Flüssigkeitgekühltes Autoladekabel: Forscher und Ford wollen in 5 Minuten laden

Redet man überhaupt noch über Wasserstoff in Autos? Solange man keinen Stromüberschuss aus erneuerbaren Energien hat, ist Wasserstoff immer die schlechtere Alternative. Da hilft auch nicht ein etwas schnelleres tanken.

Das heißt aber nicht, dass Wasserstoff nicht gebraucht wird. Ich finde ihn z.B. als Zwischenspeicher und für spezielle Anforderungen geeignet. Bevor also ein Windkraftwerk abgestellt wird, weil der Strom nicht gebraucht wird, kann damit quasi kostenlos Wasserstoff erzeugt werden. Dieser Wasserstoff wird dann zu benötigten Zeiten wieder in Strom umgewandelt.

PS: Wenn man 300km Autobahn gefahren ist, dann ist eine halbe Stunde Pause sogar ein Sicherheitsgewinn. Sollte man eigentlich auch mit seinem Diesel machen.
 
Dann wird mit dem einmaligen Urlaub im Jahr argumentiert. Wenn man aber 1000km in den Urlaub fahren kann, warum sollte man da nicht auch 3x 30min Pause machen können?
Das Problem ist nicht die Zeit sondern noch die Verfügbarkeit.
Schon mal ne weite Strecke elektrisch gefahren? Offensichtlich nicht, denn sonst wüsstest du dass die 30 Minuten Pause zu machen das kleinste Problem sind.

Je nach Strecke haste auf dem Weg ohne riesen Umwege zu fahren alle 200km mal ne Ladesäule anner Autobahn. An der ersten wo du mit 30% Restakku ankommst hängt ein Schild "defekt". Bis zur nächsten an der AB kommste nicht mehr. Dann fährste in die nächstgelegene Stadt ab in der Hoffnung ne freie Säule zu finden. Aus den 30 minuten ladezeit werden dann schnell zusätzlich 50km plus 1h Umweg. Das will sich im Urlaub einfach keiner antun.

Für das Alltagsgeschäft wenn man daheim laden kann ist das alles super. Die paar Kilometer täglich fahren und alle 3 Tage mal über Nacht an die Dose daheim. Für Leute die keine Heimlademöglichkeit haben oder weiter fahren müssen und das auf Zeitdruck (ja, solls auch geben...) taugt all das (noch) nicht.
 
Das Problem ist nicht die Zeit sondern noch die Verfügbarkeit.
Schon mal ne weite Strecke elektrisch gefahren? Offensichtlich nicht, denn sonst wüsstest du dass die 30 Minuten Pause zu machen das kleinste Problem sind.

Je nach Strecke haste auf dem Weg ohne riesen Umwege zu fahren alle 200km mal ne Ladesäule anner Autobahn. An der ersten wo du mit 30% Restakku ankommst hängt ein Schild "defekt". Bis zur nächsten an der AB kommste nicht mehr. Dann fährste in die nächstgelegene Stadt ab in der Hoffnung ne freie Säule zu finden. Aus den 30 minuten ladezeit werden dann schnell zusätzlich 50km plus 1h Umweg. Das will sich im Urlaub einfach keiner antun.

Für das Alltagsgeschäft wenn man daheim laden kann ist das alles super. Die paar Kilometer täglich fahren und alle 3 Tage mal über Nacht an die Dose daheim. Für Leute die keine Heimlademöglichkeit haben oder weiter fahren müssen und das auf Zeitdruck (ja, solls auch geben...) taugt all das (noch) nicht.

Dann bist du noch keinen Tesla gefahren? Natürlich sollte das Angebot deutlich erhöht werden und sobald viele E-Autos rumfahren, wird auch nicht alle 50km irgendwo eine Ladestation sein, sondern eher alle 10km. Mit den neuen Funktionen heute ist es bei Tesla aber auch kein Problem eine Ladstation zu finden. "Tanken" sagen und das Navi steuert die nächste E-Tankstelle an. Normal wird auch angezeigt, wenn eine E-Tankstelle außer Betrieb ist oder sogar wenn sie besetzt ist.

Ich gebe Dir aber Recht, dass eine entspreche Lade-Infrastruktur Pflicht ist. Auch in der Großestadt ohne eigenen Stellplatz ist es noch umständlicher. Zu Hause am eigenen Hause mit einer Ladestelle ist es auch jetzt schon sehr viel angenehmer.

Der Weg ist aber gesetzt...
 
Nein, ein Tesla wars nicht - es war ein halbwegs bezahlbares Auto^^

Bei mir im halb ländlichen Bereich ists nahezu unmöglich ein e-Auto zu laden wenn man nicht zu Hause lädt. Ich hab im Umkreis von 20km zwei Ladesäulen mit je 2 Stellplätzen (die entsprechend auch immer besetzt sind), der nächste Tesla-Supercharger ist, kein Scherz, 85km entfernt. E-Mobilität ist damit für Leute die nicht zu Hause laden können schlichtweg keine Option.
 
Das Problem ist nicht die Zeit sondern noch die Verfügbarkeit.
Schon mal ne weite Strecke elektrisch gefahren? Offensichtlich nicht, denn sonst wüsstest du dass die 30 Minuten Pause zu machen das kleinste Problem sind.

