Der große Browservergleich - 5 Browser, 16 Versionen, 112 Test-Ergebnisse, 7 Disziplinen

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Der große Browservergleich - 5 Browser, 16 Versionen, 112 Test-Ergebnisse, 7 Disziplinen

Der große Browservergleich

Chrome vs. Firefox vs. Internet Explorer vs. Opera vs. Safari
16 verschiedene Versionen
112 Test-Ergebnisse
7 Disziplinen​


Der Inhalt dieses Testberichts

1. Ein kurzes Vorwort muss sein
2. Licht „AUS“, Spot „AN“: Die Browser stellen sich vor
3. Die Testprogramme unter der Lupe
4. Das Testsystem unter der Lupe
5. Fakten, Fakten, Fakten
6. Ende! Aus! Schluss! Ein kurzes Fazit


1. Ein kurzes Vorwort muss sein

Zur Einleitung möchte ich darauf eingehen wie es zu diesem Test gekommen ist. Der Grund ist einfach: Neugier.
Ich wollte einfach mal wissen wie sich die Browser im direkten Vergleich schlagen. Interessant ist zudem, wie sich ein Browser in seiner Geschichte entwickelt hat, wie er an Geschwindigkeit und Funktionsumfang zugelegt hat.

Dabei liefert dieser Test „nur“ die nackten Zahlen, die Optik, das Angebot an Erweiterungen und die Bug-Häufigkeit bleiben außen vor. Denn „den Browser“ gibt es meiner Meinung nach eh nicht, hier entscheiden auch der persönliche Geschmack sowie die persönlichen Erfahrungen darüber, welchen Browser man letztendlich nutzt.

Eine Ausnahme bildet der Internet-Explorer, hier teste ich nur die aktuelle Version. Der Grund: Bei Windows 7 ist bereits die 8. Version des Microsoft-Browsers installiert, ältere Versionen lassen sich nicht ohne weiteres installieren.

Wichtig: Der Test bezieht auch ältere Versionen eines jeden Browsers mit ein, aus Sicherheitsgründen rate ich aber eindringlich dazu, die jeweils aktuelle Version zu nutzen!


2. Licht „AUS“, Spot „AN“: Die Browser stellen sich vor

In diesem Kapitel werden die getesteten Browser in vier, fünf Sätzen kurz vorgestellt. Hierbei handelt es sich schlicht um Zitate aus Wikipedia, für diejenigen unter Euch die mehr erfahren möchten habe ich die jeweiligen Wikipedia-Artikel unter dem jeweiligen Zitat verlinkt.

Neben den hier getesteten Browsern gibt es noch weitere, allerdings decken die fünf folgenden Browser bereits ca. 99,3% der Marktanteile ab. Quelle

Chrome:
„Google Chrome ist ein Webbrowser, der von Google Inc. entwickelt wird und seit dem 2. September 2008 verfügbar ist. Am 11. Dezember 2008 erschien die erste finale Version. Zentrales Konzept ist die Aufteilung des Browsers in optisch und auf Prozessebene getrennte Browser-Tabs.
Google Chrome baut auf der Rendering-Engine WebKit auf, die ihrerseits aus dem KDE-Projekt KHTML hervorging und auch in Apples Browser Safari zum Einsatz kommt.“
Quelle

Firefox:
„Firefox ist freier Webbrowser des Mozilla-Projekts. Der seit Mitte 2002 entwickelte Open-Source-Webbrowser bietet die Möglichkeit, eine breite Palette an Erweiterungen zu implementieren. Firefox ist weltweit nach dem Internet Explorer der am zweithäufigsten genutzte Webbrowser. Im deutschen Sprachraum ist er seit Mitte 2009 mit aktuell 51,1 % (Stand: Mitte August 2010) der meistgenutzte Browser, vor dem Internet Explorer von Microsoft mit 32,1 %.“ Quelle

IE:
„Der Internet Explorer (offiziell Windows Internet Explorer; früher Microsoft Internet Explorer; Abkürzung: IE oder MSIE) ist ein Webbrowser vom Softwarehersteller Microsoft für dessen Betriebssystem Windows. Seit Windows 95B ist der Internet Explorer fester Bestandteil dieser Betriebssysteme. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Die aktuelle Version ist Internet Explorer 8.“ Quelle

Opera:
„Opera ist ein kostenloser Webbrowser für viele Plattformen, der neben dem eigentlichen Browser ein E-Mail-Programm und weitere Werkzeuge in sich vereint. Hersteller ist das norwegische Unternehmen Opera Software ASA.“ Quelle

