E-Auto: Bei Audi gibt's mehr Reichweite per Update

(...)

Allerdings - wenn bei meinen Diesel die Meldung kommt, dass ich bei Gelegenheit mal wieder eine Tanke aufsuchen sollte, kann ich locker noch 50 km fahren ohne stehen zu bleiben... Beim E-Auto (egal bei welchem) ist das unmöglich. Von daher - behaltet euren Elektroschrott und sagt mir Bescheid, wenn ihr mit dem Wasserstoffauto fertig seid - dann, aber erst dann, wird ein Elektromotor im Antriebsstrang interessant für mich.

Jetzt halte dich fest .... ich fahre einen BMW i3 noch mit der kleinen 20 kWh Batterie ... damit komme ich "nur" ca 130km weit bei meiner zugegeben nicht gerade spaarsamen fahrweise (instanttorque und nur ein Gang macht einfach zu viel Spaß ;) ). Das ist ca so viel wie mein VW Passt Diesel vorher ab 100km Reichweite in "Reserve" ging. Aber weißt du was das Tolle ist: Meinen BMW i3 stelle ich Abends in meine Garage und Morgens ist er wieder voll und das reicht den ganzen Tag ( ich brauche meist ca. 50% Akku am Tag ... gut im Winter mit heizen mehr) ... und das Beste ... besser du setzt dich ... ich kann bei meinem Arbeitgeber KOSTENLOS laden da er im Firmenparkhaus entsprechende Ladeplätze zur Verfügung stellt. D.h. ich muss nicht mal daheim laden. Wenn ich mal überlege was mich mein Passat früher bei diesen Spritpreisen heute gekosten würde .... huiuiui.
 
Ich habe eine wissenschaftliche Arbeit über einen speziellen Brennstoffzellentypen geschrieben und musste mich damit einhergehend auch mit der Wasserstoffgewinnung, -Speicherung und dem Transport befassen.

Ich kann nur so viel sagen, dass aus ökologischer, physikalischer und technischer Sicht alles für den Antrieb mit Wasserstoff spricht. Sei es das riesige Potential als Energiespeicher, die 3,3 mal höhere gewichtsbezogene Energiedichte im Vergleich zu Benzin oder die um Faktor 11,5 höhere Energiedichte im Speichersystem gegenüber Li-Ion Batterien.

Ein modernes E-Auto mit BSZ-Antrieb wird in unter 3 min. betankt und fährt 650 km weit. Linienbusse für den ÖPNV haben mit BSZ-Antrieb ca. die Reichweite wie welche mit Diesel und können in 7-10 Min. betankt werden. In zwei Städten NRWs gibt es bereits je 40 davon im Einsatz.

Das Tankgewicht für ein BSZ-Auto für 500km Reichweite beträgt ca. 460kg. Das Gewicht mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen liegt für die selbe Reichweite bei stand heute ca. 600kg, Prognosen für 2030 sin 400kg.

Würde man sich stärker auf auf diese Technik fokussieren, wären auch die Kosten durch erhöhte Nachfrage bzw. Serienfertigung deutlich geringer. Die Ladeinfrastruktur erfordert noch längst nicht so viel Umbau wie die einer rein batteriebetriebenen Mobilität. Keine tausende Kilometer an Tiefbauarbeiten für Kabelverlegungen, keine Neuverlegungen für höhere Querschnitte, kein Bedarf an einer gigantischen Menge an Parkflächen, kein aufwendigeres Zeitmanagement zum Aufladen, keine Rückschritte im Sinne des Komfort und der Flexibilität, keine Nachteile für Mieter/Eigentümer ohne Möglichkeit zur eigenen Ladebox.

