Festplatte und SSD tauschen sinnvoll?

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Tim1974

Guest
Hallo,

mein komplettes Vorhaben paßte nicht in den Titel, sorry. Was ich plane ist, meinem großen PC (oberster Signaturlink!) die 1 TB Festplatte auszubauen und stattdessen eine Samsung 500 GB SSD einzubauen.
Dann hatte dieser eine 120 GB Samsung 840 Evo mit Windows 10 und den wichtigsten Programmen und eine 500 GB SSD (Samsung 850 Evo) für die größeren Programme wie X-Plane 10, Spiele, Daten usw..
Werde ich den Geschwindigkeitszuwach merken, oder ist das eher nicht lohnenswert?
Sehr viel leiser wird der PC aber dadurch ganz sicher werden.

Als zweiten Schritt plane ich die dann ausgebaute Western Digital Blue WD10EZEX in meinen Linux-PC (zweitoberster Signaturlink) umzubauen. Dort ist momentan eine etwa 10 Jahre alte Samsung HD501LJ verbaut, die meines Wissens nach auch nur SATA2 kann.
Werde ich dort mit der SATA3 WD-Platte eine merklich kürzere Bootzeit haben, oder nicht nennenswert?

Gruß
Tim
 
Die Programmstarts (der Anwendungen die auf der HDD liegen, bzw. Daten von dort Laden müssen) bei PC#1 werden spürbar beschleunigt. Aber sonst wirst du nichts bis kaum etwas bemerken.
Persönlich würde ich das noch nicht machen, dafür sind mir die SSD-Preise noch zu hoch. Aber wenn dich der Preis nicht abschreckt und die mit dem geringeren verfügbaren Speicherplatz auskommst, spricht auch nichts dagegen es doch zu tun.

Die Samsung durch die WD Blue zu ersetzen, dürfte spürbar noch weniger bringen.
SATA2 bremst eine moderne Festplatte nur im Boost, also solange der Cache genutzt wird. Sobald der Cache nicht mehr reinpfuscht, sinken die Transferleistungen auf bestenfalls SATA2-Niveau. Die schnellsten modernen HDDs sind nur etwas schneller als SATA2 ermöglicht, die WD Blue gehört nicht dazu.
Laut Chip.de (hab da als erstes was gefunden) hat die Samsung die geringeren Zugriffszeiten, die für geringe Ladezeiten einen größeren Effekt haben. Daher würde ich die Samsung drin lassen, solange es keine Ausfallerscheinungen gibt. Auch wenn die Samsung nur 2ms schneller ist beim Lesen (14 zu 16ms), beim Schreiben sind es 8ms unterschied (7 zu 15ms).
Nur beim laden/übertragen von großen zusammenhängenden Daten, kommt die (laut Chip.de) deutlich bessere Transferleistung zum tragen.
Also wenn du oft große Dateien hin und her schiebst, dann wäre die WD Blue doch eine gute Idee.
 
Hallo,

danke für die ausführliche Erklärung. :)

Nun bin ich an der Reihe etwas genauer zu erklären, wie ich auf die Tauschidee kam.
Mit PC Nr.1 mache ich auch Audiorecording (akustisch über den Raum), er soll also möglichst leise sein, was aber auch sonst ein Vorteil wäre. Mein Coolermaster CM690 III hat aber leider das Problem eben nicht sehr gut zu dämmen. Vorallem die Festplatte macht manchmal unerträgliche Vibrationen, oder anders gesagt, sie macht wahrscheinlich nichts ungewöhnliches, nur schwingt sie die Plastikfront des Towergehäuses damit auf. Wenn ich mit beiden Händen von beiden Seiten gegen die Plastikfront fest drücke, ist die Vibration meist sofot weg und bleibt es auch, wenn ich die Hände wieder weg nehme. Nur kommt die Vibration und das damit verbundene laute Brummen/Surren ab und zu mal wieder.
Wenn ich über den Energiesparmodus die Festplatte mal abschalten lasse, ist dieses Geräusch natürlich weg. Aber auch unabhängig davon ist der PC dann insgesamt enorm viel leiser.
Wenn ich die Platte nun gegen die SSD tausche, was mich ca. 144 Euro kosten würde, hätte ich neben dem dann deutlich leiseren PC auch noch mehr Leistung, kürzere Ladezeiten und zu guter letzt sogar noch weniger Stromverbrauch und Wärmeentwicklung und könnte sogar noch den 140mm Frontlüfter raus nehmen.

