig tatsächlich andiskutiert, ob es nicht zwei Deutschlands mit unterschiedlichen Systemen geben sollte.
Ich kann da nur meine eigene Wahrnehmung kund tun, die ist wie immer subjektiv.
In meinem Alter (bald 59) ein Teil hat die Chance ergriffen, andere werden heute als ewig Gestrige bezeichnet und jammern in der Tat den Vorzügen der DDR immer noch nach.
Ob das dann nur Verklärung ist, oder tatsächlcih reales ist, bekomme ich nicht ganz auseinander.
Meine Beobachtung ist aber, dass vor Ort Gebliebene heute jüngere Leute sich sehr von diesem "Nostalgietrend" anstecken lassen.
Vorzüge wie z. B. Arbeitsplatzsicherheit, gute Gesundheitsversorgung, geringe Mieten, gute Ausbildung werden da oft genannt.
Inwiefern das dann tatsächlich real besser war = k. A.
Wie ganz oben schon geschrieben, ist dass gefühlt ein fast wirres Konglomerat an Gefühlen Ansichten, z. T. sogar Tatsachen.
Es spielt die Hauptrollen, denn die AfD hat 0,0 Soziales in ihrem Wahlprogram, sondern ist neoliberal bis zum abwinken und stimmt auch so im Bundestag. Die AfD hat mit sozial Schwachen und Abgehängten so viel am Hut wie Carsten Maschmeyer!
Vollkommen richtig.
Aber die Bauernfängerei funktioniert...
ach so:
PS
Ich hege starken Zweifel, dass mehr als 5-10% von ganz Deutschland im Detail sich die jeweiligen Wahlprogramme der Parteien mal auch nur anschauen.
Ich hätte ja die Opferkarte gespielt.
echt jetzt?
Aber du kannst das nicht mit Bangladesch oder so vergleichen.
Das kam ja eher vom
@Don-71 , mache ich ja auch nicht.
Weil Armut immer realtiv zur Volkswirtschaft des jeweiligen Landes im Kontext steht.
Die Kinderarmut hat zugelegt. Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander.
Leute, die wenig Geld haben, geht es meiner Meinung nach heute schlechter als noch vor 20 Jahren.
Nichts anderes geschrieben
Und wenn die Afd die Flüchtlinge als schuldigen ausmacht und die Leute darauf abfahren, ist es wichtig, dass die Politik das besser kommuniziert. Das tut sie aber nicht und die Union übernimmt ja schon die Vokabeln der Afd.
Die Problematik derzeit ist doch, dass nahezu alle Kommunen über eine Überbelastung jammmern und nach Abhilfe rufen (weniger Flüchtlinge/mehr Geld).
Die Afd kann diese doch große Schieflage europäische Migrationspolitik genüsslich ausweiden.
Nasch dem Motto:
Ganze Staaten (Ungarn/Polen) sind gegen Flüchtlinge, also kann doch die Eigenwahrnehmung nicht soo falsch sein
Weil es einfach ist. Niemand kommt auf die Idee, die Wahlliste durchzugucken, welcher Randpartei ich heute meine Stimme geben kann.
Ja, ich weiss, Piraten
Die Westdeutschen sind aber genau so arme Schweine, trotzdem ist die Afd hier weit von 20% entfernt.
Bei im Schnitt 15 % mit Ausnahme Bayern, weil da Aiwanger das Feld schon bespielt.
Besser?
Der rechte Rand wurde ja schon immer bedient. Die Frage ist ja, wie viele Leute aus der Mitte sich mit den Rechten arrangieren können? Offenbar mehr als man denkt.
Gut erkannt, mit dem letzten Satz.
Darum ja auch kaum Gegenmaßnahmen.
Behaupte mal, das zieht sich in einigen Kreisen bis ganz nach oben in die Spitzenpolitik.
Und nicht nur bei CDU/CSU oder Liberale
Ich hab mir mal die Mühe gemacht das Grundsatzprogramm der Afd zu lesen.
In weiten Teilen ist sie neoliberal. Der freie Markt wird es richten, alle Beschränkungen müssen entfernt werden.
Dass sie aus der Nato, der EU und dem Euro austreten wollen, ist klar.
Dazu wollen sie die Abtreibungsgesetze verschärfen und natürlich die Solar und vWindenmergie stoppen.
Gleichzeitig sollen Atomkraftwerke wieder in Betrieb gehen und an neuen Reaktortypen soll geforscht werden.
Natürlich lehnt die Afd jegliche klimapolitik ab, da es keinen Klimawandel gibt.
Yepp, kenne es auch.
Im Prinzip tatsächlich neoliberal bis konservativ, die braune Note steht eher zwischen den Zeilen.