Was die Wasserstoffgewinnung angeht, ist man Stand heute schon extrem weit mit der Technik. In der Industrie wird es bereits seit Dekaden über Dampfreformierung H2 gewonnen. Die Elektrolyse ist hingegen die Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Stehen Sonne, Wind und Wasser ohnehin zur Verfügung, wird die Energie und insbesondere der Überschuss direkt zur Elektrolyse weitergeleitet. Was der technische Gesamtwirkungsgrad am Ende ist, spielt bei frei verfügbarer Energie nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu Batteriepacks bietet die Elektrolyse eine sehr gute Skalierbarkeit. Wenn die Batterien in einem Energiepark voll sind, kann kein weiterer Überschuss mehr gespeichert werden. Bei der Elektrolyse baut man einfach einmal einen riesen Speicher auf und lässt den Überschuss einfach ständig da reinlaufen. In Salzkavernen hat man schon heute angefangen, 50 Mio. m³ H2 zu speichern. Das reicht aus um mehr als 60k 2-Personen Haushalte für ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Es gibt noch viel zu erzählen, auch für andere Anwendungszwecke wie z.B. Heizgeräte im Wohnbereich etc.
Aber die Politik hat sich nun mal für den reinen batteriebetriebenen Antrieb entschieden bzw. pusht dessen Entwicklung. Irgendwann wird das auch massentauglich funktionieren, aber bis dieses irgendwann kommt, werden, bei dem aktuell gelegten Fokus, mehrere Dekaden vergehen. Dabei bietet die H2-Kette schon heute auf viele Probleme eine Antwort.
 
Ich kann mich nur wiederholen und @AMG38 anschließen (mein anderer Beitrag, der sich u. a. auch auf einen mittlerweile gelöschten Kommentar bezog, wurde leider auch komplett gelöscht und nicht einfach editiert):

Wenn Wasserstoff-Antriebe genauso medial und finanziell gepusht werden würden, wie momentan die Elektromobilität, würden wir heute auch eine H2-Tanke in der Werbung sehen. Aber die Leute mit dem nötigen Geld (=Einfluss) haben wohl was dagegen.
Bei Audi in Neckarsulm stand ich schon vor einem R8 h-tron. Aber seitdem kam da keine Werbung oder ähnliches dafür. Die Technik ist da - nur eben von den Leuten am oberen Ende der Marionetten-Fäden unerwünscht.
 
@Topic: Wenn das zum erscheinen ineffizienteste Gefährt ein Update erfährt um das etwas erträglicher zu machen ist das natürlich löblich aber irgendwie auch nicht die größte aller Ingenieurstechnischen Herausforderungen.

@Rest-Diskussion Hab ich da irgendwie einen Knoten im Kopf oder wollen mir tatsächlich z.T. die selben die Angst vor Blackouts wegen zu vielen E-Autos haben weiß machen dass das besser wird wenn man mehr als das Doppelte an Elektrischer Energie verbraucht um per Elektrolyse Wasserstoff zu produzieren?
 
Ich habe eine wissenschaftliche Arbeit über einen speziellen Brennstoffzellentypen geschrieben und musste mich damit einhergehend auch mit der Wasserstoffgewinnung, -Speicherung und dem Transport befassen.

Ich kann nur so viel sagen, dass aus ökologischer, physikalischer und technischer Sicht alles für den Antrieb mit Wasserstoff spricht. Sei es das riesige Potential als Energiespeicher, die 3,3 mal höhere gewichtsbezogene Energiedichte im Vergleich zu Benzin oder die um Faktor 11,5 höhere Energiedichte im Speichersystem gegenüber Li-Ion Batterien.

Ein modernes E-Auto mit BSZ-Antrieb wird in unter 3 min. betankt und fährt 650 km weit. Linienbusse für den ÖPNV haben mit BSZ-Antrieb ca. die Reichweite wie welche mit Diesel und können in 7-10 Min. betankt werden. In zwei Städten NRWs gibt es bereits je 40 davon im Einsatz.

Das Tankgewicht für ein BSZ-Auto für 500km Reichweite beträgt ca. 460kg. Das Gewicht mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen liegt für die selbe Reichweite bei stand heute ca. 600kg, Prognosen für 2030 sin 400kg.

Würde man sich stärker auf auf diese Technik fokussieren, wären auch die Kosten durch erhöhte Nachfrage bzw. Serienfertigung deutlich geringer. Die Ladeinfrastruktur erfordert noch längst nicht so viel Umbau wie die einer rein batteriebetriebenen Mobilität. Keine tausende Kilometer an Tiefbauarbeiten für Kabelverlegungen, keine Neuverlegungen für höhere Querschnitte, kein Bedarf an einer gigantischen Menge an Parkflächen, kein aufwendigeres Zeitmanagement zum Aufladen, keine Rückschritte im Sinne des Komfort und der Flexibilität, keine Nachteile für Mieter/Eigentümer ohne Möglichkeit zur eigenen Ladebox.