Enttäuschend finde ich allerdings die Prognose, daß die WD Blue den alten Rechner vermutlich nicht beim Booten beschleunigen würde.
Die gleiche WD blue 1 TB habe ich auch in meinem Lenovo-A10-PC (PC. Nr.3 Signatur) drinn, damit bootet Windows 10 in ca. 30 Sekunden.
Linux Mint 17 auf dem PC. Nr.2 mit der alten Samsung Platte braucht aber ca. 1,5-2 Minuten um zu booten, das ist mir einfach zu lange, darum hatte ich gehofft mit der WD Blue und Linux Mint 18 dann auch auf ca. 30 Sekunden zu kommen. :hmm:
Auf dem PC Nr.2 habe ich zudem meine ganzen Daten, also sollte die Platte zuverlässig sein und möglichst keine 10 Jahre alt, aber extra dafür noch eine neue Platte oder noch ne SSD kaufen....?

Du meinst also wirklich das der PC mit der WD blue nicht schneller booten wird als mit der Samsung-Platte?
 
Kurz und schmerzlos:
jedes System profitiert von SSD
Systemstart schneller, Runterfahren schneller, etc
Programme starten generell schneller bis sehr schnell, gibt Programme, die starten gleich schnell/langsam (also nicht merkbar) sind doch eher Ausnahmen.
Programme auf SSD kann man starten und auch mehrere aufs Mal. Mit einer HDD geht das nicht, bei über 2 Programmen bleibt die HDD stocken, was klar ist, denn die Zugriffe erfolgen vollkommen anderst als auf einer SSD.
Ich würde bei allen eine SSD reinbauen. Samsung EVO 850 250/500GB.. keine kleinere kaufen, eine Samsung PRO ist unnötig.
Ich habe bei all meinen Geräte eine SSD. Für Datengrab die HDDs. Gewisse Arbeiten wie Video, etc gehen alles über SSD und für Archiv auf HDD.


die HDD Vibrationen kannst Du mit Zubehör mit Typ: Entkoppler Preisvergleich | Geizhals Deutschland schlichten bzw weghaben, od ein PC Gehäuse (die neueren Gehäuse haben fast alle die HDD Halter entkoppelt) kaufen, welche die Festplatten schon entkoppelt sind im HDD Käfig.

EDIT: klar ist, wenn man sehr alte Hardware hat, wird die SSD sehr stark eingebremmst und auch nicht erkannt / unterstützt
 
Zuletzt bearbeitet:
Enttäuschend finde ich allerdings die Prognose, daß die WD Blue den alten Rechner vermutlich nicht beim Booten beschleunigen würde.
Die gleiche WD blue 1 TB habe ich auch in meinem Lenovo-A10-PC (PC. Nr.3 Signatur) drinn, damit bootet Windows 10 in ca. 30 Sekunden.
Linux Mint 17 auf dem PC. Nr.2 mit der alten Samsung Platte braucht aber ca. 1,5-2 Minuten um zu booten, das ist mir einfach zu lange, darum hatte ich gehofft mit der WD Blue und Linux Mint 18 dann auch auf ca. 30 Sekunden zu kommen. :hmm:
Auf dem PC Nr.2 habe ich zudem meine ganzen Daten, also sollte die Platte zuverlässig sein und möglichst keine 10 Jahre alt, aber extra dafür noch eine neue Platte oder noch ne SSD kaufen....?

Du meinst also wirklich das der PC mit der WD blue nicht schneller booten wird als mit der Samsung-Platte?
Von Linux hab ich keine Ahnung. Aber bei Windows werden beim booten nur viele kleine Dateien geladen, da hat eine hoher Transferrate nur einen minimalen Effekt. Den größten Unterschied macht hier die Lese-Zugriffszeit.
Wenn die Werte von Chip.de nicht falsch sind, und die Samsung noch annähernd so schnell arbeitet wie sie laut Chip.de mal tat, dann dürfte mit der WD bestenfalls die gleichen Bootzeiten erreicht werden.
 
