DSL viel zu langsam

Wargrown

Freizeitschrauber(in)
hallo,
ich bin Alice Kunde und habe DSL 16k.

Da aber bei meinem Anschluss nur ca. 5000kbit/s down und 600kbit/s up ankommen, wollte ich mal Fragen ob da vieleicht mehr drin währe.

Daten:

Download=ca. 530 kb/s
Upload= ca. 70 kb/s
Ping= ca. 40 ms

Dazu muss ich noch sagen das mein Router Netgear DG834PNB derzeit noch über die Neben-TAE-Dose und ein 10m Telefonverlängerungskabel verbunden ist.

Screen:
[img=http://img3.imagebanana.com/img/9gwyz2s/thumb/dmtscreen.JPG]

ok danke schon mal

mfg powerkiller94
 
Bis zu 16.000 Kbit/s
Upload bis zu 1024 Kbit/s
...so schreibt es Alice auf ihrer Webseite. "Bis zu" sind die bösen Worte der Provider. Denn es wird gleichzeitig keine Mindestgeschwindigkeit versprochen.

Die Geschwindigkeit hängt vor allem von der "letzten Meile" ab, den Kupfer- oder Glasfaserkabel zu Deinem Haus. In Deinem Fall dürfte es sich um Kupfer handeln, mit etwas zu viel Abstand zum Verteilerknoten und/oder zuviel Störeinflüssen. Dann ist eben nur eine begrenzte DSL-Geschwindigkeit möglich. Ein Wechsel des Providers wird da kaum helfen, das bringt manchmal nur etwas bei Telekom, da die die die Leistungsgrenze etwas konservativer ansetzen. Kein Provider wird dir eine neue Leitung legen...

Ob die Telefonverlängerung Schrott ist oder die Nebenanschlussstelle einen Einfluss hat, glaube ich nicht. Die Leitungsdämpfung wird bei Neuinstallation ausgemessen und danach die Geschwindigkeit eingestellt. Daher würde eine Telefonverlängerung sich höchstens durch Verbindungsstörungen bemerkbar machen. 10 Meter sind auch nicht die Welt. Bei allen DSL-Basteleien konnte ich noch nie einen Leistungsunterschied zwischen verschiedenen Dosen und auch bei selbstgebastelten Verlängerungen feststellen.

Mit Deiner Geschwindigkeit hast Du übrigens noch Glück, da musste ich bei "bis zu 16.000 kbit" mit weniger als 2000kbit Download und 128 kbit Upload leben, da ich etwas außerhalb wohne.

Alternativen:
Beim Umstieg auf Kabel-DSL werden die versprochenen Bandbreiten meist erreicht, die Technik ist eine andere. Da müssen die Kabel sowieso ausreichen, um ein Fernsehsignal einwandfrei zu übertragen. Lohnt sich allerdings nur, wenn Deine Wohnung einen bestehenden Kabel-Anschluss hat (muss nicht genutzt sein), ansonsten ist der Installationsaufwand riesig.

Der perfekte Lösung ist eine eigene "letzte Meile". Allerdings etwas teuer.^^ Kann man z. B. bei der Telekom als sogenannten Company Connect - Anschluss bekommen. Da ist die Geschwindigkeit garantiert und dazu ist der Anschluss noch symmetrisch, d.h. der Upload genauso schnell wie der Download. Dazu gibt es auch noch eine feste IP. Wenn man möchte kann man da bis über 600.000 kbit einstellen lassen.

Allerdings kosten 4000kbit bereits ca. 800,- Euro netto.....
 
@powerkiller: hängt dein rechner über LAN oder über WLAN am router? bei mir hat der umstieg von WLAN auf LAN die speedtests von ca. 2,5mbit auf knapp 31mbit beschleunigt :)
 
Darf ich fragen wo du ungefähr regional herkommst?
Habe ähnliche Probleme, leider inkl. absolutem Monsterping von gerne mal 5000.