Was die Wasserstoffgewinnung angeht, ist man Stand heute schon extrem weit mit der Technik. In der Industrie wird es bereits seit Dekaden über Dampfreformierung H2 gewonnen. Die Elektrolyse ist hingegen die Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Stehen Sonne, Wind und Wasser ohnehin zur Verfügung, wird die Energie und insbesondere der Überschuss direkt zur Elektrolyse weitergeleitet. Was der technische Gesamtwirkungsgrad am Ende ist, spielt bei frei verfügbarer Energie nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu Batteriepacks bietet die Elektrolyse eine sehr gute Skalierbarkeit. Wenn die Batterien in einem Energiepark voll sind, kann kein weiterer Überschuss mehr gespeichert werden. Bei der Elektrolyse baut man einfach einmal einen riesen Speicher auf und lässt den Überschuss einfach ständig da reinlaufen. In Salzkavernen hat man schon heute angefangen, 50 Mio. m³ H2 zu speichern. Das reicht aus um mehr als 60k 2-Personen Haushalte für ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Es gibt noch viel zu erzählen, auch für andere Anwendungszwecke wie z.B. Heizgeräte im Wohnbereich etc.
Aber die Politik hat sich nun mal für den reinen batteriebetriebenen Antrieb entschieden bzw. pusht dessen Entwicklung. Irgendwann wird das auch massentauglich funktionieren, aber bis dieses irgendwann kommt, werden, bei dem aktuell gelegten Fokus, mehrere Dekaden vergehen. Dabei bietet die H2-Kette schon heute auf viele Probleme eine Antwort.
Also ich weiß nicht ... Wasserstoff für LKW sehe ich ja noch halbwegs sinnvoll an ... aber für ein normales Auto?
Ich habe ca gleiche Reichweite (500/600km), aber ich muss den Wasserstoff erst mal herstellen. Heutzutage fällt er meist noch als Nebenprodukt von Benzinherstellung ab. Oder ich nehme Elektrolyse ... da bei geht schon mal 50% der Energie die ich rein stecke flöten ... Strom mit dem ich Elektroautos laden könnte. Gut die haben auch ca 10-15% Ladeverluste aber immerhin keine 50%. Dann muss ich den Wasserstoff zur Tankstelle transportieren was Energie verbraucht oder ok von mir aus OnSite direkt an der Tankstelle herstellen. Ich muss den Wasserstoff unter hohem Druck und gut gekült lagern und das Lagern hat das Problem dass der Wasserstoff davon diffundiert. Lass ein Wasserstoffauto mal eine Weile stehen da geht der Wasserstoff ganz schnell flöten. Dann habe ich eine Brennstoffzelle die auch gerade mal ca 40-45% Wirkungsgrad hat. Ich brauche trotzdem zumindest eine kleine Batterie als zwischenspeicher, da die Brennstoffzelle gar nicht genug Leistung bringt um von sich aus genug Strom für die Beschleunigung zu liefern. Und von da in den Elektromotor mit 95% Wirkungsgrad. Und der ganze Aufwand dafür dass ich mit dem Mirai genauso weit komme wie mit einem 90kWh Akku und ich in 10 Minuten "tanken" kann. Ehrlich gesagt nach so 300km brauche ich auch mal ne Pause. Also Stecker rein und ab zum Rasthofrestaurant und was essen und aufs Klo. Da brauch ich nicht neben dem Auto stehen und darauf warten dass der Wasserstoff da rein fliesst. Und dann haben wir noch nicht davon gesprochen was passiert wenn der Tank dem Druck nicht stand hält ... hat man ja auch schön bei so manchem Erdgas-Auto gesehen.
Beim E-Auto dagegen Sonnenenergie direkt in die Batterie (15% Verlust) und von da in den E-Motor. Klingt für mich wesentlich unkomplizierter und vor allem effizienter ;).
 