Ok, Ihr habt mich überzeugt, ich werd wohl erstmal für meinen "PC Nr.2" eine kleine SSD kaufen, ca. 60 GB sind ja mehr als genug für ein Linux-System mit ein paar Programmen. So eine SSD kostet teils sogar nur weniger als 40 Euro. Die 500 GB Samsung HDD lass ich trotzdem drinn, für Daten und Archive und wenn der "PC Nr.1" dann eine große SSD bekommt, baue ich die 1 TB WD Blue auch noch in den "PC Nr.2" um.

Diese Aktionen kosten mich im Endeffekt ca. 40 Euro mehr, bringen aber auch eine deutlich bessere Performance, denn das Linux Mint 17 Booten dauert (vom Drücken des Power-Knopfes am Gehäuse) bis der Desktop da ist ca. 80 Sekunden.

Welche der kleinen SSDs (60 GB) empfehlt Ihr mir denn für Linux Mint 18?
Sie sollte möglichst schnell und zuverlässig/langlebig sein!
Samsung, oder Intel oder noch was anderes?
 
Von Samsung und Intel hat nur Intel noch etwas in dieser Größenklasse, Intel SSD 56GB.
Setzt aber auf SandForce-Controller und ist damit bei Daten die nicht komprimiert werden können, sehr langsam.

Corsair Force LS 60GB ab 33€
Für den gleichen Preis gibts aber auch schon 120GB. klick. Darunter auch Modelle mit MLC anstatt dem schlechteren TLC.
 
Ich würde statt eine veraltete (gebrauchte) SSD gleich auf 128 GB statt 60GB gehen.
Dadurch kannst du dir auch gleich ein aktuelles "Topmodell" ala Samsung 850 Evo oder Crucial MX 200 zulegen.
MMn ist die Crucial MX300 ist eher schlechter als besser...
Diese dann in deinen "guten" PC und dessen "alte" für das Linux-Gerät.

Ich hatte vor einer Weile auch noch (zur SSD) Datengrab-HDD´s im PC.
Diese haben mittlerweile in einem NAS ihr Zuhause gefunden.
Auf was ich eigentlich hinaus will: Schau mal im BIOS/ UEFI etc., ob diese für/ im Boorvorgang ausgewählt sind.
Bei mir stand zu Beginn die Bootreihenfolge: 1. SSD, 2. HDD, 3. Laufwerk etc.
Durch Deaktivierung der HDD, Laufwerke etc. (außer SSD! :schief:) ist mein PC gefühlt schneller gebootet.
Ich vermute, dass durch einlesen der HDD-Daten sich der Systemstart verzögerte.
Durch die Deaktivierung erfolgte das Einlesen nach erscheinen der Windows-Oberfläche.
 
Wo liegt bei Samsung eigentlich (abgesehen vom Preis) der Unterschied zwischen der EVO 750 und 850?

Am sinnvollsten wäre wohl wirklich die knapp 3 Jahre alte 120 GB SSD aus dem Windows-Rechner in den Linux Rechner umzubauen, aber ich will das eigentlich nicht machen, weil ich dann beide Rechner komplett neu installieren müßte mit allen Programmen, Aktivierungen der Programme usw.. Wenn ich stattdessen nur in den Linux Rechner eine neue SSD einbaue, macht das nicht viel, weil ich Mint 18 sowieso die Tage installieren will und der Windows-Rechner dann unverändert bleiben kann.
Wie lange hält eigentlich eine Samsung SSD im täglichen Betrieb von durchschnittlich ca. 5-8 Stunden etwa?
 
Linux habe ich zwar auch vor einigen Jahre für paar Jahre gehabt, doch nicht mit einer SSD, daher keine Ahnung.
Samsung wollte auch SSD im unteren Preisbereich anbieten, da sie mit der 750 konkurrenzieren können. Hier gewisse Info zur 750 Samsung 750 Evo: Schnelle SSD fur Einsteiger
Das war einmal, dass man aufpassen musste mit der SSD. Ab einer 840 kann man als Ottouser den ganzen Tag die SSD beschreiben, da sind einige Jahre ohne Ermüdungserschweinungen für die SSD.
Infos hier -> SSD-Langzeittest: Modelle im Handel leben länger als erwartet - WinFuture.de
 
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