Die Dual Bios Funktion der EVGA 1080 TI FTW

Eidgenosse1

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo meine Freunde des gepflegten Spielens,

Was haltet ihr eigentlich von der EVGA 1080 TI FTW? Ich glaube ich werde mich aufgrund der Garantie, der guten Backplate und der Sensoren für die EVGA entscheiden. Die sind alles Vorteile, die ich mitnehmen kann, sobald ich mir das Calyos Passivgekühlte Gehäuse im September kaufen werde. Was bringt mir ein Display auf dem Kühler, wenn dieser dann wegmontiert wird?
Eine weitere überlegung ist vor allem die weiterhin bestehende Garantie bei EVGA, wenn man den Kühler abbaut. Ich möchte ja nicht ein Modell wie Asus kaufen, die ihre Schrauben mit Garantieklebern versehen.

Weiss einer, wie man den Dual Bios der EVGA in der Praxis genau verwendet? Ich habe darin leider keine Erfahrung. Ist das 2. Bios als so eine Art "Backup" gedacht, falls beim flashen der eigenen Werte auf das 1. Bios was schiefläuft? Kann mir da ein EVGA Connaisseur den ein oder anderen Hinweis darauf geben, was ich bei der Dual Bios Funktion erwarten kann?

Vielen Dank,
 
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Das OC Bios erhöht das Powerlimit, bei der Karte wirst du aber mit Standardkühler vorher ins Temp Limit laufen (solange die Lüfter leise sein sollen).
 
Hi Salatsauce :)

Danke für deine Antwort. Damit die Grafikkarte nacher nicht in ein Temp Limit läuft, plane ich den Kauf dieses passivgekühlten Gehäuses :

Calyos Announces Availability of its NSG S0, The Ultimate Fanless PC Case - YouTube
Calyos NSG SO Fanless Chassis for high-performance PC - YouTube

Das Calyos NSG0 kühlt deine Grafikkarte unter Vollast auf 55 Grad runter. Dabei wird über Phase Change Cooling die Hitze über Vaporisatoren an Radiatoren weitergegeben, die die Hitze an die Umgebung abgeben. Es ist sogar möglich, unter die Einbaufächer entweder 3.5 Festplatten zu verbauen. Besser ist es jedoch, gleich auf SSD zu setzen und die Plätze für Silent Luftventilatoren einzuplanen. So reduziert man die Hitze nochmals um sagenhafte 15 Grad. Die Karte läuft also komplett passivgekühlt auf ca. 40 Grad. Ich bin von diesem Gehäuse komplett begeistert. Es ist gar ein weiteres Gehäuse geplant für Dual GPU Varianten mit zusätzlichem Radiator hinten und es werden auch weisse Gehäuse mit Kupferradiatoren erhältlich sein. So eins werde ich mir holen :)

Weitere Informationen findest du hier:
NSG S0: World's First Fanless Chassis for High Performing PC by Calyos™ —Kickstarter

Ich bin ja eh schon ein Noob in der Hardware und da jetzt auch das neue Gehäuse ansteht, welche aufgrund fehlender Wasserkühlererfahrung bei mir zu Fragen führt, habe ich mir gedacht, dass EVGA aufgrund der besten Backplate und Dual Bios den besten Vorteil bietet.

Kein Temp Limit bei mir also. Dennoch weiterhin die Frage, wie ich von einem Dual Bios profitieren könnte.. Kann ich das erste Bios mit eigenen Werten überschreiben? (noch nie gemacht). Wie kann man die Karte übertakten und von die Vorteile eines Dual Bios nutzen?
 
Das war mir schon klar, dass du den Kühler wechseln wirst. Das OC Bios ist für bis zu 358 Watt statt 330W freigegeben(Standardmäßig sinds 270W), bei solchen Werten wirst du bereits an die Grenzen des Chips kommen (um die 2050MHz).
Übertakten ist ganz leicht. Benutz MSI Afterburner und ein Grafiklastiges Spiel zum stressen. Solange dein Netzteil die Karte stemmt kannst du das Powerlimit voll aufdrehen. Out of the box wirst du so um die 1930MHz bekommen, dann tastest du dich Richtung 2GHz, indem du ein Offset von z.B. 80MHz draufpackst. Wenn das Spiel abstürzt, erhöhst du die Spannung. Wenns immer noch abstürzt, hast du nen schlechten Chip erwischt :ugly: Aber das sollte nicht passieren :) Und so machst du immer weiter bis du die Grenze erreichst.
Dualbios ist für mich nur zum Flashen interessant, das macht es viel leichter die Karte bei korruptem Bios wiederherzustellen.
 