Wie gesagt, die gegenwärtige Diskussion über den Gesamtwirkungsgrad ist bei Nutzung regenerativer Energiequellen nicht von großer Bedeutung. Es ist nicht besser, Energie nicht zu nutzen anstelle sie mit 40% Effizienz zu wandeln. Man darf das Thema nicht zeitlich eng betrachten, sondern zukunftsorientiert. Nicht umsonst hat man bisher fossile Energieträger en mass benutzt, obwohl sie gerade mal einen Wirkungsgrad von um die 35-45% in Verbrennungskraftmaschinen haben. Da geht so viel Energie flöten, aber man hat sich gedacht "Wir haben soooo viel von dem Zeug, da spielts keine Rolle" - war halt falsch, weil es auch viel Schaden anrichtet.

Für die Umsetzung der Energiewende liegt der Schlüssel im Energiespeicher und da ist Wasserstoff mit der höchsten Energiedichte auf Platz 1. Eines der Hauptprobleme unserer Zeit ist die nachfrageorientierte Stromerzeugung bzw. die Zwangsregulierung von Stromerzeugern. Stell dir vor du hast einen großen Windpark aus dem eine Menge X an Energie kommt. Die muss ständig überwacht werden, weil es nicht zu einer Übererzeugung von Strom kommen darf, da sonst das Netz überlastet wird (die Energie muss irgendwohin). Was man aktuell tut: Entweder werden dann die Großkraftwerke (fossile Energieträger) heruntergefahren, was sehr träge ist und Primärenergieaufwand bedeutet, oder es werden die regenerativen Quellen runtergefahren, was zu einer Nichtnutzung sonst verfügbarer Energie führt.

Diese "weggeworfene" Energie kann und soll man speichern. Das geht natürlich mit Batterien, aber so viele Batterien kannst du nicht aufstellen! Außerdem bringen sie auch anderweitige Nachteile mit, wie z.B. Lebensdauer, chemische Zersetzung, aufwendige Skalierung, benötigte Ressourcen bei der Herstellung.
Stattdessen führt man diesen Teil der Energie einfach zur Elektrolyse, dessen System natürlich auch Energie braucht, aber die eben nicht aus deiner "Aufwendung" kommt. Wie oben erwähnt bietet dann Wasserstoff auch eine hohe Skalierbarkeit im Speichersystem.

Umgekehrt müssen die Großkraftwerke wiederum hochfahren, wenn die Netzlast zu gewissen Zeiten ihre Peaks erreicht. Das erfordert auch Primärenergieaufwand und ist dabei auch träge. Genau dann sind gute Speichertechnologien auch von Belang. Man kann weder die Nachfrage an Energie diktieren, noch die Menge an umzuwandelnde Energie bestimmen, aber Strom muss leider nachfrageorientiert erzeugt werden. Deswegen: Puffer, Puffer, Puffer um möglichst wenig Energie "wegzuschmeissen" und um möglichst viel Nachfrage abdecken zu können - langfristig ohne Schadstoffe. Das ist das Ziel.

Es geht also nicht um Ladeverluste oder die benötigte Energiemenge bei der Elektrolyse (was im übrigen Null Schadstoffe emittiert), sondern um die langfristige und zukunftsorientierte Speicherung von Energie. Die Elektromobilität ist ja nur ein Sektor, der Teil dieser Angelegenheit ist. Warmwasseraufbereitung, Heizung und sonst alles was Strom braucht ist davon betroffen. Batterien sind natürlich ein fester Bestandteil der Zukunft, ohne sie kommen wir auch nicht weit. Ich wollte nur lediglich die Tür für eine differenziertere, deutlich weitsichtigere Perspektive öffnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab auch ne tolle Idee, wie man die Reichweite gleich um 200 KM erhöhen könnte, evtl. auch durch ein Softwareupdate. Man müsste dazu nur den Motor der Vehikels auf 150 PS maximum einstellen... =)
 
