Elektronikschrott: Neue Regeln für die Rücknahme

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Elektronikschrott: Neue Regeln für die Rücknahme

Der deutsche Gesetzgeber hat die Regelungen zur Rücknahme von Elektronikschrott überarbeitet. Künftig sind auch die meisten Discounter oder Supermärkte in der Pflicht, Elektronikmüll zurückzunehmen. Hintergrund ist, dass Deutschland die Vorgaben zum Recycling der EU nicht schafft - langfristig könnte ein Pfandsystem drohen, wie es teils schon praktiziert wird.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

lastpost-right.png
Zurück zum Artikel: Elektronikschrott: Neue Regeln für die Rücknahme
 
Wenn ich da an so manche Problemviertel meiner alten Heimat denke... Da wuchsen im Frühling regelmäßig Röhrenfernseher und andere Elektrogroßgeräte aus den Hecken. Der Wertstoffhof hätte die Geräte gratis angenommen! Aber es ist eben einfach bequemer, die Sachen in einer Nacht und Nebelaktion irgendwo ins Gebüsch oder auch einfach auf die offene Straße zu werfen. In Vierteln, in die sich bei Nacht keine Polizeistreife traut, wird das auch keiner ahnden.

Von daher finde ich es gut, wenn die Regeln für solche Rückgaben besser werden. Aber ich fürchte, dass es in der Praxis nicht viel helfen wird. Da müsste der Gesetzgeber wohl deutlich härte Geschütze auffahren.
 
Wenn die Geräte dann auch fachgerecht recycelt und nicht exportiert werden, würde dass Ganze noch Sinn machen. Wieso müssen eigentlich die Händler die Logistikkosten übernehmen? Eigentlich müssten Diese widerrum eine Entschädigung aus dem Recyclingsystem erhalten. So ganz durchdacht wirkt dass alles nicht.
 
Wenn die Geräte dann auch fachgerecht recycelt und nicht exportiert werden, würde dass Ganze noch Sinn machen. Wieso müssen eigentlich die Händler die Logistikkosten übernehmen? Eigentlich müssten Diese widerrum eine Entschädigung aus dem Recyclingsystem erhalten. So ganz durchdacht wirkt dass alles nicht.
nein; würde keinen Sinn machen.

@ Pu244
könnte man mit längerer Garantie kontern.

@ Thema Umweltschutz.
Hier ist fachgerecht recycelt eigendlich der letzte Schritt der Sinn hat.
Längeres Nutzen (können) inc. das Recht bzw. die Möglichkeit auf Reperatur wäre da deutlich besser.
 
Das es ne Pfand auf Autobatterien gibt juckt auch keinen..
Die letzten 2 oder 3 Stück die ich gekauft habe (eine sogar online) wurde da genau gar nix berechnet.

Generell würde ich es bedeutend sinnvoller finden wenn entsprechende Wertstoffmobile häufiger rumfahren würden so etwas einzusammeln..
Bringt mir ja auch nix wenn es 1 Mal im Monat auf dem 3km entfernten Dorfplatz morgens für 2std steht..
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Pu244
könnte man mit längerer Garantie kontern.

Das Problem ist, dass man mit einem Pfand den Dingen einen Anreiz zur Zerstörung verleiht und das ist hochgradig schädlich.

Momentan nutze ich meine alten Geräte weiter, aber wenn da pro Stück 25€ Pfand drauf wären, dann hätte ich einen Anreiz die Geräte kaputt machen zu lassen, um mir etwas neues zu finanzieren. Mein Atom Laptop, der 2DS, die X-Box 360, die PS3, der zweite Monitor und einiges anderes würden dann gefährlich leben. Das ganze gebraucht zu verkaufen wäre auch unattraktiv, da der preisliche Abstand zu einem Neugerät wesentlich geringer wäre. Gleichzeitig erhöht sich der Konsumdruck, wenn man die alten Geräte einfach entsorgt.

Bei den HDDs wäre plötzlich ein Anreiz gegeben Inhalt der ganzen kleinen auf eine große, neue Platte zu spielen und die alten zu entsorgen. Ökologisch vollkommen dämlich, da es sinnvoller wäre, wenn ich alles so belassen oder die alten Platten weiterverkaufen würde.

Es wird so laufen, wie bei der Abwrackprämie. Es werden gigantische Werte zerstört, damit gewisse Industrien kurzfristig profitieren können.
 