Je nach Strecke haste auf dem Weg ohne riesen Umwege zu fahren alle 200km mal ne Ladesäule anner Autobahn. An der ersten wo du mit 30% Restakku ankommst hängt ein Schild "defekt". Bis zur nächsten an der AB kommste nicht mehr. Dann fährste in die nächstgelegene Stadt ab in der Hoffnung ne freie Säule zu finden. Aus den 30 minuten ladezeit werden dann schnell zusätzlich 50km plus 1h Umweg. Das will sich im Urlaub einfach keiner antun.
Wann bist du denn gefahren? Vor 10 Jahren? Ich kann jetzt tatsächlich im speziellen über das Ruhrgebiet sprechen, aber 50km zur nächsten Ladesäule sind bei uns eher 500m. Neben der vor meinem Haus, habe ich alleine 5 kostenlose Lademöglichkeiten aufs dem 12 km langen Weg zur Arbeit.

Lange Strecken habe ich auch, München z.B. und auch da alle 25km direkt an der Autobahn eine Säule, sehr häufig Tesla Parks, die aber meines Wissens nach mittlerweile auch geöffnet sind für alle.
 
Ich kann jetzt tatsächlich im speziellen über das Ruhrgebiet sprechen,
Das ist das Problem. Das Ruhrgebiet ist dicht besiedelt und vergleichsweise gut ausgebaut.
Wenn du in den ländlichen Bereich kommst kanns dir passieren dass es 30km lang nicht mal eine klassische Tankstelle gibt, von Ladesäulen hat man da noch nie was gehört (übertriebene Darstellung aber es kommt einem wirklich teilweise so vor^^).

Das hier sind die beiden Ladestationen (4 Stellplätze) von denen ich gesprochen habe:
1637330390551.png

Der Kartenausschnitt sind grob übern Daumen 20x30km.

Oder andesr gesagt 4 Lademöglichkeiten auf 600 Quadratkilometer und grob geschätzt 50.000 Einwohner. Lade zu Hause oder fahre Verbrenner. Alles andere ist hier nicht drin.
 
Ja klar, aber ich denke es geht bei Autos ja nicht nur um den Nahverkehr oder das Pendeln, sondern auch Urlaub, Leute wie Handwerker, Aussendienst, später kommen noch die LKW Fahrer. Da werden rasch mal andere Distanzen gefahren.
Urlaub: hier wird man halt kurzfristig mehr bzw. längere Pausen machen (Tankstelle fahren, anstecken, pinkeln gehen, Kaffee holen, trinken, strecken... nach 20 min abstecken und weiterfahren).
Davon abgesehen: in den letzten 10 Jahren hat sich die Akkukapazität verdreifacht. Wenn das nochmal passiert haben wir Autos die jenseits von 1000km fahren können.
Würde ich jetzt mit einem Elektrofahrzeug nach Spanien fahren wollen? Eher nicht, das wäre mir zu unsicher oder stressig. Wenn ich aber weis dass ich von meinen Wohnort (Schweiz) bis nach Spanien auf der Autobahn alle 50 bis 80Km sicher eine E-Tankstelle finde wo ich in 5 Minuten wieder auf 80% Akkuleistung bin, dann beruhigt dies doch ungemein.
Das ist aktuell noch nicht der Fall, aber hier tut sich im Moment einiges. Ist natürlich auch länderspezifisch unterschiedlich.

Selbst mit Verbrenner hatten wir schon Situationen wo bereits die Reserve aufblinkte und wir sparsamer gefahren sind (hoher Gang, wenn es abwärts ging nur Leerlauf) weil die Tankstelle die wir angepeilt hatten geschlossen war und es zur nächsten noch 30 Kilometer waren. Das waren noch Zeiten ohne Standard mässiges GPS oder Google Maps, wo man eben auch anhand der Faltkarte nicht wusste wo eine Tanke sein könnte wenn man die Autobahn verlässt. :ugly: :D
:D das passiert immer mal wieder. Ging mir erst neulich so
Ich finde die Diskussion immer etwas komisch über die Reichweite. Zu 95% werden Strecken unter 100km gefahren, meist noch viel geringere Strecken. Hier gibt es also auch jetzt schon überhaupt kein Problem. Dann wird mit dem einmaligen Urlaub im Jahr argumentiert. Wenn man aber 1000km in den Urlaub fahren kann, warum sollte man da nicht auch 3x 30min Pause machen können?

Schlimm in einer Gesellschaft zu leben wo man sich keine 30 Minuten Pause leisten kann/möchte.
Man muss schnell, schnell gehetzt und gestresst in den Urlaub und ebenso auch wieder zurück!
 
Das Problem daran ist, dass keiner seinen neuen 10.000€ Akku gegen einen gebrauchten eintauschen möchte. Also muß der Akku Eigentum des Ladeanbieters sein, den sich der dann auch entsprechend vergüten lassen möchte. Das wird teuer und deshalb wird es sich nicht durchsetzen.
Gut, dann erweitere ich meine Aussage da ich etwas, für die Industrie ist es besser zu tauschen, dort wird kaum einer bei seinem geschäftlichen Töf-Töf eine Beziehung eingehen.

Dafür wird die Energie dann bei der Erzeugung des Wasserstoffs "verpulvert". Ca. 50kWh pro Kilogramm, womit man dann gut 100Km weit fahren kann.
Klar hat Wasserstoff mehrere massive Problme, darunter auch die Herstellung. Aber zweifelsohne für einige Anwendungen bei denen Gewicht/Distanz im Fokus stehen ggf interessant.
Man könnte jetzt argumentieren dass viele einzelene Ladestationen ihre Verluste aufaddieren und Wasserstoff irgendwo do evtl etwas Land gewinnen kann (man sieht wie Wage/Naiv diese These ist).

Ich gebe zu das Wasserstoff nicht die optimale Lösung ist, auch nicht als "Brückentechnologie"

Aber wenn ich dann an die Netzlast denke, nunja irgenwie gefält mir der Gedanke eher eines relativ konstanten Systems besser als ein ständiges ab und an bei der Netzlast.
 