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Hey Salatsauce,

Vielen herzlichen Dank, du hast mir mit deiner Antwort sehr geholfen.

Ich werd mich bezüglich Overcloacking noch eingehender informieren, aber ich weiss jetzt dass die EVGA FTW wohl die Karte wird, die ich mirkaufen werde. Das Ziel wäre es durchaus, dann die angepassten, optimalen Werte auf das Bios 1 zu flashen. Ich weiss jetzt dank dir vor allem, dass 3x8 Pin Connectoren nicht wirklich notwendig sind um die maximale Leistung des Chips auszureizen.

Wirst du dir auch eine 1080 TI holen? Wenn ja, hast du schon ein Modell in Aussicht?
 
Über die Leistungsfähigkeit der Kühlkörper weis ich auch nichts, das muss der TE selbst herausfinden. Ich denke aber er hat sich ordentlich informiert.
Wirst du dir auch eine 1080 TI holen? Wenn ja, hast du schon ein Modell in Aussicht?

Hab mir erst letzten Monat ne RX580 geholt, die reicht mir erstmal =)
Und viel glück bei deinem Projekt :daumen:
 
Wie mit diesem Mini-Gehäuse willst Du 300 Watt passiv abführen? Das wird garantiert nichts.

Bei dem Hersteller handelt es sich um ein weltweit führendes Unternehmen, die sich der Kühlung in grossen Netzwerk-Datacenters annehmen. Das Gehäuse schafft sogar noch viel mehr, denn man kann auf Kickstarter bereits komplette Zusammenstellungen mit Gehäuse und 1080 TI kaufen. Es gibt zwar noch keine exakten, konkreten Performance-Benchmarks, das holen sie jedoch bald nach.
Aufgrund der Reputation des Unternehmens wie auch die bereits verbauten 1080 TIs lassen mich schon annehmen, dass damit sehr effektiv Hardware gekühlt werden kann. Sie reden ja gar davon später auch ein 2. Modell für Dual - GPUs zu lancieren. Ich glaub schon das man dem Unternehmen vertrauen kann. In der Tat glaube ich sogar, dass in den nächsten 10 Jahren diese Gehäuse ihren Platz auf dem Markt einnehmen werden, gerade die Fans von Wasserkühlung finden hier eine hervorragende Ersatzlösung mit nur minimalen Temperaturunterschieden, aber ohne das ganze Wasserzeugs und auch keine Pumpgeräusche. Ich muss aber fairerweise sagen, dass ich noch nie eine Wasserkühlung besessen habe. Meine Annahmen stützen sich auf die bereits veröffentlichen Daten auf der Kickstarter-Kampagne.

Gut möglich also, dass du dich in nicht allzuferner Zukunft auch für dieses Gehäuse entscheidest, wenn du ein fanless Fan bist :)

Hier testet Linus den Prototyp. Ist zwar nicht das NSG0 Gehäuse, zeigt aber eindrucksvoll was die Technik zu leisten imstande ist:
TRULY Silent Workstation PC with ZERO FANS - HOLY $H!T Ep. 13 - YouTube
 
Ein modifiziertes BIOS kannst du nicht auf Pascal Karten flashen ;)


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Man kann also das Bios 1 nicht überschreiben mit den eigenen Werten? Schade. Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als die Werte in MSI Afterburner zu ermitteln und anschliessend das Profil per Windows Startup zu aktivieren. Hätte die idealen Einstellungen gerne direkt auf der Karte, aber seis drum.
 
Über die Leistungsfähigkeit der Kühlkörper weis ich auch nichts, das muss der TE selbst herausfinden. Ich denke aber er hat sich ordentlich informiert.


Hab mir erst letzten Monat ne RX580 geholt, die reicht mir erstmal =)
Und viel glück bei deinem Projekt :daumen:

Vielen Dank! Ich werde sicher nicht der einzige sein der sich das NSG-0 Gehäuse kauft, werde aber sehr gern von meinen Erfahrungen im September berichten :) danke nochmal für deine Hilfe.
 
Man kann also das Bios 1 nicht überschreiben mit den eigenen Werten? Schade. Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als die Werte in MSI Afterburner zu ermitteln und anschliessend das Profil per Windows Startup zu aktivieren. Hätte die idealen Einstellungen gerne direkt auf der Karte, aber seis drum.

