Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Und man hat - ohne Not - Trump hier genug Muniton gegeben, indem man sich seit 4 Jahren weigert, die Situation an der südlichen Grenze zu thematiseren, geschweige den adäquat zu bekämpfen.
Es ist schon "herrlich", wie es immer wieder Menschen gibt die bei diesen Mumpis anbeißen und auch noch glauben... :schief:

Die Geschichte der Grenze zu Mexiko ist viel komplexert als allgemein bekannt / Mapped Out / DW
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Dauer: 12min 44sek

Zusammengefasst, wer hat die Grenzmauer nach Mexiko gebaut, Republikaner, oder Demokraten?
Antwort, nahezu jeder US-Präsident der letzten 60 Jahre, sowohl von den Republikanern, als auch den Demokraten, inkl. Biden.
 
Du hast es nicht gecheckt, oder? Zwischen "ich meine, dass es ein Problem ist" und "es ist ein Problem" klaffen Welten.

Du hast selbst von "eingebildeten Problemen mit Migranten" geschrieben und das kannst du ja auch gerne so sehen. Die Wähler sehen das halt anders.

Es ist schon "herrlich", wie es immer wieder Menschen gibt die bei diesen Mumpis anbeißen und auch noch glauben... :schief:

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Es ist halt kein Mumpis und die meisten Wähler sehen das halt so. Warum wird das immer negiert?

Hier direkt aus dem Artikel der Tagesschau:

Einen Appetit dafür scheint es zu geben: CNN-Umfragen zufolge hielten 2017 nur 38 Prozent der US-Amerikaner Trumps Mauerbau für eine gute Idee. Heute sind es 52 Prozent - mehr als die Hälfte.

Die Mehrheit der Wähler möchte eine Änderung in dieser Frage sehen. Und die Demokraten geben den Republikaner ohne Not Munition in dieser Frage. Das muss nicht sein und wäre vermeidbar.
 
Bitte beruhigt eure Gemüter, ich weiß diese Themen sind Emotional.

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Das Problem das ich sehe ist einfach das man mit radikalisierten Menschen einfach nicht sachlich über Themen Reden kann, dort hört man nur auf Parolen und vermeintlich einfache Lösungen. Ob Harris hier entgegen wirken kann weiß ich nicht, würde ich mir aber für die USA und den Rest der Welt wünschen. Falls USA 2025 aktiv wird unter Trump (oder einem anderen Republikaner), dann gute Nacht.
 
Du hast selbst von "eingebildeten Problemen mit Migranten" geschrieben und das kannst du ja auch gerne so sehen. Die Wähler sehen das halt anders.
Das Land ist eine Migrationsland von seiner Staatsgründung an. Das ist die Quintessenz dessen, was die USA aus- und groß macht. Der American Dream ist ein Migration Dream!

Daraus hat man in den letzten 50 Jahren ein American Nightmare gemacht. Der alt und/oder reich und satt gewordene Teil der Gesellschaft zieht sich immer mehr aus der Verantwortung, was das Wohl der Gesamtgesellschaft angeht, zurück und lässt die immer mehr werdenden Lasten auf den Schultern der immer weniger Wohlstand habenden Schicht liegen. Davon werden die erdrückt. Doch anstatt sich gegen die zu wenden, die den Mist verbockt haben, schafft es die Politik den Unmut auf Migranten zu lenken. Übrigens: Gleiches Spiel wie bei uns.
 
Das Land ist eine Migrationsland von seiner Staatsgründung an. Das ist die Quintessenz dessen, was die USA aus- und groß macht. Der American Dream ist ein Migration Dream!
Wohlgemerkt für Weiße aus Europa! Für Afrikaner und Natives war das Projekt USA seit Day One ein Alptraum, und in genau der Lesart verwundert mich überhaupt nicht die stets rassistisch-angehauchten Debatten über Migration in weißen Gesellschaften, wie dort und ja, wie hier auch.
 