Ich hab auch ne tolle Idee, wie man die Reichweite gleich um 200 KM erhöhen könnte, evtl. auch durch ein Softwareupdate. Man müsste dazu nur den Motor der Vehikels auf 150 PS maximum einstellen... =)
nö, weil Elektromotoren kaum mehr "fressen" wenn sie mehr Leistung haben, außer man fährt sie wie ein Idiot.
Am Meisten verliert man dzrch Luftwiederstand und Gewicht
 
nö, weil Elektromotoren kaum mehr "fressen" wenn sie mehr Leistung haben, außer man fährt sie wie ein Idiot.
Am Meisten verliert man dzrch Luftwiederstand und Gewicht
Ich habe mal ein Video gesehen, in dem eine Kunststoff-Firma ein Auto vorgestellt hatte, das aus deren Kunststoffen ausfahrbare Karosserieteile hatte - seitlich der Heckscheibe. Die Karosserieteile fuhren nach hinten aus, um das Auto "künstlich zu verlängern" und so den cw-Wert (und somit den Sprit-/Stromverbrauch) zu reduzieren. Das fand ich sehr interessant. Ich weiß nur nicht mehr, wie die Firma hieß oder das Video.
Naja wer sonst kauft sich einen Audi E-Tron....
Zum Beispiel Firmen für ihren Fuhrpark (A3 e-tron und die "nur" e-tron hab ich schon oft als Firmenwagen gesehen). Nicht jeder, der sich nen Audi (oder BMW, Tesla, Benz, [weitere Mittelklasse-Automobilhersteller eintragen]) kauft, ist gleich ein Raser oder dergleichen. Auch mit leistungsstarken Autos - ganz gleich, ob Elektro oder Verbrenner - kann man sparsam und vorsichtig fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Wenn ich mal überlege was mich mein Passat früher bei diesen Spritpreisen heute gekosten würde .... huiuiui.

Für den Anwendungszweck "täglich alleine 25 km zur Arbeit und zurück zu fahren" ein besseres Produkt zu finden als "einen der größten Kombis am Markt, geeignet um mit vier Personen campen zu fahren" ist nun auch wirklich keine Herausforderung.
Der i3 mit seiner besonders energieaufwendigen Bauweise dürfte allerdings ohne eigene Photovoltaik lange brauchen, bis er auch nur die Produktion wieder reingefahren hat und eigentlich ist man bei der Strecke gerade im Bereich dessen, wofür ein Velomobil (je nach Job/Klima/Umziehmöglichkeiten auf Arbeit auch ein S-Pedelec) vollkommen gereicht hätte. Von einem Leichtkraftfahrzeug ala Twizy ganz zu schweigen.


Das Tankgewicht für ein BSZ-Auto für 500km Reichweite beträgt ca. 460kg. Das Gewicht mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen liegt für die selbe Reichweite bei stand heute ca. 600kg, Prognosen für 2030 sin 400kg.

WHAT? Ist da eine Null zu viel, meinst du den kompletten Antriebsstrang oder sollen das wirklich vierhundertsechzigkilogramm für knappe 500 km mit Brennstoffzelle sein?

Würde man sich stärker auf auf diese Technik fokussieren, wären auch die Kosten durch erhöhte Nachfrage bzw. Serienfertigung deutlich geringer. Die Ladeinfrastruktur erfordert noch längst nicht so viel Umbau wie die einer rein batteriebetriebenen Mobilität. Keine tausende Kilometer an Tiefbauarbeiten für Kabelverlegungen, keine Neuverlegungen für höhere Querschnitte, kein Bedarf an einer gigantischen Menge an Parkflächen, kein aufwendigeres Zeitmanagement zum Aufladen, keine Rückschritte im Sinne des Komfort und der Flexibilität, keine Nachteile für Mieter/Eigentümer ohne Möglichkeit zur eigenen Ladebox.

Der Aufwand für die Ladepunkte ist zwar geringer, die Schaffung eines deutschlandweiten H2-Netzes sollte man aber auch nicht unterschätzen. Wenn man sich dann noch die Ineffizienz von H2-PKW anguckt, stellt sich schnell die Frage, ob das ganze gegenüber Methanolisierung/Ethanolisierung überhaupt lohnt. Die ist zwar noch etwas ineffizienter, aber die Infrastruktur dafür steht schon komplett. Und auch die Autos sind schon da. Und sie sind billiger, leichter und langlebieger als aktuelle H2-Technik.


Also ich weiß nicht ... Wasserstoff für LKW sehe ich ja noch halbwegs sinnvoll an ... aber für ein normales Auto?