Safari:
„Safari ist ein Webbrowser des Unternehmens Apple für das hauseigene Betriebssystem Mac OS X und seit dem 11. Juni 2007 auch für Microsoft Windows, zunächst als Betaversion, seit Version 3.1 als stabile Version, erhältlich. Safari gehört zum Lieferumfang von Mac OS X ab der Version 10.3 („Panther“) und ersetzte den vorher mitgelieferten Microsoft Internet Explorer für Mac als Standard-Browser.“ Quelle


3. Die Testprogramme unter der Lupe

In diesem Kapitel erfolgt eine kurze Zusammenfassung der verwendeten Tests. Auch hier gilt: Wer mehr erfahren möchte klickt einfach auf die entsprechenden Links. Zum Test gelangt Ihr mit einem Klick auf den jeweiligen Programm-Namen.

Acid3-Test
Ein Browser-Test des Programmierer Ian Hickson. Der Test konzentriert sich dabei auf interaktive Internetseiten und wurde mit JavaScript realisiert. Es werden dabei 100 Einzeltests durchgeführt, dementsprechend können 100 Punkte erreicht werden. (Wobei nicht nur diese 100 Einzeltests bestanden werden müssen um das Maximalziel zu erreichen) Quelle

html5-Test
Ein Test des Webentwickler Niels Leenheer. Der Benchmark prüft den Browser auf HTML5-Kompatibilität. Auch hier werden wie beim Acid3-Test zur besseren Vergleichbarkeit Punkte vergeben, zum Zeitpunkt dieses Testartikels können 300 Punkte erreicht werden. Es werden (noch) nicht alle HTML5-Funktionen überprüft. Quelle

Peacekeeper-Test
Der bekannte Benchmark-Spezialist Futuremark darf bei Browser-Benchmarks nicht fehlen und stellt dafür den Peacekeeper-Benchmark zur freien Verfügung. Der Test beruht auf JavaScript und soll nach Angaben von Futuremark das täglich surfen im Netz darstellen. Dabei werden komplexe Grafiken ebenso simuliert wie der Gebrauch von sozialen Netzwerken. Quelle

Sunspider-Test
Ein weiterer JavaScript-Benchmark. Der Test bezieht sich dabei auf die reine JavaScript-Sprache, andere Browser-APIs bleiben unberücksichtigt. Das Ergebnis wird in Millisekunden angezeigt und spiegelt die Zeit wieder, die der Browser benötigt, um alles Tests durchzuführen. Quelle

V8-Benchmark
Dieser JavaScript-Test wird von Google bereitgestellt und lässt den Browser unterschiedliche Szenarien berechnen. Quelle

RAM-Verbrauch
Hier wird der RAM-Verbrauch des Browsers direkt nach dem Start mit Hilfe des Task-Managers ermittelt. Als Startseite ist dabei Google konfiguriert.
Warum Google? Weil im Gegensatz zu so gut wie allen anderen Internet-Seiten der Inhalt dieser Seite immer gleich ist, es existieren zum Beispiel keine sich stätig ändernden Werbeinhalte die den RAM-Verbrauch des Browsers beeinflussen können.

Festplatten-Verbrauch
Hier wird der benötigte Platz der Browser-Installation in MB auf der Festplatte angegeben. Die angegebene Größe bezieht auch die Ordner mit ein, die bei der Installation an andere Stelle als dem eigentlichen Installationsort erzeugt worden sind. (Ohne Garantie das ich alle Ordner gefunden habe)

Zudem wollte ich ursprünglich noch diesen Test durchführen: webwait.com
Allerdings musste ich feststellen, dass bei fünf direkt hintereinander durchgeführten Testläufen fünf verschiedene Ergebnisse zu verzeichnen waren. Diese bewegten sich teilweise zwischen 1,5 und 25 Sekunden (zum Beispiel die Seite des Forum von PCGH). Auf Grund dieser Schwankungen habe ich mich gegen diesen Test entschieden.