Viele Hybride können ihren kleinen Akku nur so langsam laden, dass sich zuweilen die Frage nach dem Nutzen stellt.
@Autor: Denk mal einen Schritt weiter. Warum sollte man einen Plugin-Hybrid schnell laden? Für Eilige haben die Dinger einen Tank mit Sprit oder Diesel an Bord. Das Auto Teil hängt im Idealfall nachts zu Hause oder tagsüber auf dem Firmenparkplatz an der Steckdose und man pendelt seine 50km zwischen Job und Wohnort rein elektrisch hin und her. Kein Mensch wird diese Miniakkus auf der Raststätte mit 150 kW vollknallen, um dann 20km Autobahn mit Vollgas elektrisch fahren zu können. Das ist nicht der Sinn eines Plugin-Hybrids.
 
Kann es sein, dass der Redakteur auch ein E-Auto fährt ;-)
Man merkt, dass der Schreiberling sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat!

Eher nicht. Oder wieso werden die Preise für ein zu einem Batterieauto gehöriges Ladekabel mit einer Technik für stationäre, schon allein wegen der Kühltechnik an Ladesäulen gebundenen Technik für LKW-Lader assoziiert?


Was macht diese Ladeleistung denn mit den Akkus?

Grillen. Lange Zeit galt 0,5 c als gesund für LiIo und 1 C als Maximum. 20 Jahre später arbeiten aktuelle Batterieautos jetzt im Sweet Spot mit knapp 3 C, im Schnitt aber im 1,5 C. Für eine Vollladung in fünf Minuten müsste man auf im Schnitt 6 C, bei typischem Ladekurvenverlauf also in der Spitze auf über 10 C rauf. Das macht keine bekannte Akkutechnik mit.

(Interessant sind Kabel dieser Leistungsfähigkeit aber, um z.B. große Reisebusse in 30 Minuten zu 50% nachzuladen. Das wäre akkutechnisch noch okay und würde mit aktueller Technik ein halbes Dutzend oder mehr Kabel erfordern. Stellt sich aber die Frage, wer extra Schnelllader für Fernreisebusse entwickelt und aufstellen sollte, wenn ein Zug die gleiche Transportleistung mit direkt aus dem Netz entnommenen Strom erbringen kann?)


Ich finde die Diskussion immer etwas komisch über die Reichweite. Zu 95% werden Strecken unter 100km gefahren, meist noch viel geringere Strecken.

Und die auch noch mit dem Fahrrad! Warum also überhaupt Autos? Verzichten wird doch einfach ganz auf 5/10/15/20% unserer Mobilität!

Hier gibt es also auch jetzt schon überhaupt kein Problem. Dann wird mit dem einmaligen Urlaub im Jahr argumentiert. Wenn man aber 1000km in den Urlaub fahren kann, warum sollte man da nicht auch 3x 30min Pause machen können?

Bei 1000 km geht das noch knapp. Aber bei 1200 km 4x 30 min zu warten wird schon knapp, denn dann ist man wenigstens 14 h unterwegs, was zumindest für mich die Obergrenze darstellt. Mit einem Verbrenner habe ich auf gleicher Strecke genug Reserven für 1-2 Staus, mit einem Batterieauto muss eine Zwischenübernachtung einfügen und schon sind (hin+zurück) zwei Tage Urlaub weg.
Und die 200 km mehr machen schon einen deutlichen Unterschied bei der Auswahl der möglichen Reiseziele, wenn man die ersten 800 km braucht, um überhaupt ans Mittelmeer zu kommen.
 
Geb ich dir voll Recht. Und nicht zu vergessen auch die Leitungs- und Wandlungsverluste im Stromnetz, um den Strom überhaupt zur Säule zu bekommen.
Für Wasserstoff ist die Effizienz leider durch Kühlung, Transport, Lagerung bei extrem hohen Druck und natürlich schlechtem Wirkungsgrad bei der Erzeugung noch beudetend schlechter.

Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Wasserstoff generell durchsetzen könnte.

Lagerung unter Druck kostet keine Energie, nur das einmalige Unterdrucksetzen. Das sind letztlich auch die beiden Parameter, die über Wasserstoff entscheiden werden: Wie lange müssen wir Energie speichern und wie aufwendig ist es, diese ins Lager zu bekommen?

Ab einer gewissen Speicherdauer und damit -kapazität sind Batterien einfach unbezahlbar (auch ökologisch durch den Materialaufwand) und durch die Selbstenladung auch schlicht unbrauchbar. Schon bei einigen Wochen Zwischenspeicherung sind sie ökonomisch kaum zu rechtfertigen, einige Monate halte ich für gänzlich unmöglich. Wir brauchen aber 6-Monats-Speicher, um die von Sommer zu Winter um Faktor 3 schwankende Leistung der Photovoltaik zu puffern und müssen möglicherweise sogar 12- oder 24-Monatsspeicher für windarme Jahre in Betracht ziehen. Trotz aller Ineffizienz bei der Erzeugung und Rückverstromung ist Wasserstoff derzeit die meist genannte Technik für diesen Anwendungszweck - und wenn man ihn ohnehin produzieren muss (wenn man den Strom nicht wegwerfen will), dann kommt er auch für die Anwendung in PKW in Frage bzw. ist für langstreckentaugliche Autos eine naheliegende Wahl.