Gerade bei LKW macht H2 besonders wenig Sinn. Der überwiegende Teil aller Trucks ist nur mit einem Fahrer besetzt und fährt daher nie mehr als 320 km am Stück und dann folgt ein längerer Stopp an relativ gut ausgebauten Endpunkten oder Rastplätzen. Wenn man nicht laden will, ist es aufgrund der simplen, einheitlichen Geometrie sogar sehr einfach, mit Wechselakkus zu arbeiten, von der Möglichkeit zu Oberleitungen ganz zu schwegen. Dazu kommt das enorme Potential für Rekuperation im LKW-Verkehr. Kurzum: LKW sind der absolute Best Case für batteriebasierte Antriebe.
Das die LKW-Lobby (erfolgreich) auf H2 pocht, hat nur einen Grund: 5-10% mehr Fracht je Laster.

Oder ich nehme Elektrolyse ... da bei geht schon mal 50% der Energie die ich rein stecke flöten

60% sind afaik im Einsatz, 70-80% großserienreif und >90% im Labor schon erzeugt worden. Dazu wird weiter an der Möglichkeit zur Solarthermischen Spaltung gearbeitet, die zwar nicht unbedingt effizienter aber je kWh Endprodukt um Größenordnungen billiger ist.

... Strom mit dem ich Elektroautos laden könnte.

Aber nur solange, wie du genug Leitungen von deinen Windräder und Solarzellen zu gerade in diesem Moment an einer Ladesäule geparkten E-Autos hast.
Aktuell ist das noch kein großes Problem, aber langfristig wird man allein wegend er saisonalen Unterschiede 50% der Jahres-Solarstromproduktion nicht direkt nutzen können, sondern irgendwie zwischenspeichern. Und bei WKA sehen wir ja gerade, dass sogar mehrjährige Speicherkapazitäten in Größenordnung von 20-30% der Nettoproduktion wünschenswert sind, weil es eben auch mal windarme Jahre gibt. Sofern wir bei der Isolierung von Häusern und dem Verzicht aufs Fliegen ernst machen, ist das eine ganze Menge Wasserstoff, der ohnehin anfällt.

Gut die haben auch ca 10-15% Ladeverluste aber immerhin keine 50%. Dann muss ich den Wasserstoff zur Tankstelle transportieren was Energie verbraucht oder ok von mir aus OnSite direkt an der Tankstelle herstellen.

Inklusive Netzübertragung und Schnellladung kommen Batterieautos auch schon mal auf 25-35% Gesamtverlust.

Ich muss den Wasserstoff unter hohem Druck und gut gekült lagern und das Lagern hat das Problem dass der Wasserstoff davon diffundiert. Lass ein Wasserstoffauto mal eine Weile stehen da geht der Wasserstoff ganz schnell flöten.

? Das ist technischer Stand aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Diffusion hat man schon sehr lange im Griff und bei druckverdichtetem Wasserstoff musst du weder kühlen noch etwas verdunsten lassen, wie das Mitte der 90er zum Teil angedacht wurde.
Der einzige berechtigte und nicht zu unterschätzende Aufwand: Das Zeug auf 700 bar zu komprimieren verschlinkt ungefähr 30% der gesamten Energie. Und im Gegensatz zu allen anderen Prozessen, die noch effizienzoptimiert werden können, ist das simple Physik, um die man nie drum herum kommen wird.

Deswegen bin ich mittlerweile auch von Wasserstoff ab und mehr und mehr für E-Fuel jenseits der ÖPV/Fahrrad-Möglichkeiten.

Dann habe ich eine Brennstoffzelle die auch gerade mal ca 40-45% Wirkungsgrad hat.

Das sind Werte für bereits heute in Serie in PKW verbaute Stacks. Technisch machbar sind bereits 60-70% und es spricht chemisch afaik auch nichts gegen 80%.

Ehrlich gesagt nach so 300km brauche ich auch mal ne Pause. Also Stecker rein und ab zum Rasthofrestaurant und was essen und aufs Klo.