Das Problem kam bei mir erst nach 2 Jahren DSL 16000. Hattest du früher eher normale Werte?
 
@powerkiller94
Wenn für Deinen Anschluss nicht mehr umgesetzt werden kann (wie schon erwähnt "bis zu"/"maximal" in der Leistungsbeschreibung, liegt nicht mehr an; war hier bei uns ähnlich, deshalb auch der Wechsel von der T-Com zu Unitymedia - bislang keinen Grund zur Beschwerde, 32.000 kbit/s und der Service war auch gut.

Ansonsten könntest Du versuchen, mittels solcher Tools die bestehende Verbindung zu optimieren; allerdings bringt das u. U. nur etwas bei XP - für Vista unnötig.
 
Ist zwar vllt. etwas am Topic vorbei, aber: Kann ein krasses Abfallen der Leitungsdaten von heute auf morgen damit zusammenhängen, dass an irgendwelchen Verteilern vielleicht Wartungsarbeiten oder Ausbauarbeiten stattfinden?

Nachts habe ich nämlich eine gute Verbindung, tagsüber gerne mal nur noch DSL 2000, obwohl laut Rounter ca. 17k down und 1,1k up anliegen. Das Noise Margin in dB liegt bei etwa 7 Sek down und 10 up...

Demnach müsste die Leitung doch eigentlich im grünen Bereich für DSL 16.000 sein. Dennoch habe ich von ca. 15 - 22 Uhr mörderische Pings und ziemlich krüpplige Download-Raten.
Da es scheinbar kein direkt technisches Problem an meinem Anschluss ist, muss es eigentlich irgendwo einen Engpass geben. Da der Engpass aber die erste Station nach meinem Router ist und quasi hier auf dem Dorf kaum Leute DSL haben (vllt. 20 - 30), dürfte eigentlich kein Engpass da sein, vor allem, da unser Knotenpunkt 2006 mit ADSL2 ausgerüstet wurde und direkt 16.000 verfügbar war, was bei den Störwerten ja auch kein Wunder ist.

Wenn ich route, sieht das etwa wie folgt aus (habe nix aktuelles, weil derzeit alles derart super läuft)
1. Station 192.168.2.1 - <1 ms
2. Station 123.456.78.910 - 125 ms

Die darauffolgenden Stationen erhöhen den Ping vllt um 1 - 2, mehr aber nicht, also kommt der Knackpunkt direkt nach dem Anschluss... Und der ist keine 100 Meter weg...

Jemand Ideen, wie ich vorgehen könnte? Die T-Com nimmt mein Anliegen nicht ernst, da in Stoßzeiten 1500 kbit/s und 300er Pings keinen Bruch der AGB darstellen. -.-"
Dennoch wars von einem auf den anderen Tag so.
"Gestern" noch 15k down und 15er Pings.
"Heute" auf einmal 3k down und 100er Pings.

"Gestern" war vor ca. einer Woche... :/
Bis heute ändert sich nix, Hotline stellt auch sturr und möchte nur bei "ernsten Problemen" angerufen werden. :fresse:
Kanns z.B. mit dem VDSL Ausbau zusammenhängen? Hier am Knotenpunkt machen die aber nichts, nie n Techniker da, kann von hier aus quasi hingucken.
 
Ich war auch bei Alice-Kunden und hatte auch 16K bestellt. Leider kommt ich nicht mehr als 4K und ist genauso wie dein Problem. Beim Provider wie "Telekom" bzw. "1&1" hatte ich auch das gleiches Problem, obwohl sie versprochen und gemessen hatten. Das Problem liegt daran, dass mein Haus zu weit weg von dem DSL-Knotenverteiler ist. Solange ich mit einem Telefon-Netz die DSL verbinde, erreiche ich max. 5000. Sie können dein Speed nicht erhöhen wegen Dämpfung und damit bricht die Leitung immer ständig ab.

