https://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_161.pdf
Neben dem Kampf für eine einfache Steuergesetzgebung geht es dem Steuerzahlerbund vor allem um niedrige Steuersätze. Eine Staatsquote von etwa einem Drittel wäre für ihn ideal; die realistische Zielmarke ist indes, die Staatsquote auf unter 40 Prozent zu drücken.Dies bedeutet gleichzeitig, dass man beim Steuerzahlerbund offen zugibt, mit den Transferleistungsempfängern – mit Gruppierungen wie Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften – nichts zu tun zu haben (bzw. zu wollen). Bestimmte Leistungen im Sozialbereich – Pflegeversicherung und Krankenversicherung– könnten durchaus privatisiert
werden. Denn man wolle vielmehr die Leistungsträger der Gesellschaft bei Laune halten.
Aufschlussreich sind die eigentlichen politischen Ziele des Steuerzahlerbunds, die in einer Studie des Berliner Politikwissenschaftler Rudolf Speth zu finden sind. So sieht der Steuerzahlerbund eine Staatsquote von gut 30 Prozent als erstrebenswert an – einen so geringen Wert weist kein entwickeltes Industrieland auf. Im Jahr 2008 lag die tatsächliche Staatsquote in Deutschland bei 43,5 Prozent, und schon dieser Wert war sehr niedrig und konnte nur durch massive Ausgabenkürzungen in den öffentlichen Haushalten erzielt werden. Auf der neoliberalen Agenda steht des Weiteren die Privatisierung von Kranken- und Pflegeversicherung. Auf diese Weise sollen die Sozialabgaben radikal gesenkt werden, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten zu leisten haben. Und aktuell fordert der Steuerzahlerbund weitere Steuersenkungen zu Gunsten von Unternehmen, Gutverdienenden und Reichen
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Naja Menschen mit 2 Gesichtern sieht man ja oft