[erledigt] 1 PC verweigert Zusammenarbeit mit unmanaged Switch

Borntral

Schraubenverwechsler(in)
Grüße!

Ich habe mehrere Geräte, die mehr oder weniger abwechselnd den Internet-Zugang benötigen. Da die Überschneidungen zunahmen und das Kabel-umstecken umständlich wurde, erstand ich einen 8-Port-Switch (Netgear GS308).

Mein Primär-Rechner (Windows 10) wurde angesteckt und hatte auch prompt kein Internet mehr. Ich versuchte Windows' Problemlösung, die nur wenige Sekunden anhielt. Dann war der Verbindung wieder unterbrochen. (Ich weiß nicht, ob sie überhaupt zustande kam.)
Ich versuchte die anderen Geräte (1 Laptop, 1 weiterer Windows 10-PC und eine PS4) und hatte keinerlei Probleme. Es funktionierte sofort. An jedem Port.
Nur mein Primär-Rechner mag anscheinend nicht. Der hat aber auch keine offensichtlich abweichenden Einstellungen. Es steht alles auf automatisch und es sieht so aus, als würde er das Modem sehen. Ich deaktivierte den Virenscanner und die zugehörige Firewall und setzte auch Winsock- und TCP/IP-Einstellungen zurück. Das änderte nichts an dem Problem.

Hat hier jemand eine Idee? Für jedweden Hinweis bin ich dankbar.
 
Zeige bitte die Ausgabe von
Code:
ipconfig
in der cmd.
Das bitte bei funktionierendem und nicht funktionierenden Internetzugang.
 
Hattest du im Router irgendwelche festen Zuordnungen oder Filter an?
Bekommt der PC denn eine Router-IP oder nimmt nur die "Notfall IP"?
(Die zweite Frage kann der Befehl von @DJKuhpisse beantworten)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit einer Switch sollten alle Geräte die angeschlossen sind eine neue IP-Adresse vom Routers bekommen. Vorausgesetzt am Router ist das DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) aktiviert. Im Treiber des Rechners sollte auch alles auf AUTO stehen, damit eine IP-Adresse eingerichtet wird.

Ashampoo_Snap_Montag, 25. April 2022_11h03m54s_001_.png

Geht auch manuell, aber dann musst du selbst eine IP-Adresse, dessen Subnetzmaske und DNS zum Router richtig setzen.
Zum Beispiel dein Router hat die IP-Adresse: 192.168-178.1, dann muss der DNS auch dieselbe IP sein, der Subnetzmaske 255.255.255.0 und die IP-Adresse 192.168.178.xx.

XX steht für deine IP die du dem Gerät zu teilst und sollte im Netzwerk nicht bereits vorhanden sein.
 
XX steht für deine IP die du dem Gerät zu teilst und sollte im Netzwerk nicht bereits vorhanden sein.
Nicht nur sollte sondern darf nicht. Wenn diese beide die gleiche IP haben funktioniert es definitiv nicht, das gibt dann mit ARP Konflikte. Bei IPv6 das gleiche Spiel mit NDP, nur dass der da zwingend Duplicate Adress Detection macht und dann diese IP gar nicht erst nutzt, weil der Konflikt erkannt wird.
Bekommt der PC denn eine Router-IP oder nimmt nur die "Notfall IP"?
Mit Notfall-IP meist du wahrscheinlich eine link-local-IPv4 aus dem Bereich 169.254.0.0/16, die dann genutzt wird, wenn es per DHCPv4 kein Offer gibt.
 
Warum nicht? Kannst natürlich auch mein bereits genanntes DHCP deaktivieren und alles selbst manuell einrichten. Worin liegt der Unterschied, eine IP-Adresse selbst zu vergeben oder automatisch vergeben zu lassen? Ganz davon abgesehen muss im Router das DHCP nicht deaktiviert werden, denn eine eigene IP-Adresse am Rechner eingegeben, was ich auch mit beschrieben habe, verhindert, dass eine IP-Adresse vom Router vergeben wird!
 