(Langfristig würde ich aber nicht wundern, wenn reiner Wasserstoff nie in großem Maßstab genutzt wird. Die Ineffizienz bei der Erzeugung lässt sich nämlich theoretisch auf 0 reduzieren, realistisch ist zumindeste Elektrolyse mit 80-95% Effizienz. Aber die iir rund 20% Energieverlust bei Komprimierung auf 700 bar wird man aus rein physikalischen Gründen immer haben. Konkurrierende Stoffe wie NH3, CH4 und CH3OH lassen sich dagegen sehr einfach in eine dichte Lagerform überführen und der zusätzliche Energieaufwand für ihre Erzeugung ist erneut nur eine Frage der Verfahrenseffizienz. Ich persönlich plädiere mittlerweile sogar für intensive Forschung an effizienter C2H5OH-Synthese, denn damit hat man auch keine Handhabungs- und Umweltprobleme mehr und kann die gesamte bestehende Infrastruktur weiterverwenden. Das spart soviel Kosten, dass eine auch in optimierten Zustand etwas ineffizientere Produktion das kleinere Übel sein sollte.)


Davon abgesehen: in den letzten 10 Jahren hat sich die Akkukapazität verdreifacht. Wenn das nochmal passiert haben wir Autos die jenseits von 1000km fahren können.

Die maximale reguläre verkaufte Batteriekapazität vor 10 Jahren waren 53 kWh (Tesla Roadster). Das Maximum heute, 10 Jahre später, sind 108 kWh im EQS, macht also nur doppelt so viel. Und dieser 120-Monate-Rahmen ist schon astreines Cherrypicking von dir, denn vor 112 Monaten gab es bereits den S85. In den letzten 9,5 Jahren ist die Kapazität also gerade mal um ein 25% gestiegen, nicht um 200%, wie von dir behauptet.

Und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass es in den nächsten 9,5 Jahren mehr als weitere 25% sein werden, wenn überhaupt. Aber unter Garantie keine Verdreifachung. Abgesehen davon, dass bereits die drei genannten Fahrzeuge für Normalsterbliche einfach keine Option sind, lässt sich das bis Mitte der 10er Jahre (S100) erfolgeich angewandte Verfahren "lass einfach mehr Batterien reinquetschen" einfach nicht fortsetzen. Die Dinger kosten heute schon zu viel in der Herstellung und sind auch einfach zu schwer. Weitere Steigerung gibt es nur noch durch neue Zellchemie und wenn man die spezifische Leistung eines guten Notebook-Akkus von 2001, einer Smartphone-Batterie von 2011 und eines Batterieautos von 2021 vergleicht, dann wird einem klar, dass sich bei hochoptimierten LiIo kaum noch etwas tut.

Das ist aktuell noch nicht der Fall, aber hier tut sich im Moment einiges. Ist natürlich auch länderspezifisch unterschiedlich.

Wobei letzteres leider auch bedeutet, dass selbst nach erreichen eines guten Ausbaustandes in Deutschland ein Batterieauto ggf. nicht einmal 70% der Fahrstrecke eines Verbrenners ersetzen kann, einfach weil die anderen 30% eben nicht in Deutschland stattfinden :( . (Österreich und Schweiz sehen auch ganz gut aus, Frankreich schon deutlich weniger, Kroatien, vor allem der Süden, ist außerhalb der großen Städte afaik ein echtes Problem und über Italien außerhalb des Nordens reden wir vielleicht besser in 10 Jahren wieder...)

:D das passiert immer mal wieder. Ging mir erst neulich so

Die Frage ist halt, ob man zum letzten mal 700 km vor diesem Moment getankt hat und (bei vorsichtiger Fahrweise) noch 100 km Reserve hat, oder ob es eher 300 km und 30 km sind.

Man muss schnell, schnell gehetzt und gestresst in den Urlaub und ebenso auch wieder zurück!

Ich fahre gerne langsam und lege viele Zwischenstopps auf dem Weg zum Urlaub und vom Urlaub zurück ein, wenn du das mit meinem Arbeitgeber klärst.
Aber Urlaub als solcher beginnt für mich, wenn ich angekommen bin und endet, wenn ich abfahren muss, denn Autobahnen sind definitiv nicht zum Spaß haben da. (Und wenn sie es wären, wäre ich noch schneller am Ziel :) .) Und alles, was keinen Spaß macht und keinen Lohn einbringt, gehört minimiert.
 
Die maximale reguläre verkaufte Batteriekapazität vor 10 Jahren waren 53 kWh (Tesla Roadster). Das Maximum heute, 10 Jahre später, sind 108 kWh im EQS, macht also nur doppelt so viel. Und dieser 120-Monate-Rahmen ist schon astreines Cherrypicking von dir, denn vor 112 Monaten gab es bereits den S85. In den letzten 9,5 Jahren ist die Kapazität also gerade mal um ein 25% gestiegen, nicht um 200%, wie von dir behauptet.
Ich bezog mich auf einen Artikel ähnlich diesem, ich finde ihn aber kurzfristig nicht

Es ging dabei eher darum, dass es überhaupt kein Problem wäre, dass men heute einen Akku mit 3-Facher Dichte baut, aber es gibt eben gleichzeitig immer weitere Challenges: Ladegeschwindigkeit, Ladehäufigkeit, Temperaturabhängigkeit etc. Und während eine Eigenschaft leicht 3x besser gemacht werden kann, verliert man bei den anderen oft etwas.
Weshalb deine 25% höhere Dichte stimmen, aber gleichzeitig sich viele andere Eigenschaften verbessert haben.
Die reine Energiedichte kann man aber durchaus heute 3x von dem was vor ca 10 Jahren möglich war ansetzen.
Ich fahre gerne langsam und lege viele Zwischenstopps auf dem Weg zum Urlaub und vom Urlaub zurück ein, wenn du das mit meinem Arbeitgeber klärst.
Aber Urlaub als solcher beginnt für mich, wenn ich angekommen bin und endet, wenn ich abfahren muss, denn Autobahnen sind definitiv nicht zum Spaß haben da. (Und wenn sie es wären, wäre ich noch schneller am Ziel :) .) Und alles, was keinen Spaß macht und keinen Lohn einbringt, gehört minimiert.

