Ich hab Diablo 3 auf normal durch und bin gerade auf Alptraum. Also, die einzig echten Kritikpunkte sind meiner Meinung nach folgende:
1. Der Loot ist beschis....bescheiden. Ich spiele seit einiger Zeit eine Zauberin und entweder bekomme ich Items, die zwar von den Werten her passen, die ich aber klassenbedingt nicht tragen kann bzw. nicht tragen sollte...oder aber ich bekomme Items, die ich zwar tragen kann, aber von den Werten nicht passen (Zauberstab mit Stärke und Geschicklichkeit...wtf?!). Die Sammelwut wird doch gerade durch guten Loot angetrieben. Nach dem Motto "Ah, schon wieder was gutes. Mal gucken, was es noch so feines gibt.". Aber das will in Diablo 3 irgendwie nicht aufkommen. Von 10 Items hatte ich gerademal ein halbwegs passendes, was die Ausrüstung aber nicht unbedingt verbesserte.
2. Die Spielzeit. Auf Normal kam ich innerhalb von ca. 20 Stunden durch. Hab echt jeden verdammten Winkel erforscht und jedes Ereignis absolviert, was ich finden konnte. Und 20 Stunden für ein Rollenspiel ist schlichtweg zu wenig, Hack'n Slay hin oder her.
3. Wo wir schon beim nächsten Punkt sind...der Wiederspielbarkeitswert. Besserer Loot, stärkerer Gegner hin oder her; aber es fehlt einfach die Langzeitmotivation, wenn man Schwierigkeitsgrad für Schwierigkeitsgrad durch ein und die selben Gebiete rennt. Die Gebiete ändern sich nicht, Dungeons bleiben mehr oder weniger gleich.
Und wegen diesen drei Punkten ist Diablo 3 für mich lediglich ein unterhaltsames Spiel, das man am besten nicht exzessiv zocken sollte. Sonst kommt wirklich schnell Frust und Langewiele auf. Es ist beleibe kein wirklich schlechtes Spiel und es macht irgendwo auch Spaß, aber das Maß aller Dinge schon gar nicht. Dafür fehlen essenzielle Dinge, die sowohl ein RPG ausmachen, als auch ein Hack'n Slay.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass Diablo 3 beim ersten Mal durchaus Spaß machte und auch im Koop seine Glanzmomente hat.