Filesharing: 200 Euro Schadensersatz pro Lied sind laut Urteil gerechtfertigt

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Wer urheberrechtlich geschützte Musik im Internet bereitstellt, etwa auf Filehostern oder in Tauschbörsen, der muss mit bis zu 200 Euro Schadensersatz rechnen, wie nun das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden hat. Bei mehreren Titeln gibt das schnell eine größere Summe.

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Steht mMn in keinem Verhältnis. Seit Jahren gibts doch meistens ganze Diskographien und Compilations zu ziehen. Letztere sind grob 40 Lieder, bei einer 5 Alben Diskographie grob 70. Ergo bis zu 8000/14000 Euro. Das ist doch albern. Es bleibt zwar die Frage, ob man dann auch gleich alle Dateien nachweisen kann oder nur die jeweils betreffende File. Denn meistens ist es doch so bei P2P, dass ich wesentlich schneller ziehe und nur ein paar Bytes in den Äther schicke. Und dafür bezahle ich dann tausende Euro?! Kanns ja iwie nicht sein...
 
Es ist und bleibt eine Straftat und ist kein Kavaliersdelikt. Die Strafen sind bekannt und also muss man damit leben.
Kein Thema dürfte den Leuten so bekannt sein wie das, dass es solche Produkte nicht einfach "für umsonst" gibt.

... Das ist nicht wie irgend eine Sache die kein Mensch kennt und daher aus unwissenheit mal ein Gesetz bricht => Das wird mit voller Absicht getan in der Hoffnung nicht erwischt zu werden. Doch wenn ist das Geschrei groß.


=> Meist wird von den Leuten ja nichtmal versucht es durch irgendwelche maßnahemn zu vertuschen.

Emule / Torrent ist wie: Einfach über rote Ampeln fahren am hellichten Tag !
 
Es ist und bleibt eine Straftat und ist kein Kavaliersdelikt. Die Strafen sind bekannt und also muss man damit leben.
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Klar dürften den meisten bekannt sein, das es illegal ist. Allerdings gibt es ja immer noch die Verhältnismäßigkeit. Die finde ich bei einem einzelnd runtergeladenen Titel angemessen, aber wenn es Kleinfritzchen fertiggebracht hat (im negativen Sinne), sich das letzte Bravo-Hits-Album runterzuladen (und dann noch über Filesharing), ist das nicht nur ausgesprochen doof, aber trotzdem sollten bei der ja durch die Existenz von Streamingdiensten ala Spotify diese Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben...:schief:
 
200 Taler ist schon heftig je Titel. Strafe soll ja weh tun, aber die Hälfte wäre auch schon schmerzhaft. Das die Gierschlunde der GEMA satte 400 Taler wollen ist ja reinster Wucher und dient ja nur der eigenen Tasche
 
Ist mir auch irgendwie unerklärlich warum Heutzutage sowas bei Liedern noch gemacht wird.
Für 9,95€ gibt es doch eine Flatrate bei Napster und Konsorten. Bei Filmen gibt es doch auch schon genug Alternativen die für wenig Geld im Monat eine art Flatrate anbieten.
Die Lieder gehören einem zwar nicht durch den Kopierschutz, aber trotzdem. Dafür gibt es ja auch Möglichkeiten den zu umgehen. Und das sogar legal.
 
Manchmal frage ich mich ob die Leute noch nie was von dem Youtubedownloader gehört haben... oder ist in Deutschland der Download selber auch Illegal? (Und nachverfolgbar über diesen?)
 
Bei Filmen gibt es doch auch schon genug Alternativen die für wenig Geld im Monat eine art Flatrate anbieten.

Kenne da kein wirklich gutes Angebot außer Netflix und das ist ja hier erst im kommen... Wie sich das preislich gestalten wird und wie hoch das Angebot von Anfang an ist, steht da nochmal auf einem ganz anderen Zettel.

Manchmal frage ich mich ob die Leute noch nie was von dem Youtubedownloader gehört haben... oder ist in Deutschland der Download selber auch Illegal? (Und nachverfolgbar über diesen?)
Abgesehen das die Qualität der Files so überragend schlecht ist, gehört das sicherlich auch eher in eine Grauzone.
 
Abgesehen das die Qualität der Files so überragend schlecht ist, gehört das sicherlich auch eher in eine Grauzone.

Also in der Schweiz ist der download an sich Legal. Die Files sind nicht schlecht, du hast einfach nur mist eingestellt beim downloaden. Klar es ist nicht ITunes oder CD Quali aber schlecht ist es allemal nicht. (Wenn man nicht grade auf 24000 bit rate runterstellt :ugly:)
 
Ist mir auch irgendwie unerklärlich warum Heutzutage sowas bei Liedern noch gemacht wird.
Für 9,95€ gibt es doch eine Flatrate bei Napster und Konsorten. Bei Filmen gibt es doch auch schon genug Alternativen die für wenig Geld im Monat eine art Flatrate anbieten.
Die Lieder gehören einem zwar nicht durch den Kopierschutz, aber trotzdem. Dafür gibt es ja auch Möglichkeiten den zu umgehen. Und das sogar legal.
Ohne das illegale Runterladen/Bereitstellen in irgendeiner Weise zu rechtfertigen, aber hast du schon mal darüber nachgedacht, dass Deutschland quasi ein Entwicklungsland ist, was den Internetausbau betrifft? Viele haben daher nur ein begrenztes Datenvolumen. Wer da anfängt zu Streamen, hat dieses ganz schnell über den Jordan gejagt.