Beim letzten Wechseln zum UnityMedia (Kabelnetzbetreiber in Hessen) bin ich nun sehr sehr zufrieden. Ich habe nun mit 20.000 (echte Baudrate) und Telefon-Flatrate (3 Rufnummer) für 25€/monatlich. Alle sind im Grünbereich, kein Abbruch bei der Internetleitung bzw. Telefon.

Ich würde Dir empfehlen, ein Kabelnetzbetreiber bei deinem Ort zu wechseln, falls du mehr Speed haben möchtest.
 
@powerkiller94: Bitte poste doch mal einen Screenshot in besserer Auflösung, so dass man die Dämpfungswerte besser erkennen kann. Was man jedoch bisher erkennen kann, lässt nichts gutes erahnen. Deine Werte sind recht hoch.

@derLordselbst: Im Grunde hast du ja recht, aber etwas verfeinern solltest du deine Antwort dennoch. Es ist leider nicht der Fall, dass die "letzte Meile" den größten Einfluss hat. Man sollte generell eher von einer Summe von Einflüssen sprechen, da der Leitungsquerschnitt von der DIV bis zum Abschluss beim Kunden eine Rolle spielt. Außerdem ist nicht zu vernachlässigen, wie stark ausgelastet a) der DSLAM (sprich Verteiler) und b) die Kabel selbst sind. Zudem kommen noch viele weitere Faktoren hinzu, die jedoch nicht alle Erwähnung finden sollen. Die Sache mit dem COCO ist auch etwas überflüssig, da sie für Ottonormalverbraucher nicht in Frage kommt. Außerdem heißt COCO nichts anderes, als Direktanbindung an das Backbone. Die letzte Meile ist dennoch nicht "die eigene".

@netheral: Ja, eine so gravierende Änderung ist möglich, wird im Normalfall aber vermieden. Kausalitäten hierfür sind unter anderem stark ausgelastete DSLAMs oder Umschaltungen. Auch Störeinflüsse durch "neu geschaltene" Anschlüsse sind mögliche Ursachen.

@Zoon: Ohne ADSL2+-fähiges Modem wäre ein Betrieb aufgrund einer Schnittstelleninkompatibilität nicht möglich (UR2).
 
@uuodan: Stimmt, das mit den Company Connect war eigentlich überflüssig. Allerdings wird im Falle von Company Connect wirklich physikalisch eine neue Leitung verlegt, also nicht die bisherige weiterverwendet, was im Endeffekt, abgesehen von den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen, für mich eine eigene Leitung darstellt.

Die Bedeutung der letzten Meile fasst für mich die Anbindung ab DSLAM zusammen, da man sowieso nicht selbst herausfinden kann, ob es an der Hausverkabelung, am Verteiler oder an der Leitungslänge liegt, wenn die eigene DSL-Verbindung langsam ist.
 
So wie die Jungs voher schon geschrieben haben wird es ein Mischmasch aus Abstand Verteilerstation und Technische Vorraustzungen, bis zu deinem Hausanschluß sein, da wird keiner was dran ändern können.
Auch irgendwelche optimierungen in deinem Haus wird vermutlich nicht die Lücke zwischen 5000 -> 16000 schließen!

Vertraglich!
Das mit dem "Bis zu" ist völlig egal, das hat rechtlich überhaupt kein halt. Hatte vor 2 Jahren mal ärgen mit den Vollpfosten von Freenet, daher könnte ich mitlerweile leute vor Gericht vertreten;).
Faktum ist die sollten dir so mind. 50% der zugesagten Leistung liefern können, wenn die das auch nach schriftlicher 4 Wöchiger Anmahnfrist nicht auf die Kette Kriegen, kannst du dich auf §314 BGB berufen!
hier ein Auszug