Nicht alle zwei Stunden eine große Mahlzeit verputzen. Dann muss man auch nicht so oft anhalten und sich eine halbe bis ganze Stunde auf den Pott hocken, bis der Akku wieder voll ist :P .


Naja wer sonst kauft sich einen Audi E-Tron....

Leute, die ihn als Dienstwagen vergünstigt von der Steuer absetzen können, die Steuergeldprämie kassieren wollen und sich von Scheuer noch die Wallbox aus Steuergeldern schenken lassen.
 
Grundsätzlich ist Tesla vor allem beim Marketing führend.
Wenn man bedenkt das Tesla kein Geld für Werbung ausgibt eine beachtliche Leistung.
(mein anderer Beitrag, der sich u. a. auch auf einen mittlerweile gelöschten Kommentar bezog, wurde leider auch komplett gelöscht und nicht einfach editiert):
Es ist der Moderation nicht (mehr, DSGVO und so) erlaubt Beiträge zu editieren.
 
Ich würde ja auch Elektro fahren , aber die Autos sind mir einfach zu teuer.
Und laden kann ich es auch nirgends bei uns in der Stadt gibt es ganze 4 Ladesäulen und 3 davon gehören einem Autohaus.

Die Deutschen Elektroautos sind ja enorm teuer , der einzige der geht ist der ID 3 oder 4 aber die teile sind auch na ja nicht so mein fall obwohl ich z.Z einen Golf 7 fahre.

Ich wohne zur Miete und hier wird das Unternehmen was die Häuser vermietet sicherlich keine Ladesäulen platzieren.
 
WHAT? Ist da eine Null zu viel, meinst du den kompletten Antriebsstrang oder sollen das wirklich vierhundertsechzigkilogramm für knappe 500 km mit Brennstoffzelle sein?
460kg wiegt der H2-Tank inklusive BZS-System und Rekuperationsbatterie bezogen auf 500km Reichweite. Inkludiert sind alle Systeme, die wegen der BZS benötigt werden (Rohrleitungen etc.), da das Tank"system" verglichen wird. Das reine Tankgewicht (Druckbehälter) ist abhängig von der speicherbaren Wasserstoffmenge, aber liegt heute bei um die 120kg bei den verwendeten modernen Verbundwerkstoffen und 700bar Druck.
Der Aufwand für die Ladepunkte ist zwar geringer, die Schaffung eines deutschlandweiten H2-Netzes sollte man aber auch nicht unterschätzen. Wenn man sich dann noch die Ineffizienz von H2-PKW anguckt, stellt sich schnell die Frage, ob das ganze gegenüber Methanolisierung/Ethanolisierung überhaupt lohnt. Die ist zwar noch etwas ineffizienter, aber die Infrastruktur dafür steht schon komplett. Und auch die Autos sind schon da. Und sie sind billiger, leichter und langlebieger als aktuelle H2-Technik.
Natürlich ist das auch mit viel Aufwand verbunden, keine Frage (ist ja bei der Traktionsbatterie genau so). Bei H2 hat man aber den Vorteil, dass du die Ladeinfrastruktur in vorhandene Tankinfrastruktur integrieren oder letztere ersetzen kannst. Man kann es also weiterhin zentralisiert gestalten, weil man nicht wie bei der Traktionsbatterie eine hohe Dichte an Ladesäulen braucht. Hinzu kommen eben noch die restlichen Vorteile, die ich Vorpost erwähnt habe. Aber ja, beide Welten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Vision für die Zukunft ist jedoch: H2-Gewinnung an vielen Standorten durch regenrative Quellen, Speicherung in riesigen Mengen, zentralisierte Verfügbarkeit (wie herkömmliche Tankstellen) für die Mobilität.
 
@AMG38 Im zweiten Abschnitt redest du komplett an ruyven vorbei. Er nennt synthetische Kraftstoffe und genau nicht eine große Traktionsbatterie als mögliche Alternative zu H2. Womit man das gegebene Tankstellennetz eben noch viel einfacher weiter nutzen kann (bei bekannten Ineffizienzen in der Gewinnung).
 