Strafe gut und schön, aber von dem Geld sehen die Künstler sowieso nix. Die Verfolgung der Straftat muss bezahlt, der Kläger bekommt "Schadensersatz", etc. und irgendwann bleibt für den eigentlichen Geschädigten, nämlich dem Künstler auch noch was übrig. Damit ist die Verhältnissmäßigkeit in keinster Weise gewährt.
 
Bei Filmen siehts aber ganz übel aus, was die Verfügbarkeit in Flatrates betrifft. Ich kenne da keine, die ein wirklich zufriedenstellendes Angebot hat. Siehe hier.

Bei Musik sieht das anders aus, aber z.B. bei Spotify gibts auch nicht immer alles, was ich gern hören würde.

Aber wozu gibts die gute alte CD oder gute, noch ältere LP?

Ich finde 200€ fürs hochladen absolut gerechtfertigt, zumindest bei Filesharern. Bei Peer-2-Peer sieht das ja wie schon gesagt anders aus...
 
Damit hast du ja schon alles gesagt. :D

Naja ich höre den Unterschied weder auf meiner Anlage im Auto, noch auf der im Wohnzimmer oder auf den PC Boxen. Nur an meinem Gaming Headset höre ich den unterschied. Wie gesagt musst halt 192000 oder sogar 254000 Bitrate auswählen dann ist die Qualität gut genug für alle die nicht gerade Audiophil sind.
 
Es ist und bleibt eine Straftat und ist kein Kavaliersdelikt. Die Strafen sind bekannt und also muss man damit leben. Kein Thema dürfte den Leuten so bekannt sein wie das, dass es solche Produkte nicht einfach "für umsonst" gibt.
... Das ist nicht wie irgend eine Sache die kein Mensch kennt und daher aus unwissenheit mal ein Gesetz bricht => Das wird mit voller Absicht getan in der Hoffnung nicht erwischt zu werden. Doch wenn ist das Geschrei groß.

=> Meist wird von den Leuten ja nichtmal versucht es durch irgendwelche maßnahemn zu vertuschen.

Emule / Torrent ist wie: Einfach über rote Ampeln fahren am hellichten Tag !

Natürlich ist es eine Straftat. Aber mach Dich mal kundig, als Straftat wird es außer in extremen Fällen - Betreiber von Netzwerken, die viel Kohle damit machen - nicht verfolgt. Interessiert keine Sau. Damit kann man nämlich keine Kohle machen. Die Strafe geht nämlich an den Staat.

Hier geht es um den zivilrechtlichen Aspekt. Etwas anderes wird nicht verfolgt, weil man damit Kohle machen kann. Ist natürlich auch rechtlich o.k. Du darfst allerdings nicht glauben, dass der Künstler was davon hat. Die meiste Kohle geht an die Anwälte, die das als Massengeschäft betreiben. Mein letzter Kenntnisstand ist, dass am AG München noch 50.000 (!) Anträge auf Ermittlung des Anschlussinhabers von einer (!) einzigen Kanzlei der Bearbeitung harren. Das sind dann so Dinger wie "Bravo Hit 1183 zum Runterladen zur Verfügung gestellt, das ist ein Sampler mit 40 Rechteinhabern, macht 40x 200 + 40x 150 für den Anwalt", und die 150 sind das Minimum.

Auch "wer macht denn das heute noch" ist blödsinnig, es ist immer noch ein Massenphänomen.

Von der rechtlichen Seite sieht es heute so aus: es werden tausende von Anträgen gestellt, wenn wer direkt zahlt = Gewinn. Wer so dumm ist ohne anwaltliche Unterstützung zurückzuschreiben = Gewinn. Wer sich gar nicht meldet hat Glück. Es sieht im Moment wirklich so aus, als ob die Kanzleien vor Klagen zurückschrecken. Die Rechtsprechung der Gerichte ist in letzter Zeit deutlich verbraucherfreundlicher geworden, die wollen wohl keine Präzedenzfälle. Ich hatte auch so einen Fall im Bekanntenkreis, Abmahnung gekommen, von mehreren erwachsenen Personen genutzter Anschluss, mein Freund hat einen guten Musikgeschmack, dass Zeugs, um das es ging, hat er sich garantiert nicht runtergeladen, Anwalt zurückschreiben lassen, bis jetzt nichts mehr gehört, 2015 verjährt es. Also: in Fällen, wo fundiert vorgetragen werden kann, dass man nicht selbst der böse Downloader sein muß und Störerhaftung auch nicht trägt: kein Gewinn, keine Klage.

Damit kommen wir zum Kern: illegales Downloaden (und dadurch auch Uploaden) ist überhaupt nicht in Ordnung. Daraus ein Geschäft zu machen aber auch nicht. Die Künstler kriegen übrigens keinen Cent, das geht nur an die Anwälte und die Rechteverwerter.

Dein Vergleich mit der roten Ampel hinkt auch ziemlich, wenn ich bei Rot über die Ampel fahre, gefährde ich das Leben anderer. Ist beim illegalen Download nicht der Fall.
 
Abgesehen davon, dass ich in den örtlichen Läden immer wieder auf limitierte Special Editions (teilweise mit Nummer) stoße und deshalb in keiner Weise verstehen kann, wie man über Downloads auch nur nachdenken kann: Nachdem ein Song bei Amazon als MP3 in etwa so viel wie eine Packung Kaugummi kostet, würde ich es auch mit dem Diebstahl von diesem gleichsetzen. Wenn du "einen ganzen Karton Kaugummis" klaust wird das natürlich härter bestraft aber 200€ pro Song sind einfach nur haltlos.
 
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