... Wenn ich mal überlege was mich mein Passat früher bei diesen Spritpreisen heute gekosten würde .... huiuiui.
Für den Anwendungszweck "täglich alleine 25 km zur Arbeit und zurück zu fahren" ein besseres Produkt zu finden als "einen der größten Kombis am Markt, geeignet um mit vier Personen campen zu fahren" ist nun auch wirklich keine Herausforderung.
Der i3 mit seiner besonders energieaufwendigen Bauweise dürfte allerdings ohne eigene Photovoltaik lange brauchen, bis er auch nur die Produktion wieder reingefahren hat und eigentlich ist man bei der Strecke gerade im Bereich dessen, wofür ein Velomobil (je nach Job/Klima/Umziehmöglichkeiten auf Arbeit auch ein S-Pedelec) vollkommen gereicht hätte. Von einem Leichtkraftfahrzeug ala Twizy ganz zu schweigen.
Das Tankgewicht für ein BSZ-Auto für 500km Reichweite beträgt ca. 460kg. Das Gewicht mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen liegt für die selbe Reichweite bei stand heute ca. 600kg, Prognosen für 2030 sin 400kg.
WHAT? Ist da eine Null zu viel, meinst du den kompletten Antriebsstrang oder sollen das wirklich vierhundertsechzigkilogramm für knappe 500 km mit Brennstoffzelle sein?
Würde man sich stärker auf auf diese Technik fokussieren, wären auch die Kosten durch erhöhte Nachfrage bzw. Serienfertigung deutlich geringer. Die Ladeinfrastruktur erfordert noch längst nicht so viel Umbau wie die einer rein batteriebetriebenen Mobilität. Keine tausende Kilometer an Tiefbauarbeiten für Kabelverlegungen, keine Neuverlegungen für höhere Querschnitte, kein Bedarf an einer gigantischen Menge an Parkflächen, kein aufwendigeres Zeitmanagement zum Aufladen, keine Rückschritte im Sinne des Komfort und der Flexibilität, keine Nachteile für Mieter/Eigentümer ohne Möglichkeit zur eigenen Ladebox.
Der Aufwand für die Ladepunkte ist zwar geringer, die Schaffung eines deutschlandweiten H2-Netzes sollte man aber auch nicht unterschätzen. Wenn man sich dann noch die Ineffizienz von H2-PKW anguckt, stellt sich schnell die Frage, ob das ganze gegenüber Methanolisierung/Ethanolisierung überhaupt lohnt. Die ist zwar noch etwas ineffizienter, aber die Infrastruktur dafür steht schon komplett. Und auch die Autos sind schon da. Und sie sind billiger, leichter und langlebieger als aktuelle H2-Technik.
Also ich weiß nicht ... Wasserstoff für LKW sehe ich ja noch halbwegs sinnvoll an ... aber für ein normales Auto?
Gerade bei LKW macht H2 besonders wenig Sinn. Der überwiegende Teil aller Trucks ist nur mit einem Fahrer besetzt und fährt daher nie mehr als 320 km am Stück und dann folgt ein längerer Stopp an relativ gut ausgebauten Endpunkten oder Rastplätzen. Wenn man nicht laden will, ist es aufgrund der simplen, einheitlichen Geometrie sogar sehr einfach, mit Wechselakkus zu arbeiten, von der Möglichkeit zu Oberleitungen ganz zu schwegen. Dazu kommt das enorme Potential für Rekuperation im LKW-Verkehr. Kurzum: LKW sind der absolute Best Case für batteriebasierte Antriebe.
Das die LKW-Lobby (erfolgreich) auf H2 pocht, hat nur einen Grund: 5-10% mehr Fracht je Laster.
Oder ich nehme Elektrolyse ... da bei geht schon mal 50% der Energie die ich rein stecke flöten
60% sind afaik im Einsatz, 70-80% großserienreif und >90% im Labor schon erzeugt worden. Dazu wird weiter an der Möglichkeit zur Solarthermischen Spaltung gearbeitet, die zwar nicht unbedingt effizienter aber je kWh Endprodukt um Größenordnungen billiger ist.
... Strom mit dem ich Elektroautos laden könnte.
Aber nur solange, wie du genug Leitungen von deinen Windräder und Solarzellen zu gerade in diesem Moment an einer Ladesäule geparkten E-Autos hast.
Aktuell ist das noch kein großes Problem, aber langfristig wird man allein wegend er saisonalen Unterschiede 50% der Jahres-Solarstromproduktion nicht direkt nutzen können, sondern irgendwie zwischenspeichern. Und bei WKA sehen wir ja gerade, dass sogar mehrjährige Speicherkapazitäten in Größenordnung von 20-30% der Nettoproduktion wünschenswert sind, weil es eben auch mal windarme Jahre gibt. Sofern wir bei der Isolierung von Häusern und dem Verzicht aufs Fliegen ernst machen, ist das eine ganze Menge Wasserstoff, der ohnehin anfällt.
Gut die haben auch ca 10-15% Ladeverluste aber immerhin keine 50%. Dann muss ich den Wasserstoff zur Tankstelle transportieren was Energie verbraucht oder ok von mir aus OnSite direkt an der Tankstelle herstellen.
Inklusive Netzübertragung und Schnellladung kommen Batterieautos auch schon mal auf 25-35% Gesamtverlust.
Ich muss den Wasserstoff unter hohem Druck und gut gekült lagern und das Lagern hat das Problem dass der Wasserstoff davon diffundiert. Lass ein Wasserstoffauto mal eine Weile stehen da geht der Wasserstoff ganz schnell flöten.
? Das ist technischer Stand aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Diffusion hat man schon sehr lange im Griff und bei druckverdichtetem Wasserstoff musst du weder kühlen noch etwas verdunsten lassen, wie das Mitte der 90er zum Teil angedacht wurde.
Der einzige berechtigte und nicht zu unterschätzende Aufwand: Das Zeug auf 700 bar zu komprimieren verschlinkt ungefähr 30% der gesamten Energie. Und im Gegensatz zu allen anderen Prozessen, die noch effizienzoptimiert werden können, ist das simple Physik, um die man nie drum herum kommen wird.
Deswegen bin ich mittlerweile auch von Wasserstoff ab und mehr und mehr für E-Fuel jenseits der ÖPV/Fahrrad-Möglichkeiten.
Dann habe ich eine Brennstoffzelle die auch gerade mal ca 40-45% Wirkungsgrad hat.
Das sind Werte für bereits heute in Serie in PKW verbaute Stacks. Technisch machbar sind bereits 60-70% und es spricht chemisch afaik auch nichts gegen 80%.
Ehrlich gesagt nach so 300km brauche ich auch mal ne Pause. Also Stecker rein und ab zum Rasthofrestaurant und was essen und aufs Klo.
Nicht alle zwei Stunden eine große Mahlzeit verputzen. Dann muss man auch nicht so oft anhalten und sich eine halbe bis ganze Stunde auf den Pott hocken, bis der Akku wieder voll ist

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Naja wer sonst kauft sich einen Audi E-Tron....
Leute, die ihn als Dienstwagen vergünstigt von der Steuer absetzen können, die Steuergeldprämie kassieren wollen und sich von Scheuer noch die Wallbox aus Steuergeldern schenken lassen.