Warum nicht? Kannst natürlich auch mein bereits genanntes DHCP deaktivieren und alles selbst manuell einrichten. Worin liegt der Unterschied, eine IP-Adresse selbst zu vergeben oder automatisch vergeben zu lassen? Ganz davon abgesehen muss im Router das DHCP nicht deaktiviert werden, denn eine eigene IP-Adresse am Rechner eingegeben, was ich auch mit beschrieben habe, verhindert, dass eine IP-Adresse vom Router vergeben wird!
Bitte differenziert hier. Es gibt DHCPv4 und DHCPv6, beide werden erst dann genutzt, wenn ein DHCP-Client anfragt. Ob er das tut hängt vom OS ab. Bei Windows wird das standardmäßig gemacht, stellt man manuell eine IP ein nicht mehr. Bei IPv6 gibt es noch die Autokonfiguration, die ebenfalls bei fast allen Systemen immer aktiv ist. Auch die kann man deaktivieren, hat aber mit DHCPv6 nichts zu tun. Es ist für den Internetzugang egal, ob man manuell Adressen vergibt oder diese über DHCP oder die Autokonfiguration konfiguriert werden.
Damit wir hier aber weitermachen können brauchen wir nun die Info von ipconfig.
 
Weil deine Antwort technisch keinen Sinn ergibt. Warum müssen alle Geräte eine neue IP Adresse bekommen?
Bitte differenziert hier. Es gibt DHCPv4 und DHCPv6, beide werden erst dann genutzt, wenn ein DHCP-Client anfragt. Ob er das tut hängt vom OS ab. Bei Windows wird das standardmäßig gemacht, stellt man manuell eine IP ein nicht mehr. Bei IPv6 gibt es noch die Autokonfiguration, die ebenfalls bei fast allen Systemen immer aktiv ist. Auch die kann man deaktivieren, hat aber mit DHCPv6 nichts zu tun. Es ist für den Internetzugang egal, ob man manuell Adressen vergibt oder diese über DHCP oder die Autokonfiguration konfiguriert werden.
Damit wir hier aber weitermahen können brauchen wir nun die Info von ipconfig.
Sorry, ihr macht alles unnötig kompliziert.
Natürlich könnte man ins Detail gehen und den User noch mehr verwirren.

Natürlich werden keine IP-Adressen neue vergeben, aber würde alles neu angesteckt werden und bestünden dazu keine bereits vorhandenen Einstellungen, wäre dieses mit DHCP (V4&6) der Fall. Mir ging es um das Prinzip, was passiert, wenn solch ein Netz aufgebaut wird. Dass bereits vergebene IP-Adressen nicht neu vergeben werden, sollte klar sein. Man könnte auch seitenlange Informationsbeiträge erstellen, worin alles mit berücksichtigt wird, aber das kann jeder für sich gerne richtig stellen und ausführlicher darstellen. ;)

Ich werde jetzt auch nicht anfangen, mit Euch zu diskutieren.

Damit wir hier aber weitermachen können brauchen wir nun die Info von ipconfig.
Das ist korrekt und da du bereits danach gefragt hast, müssen wir ja nicht erneut danach fragen. Man kann aber allgemeine Informationen dennoch bereitstellen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Hinweise!
Zeige bitte die Ausgabe von
Code:
ipconfig
in der cmd.
Das bitte bei funktionierendem und nicht funktionierenden Internetzugang.

Funktionierend:
1650908303872.png


Umgesteckt, einen Moment gewartet und ich bekam das:
1650907067624.png


Nachdem ich diese Angaben auslas, startete ich mal die Diagnose/Troubleshoot. Diese behauptet zwar, sie hätte alles reparieren können, aber es gibt trotzdem keine Internetverbindung.
Und; ipconfig gibt anschließend die Infos wieder, die ich bei einer funktionierenden Verbindung hätte. (lediglich "Temporary IPv6 Address" hat einen anderen Wert.) Das heißt, es ist nun anscheinend unbrauchbar.


Mit einer Switch sollten alle Geräte die angeschlossen sind eine neue IP-Adresse vom Routers bekommen. Vorausgesetzt am Router ist das DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) aktiviert. Im Treiber des Rechners sollte auch alles auf AUTO stehen, damit eine IP-Adresse eingerichtet wird.

Anhang anzeigen 1393452
In den Ethernet Properties steht sowohl für IPv4 als auch IPv6 alles auf automatisch. Auch in der Fritzbox steht alles bezüglich LAN auf den Standards und es gibt keine gespeicherten Verbindungen.

Hast du mal ein nachweislich funktionierendes Kabel von einem oder zwei der anderen Geräte an dem Problem PC ausprobiert?
Wenn ich eine inline Coupler hernehme und Router- und PC-Kabel direkt miteinander verbinde, funktioniert edie Internetverbindung sofort.

Alle anderen Geräte sind aktuell ausgeschaltet, um auch hier Konflikte zu vermeiden.
 