Du kannst bei Pascal generell kein bearbeitetes BIOS flashen, die einzige Möglichkeit wäre es das BIOS von Nvidia selbst signieren zu lassen, aber das werden die bei einer Privatperson nicht machen :D
 
@ Eidgenosse1

Sicher nicht, ich habe schon einige Radiatoren mit größerer Oberfläche passiv betrieben, als diese die an diesem Passivgehäuse montiert sind. Das Ergebnis war nicht zufrieden stellend. Die Idee mit Heatpipes die Wärme passiv am Gehäuse abzuführen ist übrigens nicht neu.
 
@ Eidgenosse1

Sicher nicht, ich habe schon einige Radiatoren mit größerer Oberfläche passiv betrieben, als diese die an diesem Passivgehäuse montiert sind. Das Ergebnis war nicht zufrieden stellend. Die Idee mit Heatpipes die Wärme passiv am Gehäuse abzuführen ist übrigens nicht neu.

Das lässt sich aber beides nicht mit dem Calyos Prinzip vergleichen.
Es handelt sich hier nicht um "normale" Heatpipes, die einfach nur ans Gehäuse gepappt werden.

Dass das Konzept funktioniert, ist ja mit deren "Workstation Case" mit TITAN X Karte und Intel 6-Kerner bereits erwiesen.

Die Kickstarter Kampagne bezieht sich ja nur darauf, das Konzept jetzt auch für ein "Gaming" Chassis umzusetzen.
 
Das Wokstation Case ist aber bestimmt etwas größer und zweitens sind die Temperaturen schlecht:

Calyos FANLESS PC / Workstation | Calyos

73°C GPU @ 23 °C. In warmen Sommertagen (z.B. 33°C ) ist man dann bei über 80 °C. Und diese Angabe gilt für einen TDP von 250 W und nicht mit OC für 300 W und mehr.

Ob die Wärme nun über Heatpipes oder einem Wasserkreislauf abgeführt werden ist irrelevant. Entscheidend ist die größe des passiv Radiators.

Außerdem werden, wie in diesen Beispiel, die VRM nur über eine Platte gekühlt. Das funktioniert aber bei einer 1080 Ti nicht mehr. Diese werden früher oder später durchbrennen oder die Grafikkarte läuft instabil. Ich habe es schon versucht diese nur passiv zu kühlen. Letzendlich bin ich von einem GPU-Only auf einem Fullcover Kühler umgestiegen. Die Grafikkarte war instabil.

Auch kommen einige Mainboards, z.B. das Z170 und co. ohne einem Luftstrom nicht aus. Auch das habe ich schon probiert. Mit einem CPU-Wasserkühler ohne einen Lüfer, taktete dieser in Prime ständig runter. Die Ursache waren zu heise Spannungswandler vom Mainboard.

Alles schon mal da gewesen. Ohne einen Luftstrom geht es halt nicht.


Nachtrag;

Dann wären ja noch die Elkos vom Mainboard. Aufgeblähte oder geplatzte Elkos Aufgrund von zu hoher Langzeitbetriebstemperatur sind übrigens ein bekanntes Thema.
 
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Ob die Wärme nun über Heatpipes oder einem Wasserkreislauf abgeführt werden ist irrelevant. Entscheidend ist die größe des passiv Radiators.

Das ist eben nicht richtig.
Entscheidend ist die Größe des Radiators UND die Differenz zwischen Radiator- und Umgebungstemperatur.

Wenn mit einem Medium gekühlt wird, dass eine deutlich bessere spezifische Wärmekapazität hat, dann kann das Kühlmedium deutlich heisser werden und trotzdem noch ausreichend Wärme von der GPU/CPU aufnehmen. (sprich: die Differenz zwischen GPU/CPU Temp und dem Kühlmedium kann geringer ausfallen).
Damit kann der Radiator dann auch deutlich wärmer werden und dadurch bei gleicher Fläche auch entsprechend mehr Wärme an die Umgebung abgeben.

Deine anderen aufgeführten Punkte klingen allerdings erstmal plausibel.

Stutzig macht mich allenfalls, dass da deutlich Lüfterblenden unter den Kühlkörpern zu sehen sind: (Bild Nr. 9)
NSG S0: World's First Fanless Chassis for High Performing PC by Calyos™ —Kickstarter

Wäre für mich jetzt kein Drama, weil langsam drehende Lüfter genauso leise sind, wie gar keine Lüfter.. aber die Überschrift "worlds first fanless chassis for high performance gaming" wäre damit hinfällig.


