News Diablo-Schöpfer David Brevik mit harten Worten zu aktuellen Action-Rollenspielen

PCGH-Redaktion

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Branchen-Veteran und Diablo-Schöpfer David Brevik hat sich in einem Interview zu modernen ARPGs geäußert. Dabei fand er klare, harsche Worte für das Genre, das sich laut ihm in eine schlechte Richtung entwickelt.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Diablo-Schöpfer David Brevik mit harten Worten zu aktuellen Action-Rollenspielen

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War das nicht bei D2 auch schon so? Schnell überall durch rennen und alles umhauen, um möglichst viel Loot zu sammeln? Klingt für mich jetzt nicht so unterschiedlich.
Aktuelle Spiele wie D4 übertreiben es da teils schon ein wenig, aber ich renne da auch nicht durch, um dann am Ende vom Dungeon ein einziges Item zu bekommen, das dann vielleicht noch dazu gar nicht für mich passt. Dann lieber mehr Loot und die Chance, dass was brauchbares dabei ist. Ich freue mich immer noch über jedes Legendary, auch wenn die inzwischen ständig droppen in D4.
 
Ich spiele erstmal keine Hack´n Slays mehr. Das Prinzip ist immer das selbe.
Sie haben alle durch das Belohnungssystem einen hohen Suchtfaktor. Gerade im Endgame.
Und dieser "Onlinezwang" hat mich bei Diablo 4 auch gestört.
 
War das nicht bei D2 auch schon so?
Ja, durchaus. Gerade der Teleport der Zauberin hat es ermöglicht, dass diese innerhalb von 1-2 Minuten mehrere Bosse farmen konnte. Durch das Runenwort Enigma konnte dann auf einmal jeder Charakter den Teleport dauerhaft nutzen. Das hat es definitiv zerstört. Wenn ich mir überlege, wie es ist, wirklich von Akt 1 Normal bis Akt 5 Hölle durchzulaufen, macht das viel aus.

Ich persönlich bin aber irgendwo zwischen drinnen. Diablo 2 ist mir persönlich zu langsam. Diablo 4 dagegen zu schnell. Ich spiele derzeit D2R und nutze da viele verschiedene Mods. Einige passen das Ergebnis an meine persönlichen Präferenzen an. Z. B. dass nur "perfekte" Gegenstände droppen oder nur perfekte Edelsteine, weil ich mit denen und einer anderen Mod "handeln" kann. So kann ich dann ohne Probleme 2-3 Neustarts im Jahr für mich durchziehen.

Ach ja und mit einer Mod kann ich die Monsterdichte erhöhen. Durchschnetzeln macht mir durchaus auch mal Spaß. Insgesamt nutze ich derzeit 62 Mods... :D
 
Die lobenden Worte über PoE 2 wurden wohl unterschlagen. Denn genau das bietet derzeit den Spielstil den er vermisst.
Ich kann ihn jedenfalls nur beipflichten, die meisten ARPGs haben zu viele Gegner die kein Wiedererkennungswert haben, durch die man zu schnell durch pflügt und zu viel nutzloser Loot.
Glaube weniger, dass er damit das grinden nach hunderten Stunden Spielzeit meint, wenn sich etwas ständig wiederholt, soll es natürlich möglichst schnell gehen.
 
Bin extrem enttäuscht von D4.

Habe bisher jede Season gespielt (die aktuelle bis der Seasonpass erledigt war, dann war die Luft raus) und jedesmal ist es ein Bugfest vor dem Herren.
Ich glaube, die Entwickler haben mit ihren ganzen Affixen und Mechaniken komplett die Übersicht verloren und wissen selbst nicht was sie da machen.

Alles muss nur noch schnell, schnell gehen mit Schadenszahlen in Milliardenhöhe. Wenn ich das will, spiele ich D3.
 
Bin extrem enttäuscht von D4.
"Haben Sie vielleicht einen Moment Zeit um über unseren Herrn und Erlöser PoE(2) zu reden?"

D4 habe ich jedenfalls seit der ersten Season nicht mehr angefasst und es auch nicht vor. Das liegt aber nicht am hohen Killspeed, sondern am unmotivierenden Loot, langweiliger Charakterentwicklung und allgemeiner Ideenlosigkeit seitens des Entwicklerteams.

Ich sehe das Thema durchaus anders als David Brevik. Das etwas langsamere Gameplay von PoE2 ist zwar durchaus eine nette Abwechslung, auf die Dauer empfinde ich das massenhafte Niedermähen unzähliger Mobs aber als deutlich entspannender. Daher kann ich das demnächst (Ende dieser Woche?!?) anstehende Event in PoE1 auch kaum erwarten! :daumen:
 
Ich hab gerade mit ein paar Freunden wieder angefangen Diablo 3 zu spielen. Hab sofort gemerkt, dass es mir wesentlichemerh spaß macht als der 4. Teil. Für mich ist es genau richtig um entspannt zu spielen und dabei mit Freunden zu quatschen.
 
Ich stimme ihm da zu. Es ist ja nicht nur das Problem, alles in kurzer Zeit niederzumähen, sondern auch, wie bei D4, der Season-Quatsch. Die Story war ja nicht mal schlecht.

Aber wieso eben nicht was grundsolides mit normalem Gameplay, wo ich einen Build habe und normalen Progress? Ich habe keine Lust, dass ich einen Build ständig umbauen muss und irgend einen Müll sammeln muss, um in eienr neuen Season mitzuhalten und dann wieder alles niedermähen zu können. Das ist für mich keine Motivation und bindet mich daher nicht an ein Spiel. Das ist einfach nur genauso sinnloses ABM-Geshizzle wie die Open Worlds von Ubischrott.
 
Die lobenden Worte über PoE 2 wurden wohl unterschlagen. Denn genau das bietet derzeit den Spielstil den er vermisst.
Ich kann ihn jedenfalls nur beipflichten, die meisten ARPGs haben zu viele Gegner die kein Wiedererkennungswert haben, durch die man zu schnell durch pflügt und zu viel nutzloser Loot.
Glaube weniger, dass er damit das grinden nach hunderten Stunden Spielzeit meint, wenn sich etwas ständig wiederholt, soll es natürlich möglichst schnell gehen.
zumindest in der kampagne. danach sieht es dann schon wieder anders aus. da ist es dann am ende halt wieder poe1 ähnlich. wobei man das am ende ja meist auch irgendwie haben will das der charackter so hochgezüchtet wurde das alles explodiert mit einem button click. ^^
 
Wenn dem Erfinder von "Alles töten" "Alles töten" zu viel wird. :D

Diablo war damals ein enormer Kulturschock, gerade für RPG-Spieler. Alles auf kleinste gemeinsame Klickorgie eingedampft: Looten und Leveln. RPG-Likes als Looter-Porno, bei dem es von einem "Höhepunkt" zum nächsten geht. Das ging soweit, dass Interplay selbst im Original-Fallout mehr Diablo haben wollte. Tim Cain resisted.

Aber: Zeiten ändern sich. Zwanzig Jahre nach Biothesdas Fast-Alleinherrschaft gilt ja selbst das erste Baldur's Gate als Ultra-Hardcore-RPG. Dieses Spiel, bei dem sich ein Großteil bewusst so geschmeidig spielt wie ein RTS: Anwählen und alles töten! Und selbst tiefere Regelkunde gar nicht nötig ist. Wenn BG hardcore war, was waren dann Darklands und die DSA-Nordlandtrilogie? Und auch zu Diablo gabs seither noch manche "Steigerung". :-)

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