Also wir müssen in dieser Diskussion kurz mal ins Gedächtnis rufen woher wir kommen. Der Tenor war das NVidia ja das GPU Consumer Geschäft abstoßen soll/wird, wie auch immer. Das war so dein Tenor, da das KI so boomt. Dagegen habe ich gehalten das Unternehmen nicht einfach so bzw. profitable Dinge abstoßen. Soviel zur Einstiegsdiskussion.
Das ist nicht meine Vorstellung. Überall wird aufgespalten, was das Zeug hält. Ein Unternehmen, das aus mehreren Teilen besteht ist meist weniger wert, als die Summe seiner Einzelteile.
Demnach müßten alle Unternehmensteile, die verkauft oder an die Börse gebracht werden, unprofitabel sein. Tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht.
Also hier empfehle ich erstmal Grundlagen in BWL sich einzuverleiben. Die Börse ist kein Ebay für Geschäftsmänner, dass ist soweit hergeholt und hanebüchen, dass ich nur kurz darauf eingehe. An die Börse geht man i.d.R. um Finanzmittel bzw. Liquide Mittel verfügbar zu machen indem man ANTEILE verkauft und nicht primär um iwas abzustoßen! Für den Investor gehts auch um Profit, er kauft die Anteile, dass Unternehmen hat weitere Mittel und möchte wachsen, was wiederum die Anteile im Wert steigen lässt und somit, dem Investor profit beschert. Win/Win Idealverlauf, die Realität sieht oft anders aus.
D.h. Mehrheiten an Anteilen erreichst du nur wenn auch der Inhaber (das Unternehmen) auch alle Anteile zum Verkauf anbietet. Sieht man selten bei profitablen Sparten/Unternehmen.
Anders gesagt, es sind auch unprofitable Unternehmen/Aktien im Umlauf, hier nutzen dann Investoren die Möglichkeit, Know How, Marktanteile etc. oder den Markteinstieg für einen schmalen Taler zu bekommen indem sie Übernahmen anstreben, hier geht ja aber Mehrheitseigner dann Weg aber mit... Rhetorische Frage, möchte keine Antwort darauf. Warum werden denn oft Unternehmen gekauft die aktuell in der Schieflage sind? Warum gibt es Trader die solche Aktien kaufen? Möchte keine Antwort, ich kenne sie schon.
Wenn man es so nimmt kennt die Geschäftswelt nur eine relative Kennzahl bzw. hat diese im Fokus -> Return of Invest. (ROI) Jede Entscheidung beruht im Prinzip darauf... Eine Sparte kann sehr profitabel sein, aber schlechte Zukunftsprognosen aus welchen Gründen auch immer haben und ist somit direkt STRATEGISCH unprofitabel, taktisch aber nicht...
Siemens hat seit 1980 (vorher habe ich keine Zahlen) nur Gewinn erwirtschaftet, soviel zu "schweren Zeiten". Das ist genauso ein Blödsinn, wie "Notleidende Banken".
Nach deiner Logik gibt es keinen Grund, warum sie in den letzten 50 Jahren irgend eine profitable Sparte hätten ausgliedern sollen. Haben sie aber getan und zwar massenhaft.
Hier nur mal ein paar Nachrichten aus den letzten Jahren, den Rest erspar ich mir...
Die Hans-Böckler-Stiftung ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB. Sie ist in allen ihren Aufgabenfeldern der Mitbestimmung als Gestaltungsprinzip einer demokratischen Gesellschaft verpflichtet.
www.boeckler.de
Aktuelles Meldungen, Pressemitteilungen und Jobauschreibungen aus dem Unternehmen.
www.mega-monheim.de
Mehrere Wochen lang verhandelte Siemens Energy mit der Bundesregierung über staatliche Garantien, nun steht das Hilfspaket. Ökonomen sehen den Bund nicht in der Verantwortung. Von A.-C. Beck und L. Hiltscher.
www.tagesschau.de
Man habe dazugelernt aus dem Adani-Desaster, versichern Siemens-Chef Joe Kaeser und dessen designierter Nachfolger Roland Busch im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens.
www.kritischeaktionaere.de
Du verstehst einfach nicht, wie Investoren denken. Nehmen wir einen Energiekonzern, der Erneuerbare, Kohle, Gaskraft und Kernkraft nutzt. Nun gibt es Investoren, die sehen die Zukunft in Erneuerbaren, die müssen den anderen Kram mitschleppen, ob sie das wollen oder nicht, Leute, die eher auf Fossile setzen, müssen die Kernkraft mitnehmen und die Erneuerbaren. Wer Kernkraft will, der hat auch die anderen im Boot. Wer nur auf den Endkundenbereich setzt, der hat auch noch die Erzeugung im Boot und umgekehrt. Es ist also besser den Konzern in seine Einzelteile aufzuspalten, dann kann jeder in das investieren, was er will. Dadurch ist das ganze mehr wert, als seine Einzelteile. Wer will, der kann sich immer noch alle Teile in sein Portfolio legen und hat damit seinen gemischten Energiekonzern.