Ich würd sagen wir warten trotzdem einfach mal die ersten Erfahrungsberichte ab, bevor wir hier weiter spekulieren.
 
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Die Heatpipes enthalten übrigens Wasser und der Unterschied, also dT zwischen Die und dem Fluid ist bei einem Vergleich mit einer Wasserkühlung sehr marginal. Und es spielt tatsächlich kein Rolle. Der Wärmeübergangskoeffizient zwischen Die und Fluid beträgt bei ca. 3500 W/(m²*K). Bei einem aktiven Radiator ca. 35 W/(m²*K), passiv ca. 8 W/(m²*K). Der größte Widerstand bildet der Radiator. Erfahrungsgemäß liegt die Temperatur des Die um ca. 35 - 50 K über dem Kühlmedium. D.h. die Fluidtemperatur beträgt nicht z.B. 65 °C, sondern eher 35 °C. Egal ob nun mit einem Wasserkreislauf oder einer Heatpipe.

Nachtrag:

Die Fluidtemperatur richtet sich übrigens nach der Kernstemperatur und dem Wärmewiderstand. Wenn die Kerntemperatur mit einem dT von ca. 40 K bei 73 °C liegt. Dann kann diese unabhängig von der Wärmekapazität usw. nicht bei 65 °C liegen. Würde die Fluidtemperatur z.B 65°C haben, dann liegt 65°C + 40 K die Kerntemperatur bei 105 °C.
Was Du wahrscheinlich meinst, ist der dT im Kühlkreislauf selbst. Aber selbst wenn dieser 0 K betragen würden, dann wäre dieser gerade mal um ca. 4 K besser als bei einem schlechten Wasserkreislauf. Aber auf diese 4K kommt es auch nicht mehr darauf an, da die größte Bremse der Radiator selbst ist.
 
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Was ich meinte, basierte einfach auf der Annahme, dass in dem Kreislauf etwas ganz anderes als Wasser zum Einsatz kommen müsste.
Nur dann wäre eine ausreichend hohe Radiator Temperatur meiner Meinung nach möglich (so wie ich es beschrieben habe).

Ich bin aus der Homepage ehrlich gesagt nicht wirklich schlau geworden, auf welchem Prinzip die Kühlung tatsächlich basiert (Da ist sowohl von Liquid Pipes als auch von Vapor Pipes als auch von "two-phase enhanced cooling" die Rede).

Wenn du herausgefunden hast, dass da in den Pipes auch nichts anderes als Wasser zum Einsatz kommt, dann bist du mir da einen Schritt voraus.

Dann stimme ich dir insofern zu, dass das Ganze ziemlich schwierig sein dürfte.

Aber ich bleib dabei:
Wir müssen gar nicht grossartig spekulieren, sondern uns einfach entspannt zurücklehnen und abwarten, was der TE am Ende von seinen eigenen Erfahrungen aus berichten kann ;)
 
@ Eidgenosse1

Sicher nicht, ich habe schon einige Radiatoren mit größerer Oberfläche passiv betrieben, als diese die an diesem Passivgehäuse montiert sind. Das Ergebnis war nicht zufrieden stellend. Die Idee mit Heatpipes die Wärme passiv am Gehäuse abzuführen ist übrigens nicht neu.

Passive geht schon, aber nur über eine Benchtable, also extern. Ich verwende 2 1080 Radiatoren aus Kupfer und die einzige Einschränkung waren im Sommer 10° höhere Themperaruren. Die Hardware war, GTX 980Ti Classified 325 Watt u einen 5930k ca. 120 Watt. Vor dem Sommer liefen die Komponenten mit ca. 45-50° und im Sommer max 60°. Möglich ist das mit nur 9 x 120 Lüfter mittig als Sandwichbauweise, zwischen den 2 1080er. Die Lüfter sind keine teuren Eloop sondern kugelgelagerte 3.70€ das Stück aus Ebay und laufen bereits 2 Jahre ohne einen Mucks. Das System ist im Sommer so funktionell, dass ich nur über einen Regler alle Lüfter auf der kleinsten bis hin zur leisesten Stufe gerade so hörbar mitlaufen lasse. 20170516_162028.jpg
 
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Hallo :)

Ui, da hab ich ja eine Wahnsinns-Interessante Diskussion angestossen. Ich les mir das alles grad durch als Amateur und danke euch allen ganz herzlich für eure Kommentare. Ich kann viel von ihnen lernen!
 
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