Wieder da
Die gute
@chill_eule hat mir eine kurze Pause gegönnt - berechtigt, wie ich zähneknirschend in der Selbstreflektion zugeben muss.
@Don-71 +
@Nightslaver :
Eure Diskussion kann nur zum Disput führen, weil ihr beide recht habt.
Natürlich geht es selbst Sozialhilfeempfängern in D. meist besser als dem überwiegen Teil der Menschheit in anderen Ländern und natürlich haben wir trotzdem in diesem sehr reichen Land z. B. Kinder-/und Altersarmut oder eine Schieflage bei der Bildung und auch sonst ist es nicht besonders Lustig in D. am unteren Level zu leben.
Der Ursprung euere Diskussion ist ja, wie zum Teufel kommen diese Menschen auf die Idee, bei der AfD Kreuzchen zu setzen.
Meiner Meinung ist dass ein Konglomerat aus gefühlter und tatsächlicher Perspektivlosigkeit wie wie auch das Gefühl (nicht zwangsweise Tatsache) überhaupt nicht mehr wahrgenommen zu werden.
Sie projektieren quasi ihre Hilflosigkeit in eine Erwartungshaltung an eine fiktive starken Führung, die alles besser machen wird und bei der sie Gehör finden (wobei bei kurzem Nachdenken klar ist, dass dies ebenso eine reine Illusion bleiben wird).
Und -batsch- haste AfD Wähler.
In meinen Augen eigentlich recht einfache Mechanismen.
Aber, wie wird darauf reagiert?
Parteien üben sich in Entsetzen, gegenseitigen Schuldzuweisungen blabliblö.
Und welcher Spitzenpolitiker genau lässt sich in den Hochburgen sehen, unterstützt lokale demokratische Kräfte usw.?
Genau - keiner....
Und wer genau aus der Zivilgesellschaft zeigt Flagge und nimmt die Sorgen und Nöte genau jener ernst und beginnt einen Dialog?
Für jede noch so kleine Randgruppe/Minderheit wird großes Kino gemacht, Demos, Petitionen, gar Gesetze blabliblö.
Aber für einen ordentlichen Prozentsatz der (ost)deutschen Bevölkerung setzt sich genau keiner ein.
So lange keiner auf die Leute zugeht und sie ernst nimmt - nicht im politischen Sinne, sondern als Menschen - so lange werden sie weiterhin Blödsinniges auf dem Wahlzettel ankreuzen.
Und nein, Verbote von solchen Parteien werden das Gefühl des "nicht wahr genommen werdens" eher noch verstärken und weiter zur Radikalisierung führen.
Dier Demokratie hat eine wesentliche Kernkompetenz:
Den parteiübergreifenden Dialog und
den Konsens.
Merkwürdiger Weise schaffen wir das alle nicht, genau mit diesen Hilfsmitteln jene so Verächteten aus dem Fängen der Rechtsradikalen wieder herauszuholen.
Und je länger wir damit warten um so größer werden diese Kräfte, bis es irgendwann zu spät ist.
Oder glaubt tatsächlich einer, dass es "nur" 18% sind?
Wie viele sind noch in der Deckung (Nichtwähler, Falschaussagen bei Umfragen aus Scham usw.) bis die Kräfte erwachen?
Ich fürchte, das es bereits viel mehr sind, als uns allen lieb sein kann.