Es werden die Teile des Unternehmens nicht vernichtet, sondern nur in besser handhabbare Pakete unterteilt.
Bitte höre auf mit so einer herablassenden bzw. belehrenden Art. Du kannst nicht beurteilen was ich verstehe, weiss oder woher ich komme. Randnotiz: 10+ Jahre Erfahrung im Stab des Vorstandes einer AG und einer KG...
Du verstehst oder willst aus Argumentationsgründen nicht auf die Tatsache eingehen, dass eine Neustrukturierung einer Konzernstruktur nicht gleichbedeutend mit "abstoßen" ist. Selbst wenn es ausnahmsweise vorkommt dass eine profitable Sparte abgestoßen, also wirklich verkauft wird, dann hat es oft was mit Strategischen, Liquiditäts oder vielen anderen Punkten iwe z.B. den Zukunftsaussichten zu tun. Eigentlich ist es nie wirklich freiwillig. Die Gründe für so einen Fall sind so vielschichtig, dass sie nicht einfach damit erklärbar sind, dass man das einfach so macht, weil man jetzt was anderes hat, dass mehr profitabel ist.
Konzerne sind schon von Natur aus immer auf Wachstum getrimmt... Anders gesagt, alles was das Wachstum oder noch mehr Profit an andere Stelle hindert wird abgestoßen (=unprofitabel).
Aber solche Dinge passieren auch um sich zu verschlanken, Risiko zu streuen, teilweise müssen aus Wettbewerbssicht rechtlich Teile abgespalten werden, dabei behält man aber das gute Kind nach Möglichkeit in der Familie. -Vielschichtig, aber nie weil man woanders auch Erfolgreich ist, dass ist nie der Grund
Genau so wäre es bei Nvidia. Wer mit Gaming nichts am Hut hat, müßte es nicht kaufen, wer nur auf Gaming setzt, der braucht auch keine KI. Aber da hat der Boss etwas dagegen.
Siemens hat Haufenweise Sparten abgestoßen. Töchter zu gründen und sie zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, ist ein Weg dazu.
Weil sie Geld gebraucht haben, umstrukturieren mussten, so vielschichtig und umfangreich dass es nicht mal in eine Bachelor und Master Thesis passen würde.... Da gehe ich bei dir gar nicht weiter drauf ein, weil du dir deine ganze Argumentation einfach so herholst ohne fachliche Grundlagen. Ja Siemens hat abgestoßen, aber wenn man genau hinschaut wird man feststellen, dass es doch mit der Profitablität zu tun hatte usw. Ein wenig verdrehst du hier auch die eigentliche Kerndiskussion. -> Abstoßen von profitablen Sparten eines gesunden Konzerns! Das ist Nvidia numal aktuell, Siemens dagegen hat in Summe Gewinn geschrieben, aber sehr sehr viele Baustellen gehabt und teils mit schlechten Zukunftsaussichten.
Man Opfert nicht, im Sinn dass man sie vernichtet, man untergliedert sie in handlichere Pakete. Für die Investoren ist es besser, sie können sich jedes einzelne Bein nach belieben kaufen.
Dass unterstreicht doch genau meine Worte, weil du die Pakete nach ihrer Profitabilität/nutzen für dich bzw. dein Konzern handhabst...
Dem gegenüber stehen nur die Synergieeffekte, dafür müssen die Teile aber möglichst gleichartig sein. Deshalb lohnt es sich auch Gemischtwarenläden zu zerschlagen und die Einzelteile an andere Unternehmen zu verkaufen, die das gleiche, wie das jeweilige Einzelteil, machen.
Sehe Synergie Effekte im NVidia Case ebenso
Dass die Teile nicht profitabel sind, kann man auch ganz einfach widerlegen. Bei einem Bösengang sollte das ganze. z.B. Gewinne einfachen, wer kauft schon neue Aktien von einer Verlustbude?
Es gab soviel Börseneinstiege die direkt mit Verlust notiert wurden, dass ich die nicht mal an einer Hand abzählen kann und von Unternehmen die sich so (finanziell) sanieren wollten. Wie oben erwähnt, beschäftige dich erstmal mit der Börse...
Was ist eine Börse?
Welchen Zweck hat sie?
Welchen nutzen hat sie für Anleger?
Welchen nutzen haben Unternehmen?
usw.
Damit ist für mich die Diskussion auch zu ende, es wird zu off topic.