Wohlgemerkt für Weiße aus Europa! Für Afrikaner und Natives war das Projekt USA seit Day One ein Alptraum
Ja, das mit den Natives, dem Kolonialismus und der Sklaverei sind noch mal so ein ganz anderes, übles Ding. Bei den Migranten an der mexikanischen Grenze handelt es sich heute aber um Hispanics, also primär Weiße.
 
Das Land ist eine Migrationsland von seiner Staatsgründung an. Das ist die Quintessenz dessen, was die USA aus- und groß macht. Der American Dream ist ein Migration Dream!

Ja, legale Migration und nicht illegale. Und die ist unter Biden halt auf einem Höchststand. Und das lehnt der Wähler überwiegend ab. Das kann man halt einfach so eingestehen.

Daraus hat man in den letzten 50 Jahren ein American Nightmare gemacht. Der alt und/oder reich und satt gewordene Teil der Gesellschaft zieht sich immer mehr aus der Verantwortung, was das Wohl der Gesamtgesellschaft angeht, zurück und lässt die immer mehr werdenden Lasten auf den Schultern der immer weniger Wohlstand habenden Schicht liegen. Davon werden die erdrückt. Doch anstatt sich gegen die zu wenden, die den Mist verbockt haben, schafft es die Politik den Unmut auf Migranten zu lenken. Übrigens: Gleiches Spiel wie bei uns.

Korrekt, auch bei uns wird illegale Migration überwiegend vom Wähler abgelehnt. Weil die Nachteile mittlerweile nicht mehr wegrelativert werden können.

In beiden Fällen - USA wie Deutschland - gibt es ein Problem, dass von einer wachsenden Mehrheit der Wähler als Problem benannt wird und von der jeweiligen Regierung ignoriert wird. Und in beiden Fällen profitieren davon nur die Radikalen.

Es wäre so einfach für die Demokraten, den Republikaner bei diesem Thema den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber es wird nicht getan. Man kann wie gesagt nur hoffen, dass Harris das derzeitige Momentum bis zur Wahl im November mitnehmen kann, aber das Problem kann nicht länger ignoriert werden. Sonst steht uns bald wieder ein republikanischer Präsident bevor und die Partei der Republikaner ist seit 2016 halt nicht mehr die gleiche.

Vor einem Präsidenten McCain oder Rommney hätte ich keine Angst gehabt. Aber diese Art von Republikaner ist nicht mehr vorhanden.
 
Ja, legale Migration und nicht illegale. Und die ist unter Biden halt auf einem Höchststand. Und das lehnt der Wähler überwiegend ab. Das kann man halt einfach so eingestehen.
Unter Trumps Präsidentschaft war es aber auch nicht perfekt.
Er trat 2016 mit der Mission an, die illegale Migration zu beenden und ist krachend gescheitert.
Eine wirklich passable Lösung hat niemand in der US Politik.
Vor einem Präsidenten McCain oder Rommney hätte ich keine Angst gehabt. Aber diese Art von Republikaner ist nicht mehr vorhanden.
Die wird es meines Erachtens auch nicht mehr geben. Die Republikaner haben sich enorm radikalisiert. Nicht nur, was Migration angeht, sondern auch Abtreibung.
 
Unter Trumps Präsidentschaft war es aber auch nicht perfekt.
Er trat 2016 mit der Mission an, die illegale Migration zu beenden und ist krachend gescheitert.

Natürlich ist er gescheitert, aber das kann ja nicht die Ausrede von Biden für den Status Quo sein, der nunmal seit immerhin 3 1/2 Jahren regiert.

Eine wirklich passable Lösung hat niemand in der US Politik.

Ich erkenne wieder mal Parallelen zur Bundespolitik.

Die wird es meines Erachtens auch nicht mehr geben. Die Republikaner haben sich enorm radikalisiert. Nicht nur, was Migration angeht, sondern auch Abtreibung.