Die Höhe des Pfands sollte nur den Aufwand für dessen Einlösung wiederspiegeln, nicht den Neupreis eines Ersatzes erreichen. Wenn jemand für 0 Euro eine Mikrowelle nicht zum Wertstoffhof bringt, muss man ja nicht gleich 50 Euro Prämie für eine Anlieferung zahlen. Vielleicht entsorgt er für 10 oder 20 Euro ordnungsgemäß? Oder jemand anderes macht es, wenn sie an der Straße rumsteht – genau wie bei Pfandflaschen. Außerdem werden Neugeräte im gleichen Maße teuer, da man bei deren Kauf das Pfand erstmal zahlen muss. Das könnte bei einigen Elektroniksparten sogar den größeren Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben: Wenn Billig-Mixer (Lebensdauer 1 Jahr) und brauchbares Markengerät (Lebensdauer 10 Jahre) für 20 und 50 Euro im Laden stehen, ist das ein Preisunterschied von 150 Prozent. Wenn es inklusive Pfand 40 Euro gegen 70 Euro sind, beträgt der Unterschied "nur" noch 75 Prozent, was mehr Leute die teure Lösung in Betracht ziehen lässt. (Das 100-Euro-hält-50-Jahre-Gerät wird trotzdem nicht wieder ins Programm aufgenommen werden.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das eine Lösung für den Elektroschrottmüll ist? Den solange es Dittstaaten gibts wie in Afrika-Ghana und Co.wird die Umweltzerstörung und die Vergiftung weiter gehen,leider.Statt eine dauerhafte Lösung zu finden durch Recycling bzw.Wiederaufbereitung bzw.Rückgewinnung der Recourcen.Auch wenn es die Produkte teurer machen würde,wäre ich bereit das zu Zahlen.Den es gibst nur eine Erde und die hat jetzt schon mit Plastikmüll und anderen problemen zu kämpfen.Es kann nicht immer so weiter gehen,am ende zahlt die Menschheit dafür bzw. die Nachkommen Generationen.
 
Gibts die Rücknahmepflicht nicht jetzt schon? Zumindest wir nehmen Altgeräte zurück, den Transport zu uns muss aber logischerweise der Kunde bezahlen. Die Entsorgung ist aber an für sich kostenfrei. Nur sind die meisten Leute halt zu geizig die 5-7€ Porto zu zahlen.

Ganz ehrlich, bei lokalem Handel macht sone Abgabe vielleicht Sinn, aber im Onlinehandel ist das halt Blödsinn. Warum soll man ein Haufen CO2 für Porto von schrott investieren? Gibt in jeder Stadt ne Sammelstelle für Elektroschrott, da kann man das abgeben.

Wichtig wäre halt auch was mit dem Schrott passiert. Ist ja schön wenn ich das als Händler an ne Entsorgungsfirma weitergebe, aber wenn die das irgendwo in Afrika über Zwischenhändler hinkippen, ist auch keinem geholfen.
Gleiche Geschichte wie wir mit unserm Plastikschrott, den Deutschland überall hin exportiert. Würde generell Export von Müll jeder Art verbieten. Führt immer dazu das reiche Länder ihren Müll in arme Länder schaffen um den billig loszuwerden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also bei uns gibt es einige Tonnen für E-Schrott (ähnlich der Altkleidersammlungen). Die Tonne in meiner nähe ist praktisch das ganze Jahr überfüllt und quillt über.
Seit Anfang des Jahres dürfen wir auch handelsübliche Metalle in die gelbe (Plastik) und E-Schrott in die graue (Restmüll) Tonne werfen, auch mit der Begründung die Recycling/Sammelquote zu erhöhen.
Finde das Sammeln sehr gut, doch am Ende landet es doch eh auf afrikanischen Müllbergen...

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Das Problem ist, dass man mit einem Pfand den Dingen einen Anreiz zur Zerstörung verleiht und das ist hochgradig schädlich.

Momentan nutze ich meine alten Geräte weiter, aber wenn da pro Stück 25€ Pfand drauf wären, dann hätte ich einen Anreiz die Geräte kaputt machen zu lassen, um mir etwas neues zu finanzieren. Mein Atom Laptop, der 2DS, die X-Box 360, die PS3, der zweite Monitor und einiges anderes würden dann gefährlich leben. Das ganze gebraucht zu verkaufen wäre auch unattraktiv, da der preisliche Abstand zu einem Neugerät wesentlich geringer wäre. Gleichzeitig erhöht sich der Konsumdruck, wenn man die alten Geräte einfach entsorgt.

Bei den HDDs wäre plötzlich ein Anreiz gegeben Inhalt der ganzen kleinen auf eine große, neue Platte zu spielen und die alten zu entsorgen. Ökologisch vollkommen dämlich, da es sinnvoller wäre, wenn ich alles so belassen oder die alten Platten weiterverkaufen würde.