Das war auch sarkastisch gemeint. Ich finde es immer amüsant wenn Leute in und vom Urlaub hetzen.
Und sich im Stau furchtbar aufregen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Autor: Denk mal einen Schritt weiter. Warum sollte man einen Plugin-Hybrid schnell laden? Für Eilige haben die Dinger einen Tank mit Sprit oder Diesel an Bord. Das Auto Teil hängt im Idealfall nachts zu Hause oder tagsüber auf dem Firmenparkplatz an der Steckdose und man pendelt seine 50km zwischen Job und Wohnort rein elektrisch hin und her. Kein Mensch wird diese Miniakkus auf der Raststätte mit 150 kW vollknallen, um dann 20km Autobahn mit Vollgas elektrisch fahren zu können. Das ist nicht der Sinn eines Plugin-Hybrids.

Ja, das sehe ich auch so. Aus meiner Sicht wäre eine PHEV ideal um die viele kleinen Fahrten im Umkreis des Wohnortes zu fast 100% elektrisch machen zu können, und das gelegentliche Laden darf dann auch mal eine komplette Nacht dauern. Für Langstrecken nutzt man den Verbrenner.

Ich verstehe nicht warum es kaum Autos gibt die rein elektrisch fahren und einen "Range-Extender" dazuhaben, einen kleinen Verbrenner, so vielleicht 20-30kW, der nur die Akkus lädt und (fast) immer im verbrauchsoptimierten Bereich läuft, mit einer Batterie von vielleicht 5-15 kWh. Das sollte doch eigentlich ein sinnvolles Konzept sein, oder?
 
Ich bezog mich auf einen Artikel ähnlich diesem, ich finde ihn aber kurzfristig nicht

Würde dann gerne mal das original sehen. (Bloomberg gibt ja auch keine Quelle an)
Von einer Verdreifachung gegenüber 2010 zu sprechen, wenn die eigene Grafik nur eine Verdoppelung gegenüber 2008 zeigt, riecht jedenfalls nach schönreden. In anderen Quellen liegt die Gesamtsspreizung zudem nur bei 1,5 und 811 ist nicht einmal an der Spitze - ganz abgesehen davon, dass die Technik nicht gerade den besten Ruf hat.
Ich will nicht sagen, dass ich einen besseren Überblick habe, dazu werden viel zu viele Akku-Innovationen angekündigt und dann Jahre verspätet nur die Hälfte oder überhaupt nichts geliefert.

Es ging dabei eher darum, dass es überhaupt kein Problem wäre, dass men heute einen Akku mit 3-Facher Dichte baut, aber es gibt eben gleichzeitig immer weitere Challenges: Ladegeschwindigkeit, Ladehäufigkeit, Temperaturabhängigkeit etc. Und während eine Eigenschaft leicht 3x besser gemacht werden kann, verliert man bei den anderen oft etwas.
Weshalb deine 25% höhere Dichte stimmen, aber gleichzeitig sich viele andere Eigenschaften verbessert haben.
Die reine Energiedichte kann man aber durchaus heute 3x von dem was vor ca 10 Jahren möglich war ansetzen.

Meinst du jetzt in der Praxis oder im Labor bei einseitiger Optimierung? Zu letzterem kann ich ehrlich gesagt nichts sagen, weil ich nicht weiß, was vor 10 Jahren das theoretische Maximum war. Heute liegt es ja meist bei Faktor 2 über dem, was praxistauglich ist - und imho zählt nur das, wenn wir über die Möglichkeiten von Batterieautos redet. Niemand möchte einen Wagen, der zwar 1500 km weit fahren kann, aber nur dreimal, ehe der Akku hinüber ist. Ich wüsste auch überhaupt nicht, wie eine Batterie, die niemand in ein Auto baut, eine "Reichweite verdreifachen" sollte: Akku auf dem Labortisch haben immer die Reichweite 0 :ugly: . Und einige Aspekte sind in der Praxis sogar gegenläufig. Wenn ein Akku z.B. pro g Reaktionsmasse etwas mehr Energie speichert, dafür aber beim Laden viel besser gekühlt werden muss und außerdem extrem empfindliche auf mechanische Einwirkungen reagiert, dann mag da für die Zellchemie eine gute spezifische Kapazität stehen, aber das Akkupack inklusive Kühlung und Panzerung ist sogar schwerer.

Halten wir uns an dass, was tatsächlich als für die Straße geeignet erachtet, also verkauft wird, sieht es wie folgt aus:
Tesla Roadster (2011 und früher): 53 kWh in 450 kg = 8,5 kg/kWh.
Tesla S85: (2015 - 2012 konnte ich nicht finden, müsste aber gleich sein) 85 kWh in 544 kg = 6,4 kg/kWh
Model 3 (ab 2018): 75 kWh in 478 kg = 6,4 kg/kWh
EQS wurde leider nicht bekanntgegeben, aber wird sicherlich keine Verdreifachung bringen. Stattdessen sehe ich eine Steigerung um 1/3 gegenüber der 0er Jahre Technik vor 9,5 Jahren und seitdem ziemlich wenig.