Quasi in allen gesellschaftlichen Frage. Die Republikaner sind faktisch die Trump Partei geworden. Das ist das größte Problem an der Entwicklung.
 
Ich erkenne wieder mal Parallelen zur Bundespolitik.
Einfach, weil es keine zivilisierte Lösung gibt, die beinhaltet, dass man Migranten an der Grenze mit Waffengewalt von der Migration abhält, während man gleichzeitig meint, dass man auf deren Rücken weiter im relativen Saus und Braus leben will. Das ist die Quadratur des Kreises. Du kannst nicht weniger Migration fordern und gleichzeitig aktiv die Lebensgrundlagen in den Herkunftsländern der Migranten vernichten. Das wollen diese "ich will keine Migranten"-Wähler aber nicht begreifen. Die wollen alles, aber bitte ohne Konsequenzen. Das ist rücksichtslos und dumm, und jeder Politiker, der dem Wesen zu entsprechen versucht, versündigt sich an allem, was meine Vorstellung einer zivilisierten Welt ist.
 
Einfach, weil es keine zivilisierte Lösung gibt, die beinhaltet, dass man Migranten an der Grenze mit Waffengewalt von der Migration abhält, während man gleichzeitig meint, dass man auf deren Rücken weiter im relativen Saus und Braus leben will. Das ist die Quadratur des Kreises.

Dann gibt es halt einfach gar keine Lösung und die weitere Stärkung der AfD muss wohl als naturgegeben hingenommen werden. Verstanden.
 
Dann gibt es halt einfach gar keine Lösung und die weitere Stärkung der AfD muss wohl als naturgegeben hingenommen werden. Verstanden.
Ich fürchte die Lösung ist "wir müssen zurückstecken und aufhören die Menschen dort auszubeuten". Das zieht aber weniger Wohlstand nach sich und lässt sich im Wahlkampf nicht verkaufen.

"Wir schmeißen die bösen Migranten raus und machen die Schotten dicht" klingt da schon cooler und erscheint wie eine einfache Lösung.

Das heißt natürlich nicht dass ich auf die erste Lösung und den damit einhergehenden Wohlstandsverlust Lust habe, aber ich denke langfristig ist dass der Weg den man gehen muss.

Man kann aber natürlich auch einfach die Augen vor der Wirklichkeit verschließen und auf die populistische Lösung pochen. Die Konsequenzen dürfen wir dann in ein paar Jahren tragen.
 
Trump ist ein alter Sack, der mit Glück in 5 Jahren nicht mehr die Luft dieser Welt, sondern ein Schwefelgemisch atmet.

Trump ja, aber ich glaube kaum, dass die Republikaner danach wieder eine "normale" Partei werden. Dafür ist die Basis und auch viele Abgeordnete mittlerweile viel zu verrückt. 2012 wurde die Tea-Party ja noch als Spinner belächelt. Die wären mittlerweile vermutlich vielen Rep-Wählern nicht mehr radikal genug.
 
Dann gibt es halt einfach gar keine Lösung und die weitere Stärkung der AfD muss wohl als naturgegeben hingenommen werden. Verstanden.
Wenn man es zu Ende denkt, ja, dann regelt sich das von alleine.

Man will nicht vom Lebensstandard runter, weil das Verzicht bedeuten würde, obwohl man Wirtschaftsmigration damit sicherlich deutlich bekämpfen könnte, also wählt man eine Partei, die das umsetzt und dabei dann noch viel mehr einreißt und kaputtmacht. Am Ende will hier keine mehr herkommen, weil das Land sich damit selber so weit kaputtgemacht hat, dass es daheim in Afrika oder besser ist als hier. Ist jetzt in meinen Augen keine sonderlich schlaue Taktik, und die, die den Mist verzapft haben, liegen dann eh schon im Grab, aber hey, es ist immerhin eine Lösung. :ugly:

Gott, ich hasse es, wenn Leute wie du nach Lösungen rufen, aber keinerlei Dunst davon haben, dass es nicht DIE Lösung gibt. Migranten, die vor unserer Grenze stehen, die kannst du nicht zurückschicken. Die sind da. Deal with it! Wenn du nicht willst, dass die an unseren Grenzen stehen, dann gebe ihnen die Hoffnung im eigenen Land in Frieden zu leben, zu lieben und zu sterben. Willst du das nicht, sondern alles nur für dich zusammenraffen und keinen mehr hereinlassen willst, dann sage aber auch frei heraus, dass dir tödliche Gewalt an der Grenzte gegenüber Migranten legitim erscheint. Aber bitte verschone mich (und die anderen mit etwas Weitblick) damit, nach "Lösungen" zu schreien.
 
Wenn du nicht willst, dass die an unseren Grenzen stehen, dann gebe ihnen die Hoffnung im eigenen Land in Frieden zu leben, zu lieben und zu sterben.
Hilfe zur Selbsthilfe und so. Das heißt aber auch nicht einfach Geld hinschicken sondern sich wirklich mit der Lage vor Ort beschäftigen und dann Perspektiven aufzeigen. Wie sagt man so schön:
Schenk einer Person einen Fisch und sie ist einen Tag satt, zeig ihr wie man fischt und sie wird ihr Leben lang satt sein. (Oder so ähnlich :ugly: )

Aber ich weiß, ich träume schon wieder :haha:
 
Natürlich ist er gescheitert, aber das kann ja nicht die Ausrede von Biden für den Status Quo sein, der nunmal seit immerhin 3 1/2 Jahren regiert.
Das Thema ist halt komplex.
Wäre es einfach, wäre es seit Jahren gelöst.
Schenk einer Person einen Fisch und sie ist einen Tag satt, zeig ihr wie man fischt und sie wird ihr Leben lang satt sein. (Oder so ähnlich :ugly: )
Sofern nicht ein anderer schon die ganzen Fische weggefischt hat. ;)
 
Bei den Migranten an der mexikanischen Grenze handelt es sich heute aber um Hispanics, also primär Weiße.
Hispanics sind primär Weiße? Davon höre ich zum 1. Mal. Die Bevölkerung Kubas, Mexikos, Puerto Rico, Brasilien etc sind überwiegend braune Menschen, mit dort indigenen Vorfahren oder afrikanischen Vorfahren, was sich aufgrund der Kolonialgeschichte dort natürlich auch phänotypisch vermischt hat. Jedenfalls werden Latinos in den USA nicht als Weiße gesehen und auch nicht als solche (caucasian) gezählt.
Natürlich gibt es dort auch eine weiße Bevölkerung, aber das ist die Minderheit.
Das heißt natürlich nicht dass ich auf die erste Lösung und den damit einhergehenden Wohlstandsverlust Lust habe, aber ich denke langfristig ist dass der Weg den man gehen muss.
Dieser Weg wird meines Erachtens sowieso kein Weg der Freiwilligkeit sein, sondern ein soziologisches Faktum. Die nördliche Hemisphäre wird ein massiver Anstieg an Massenmigration aufgrund der Erderwärmung erwarten. Dann wird es eh eng. Vielleicht werden wir das nicht mehr in dem Maße erleben, aber das wird prognostiziert.
 
Jedenfalls werden Latinos in den USA nicht als Weiße gesehen und auch nicht als solche (caucasian) gezählt.
Nur Europäer werden wirklich als weiße gezählt.
Wobei man dort Unterschiede macht, ob es Südeuropäer sind oder nicht.
Nichtsdestotrotz sind Lateinamerikaner aber eher konservativ. Die Republikaner sollte sie eher als Wähler gewinnen als gegen sie zu hetzen.
Irgendwann reichen die weißen Amerikaner nicht mehr aus, um eine Wahl zu gewinnen und irgendwann wird es auch einen Latino US Präsidenten geben.
 
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