Hast du ein Linux-Live-System zur Hand?
Da könnte man mal mit arping bzw. ndisc6 testen, ob denn Verbindung zum Ethernet-Link besteht und ARP bzw. NDP funktionieren. Klar ist, dass hier weder das Router-Advertisement ankommt noch DHCPv4 funktioniert. So könnte man Windows als Fehlerursache ausschließen.
 
Versuche es mal mit Zurücksetzen der Netzwerkeinstellung:
- Eingabeaufforderung als Administrator ausführen.

- Eingeben: "netsh winsock reset" + ENTER

- PC neustarten.
 
Hast du ein Linux-Live-System zur Hand?
Da könnte man mal mit arping bzw. ndisc6 testen, ob denn Verbindung zum Ethernet-Link besteht und ARP bzw. NDP funktionieren. Klar ist, dass hier weder das Router-Advertisement ankommt noch DHCPv4 funktioniert. So könnte man Windows als Fehlerursache ausschließen.
In der Ereignisanzeige müsste auch eine Meldung zu DHCP kommen, nachdem die NIC an den Switch angeschlossen wurde.


Versuche es mal mit Zurücksetzen der Netzwerkeinstellung:
- Eingabeaufforderung als Administrator ausführen.

- Eingeben: "netsh winsock reset" + ENTER

- PC neustarten.
Hat er laut seinem Startpost gemacht und IP reset ebenfalls.
 
Den Winsock-Reset versuchte ich direkt nochmal, wobei ich sicher stellte, dass der switch die ganze Zeit angeklemmt war. Sicher ist sicher. Hat aber nach wie vor nichts gebracht.

Ich habe hier noch einen Stick mit einem lubuntu, aber der Rechner akzeptierte das nicht als bootfähig. Also suchte ich nach eine Live-Distribution und nach einiger Mühe konnte ich den Rechner davon überzeugen, eine Solche zu booten. Das half nur leider nicht, da ich keine Ahnung von Linux habe und die erwähnten Tools nicht vorfand. Ich schaffte es ja nicht mal, überhaupt eine direkte, switch-freie Internetverbindung zu etablieren. Das System sah zwar die WLAN-Verbindung vom gekabelten Anschluss aber keine Spur. :-/

Auf die Frage, ob eine Diagnose im Safe Mode laufen würde - was sie nicht tut - bemerkte ich, dass ipconfig mir die IPv4-Adresse, Subnet-Mask und den IPv4-Part vom Gateway richtig anzeigte. Internet ging trotzdem nicht. Nach dem Neustart zeigte er mir davon nichts mehr an, stattdessen sah ich die IPv6-Adresse und den IPv6-Part vom Gateway. Warum tut Windows sowas?
 
IPv4 und IPv6 müssen beide aktiv sein und funktionieren. Bitte poste immer die komplette Ausgabe von ipconfig. Erst dann können wir das beurteilen. Wenn z.B. gar kein Router-Advertisement kommt hat der Rechner eine link-local-IPv6 (aus fe80::/64). MIt der kommst du aber nicht ins Internet.
 
IPv4 und IPv6 müssen beide aktiv sein und funktionieren. Bitte poste immer die komplette Ausgabe von ipconfig. Erst dann können wir das beurteilen. Wenn z.B. gar kein Router-Advertisement kommt hat der Rechner eine link-local-IPv6 (aus fe80::/64). MIt der kommst du aber nicht ins Internet.
Ich habe hier mal den Screenshot nach einem Neustart nach einer Safe Mode-Session:
1651081801771.png

Damit habe ich aber genauso wenig Internet. Wenn ich dann die Kabel direkt verbinde, die erfolgreiche Verbindung abwarte und die Kabel wieder über den Switch verbinde, kommt auch direkt wieder die config vom 2. Bild weiter oben.

Die Fritzbox bleibt aber an dem neuen Switch GS308 angeschlossen, wenn Du den "Hauptrechner" dort einstöpselst ?
Ganz genau. Ich habe Kabel zur Fritzbox im Switch und Kabel zum Rechner ebenfalls und ich habe darauf geachtet, dass das auch immer der Fall ist. Die Anschluss-LEDs am Switch flackern unregelmäßig aber synchron. Hab' ja auch keine weiteren Geräte angeschlossen.

Mein Vergleich lief immer so, dass ich die Kabel zusammen im Switch probierte und anschließend direkt miteinander verband, damit ich hier was posten kann.
 
IPv6 kann gehen, IPv4 definitiv nicht (ist eine APIPA-Adresse).
Teste da mal
Code:
ping 2001:470:20::2
 
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