Es wird so laufen, wie bei der Abwrackprämie. Es werden gigantische Werte zerstört, damit gewisse Industrien kurzfristig profitieren können.
Ganz meine Meinung. Der Gebrauchtmarkt würde zum erliegen kommen. Ab wann ist auf einem Gerät wieviel Pfand? Man müsste nun zu jedem Furz die Rechnung behalten, da man nachweisen muss, daß auf dieses Gerät schon Pfand erhoben ist. Ebay und Co welche am Gesamtpreis verdienen, freuen sich auch....

Am Ende ist es einfacher den Pfand beim Entsorger einzulösen als das Produkt weiter zu verkaufen.
 
Gibts die Rücknahmepflicht nicht jetzt schon? Zumindest wir nehmen Altgeräte zurück, den Transport zu uns muss aber logischerweise der Kunde bezahlen. Die Entsorgung ist aber an für sich kostenfrei. Nur sind die meisten Leute halt zu geizig die 5-7€ Porto zu zahlen.

Spezialiserte Elektronikhändler müssen das schon länger machen, für die ändern sich nur die "Versteckmöglichkeiten" – einige haben sich bislang viel Mühe gegeben, damit ihre Kunden möglichst nichts zurückgeben. Neu ist, dass auch Läden die nur zeitweilig oder als kleinen Teil des Sortiments Elektrogeräte führen (also Supermärkte, die meist ein paar Küchengeräte und 1-2 mal im Jahr Fernseher/Laptops/... haben), Geräte zurücknehmen müssen. Damit steigt die Zahl der Rücknahmepunkte deutlich an und in einigen Gegenden auch die Praktikabilität. Denn Saturn hat oft keine Parkplätze und kleinere Elektronikläden in der Stadt nicht bis 20:00 (oder gar länger) auf, genau wie Wertstoffhöfe. Wenn man seine Waschmaschine künftig bei Rewe lassen kann, macht das also vieles einfacher.
 
Schwarze Tonne und fertig.

Es wird kaum jemand ein Akkukleingerät zurückschleppen.

Pfand ist auch keine Heilmittel.
Ich persönlich würde lieber alles in den Müll werfen. Es gibt heuzutage technische Lösungen die besser sortierten als Mülltennung.

Außerdem kann man Müll nicht trennen ....
 
Ich halte eine Haussammlung - also nicht extra Tonne, aber sagen wir mal alle drei Monate Abholung von Tüten mit Kleingeräten (z.B. auch kaputte LEDs) oder eben auch größeren Geräten - für sinnvoll. Das Konzept, dass der Endkunde den Müll irgendwo hinbringen muss, ist selbst beim Aldi um die Ecke schon eine Hürde, die so manche "Umweltsau" nicht bereit ist zu nehmen.

Nur so ein Gedanke...
 
Schwarze Tonne und fertig.

Es wird kaum jemand ein Akkukleingerät zurückschleppen.

Pfand ist auch keine Heilmittel.
Ich persönlich würde lieber alles in den Müll werfen. Es gibt heuzutage technische Lösungen die besser sortierten als Mülltennung.

Außerdem kann man Müll nicht trennen ....
Deine Kinder danken es dir. Dürfte einem Egomanen aber Wurscht sein ne. In ner gerechten Welt würde dein Haus heute von ner Flut weggespült, von nem Waldbrand vernichtet oder von nem Sturm weggerissen werden. Und ich hätte kein Mitleid. Wir haben nur einen Planeten.

Ich bin eher für nachverfolgbaren Müll. Wer erwischt wird zahlt Strafe. Und ich meine Strafhöhen wie in Frankreich oder Italien, also schnell mal 10000 oder mehr. Nicht so lächerliche Lobbysummen wie bei uns. Baum schwarz gefällt? 20 Euro. 200 kmh in der Spielstraße. 100 Euro. Dabei 3 Katzen und 5 Kinder überfahren? Schwamm drüber. Das ist DE.

Drakonische Strafen. Nur so rafft das der Michel. Handy am Steuer 6 Monate Fahrverbot und 20000 Euro. Den SUV und Lappen direkt beschlagnahmt. Soll er vom Autobahnrastplatz aus trampen. Müll falsch entsorgt: 10000 Euro und 100h gemeinnützige Arbeit in der Müllwirtschaft. Baum gefällt ohne Genehmigung? 50000 Euro. Baum neu pflanzen und 200h Arbeit beim Aufforsten im Forst. Die Krise hat gezeigt: Mit Selbstverantwortung und Solidarität ist es in Deutschland nicht. Hier rafft man nur wenns im Säckerl schmerzt.

Alternativ können die Stunden auch im Altenheim oder Krankenhaus abgeleistet werden.
 
Zurück