Verwechsle dein Vorstellung nicht mit Fachwissen.
Das ist nicht meine Vorstellung. Überall wird aufgespalten, was das Zeug hält. Ein Unternehmen, das aus mehreren Teilen besteht ist meist weniger wert, als die Summe seiner Einzelteile.
Weder Siemens noch Nvidia, noch irgend ein Unternehmen wirft profitable Sparten ab.
Demnach müßten alle Unternehmensteile, die verkauft oder an die Börse gebracht werden, unprofitabel sein. Tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht.
Siemens hatte auch schwere Zeiten hinter sich und hat damals Umstrukturierungen begonnen, dass hier überhaupt anzuführen, ist mal wieder Äpfel und Birnen, par excellence...
Siemens hat seit 1980 (vorher habe ich keine Zahlen) nur Gewinn erwirtschaftet, soviel zu "schweren Zeiten". Das ist genauso ein Blödsinn, wie "Notleidende Banken".
Nach deiner Logik gibt es keinen Grund, warum sie in den letzten 50 Jahren irgend eine profitable Sparte hätten ausgliedern sollen. Haben sie aber getan und zwar massenhaft.
"Eine Null Bock" auf weil ich wo anders viel Geld verdiene Einstellung gibt es in Unternehmen nicht.
Du verstehst einfach nicht, wie Investoren denken. Nehmen wir einen Energiekonzern, der Erneuerbare, Kohle, Gaskraft und Kernkraft nutzt. Nun gibt es Investoren, die sehen die Zukunft in Erneuerbaren, die müssen den anderen Kram mitschleppen, ob sie das wollen oder nicht, Leute, die eher auf Fossile setzen, müssen die Kernkraft mitnehmen und die Erneuerbaren. Wer Kernkraft will, der hat auch die anderen im Boot. Wer nur auf den Endkundenbereich setzt, der hat auch noch die Erzeugung im Boot und umgekehrt. Es ist also besser den Konzern in seine Einzelteile aufzuspalten, dann kann jeder in das investieren, was er will. Dadurch ist das ganze mehr wert, als seine Einzelteile. Wer will, der kann sich immer noch alle Teile in sein Portfolio legen und hat damit seinen gemischten Energiekonzern.
Es werden die Teile des Unternehmens nicht vernichtet, sondern nur in besser handhabbare Pakete unterteilt.
Genau so wäre es bei Nvidia. Wer mit Gaming nichts am Hut hat, müßte es nicht kaufen, wer nur auf Gaming setzt, der braucht auch keine KI. Aber da hat der Boss etwas dagegen.
Man wird wie bei Siemens dann einfach Töchter gründen, aber die Sparte nicht abstoßen...
Siemens hat Haufenweise Sparten abgestoßen. Töchter zu gründen und sie zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, ist ein Weg dazu.
Aber man opfert nicht andere profitable Standbeine!
Man Opfert nicht, im Sinn dass man sie vernichtet, man untergliedert sie in handlichere Pakete. Für die Investoren ist es besser, sie können sich jedes einzelne Bein nach belieben kaufen. Dem gegenüber stehen nur die Synergieeffekte, dafür müssen die Teile aber möglichst gleichartig sein. Deshalb lohnt es sich auch Gemischtwarenläden zu zerschlagen und die Einzelteile an andere Unternehmen zu verkaufen, die das gleiche, wie das jeweilige Einzelteil, machen.
Das mag auch kein Investor und Aktieninhaber.
Doch, die leiben das.
Man stelle sich vor AMD wirft einfach sein Consumer CPU Sektor ab um sich auf Server bzw. B2B zu konzentrieren...
Das sind wir dann wieder bei Synergien. Consumer und Server CPUs sind nahezu das gleiche, die Synergien liegen also bei nahe 100%. Konsolenchips und Consumer CPUs haben auch immer IGPs, damit ergeben sich Synergien zur Grakasparte. Keine Synergien gibt es z.B. bei GeForce Now und dem Rest von Nvidia. Es wäre besser, diesen Bereich abzuspalten, dann könnten die auch Karten der Konkurrenz nutzen. Je weiter sich die KI Beschleuniger von den Zockerkarten entfernen, umso weniger Synergien gibt es. Dann ist es irgendwann so weit, dass man die Zockersparte abstoßen kann.
Was du da beobachtest sind Umstrukturierungen, die aber nichts profitable abwerfen, sondern sich auf bestimmte Ziele/Marktgeschehen vorbereiten...
Schön, dass du mir recht gibst, denn nichts anderes ist das, was ich gesagt habe.
Dass die Teile nicht profitabel sind, kann man auch ganz einfach widerlegen. Bei einem Bösengang sollte das ganze. z.B. Gewinne einfachen, wer kauft schon neue Aktien von einer Verlustbude?