Ich verstehe nicht warum es kaum Autos gibt die rein elektrisch fahren und einen "Range-Extender" dazuhaben, einen kleinen Verbrenner, so vielleicht 20-30kW, der nur die Akkus lädt und (fast) immer im verbrauchsoptimierten Bereich läuft, mit einer Batterie von vielleicht 5-15 kWh. Das sollte doch eigentlich ein sinnvolles Konzept sein, oder?

Das ist ein ziemliches Kackkonzept. 5 kWh reichen selbst bei sparsamer Fahrt maximal 25 km, eher weniger. Mit 15 kWh hast du vielleicht verlässliche 50 km Reichweite - mehr aber nicht. Im Vergleich zu einem großen Batterieauto fehlt es dir nämlich massiv an Rekuperationsleistung. Der Aufwand für den Vortrieb ist aber zu 100% der gleiche, gespart hast du dir nur 80% der Batterie, also rund 400 kg. Für die musst du aber jetzt einen kompletten Verbrennungsmotor, Tank und Generator einbauen, was wieder 150-200 kg auffrisst und vor allem viel Platz braucht. Bis hierhin wäre es nur ein Nullsummenspiel, aber jetzt kommt der Verbrauch: Auf allen längeren Strecken (und die machen ja einen erheblichen Teil der Fahrstrecke aus) fährst du mit dem Verbrenner, nutzt statt eines effizienten Getriebes aber einen elektrischen Antriebsstrang. Im Rekuperationsbetrieb kommen die Motoren aktueller Batterieautos auf einen Wirkungsgrad von rund 50-60%. Nehmen wir an, dein Generator schafft 75% und dein Motor kann, gegenüber einem auf 130 km/h optimierten Getriebe, noch 5% Effizienz zulegen. Dann kommen an deinen Rädern trotzdem nur 80% der Leistung an, die ein normaler Verbrenner hätte, du brauchst wegen dem Mehrgewicht und Mehrvolumen aber mehr Leistung am Rad. Also wirst du mindestens 25% mehr Benzin verbrennen müssen, um die gleiche Fortbewegung zu erreichen.

Als weniger theoretisches Beispiel sei auf den Fisker Karma verwiesen. Der liegt bei 9-10 l/100 km, sobald der Akku leer ist.
 
Was genau ist an flüssigkeitsgekühlten Ladekabeln eigentlich neu? Tesla verwendet die schon seit über einem Jahr bei den V3 SuperChargers und auch die 350kW HPC haben sowas wenn ich nicht ganz falsch informiert bin.
 
Würde dann gerne mal das original sehen. (Bloomberg gibt ja auch keine Quelle an)
Von einer Verdreifachung gegenüber 2010 zu sprechen, wenn die eigene Grafik nur eine Verdoppelung gegenüber 2008 zeigt, riecht jedenfalls nach schönreden. In anderen Quellen liegt die Gesamtsspreizung zudem nur bei 1,5 und 811 ist nicht einmal an der Spitze - ganz abgesehen davon, dass die Technik nicht gerade den besten Ruf hat.
Ich will nicht sagen, dass ich einen besseren Überblick habe, dazu werden viel zu viele Akku-Innovationen angekündigt und dann Jahre verspätet nur die Hälfte oder überhaupt nichts geliefert.
Ich kenne die wöchentlichen Ankündigungen zum Wunderakku ganz gut.
Ich war von der Studie damals selbst überrascht. Ich muss gestehen ich habe mich aber nie wirklich TIEF mit der Materie beschäftigt (sprich mehrere Technische Details gelesen). Was für mich hängen geblieben ist ist, dass es möglich wäre mehr Energiedichte in Akkus zu packen, aber was ein Akku haben soll ist eine gewisse Balance. Innovationen sollen den akku also weder schwerer, noch anfälliger noch sonstwas machen. Es geht immer um 10 verschiedene Eigenschaften die man mitbedenken muss und die gehen halt wieder zu Lasten der reinen Dichte.

Und einige Aspekte sind in der Praxis sogar gegenläufig. Wenn ein Akku z.B. pro g Reaktionsmasse etwas mehr Energie speichert, dafür aber beim Laden viel besser gekühlt werden muss und außerdem extrem empfindliche auf mechanische Einwirkungen reagiert, dann mag da für die Zellchemie eine gute spezifische Kapazität stehen, aber das Akkupack inklusive Kühlung und Panzerung ist sogar schwerer.
was genau das Problem ist und es den "Wunderakku" noch nicht gibt.
Die Akkukapazitäten werden sich in den näcshten 10-20 Jahren weiter steigern, aber immer mit Rücksicht auf Dinge wie Gewicht, Ladezyklen, Ladegeschwindigkeit, Verwendete Stoffe und deren Umweltbelastung, Entflammbarkeit, Hitzebeständigkeit bzw funktionsfähigkeit bei diversen Temperaturen etc etc...
Was wir im Labor haben kann ich dir leider nichtmal sagen. Es hat mich schlichtweg nie interessiert, weil wir nie ganze Akkus entwickeln sondern nur einzelne Teile. Und das ist wenig aussagekräftig ob ich dann eine Kathode entwickle, die 100x schneller Energie transportiert, wenn das in der Gesamtgleichung 1% ausmacht und gleichzeitig weiß man, dass 100e andere Teams weltweit an anderen Dingen und Stoffen arbeiten (was gut ist).
Es ist noch viel Potential da, aber es wird dauern.
Halten wir uns an dass, was tatsächlich als für die Straße geeignet erachtet, also verkauft wird, sieht es wie folgt aus:
Tesla Roadster (2011 und früher): 53 kWh in 450 kg = 8,5 kg/kWh.
Tesla S85: (2015 - 2012 konnte ich nicht finden, müsste aber gleich sein) 85 kWh in 544 kg = 6,4 kg/kWh
Model 3 (ab 2018): 75 kWh in 478 kg = 6,4 kg/kWh
EQS wurde leider nicht bekanntgegeben, aber wird sicherlich keine Verdreifachung bringen. Stattdessen sehe ich eine Steigerung um 1/3 gegenüber der 0er Jahre Technik vor 9,5 Jahren und seitdem ziemlich wenig.
Meine Hoffnung ist eine idealistische: mehr und mehr Geld wird in diese Richtung wandern und somit auch hoffentlich mehr (zufalls?)Innovationen in die Technologie von übermorgen kommen.
Die Kapazität wird steigen, bis wohin ist unklar.
 
