Ich frage mich gerade, wie man die Studenten dazu einfach zwingen kann...ich meine in China passiert ja so einiges und die Menschenrechte (und dementsprechend auch die Arbeitsbedinungen) werden da ziemlich klein geschrieben, aber das von einer nicht-staatlichen Firma sowas praktiziert werden kann ist mir neu.
Aber leider ist das bei Foxconn ja ein "multischneidiges" Schwert (man schneidet sich überall wo man es anfasst)...da haben die letzten erst für "Entlastung" gesorgt, indem sie weniger (Über-)Stunden machen müssen und dann meckern die Arbeiter, weil sie gerade diese Überstunden machen wollten um mehr Geld zu verdienen...
PS: ~200€ im Monat ist kein schlechter Verdienst im Monat für chinesische Verhältnisse! Über ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung in China hat sogar nur knapp 60€ im Monat. Bei all den schlechten Nachrichten über Foxconn und deren Arbeitsbedinungen vergessen die meisten oftmals, dass die Arbeiter dort _freiwillig_ hingehen, weil Foxconn (für chinesische Verhältnisse) einen _guten_ Stundenlohn zahlt...wenn man in dem Bereich schon eine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen hat und dementsprechend auf höheren Posten innerhalb des Fertigungsprozesses eingesetzt werden kann ist es sogar noch mehr und man gehört schon zur soliden, ja fast schon oberen Mittelschicht!
Die anderen fast zwei drittel haben im Monat, soviel wie wir in einer Minute für eine "Bockwurst" ausgeben.
Zwangsweise betrifft das überwiegend jene im ländlichen Siedlungsraum!
Das nennt man Zwang durch Lebensumstände, gepaart mit Unterdrückung individueller Persönlichkeit, gefolgt durch intrigantes und neidisches Verhalten, sowie "Schaffen" bis zur physisch-/psychischen Erschöpfung (gibts mittlerweile auch in unserem Land, leider)
Sicherlich sprechen die Schlagzeilen, über stattgefundene Selbstmordfälle bei Foxconn, die wie so oft, nicht weiter Öffnetlich verfolgt wurden, eine leise, aber deutliche Sprache!
Wirtschaftliche und politische Verflechtungen, im Einklang mit korrupten Machenschaften, sind ein wunderbarer Nährboden!
Man hatte zu DDR-Zeiten eine ähnliche Praktik, die ich, aber gar nicht so verkehrt fand. Man muß dabei die besonderen Umstände betrachten, die jene Praktik notwendig machte.
In der Erntezeit, Winterzeit, bei Produktionsengpässen, widrige Witterungsverhältnisse (die den z.B. Kohleabbau stak behinderten), oder Katastophen, wurden viele Arbeitskräfte zu den Brennpunkten "deligiert".
In erster Linie, abkömmliches Personal der Armee und ein großteil Freiwillige (nicht wenig Studnten), sofern der Arbeit-(staatliche/genossenschaftliche Brötchen-)geber zustimmte.
Eine (zusätzliche) Vergütung gabs, meines Wissen, in jeden Fall, und wenn der deligierende Arbeitgeber weiter zahlte. (heute heißt das Arbeitnehmerüberlassung, mit teils reduzierten Einkommen)
Ich würde es begrüßen, das heute zur Umweltreinigung wieder einzuführen, dann aber in der Variante von damals, genannt "Subotnik", in erster Linie freiwillig, aber auch zwangsangeordnet, für Drückeberger als ordentliche Bestrafung.
Keinem fällt ein Stein aus der Krone, wenn er zum Allgemeinwohl der Bevölkerung, etwas Tatkräftig mitwirkt, da wir alle ausnahmslos, zur Vermüllung, Verschandelung, Verschmutzung direkt, oder indirekt dazu beitragen.
Wer das verneint, werfe den ersten Stein!
Nailgun, schrieb das es "...bei vielen Herstellern nicht anders..." sei.
Das ist absolut wahr.
Bedingt durch geförderte Obsoleszens, sowie "Geiz ist Geil" Mentalität, der man sich gewissermaßen nicht ganz entziehen kann, zumal man meist finanziell nicht besonders Potent aufgestellt ist.
Zu viele Hersteller (viele, viele Hiesige) lassen vollständig, oder Teile ihrer Produkte, im Ausland produzieren, wohl wissentlich das auch Kinder zu 70-90% daran beteiligt sind!
Ich möchte hier keine kongreten Namen nennen, da ich keine Post von Anwälten haben möchte, da man Meinungsfreiheit, ab einer bestimmten Grenze, teuer bezahlen muß!
Man hört zwar öfters, das jene, wenn öffentlich darauf angesprochen, davon nichts wissen, bleibt dies allerdings trozdem eine glatte Lüge.
Man kann natürlich auch davon ausgehen, das jene die Produktionskette nur bis zu einen gewissen Punkt kontrollieren, nur was danach kommt, wird von den Firmen in der Produktionskette, den Produzierenden selbst, verschwiegen, oder die Kinder geben sich älter aus, als sie tatsächlich sind und ganz Fatal, werden auch Kinder zur Produktion verkauft, durch die verschuldeten Eltern.
Das die Lebensumstände, die Kinder, oder die zwangsrekrutierte Bevölkerung, gewissermaßen dazu zwingt, sollte man sich klar vor Augen halten, auch unter welchen widrigen Arbeitsbedingungen "geschafft" wird.
Trotz dieser Widrigkeiten, sind die "Schaffenden" dennoch froh, überhaupt eine Einkommensquelle zu haben.
Wo dieser Teufelskreis beginnt, oder gerade aufhört, ist dabei Ansichtssache.
Egoistische Gier nach Profit und Macht, ist allein der Grundstein!