Exakt. Da wir noch meilenweit davon entfernt sind, alle Dachflächen mit Solarzellen bestückt zu haben, sind Ineffizienzen in meinen Augen nur eine Kosten- und keine Prinzipfrage. Solange die Summe aus E-Fuelproduktion und E-Fuelnutzung billiger ist, als die Summe aus Zwischenspeicherung in [ja in was eigentlich???] und Batterieautos, lohnt sich das. Zumal die chemischen Anlagen zur E-Fuelproduktion bislang relativ- und Elektrolysatoren sogar extrem simpel sind. Selbst wenn man die nur 20-30-40 Jahre als Übergangslösung nutzt, sodass man den bestehenden Fahrzeugbestand decarbonisieren kann, während man sich erst einmal voll auf den Kraftwerksausbau konzentriert, dürfte das eine gute Idee sein.

Heute dagegen Batterieautos nebst Infrastruktur zu pushen, die mehr CO2 pro km ausstoßen als Benziner, solange die Kohlekraftwerke laufen, und die ihr kalendarisches Lebensende erreicht haben werden, bevor die Kohlekraftwerke abgeschaltet sind, das halte ich nach wie vor für keine gute Idee.


460kg wiegt der H2-Tank inklusive BZS-System und Rekuperationsbatterie bezogen auf 500km Reichweite. Inkludiert sind alle Systeme, die wegen der BZS benötigt werden (Rohrleitungen etc.), da das Tank"system" verglichen wird. Das reine Tankgewicht (Druckbehälter) ist abhängig von der speicherbaren Wasserstoffmenge, aber liegt heute bei um die 120kg bei den verwendeten modernen Verbundwerkstoffen und 700bar Druck.

Also ich finde auf die schnelle keine aktuellen Zahlen, aber auch 120 kg kommen mir extrem viel vor. Beim alten Mirai mit der ersten Generation Verbundfasertanks waren es 82,5 kg rein für die Tanks samt Füllung. Dazu 56 kg für den Stack; die Batterie ist winzig. Bei etwas besserer Geometrie und mit den Fortschritten der letzten Jahre hätte ich 150-250 kg inklusive E-Motor erwartet.


Natürlich ist das auch mit viel Aufwand verbunden, keine Frage (ist ja bei der Traktionsbatterie genau so). Bei H2 hat man aber den Vorteil, dass du die Ladeinfrastruktur in vorhandene Tankinfrastruktur integrieren oder letztere ersetzen kannst. Man kann es also weiterhin zentralisiert gestalten, weil man nicht wie bei der Traktionsbatterie eine hohe Dichte an Ladesäulen braucht.

Bei langstreckentauglichen Batterien braucht es nicht zwingend eine übermäßig hohe Zahl an Ladesäulen, sondern könnte ebenfalls relativ zentralisiert arbeiten. Eigentlich ist es aber einer der wenigen echten Vorteile von Batterieautos, dass man das nur KANN und nicht MUSS. Prinzipiell ist dezentrale Energieaufnahme eigentlich die schönere Lösung, wo sie möglich ist. Bei Batterieautos hat man halt aktuell das große Problem, dass sie in Städten NICHT möglich ist, weil es weder den nötigen Platz gibt noch eine einfache Möglichkeit, die nötigen Kabel zu legen.

Aber wer in der Stadt lebt, muss auch kaum größere Strecken mit dem Auto im Alltag fahren. Ein langstreckentaugliches Batterieauto würde da vielleicht einmal im Monat bis einmal im Quartal geladen werden müssen, wofür sich in aller Regel Lösungen finden lassen. Umgekehrt ist es auf dem Land, wo die ich-nerv-Stadtbewohner-jeden-Tag-mit-meiner-Fahrerei-Pendler wohnen meist sehr einfach, Kabel zu ziehen und Ladesäulen an Parkmöglichkeiten aufzustellen.

Beim zweiten große Ladeproblem, ausreichend starke Stromversorgung entlang der Autobahnen zu schaffen, haben Batterieautos dann sogar einen klaren Vorteil gegenüber Wasserstoffautos, denn ein Kabel ist trotz allem viel leichter verlegt als eine Pipeline für hochendzündliche Stoffe und sie braucht auch weniger Aufmerksamkeit.
 
Der Reichweitenhammer ist sowieso dieses Auto:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Kommt vielleicht auch irgendwann von Audi.
 
Zurück