Auch die drei großen Kabelanbieter ermöglichen einen schnellen Upstream. Unity Media bietet bis zu 1000 KBit/s an. Bei Kabel Deutschland sind es 2000 KBit/s. Kabel BW erlaubt sogar bis zu 2500 KBit/s. Allerdings ist der Betrieb eines Servers nicht erlaubt oder eingeschränkt. Kabel Deutschland verbietet in den
AGB (PDF) einen Serverbetrieb ganz und gar. Kabel BW ist nur unwesentlich liberaler und gestattet in seiner
FAQ keinen Server, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Somit müsste man eine private Homepage mit einem Passwort schützen. Einzig und allein Unity Media
gestattet den Serverbetrieb für private, nicht kommerzielle Zwecke, sofern sich das Datentransfervolumen in einem üblichen Rahmen bewegt.
Das hat durchaus technische Gründe. Das Kabelnetz ist für die Ausstrahlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen entwickelt worden. Zwar wurde bereits an einen Rückkanal gedacht, dieser ist jedoch auf die Frequenzen von 5 bis 65 MHz beschränkt. Von 80 bis 860 MHz lässt das Kabelnetz nur die Richtung vom Anbieter zum Endkunden zu.
Insgesamt stehen pro Cluster, das sind alle Anschlüsse, die an einem Kupferstrang hängen und über einen einzigen Glas-/Kupferübergang versorgt werden, nur vier Kanäle zur Verfügung, die jeweils einen Durchsatz von 27 MBit/s netto bieten. Geht man von einer Clustergröße mit 500 angeschlossenen Teilnehmern aus, die alle ihren Upstream voll auslasten, bleiben jedem Teilnehmer etwa 200 KBit/s.