Was genau ist an flüssigkeitsgekühlten Ladekabeln eigentlich neu? Tesla verwendet die schon seit über einem Jahr bei den V3 SuperChargers und auch die 350kW HPC haben sowas wenn ich nicht ganz falsch informiert bin.

Wenn ich es richtig verstehe, ist es eine Phasenwechselkühlung. 1-Phasen-Flüssigkeitskühlung müsste bei allen Ladern ab 200-250 kW zum Einsatz kommen. Sonst werden die Kabel einfach zu steif.


Meine Hoffnung ist eine idealistische: mehr und mehr Geld wird in diese Richtung wandern und somit auch hoffentlich mehr (zufalls?)Innovationen in die Technologie von übermorgen kommen.
Die Kapazität wird steigen, bis wohin ist unklar.

Idealismus in Ehren, aber kennzeichne ihn dann bitte auch und verspreche nicht einfach eine Verdreifachung alle 10 Jahre. Realistisch betrachtet muss man sagen, dass die gesamte Laptop- und Handy-Industrie seit 25 Jahren jeden Cent, den sie übrig haben, in Li-Io stecken. Militär, Luft- und Raumfahrt sind ebenfalls aktiv. Das zusätzliche Geld der Batterieautobauer ist jetzt sicherlich willkommen, aber es treibt die Forschung nicht von 0 auf 100, sondern bestenfalls von 90 auf 105. Entsprechend geringfügig wird sich der Fortschritt beschleunigen. Und als gegenläufigen Aspekt muss man einfach sehen, dass an der Technik seit 35 Jahren gearbeitet wird. Guck dir an, was bei NMHD oder NiCd in dem Alter noch erreicht wurde - das ist nicht wirklich viel. Chemie funktioniert nicht wie Mikroelektronik, bei der man einfach die Einheiten halb so groß macht und auf einmal die doppelte Leistung auf gleichem Raum hat. Chemie ist an Naturgesetze gebunden und die lassen einfach nur eine begrenzte Energiemenge in einem begrenzten Raum zu.

Ich glaube die besten Li-Io-Akkus bestehen heute schon zu 20% aus an der Reaktion beteiligten Lithium - und Lithium ist verglichen mit Kohlenstoff oder gar Cobalt bzw. deren potentiellen Ersatzstoffen ziemlich leicht und macht somit zwangsläufig nur einen kleinen Teil des Gesamtgewichts einer Zelle aus. Es gibt also nicht mehr viel, was man wegnehmen könnte, die Spannung/Energiemenge pro Teilchen ist fest durch Naturgesetze vorgegeben und es gibt auch keine leichteren Elemente mit ähnlichem chemischen Verhalten mehr, auf die man zur Gewichtsersparnis wechseln könnte. Dementsprechend beziehen sich die meisten großen Versprechen auch nur noch auf Haltbarkeit, Preis oder Leistungsdichte (W/kg), aber nicht auf Energiedichte (Wh/kg).
 
Idealismus in Ehren, aber kennzeichne ihn dann bitte auch und verspreche nicht einfach eine Verdreifachung alle 10 Jahre. Realistisch betrachtet muss man sagen, dass die gesamte Laptop- und Handy-Industrie seit 25 Jahren jeden Cent, den sie übrig haben, in Li-Io stecken. Militär, Luft- und Raumfahrt sind ebenfalls aktiv. Das zusätzliche Geld der Batterieautobauer ist jetzt sicherlich willkommen, aber es treibt die Forschung nicht von 0 auf 100, sondern bestenfalls von 90 auf 105.
Wir haben in den letzten 10 Jahren 5x so viel Projekte dafür rausgehoben als noch davor.
Es ist WESENTLICH mehr Geld im Spiel, WESENTLICH mehr Interesse.
Und auch was Wasserstoff, Brennstoffzellen und Co betrifft tut sich wieder vieles (nachdem eh schon lange an den Grundlagen gearbeitet wurde und schon vor über 20 Jahren Kleinserien produziert wurden).

Aber ja, entschuldige, dass ich aus Idealismus/Hoffnung heraus geschrieben habe.
Ich glaube, dass da in den nächsten 20 Jahren viel passieren wird. Mehr als 20% alle 10 Jahre.
 
Ich glaube die besten Li-Io-Akkus bestehen heute schon zu 20% aus an der Reaktion beteiligten Lithium - und Lithium ist verglichen mit Kohlenstoff oder gar Cobalt bzw. deren potentiellen Ersatzstoffen ziemlich leicht und macht somit zwangsläufig nur einen kleinen Teil des Gesamtgewichts einer Zelle aus. Es gibt also nicht mehr viel, was man wegnehmen könnte, die Spannung/Energiemenge pro Teilchen ist fest durch Naturgesetze vorgegeben und es gibt auch keine leichteren Elemente mit ähnlichem chemischen Verhalten mehr, auf die man zur Gewichtsersparnis wechseln könnte. Dementsprechend beziehen sich die meisten großen Versprechen auch nur noch auf Haltbarkeit, Preis oder Leistungsdichte (W/kg), aber nicht auf Energiedichte (Wh/kg).
Nicht direkt als inhaltliche Antwort gemeint, aber ich hab mir grad das gelesen bzw. das Video dazu angesehen:
sowie das

Da gehts etwas um die Akkudichte, Ladegeschwindigkeiten, Reichweiten etc etc.