4. Das Testsystem unter der Lupe

Beim Testrechner handelt es sich um meinen privaten PC. Dieser ist wie folgt konfiguriert:

Betriebssystem:
Windows 7 Pro, 64bit
Das OS wurde vor dem Testmarathon auf den aktuellen Patch-Stand gebracht (13.09.2010)

CPU:
Intel Core i7-920
Die CPU ist auf 3,05 GHZ übertaktet; HT sowie die automatische Übertaktung sind deaktiviert

Grafikkarte:
XFX Geforce GTX 260-216
Vor dem Test wurde der aktuelle Treiber inkl. WHQL-Siegel installiert, dies war zum Testzeitpunkt die Version 258.96

RAM:
OCZ 3x2 GB DDR3 1600
Auf Grund der CPU-Übertaktung liegt der RAM-Takt mit 1518 MHz leicht unter den vorgesehen Spezifikationen

Mainboard:
Asus P6T Deluxe V2
Keine Bemerkungen

Provider:
Arcor
Anschlussgeschwindigkeit: 6 MBit

Den Test habe ich an den beiden Tagen 13.09.2010 und 14.09.2010 durchgeführt.


5. Fakten, Fakten, Fakten

Inhaltsverzeichnis „Fakten, Fakten, Fakten“

5.1 Vorgangsweise bei diesem Test
5.2 Anmerkungen zu den Testdiagrammen
5.3 Alle Browser(-Versionen) auf einen Blick
5.4 Chrome
5.5 Firefox
5.6 Opera
5.7 Safari


5.1 Vorgangsweise bei diesem Test

Um eine gleichbleibende Grundlage für alle Browser-Versionen zu erhalten und damit nicht zum Beispiel die fünfte Version des Safari-Browsers von evtl. angelegten „Daten“ der zuvor installierten vierten Version profitieren kann, habe ich mich beim Test an folgende Reihenfolge gehalten:
- Die zu testende Version installieren
- Alle Tests durchführen
- Browser deinstallieren
- Windows alle temporären Dateien löschen lassen
- Tool CCleaner seine Arbeit verrichten lassen und manuell nach übrig gebliebenen Ordnern/Dateien suchen
- Nächste Browser-Version installieren
- Spätestens nach drei installierten Versionen PC-Neustart durchführen


5.2 Anmerkungen zu den Testdiagrammen

Zu 5.3 Alle Browser(-Versionen) auf einen Blick
Die folgende Excel-Tabelle enthält alle Benchmarkergebnisse die ermittelt worden sind. Dabei sind die einzelnen Werte farbig hinterlegt um schneller erkennen zu können, welcher Browser wie gut ist. Das beste von allen Versionen in einem Test erzielte Ergebnis wird hellgrün hinterlegt. Dunkelgrün werden die Zahlen hinterlegt, die maximal 10% schlechter sind als das Referenzergebnis, gelb bedeutet einen Verlust von bis zu 50%. Rot kennzeichnet letztendlich alle Werte die weniger als die Hälfte des Top-Wertes erreichen.

WICHTIG: Bitte berücksichtigt bei den Werten das die viertälteste Firefox-Version 1.0 sowie die viertälteste Opera-Version 7.54 mittlerweile mehr als fünf Jahre auf dem Buckel haben!! Die viertälteste Chrome-Version 3.0 ist hingegen erst ein Jahr alt, der Vergleich hinkt in dieser Hinsicht also etwas. Dennoch habe ich mich entschlossen die Testergebnisse in der Tabelle nicht zu löschen.

Zu den Punkten 5.4 bis 5.7
Hier wird jeder Browser für sich betrachtet. Im Diagramm entspricht dabei die älteste getestete Version 100%. Ausnahmen: Im V8-Benchmark entspricht die Firefox-Version 1.5 den 100%, im Peacekeeper-Test entspricht die Opera-Version 8.54 den 100%.


5.3 Alle Browser(-Versionen) auf einen Blick

siehe Anhang 1


Im nachfolgenden Diagramm werden die gemittelten Geschwindigkeiten der jeweils aktuellen Browser-Versionen gegenübergestellt. Der IE stellt als langsamster im Test die Basis (100%).

siehe Anhang 2


5.4 Chrome

siehe Anhang 3


5.5 Firefox

siehe Anhang 4


5.6 Opera

siehe Anhang 5


5.7 Safari

siehe Anhang 6


6. Ende! Aus! Schluss! Ein kurzes Fazit

Hier nun eine Zusammenfassung auf Basis der 112 Benchmarks:
1.) Jede neue Version eines Browsers ist - teilweise drastisch - schneller als seine Vorgängerversion;
2.) Jede neue Version eines Browsers erhöht die Unterstützung von neuen Web-Standards;
3.) Der IE ist der mit Abstand langsamste aller Browser;
4.) Chrome ist schnellster, gefolgt von Opera und Safari;
5.) Firefox muss aufpassen nicht den Anschluss zum Führungstrio zu verlieren;

Aber wie schon erwähnt: Alles auch eine Frage des persönlichen Geschmacks ;)
 
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