Rechte des Kunden bei unterschrittener Bandbreiten-Garantie
Wenn selbst die vom Anbieter in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder der Leistungsbeschreibung garantierte Bandbreite unterschritten ist und beim Kunden weniger als versprochen ankommt, ist der Kunde rechtlich auf relativ sicherem Boden. Dann kann die geringere Übertragungsgeschwindigkeit als so genannte "Schlechtleistung" zu werten sein, die nicht als vertragsgemäße Leistung gilt.
Bei einer vertragswidrigen Schlechtleistung ist der Kunde berechtigt, den Vertrag gemäß § 314 BGB außerordentlich zu kündigen. Vorher muss der Anbieter allerdings unter Fristsetzung aufgefordert werden, den Vertrag zu erfüllen. Verstreicht die Frist erfolglos, kann der Vertrag, ohne dass die Mindestlaufzeit des Vertrages eine Rolle spielt, vorzeitig beendet werden.

Laut § 314 BGB muss der Kündigungsgrund so gravierend sein, dass dem Kunden unter Berücksichtigung des Einzelfalles und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht mehr zugemutet werden kann. Wird ihm eine bestimmte Geschwindigkeit versprochen und diese nicht eingehalten, so ist dies allerdings in der Regel ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung.


Hier der Link
Verbraucherzentrale Brandenburg : DSL – Langsame Leitung statt schnellem Anschluss

Du hast also 2 Möglichkeiten:
Entweder bittest du Alice dir einen günstigeren Vertrag einzurichten der ungefähr deiner Leistung entspricht und alle sind glücklich. Finde ich am besten, da andere Anbieter vermutlich nicht mehr liefern können!

oder
du mahnst die an das sie dir die zugesagte Leistung wenigstens bis zu 60% liefern, ist in deinem Fall so um die 10000DSL, ansonsten berufst du dich auf § 314 BGB und nimmst dein Sonderkündigungsrecht in Anspruch. Halte ich aber in deinem Fall für unratsam, würde ich nur in Betracht ziehen wenn Alice drauf besteht, das du die evt. hohen Mehrkosten zu einem günstigeren Vertrag, trotzdem bezahlen sollst!

Es gibt übrigens keine Urteile dazu, da jeder Provider es absolut vermeidet damit vor Gericht zu ziehen. Sollte es jemals ein Rechtskräftiges Urteil, was mit sicherheit zu 99% zugunsten des Kunden ausfällt, geben, verlieren alle Provider Millonen Taler, deswegen werden die sich Hütten für ein paar 100 € ins Feld zu ziehen, da es ja immernoch genug Ahnungslose gibt die verängstigt die Knebelverträge zahlen, wenn der "große Provider" droht.
Die ganz schlimmen versuchen es bis zum Mahnverfahren und machen auch zwischen durch mal Friedensangebote, "wenn sie nun Summe X zahlen vergessen wir das ganze"! Sozusagen du kaufst dich dann "großzügig" aus dem Vertrag frei!

Bei mir ging es bis zum Mahnverfahren, welches ich dann Widersprochen haben, das ist die höchste Drohung die sie machen können, danach müßten sie Klage einreichen, was sie halt nicht tun werden, also nur keine Kalten Füße kriegen. Die bewegen sich rechlich auf ganz dünnem Eis nicht du als Kunde!
Anschließend erhielt ich einen Brief auf dem stand "Ich sollte mir nochmal überlegen, dem Mahnverfahren zu widersprechen, das würde doch jetzt nur noch teurer und man würde mir jetzt nochmal die Möglichkeit geben durch eine Einmalzahlung von xxx das ganze zu vergessen", nachdem ich darauf garnicht mehr reagiert habe, haben sie wohl den Ruckzug angetreten, weil ich seit über einem Jahr nichts mehr von denen gehört habe.

Schön wenn die eigene Frau als Reno arbeitet!:devil:
 
Nach 6 Monaten^^

Habs schon länger raus aber mir ist langweilig und daher.

Alice hatte keinen ADSL2+ Port frei und hat uns auf einen ADSL1 Port geschaltet.

Meint ihr ich könnte das irgendwie umstellen lassen?
 
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