AW: Day-Z Arma-2-Mod im Test: Überlebenskampf in der Zombie-Apokalypse - Was macht die Faszination aus?
Aber bringt es wirklich ein Stalkerfeeling rüber? Würde mich sehr über eine Antwort auch per PN freuen.
MMn: Definitiv nein, DayZ ist viel mehr als "nur" STALKER-Feeling. Oder anders ausgedrückt: In STALKER hat man nur einen kleinen Geschmack vom DayZ-Feeling bekommen. ^^
Meiner Meinung nach ist das Feeling einzigartig, vielleicht so wie man es sich eigentlich für STALKER gewünscht hätte. Ich hab ja mittlerweile auch schon ein paar Survival/Endzeit-Computerspiele gespielt, aber DayZ ist irgenwie ganz anders, nämlich in vielen Punkten deutlich besser.
Am Anfang hat man ja noch nichts zu verlieren, da hält sich die Angst vor dem Tod noch in Grenzen - und selbst hier ist das Spiel schon deutlich über "STALKER-Feeling". Aber je länger man spielt, desto besser die eigene Ausrüstung wird, desto stärker ist der Paranoia-Faktor. Selbst wenn man auf einem Server mit nur 2-3 weiteren Spielern spielt, man also gerade vielleicht im Umkreis von Kilometern der einzige Spieler auf der Map ist, die Tatsache das man keine Ahnung hat wo die anderen sind läßt einen dann beim kleinsten Geräusch zusammenzucken. Es könnte ja überall ein Überlebender sein der einem ans Leder will. Und dann können (je nach Server) bis zu 100 Überlebende auf einem Server sein... (im Schnitt 50-75)
Wer also an STALKER spaß hatte, wer eine beklemmende Atmosphäre mag, der wird DayZ lieben - und sollte sich ARMA (auch NUR wegen dieser Mod) definitiv kaufen. Für mich ist DayZ das beste was ich seit Jahren spielen durfte, und ich wüsste gerade kein Spiel was da ran reicht.
Man kämpft gegen Hunger, Durst, brauch also Essen und Trinken, man kämpft gegen verschiedenste Verletzungen (welche auch noch relativ realistisch rüberkommen, wie zb. ein Beinbruch, getrübte Sicht mit zunehmendem Blutverlust, Zittern usw), brauch also auch unterschiedliche medizinische Hilfsmittel (Morphin, Antibiotika, Schmerzmittel, Bandagen, Blutkonserven, Epinephrin - und manches kann man nur von anderen Spielern verabreicht bekommen), und dann sind da noch Infizierte, gegen die es allerlei Waffen gibt, von der Axt, über eine Armbrust, Pistolen, Gewehre bis hin zu automatischen und später sogar schallgedämpften Waffen - denn unterschiedlich laute Waffen ziehen auch aus unterschiedlicher Entfernung unterschiedlich viele Zs an. Und dann sind da noch die anderen Spieler, die vielleicht gar nichts von einem wollen (außer aus dem Weg gehen), oder sich über etwas Hilfe freuen würden (man verbündet sich), die vielleicht schon ein Auge auf die eigene Ausrüstung geworfen haben - oder die einfach nur aus Spaß oder Angst andere töten. Und all das weiß man vorher nicht, da man erst mit ihnen kommunizieren kann wenn sie in "Hörweite" sind. Man kann nützliche Ausrüstungsgegendstände finden wie zb. Nachtssichtgerät, Kompas, GPS, Entfernungsmesser, eine Karte, verschiedene Lampen/Leuchtmittel (denn Nachts ist es sehr dunkel!), ein Messer zum zerlegen von Tieren, Zündhölzer um Feuer zu machen (und dann zb. das Fleisch zu grillen, oder sich einfach nur aufzuwärmen), eine Axt zum lautlosen töten oder Holzhacken, usw...
Man kann verschiedene Sperren bauen um bestimmte Bereiche abzusperren (Panzersperren, Sandsacksäcke, Stacheldraht), man kann Fahrzeuge (Jeeps, Transporter/LKW, Helis, Motorräder, Quads, Fahrräder!) finden die es zu reparieren gilt (mit den verschiedensten Ersatzteilen), mit welchen man die Gegend erkunden kann (zumindest solange man Benzin und Ersatzteile am Start hat). Oder man hat Glück und findet Fahrzeuge von anderen Spielern.
Und noch viel mehr.
https://www.youtube.com/watch?v=mlJgsmUFtmw&hd=1
Ich empfehle übrigens den "Six Launcher" da dieser das Spiel und die Mod automatisch installiert und aktualisiert, und man schon darüber den passenden Server (es gibt ja verschiedene Schwierigkeitsgrade mit unterschiedlichen "Hilfsmitteln" wie 3P-Ansicht, Namensanzeige usw) aussuchen kann.
Noch was: DayZ bzw ARMA ist kein Spiel was man mal einfach so schnell spielt und beherrscht. Man sollte schon etwas Gedult haben um sich einzuspielen. Ich denke 3-5h (evtl. etwas mehr) wird man brauchen um sich mit der Spielmechanik vertraut zu machen. Wie mache ich dies, und wie jenes, das muß man mitunter natürlich auch erstmal rausfinden. Zb. lassen sich manche Munitionstypen im Inventar mittels rechtsklick umwandeln, so das man zb. Cal .45 Revolvermunition auch in eine Cal .45 Automatik laden kann. Manche Waffen lassen sich mit mehreren Munitionstypen (ohne Umwandeln) verwenden, die PDW (Mini-Uzi) zb. schluckt fast alles solange das Kaliber paßt - manche Magazine stecken dabei unten bei den Pistolen-Mags, aber auch ein MP5-Magazin (was oben im Inventar liegt) läßt sich mit der Waffe verwenden. Liegen beide Maganzinsorten im Inventar (nicht im Rucksack), dann kann man mit dem Mausrad das kleine Menü links am Bildschirmrand aufrufen und die Waffe mit den verschiedenen Munitionstypen laden.
Überhaupt sollte man am Anfang einfach hin und wieder mal (gerade wenn man loot findet, oder an einer Feuerstelle, an einem anderen Spieler) das Mausrad drehen, und sich das kleine Menü links am Rand anschauen.
Manche empfehlen auch erstmal ne runde ARMA zu spielen, bis man zb. die Sache mit dem erstmal sehr gewöhnungsbedürftigen Inventar auf die Reihe kriegt.