Da wird wohl noch einiges passieren in den kommenden 10 Jahren, wichtig wäre halt, dass solche Reichweiten bei geringeren Gewichten und günstigeren Autos auch möglich werden
 
Nicht direkt als inhaltliche Antwort gemeint, aber ich hab mir grad das gelesen bzw. das Video dazu angesehen:
sowie das

Da gehts etwas um die Akkudichte, Ladegeschwindigkeiten, Reichweiten etc etc.

Da wird wohl noch einiges passieren in den kommenden 10 Jahren, wichtig wäre halt, dass solche Reichweiten bei geringeren Gewichten und günstigeren Autos auch möglich werden

Den EQS führe ich ja nicht umsonst als Referenz für das heute Mögliche an. :-) Aber man darf halt nicht vergessen, wie diese Leistung erreicht wird:
- Ein monströses Schiff von einem Auto mit einem astronomischen Preis
- in dass man dementsprechend einen riesigen Akku einbauen kann
- das aber trotzdem relativ flach und langgestreckt daherkommt
- und auch noch sämtliche Designansprüche der Windschlüpfrigkeit unterordnet.

So zur Orientierung: Der EQS hat einen 10% niedrigeren Luftwiderstand als ein Tesla S, 8% weniger als der 3-Liter-A2 seinerzeit und immer noch 6% besser als ein Ioniq. Allein dieses konsequente Spardesign gekoppelt mit dem einfach nur größeren Akku ermöglicht schon 25% mehr Reichweite als mit einem S100.

Aber ein so großer, schwerer und teurer Akku ist eben nichts für Autos in handelsüblicheren Größen und umgekehrt kann man Verbrenner genauso windschlüpfrig bauen - wenn man denn endlich mal will. (Genaugenommen könnte ein Verbrenner bei gleichem Nutzraum und gleicher Grundfläche, aber ohne dicken Akkuboden, sogar noch einmal 10-15% Luftwiderstand einsparen und aufgrund seines niedrigeren Gewichts noch deutlich mehr beim Rollwiderstand.)

Bei der Batterie- und Antriebstechnik gab es dagegen praktisch gar keine Verbesserung. Die 679 km sind gegenüber 555 km im Tesla S natürlich eine nette Nettoverbesserung für die Möglichkeiten von Batterieautos, entsprechen aber nicht einmal ganz den von mit ausgerechneten +25% durch Akkukapazität und Aerodynamik.

Und verglichen mit Verbrennern sind sie weiterhin mieß: Wir reden hier von einer einer 12-Stunden-Fahrt auf einem abgesperrten Rundkurs. Also 56 km/h unter absout perfekten Bedinugungen. Unter nicht-perfekten-aber-recht-guten habe ich schon mehrfach 4,8/4,9 l / 100 km @>60 km/h geschafft. Bei 56 km/h sollten 4,5-4,6 l / 100 km machbar sein. Ergibt bei meinem 52-l-Tank eine Reichweite von 1150 km für einen Kompaktverbrenner. (Volumen = Herstellerangabe, die aber wohl das Nutzvolumen angibt, denn es haben schon leute 52 l reingetankt, ohne dass vorher der Motor ausging. Ich selbst war schon bis 49 l)

Die von AMS selbst erzielten 640 km + Reserve bei 104 km/h sind eigentlich die eindrucksvollere Zahl. (Und einer der Gründe, warum ich den EQS refferenziere, auch wenn ein durchschnittliches Gefälle von knapp 1:1000 natürlich geschummelt ist.) Bei dem Tempo habe ich kürzlich, unter weitaus schlechteren Bedingungen (kalt, viel viel Baustelle, die wieder rausgefahren werden musste) 6,0 l / 100 km geschafft. Unter sommerlich-optimalen Bedingungen würde ich 5,7 für möglich halten. Ergibt dann 920 km Reichweite, also immer noch ein gutes Drittel mehr, als beim Super-Hochpreis-Batterieauto.

Und mein Kompakter ist kein Effizienzwunder, ich habe den gleichen Motor ohne OPF bei einer Probefahrt mit 10% weniger bewegt, das deutsche Lieblingsmodell (2 l kleinerer Tank) aus der gleichen Leistungsklasse mit 15% weniger. Und das sind alles Angaben für E10, die gleiche Menge Sprit in einem Diesel wären nochmal 10-15% mehr Energie und bei der derzeit in Serie gefertigten Effizenz vermutlich weitere 20% mehr Reichweite/fasst das Doppelte des EQS. Der Weg wird lang und steinig werden...

Aber mal gucken, was Mercedes mit dem EQXX vor hat. Die Eckdaten gehen stark in Richtung XL1, nur hoffentlich etwas größer. Wäre schön, wenn solche Designs wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen - auch wenn ich sie mir bis auf Weiteres lieber als 1-Tonne-Benziner denn 2,5-Tonnen-Batterieauto wünsche. Denn auch der EQS braucht einen 35-Minuten-Stopp, um 75% der Nachzuladen. (Was knapp für meine 1200-@12-Forderung reichen könnte.) Den genannten Vergleichsobjekten reichen 5 Minuten für 100%.
 
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