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Festplatte versehentlich initialisiert

Windows7x64

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo,

wie der Titel schon verraet, habe ich meine Festplatte Western Digital MyBook 4TB vesehentlich initialisiert.

Die Daten auf dieser Festplatte sind bewusst und gewollt verschlüsselt (vielleicht ein Fehler wie ich jetzt feststelle). Im Normalfall stecke ich die Festplatte an, starte eine unlock.exe auf der gemounteten Partition (UDF-Format) und wenn das Passwort korrekt ist, wird eine weitere Partition (NTFS-Format) gemountet, auf der dann alle Daten unverschlüsselt vorliegen.
http://pichoster.net/images/2016/04/13/Passwort.jpg

Eines Tages gab die Festplatte keinen Ton mehr von sich. Deshalb nahm ich sie aus dem Gehäuse und steckte sie in eine Dockingstation. Daraufhin erschien bei mir folgendes Fenster:
http://pichoster.net/images/2016/04/11/Initialisierung.jpg
Auf Empfehlung dessen habe ich GPT gewählt, weil >2TB (das hätte ich nicht tun sollen). Rangekommen bin ich an meine Daten trotzdem nicht. Leider wird dieser Begriff "Initialisieren" seltener verwendet, so dass ich erst hinterher schlauer geworden bin und gemerkt habe, dass ich eine Schnellformatierung durchgeführt habe.

Etwas später habe ich dann festgestellt, dass nur das Netzteil kaputt ist. Neues Netzteil gekauft, Festplatte wieder in Gehäuse eingebaut, Passwort korrekt eingeben, doch leider wird die Partition mit den Daten nicht gemountet. In der Datenträgerverwaltung sehe ich folgendes:
http://pichoster.net/images/2016/04/11/Datentraegerverwaltung.jpg

Ich habe schon Stellar Phoenix Windows Data Recovery 5.0 Professional getestet und er findet leider nichts.

Aufgrund von Tipps in anderen Foren, habe ich Test Disk verwendet. Ich habe mich dabei an dieser Anleitung orientiert. Bei Punkt 5 Analyse war ich nicht weitergekommen, da Fehlermeldung:
http://pichoster.net/images/2016/04/13/TestDisk.jpg

Da habe ich dann Enter für "Quick Search" gedrückt und nach etwa 24 Stunden war er bei 19%. Mich wundert, dass da steht "check FAT" obwohl ich NTFS habe.
http://pichoster.net/images/2016/04/13/TestDisk2.jpg

Als er mit der Analyse fertig war, zeigte er mir folgendes an:
http://pichoster.net/images/2016/04/18/TestDisk3.jpg

Ich bitte um Hilfe. Was muss ich tun, um meine Daten hoffentlich noch retten zu können?
 

Kusanar

BIOS-Overclocker(in)
Sicher, dass die Platte kein EFI-GPT-Partitionsschema hatte vor dem Initialisieren? Das müsstest du dann natürlich auch auswählen wenn du TestDisk drüber laufen lässt.
 

Inzersdorfer

Software-Overclocker(in)
Sieht man im ersten Screenshot von TestDisk: "1 P EFI GPT", leider wird da nur eine 2 TiB Partition erkannt, das kommt von der Initialisierung bei der 4 Byte der Partitionstabelle geschrieben (hier eigentlich überschrieben) werden.

Es gibt 2 Probleme bei dieser Platte: die Verschlüsselung und die im externen Gehäuse durch den Gehäusecontroller erfolgte Reemulation der Sektorgröße auf 4K.

Die Verschlüsselung tut was sie soll, die Passwortabfrage ist wohl Geschichte und damit sind die Daten pfutsch.
 

Kusanar

BIOS-Overclocker(in)
Befürchte ich auch. Aber TestDisk nochmal mit der richtigen Option laufen lassen, kann trotzdem nicht schaden...

Wohl dem, der ein Backup pflegt *hust*.
 

fotoman

Volt-Modder(in)
Falls Testdisk nicht zufällig die WD-Privatverschlüsselung kennt, wird es wohl schwierig. Das "Tool" liegt normalerweise auf einer irgendwie ganz seltsam markierten Partition (ich denke nicht, dass diese auf einem Flash-Speicher im Gehäuse liegt, wäre aber auch möglich), welche die Firmware der Platte (oder wer auch immer) dann als CD-Rom mounted.

Hier hat wohl schonmal jemand so ein Drive analysiert, aber auch ohne Erfolg:
WD Hard Drive My Book Essential 3 TB Problem [Solved] - Hard Drives - Storage

Falls es einem im Originalgehäuse (wenn die WD-Verschlüsselung wirklich was taugt, dann sollte die auch nur dort funktionieren) nicht gelingt, die beiden Partitionen wieder korrekt herzustellen, sehe ich keine großen Chancen, an die Daten wieder ran zu kommen.

Wohl dem, der ein Backup pflegt *hust*.
Ist das nicht das erste was man tut, wenn man wichtige Daten (warum sonst verschlüsselt) mit einem Herstellertool verschlüsselt?
 

Kusanar

BIOS-Overclocker(in)
Ist das nicht das erste was man tut, wenn man wichtige Daten (warum sonst verschlüsselt) mit einem Herstellertool verschlüsselt?

Ich hoffe mal. Aber in dem Fall sieht es nicht danach aus...

Man kann ja auch das Backup verschlüsselt vorhalten, da spricht nichts dagegen. Aber wichtige Daten sollten definitiv immer an mindestens zwei voneinander unabhängigen Orten vorliegen.


@TE: Letzter Strohhalm wäre, mal beim Hersteller anzufragen ob der eine Idee hat. Aber bei den (heutzutage) ausgelagerten Service-Centern in Kuala Lumpur oder sonstwo am AdW würde ich mir da keine großartigen Hoffnungen auf eine vernünftige Info machen.
 
TE
W

Windows7x64

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo,

ich hatte den WD-Support angeschrieben und dort wurde mir mitgeteilt, dass durch die Initialisierung die Daten noch nicht weg sind. Beim Schnellformatieren wird die Platte ja nur zum Überschreiben freigegeben ohne, dass alles mit Nullen überschrieben wird. Und da nicht alles mit Nullen überschrieben ist, sind die Daten in gewisser Weise noch vorhanden.

Ich hatte verschiedene Datenrettungsprogramme getestet und keins hatte geholfen. Dann habe ich von jemanden den Softwaretipp "GetDataBack" bekommen. Speziell "GetDataBack Simple" GetDataBack Simple

Falls jemand ein ähnliches Problem hat, dann kann er es so versuchen, an die Daten wieder ranzukommen.

In Zukunft sichere ich dann auf zwei Festplatten. Eine verschlüsselt und eine zweite unverschlüsselt.

Viele Grüße und Danke für die vielen Antworten
 
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