Modder interessiert nämlich Optimierung null. Wenn ich immer die ganzen Reshade Profile sehe....[...]
Wenn ich allerdings die Database durchstöbere sind ein Großteil der Mods für pubertierende Jugendliche die auf Airbrushgemälde stehen und noch nie ne echte Frau gesehen haben. Die Waffen und Rüstungsmods kannst du auch meistens wegschmeißen. Total übertrieben oder immerzu auf Spaceninjastylebikini gemacht.
Ich verstehe, worauf du hinauswillst. Aber das Bild, das hier von der Modding-Community gezeichnet wird, spiegelt größtenteils nur die "Casual"-Modder wieder, die lieblose Reclorers erstellen, an ein paar Configs rumdrehen oder sogar Inhalte anderer unter eigenem Namen veröffentlichen. Das ist allerdings weniger Modding im eigentlichen Sinne, sondern eher eine unangenehme Begleiterscheinung, die wohl der vergleichsweise einfachen Zugänglichkeit der Tools zuzuschreiben ist.
Und da spreche ich gewissermaßen auch aus eigener Beobachtung bzw. Erfahrung, da ich selbst einige Zeit in der Szene aktiv war und sogar als Texture-Artist an dem einen oder anderen Projekt mitgearbeitet habe.
Es gibt leider zu viele Nutzer, die der Meinung sind, mit minimalem Aufwand einen sinnvollen Beitrag geschaffen zu haben. Das führt dann dazu, dass die Datenbanken tagtäglich mit nutzlosem Kleinkram zugemüllt werden, während die Mods, für die einige Nutzer wirklich sehr viel Zeit und Liebe fürs Detail haben einfließen lassen, fast schon gnadenlos untergehen. Da helfen leider auch keine Rating-Systeme, denn die werden schon von Anfang an von Nude-Mods und simplen Fixes dominiert. Das liegt in diesem Fall auch wieder an dem verspäteten Release des SDK und dem überarbeiteten Code, welcher auch eine aufwendige Anpassung der Tools (vornehmlich der Compiler) voraussetzt.
Die zumeist eher schlechten Uploads sollten den Eindruck vom Modding als Ganzes allerdings nicht trüben.
Ich finde es sehr wichtig, dass Nutzer auch die Möglichkeit haben, Spiele zu verändern, zu verbessern und eigene Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das kann in meinen Augen nur zu einer Bereicherung führen, sofern man sich auch nur ein klein wenig Mühe gibt.
Auf der anderen Seite sind Community-Projekte bei vielen Entwicklern/Publishern natürlich nicht sonderlich beliebt. Zum einen erfordert es immer einen gewissen Aufwand, SDKs bereitzustellen und zu warten, auf der anderen Seite steht es ganz konkret den generischen DLCs gegenüber, mit denen sich innerhalb kürzester Zeit nunmal ein Haufen Geld verdienen lässt.
Um aber zum eigentlichen Thema zurückzukehren:
300 Mods an der Zahl finde ich schon etwas heftig. Das wird der sowieso schon etwas wackeligen Performance sicher nicht zugute kommen.
Zumal mein FO3 schon bei schlappen 50 dicht gemacht hat und einige Scripts der Story nicht mehr triggern wollten...
Wenn überhaupt, dann würde ich mir soetwas als fertiges und ausbalanciertes Overhaul wünschen, für das dann auch bündige Fixes angeboten werden. Denn es gibt nichts nervigeres, als ständig hinter einzelnen (unausgereiften) Mods hinterherherkehren zu müssen.