Datensicherheit eines Servers

nanairo

Schraubenverwechsler(in)
Hallo ihr lieben Leute!

Vorab: Mir geht es nicht wirklich um eine Kaufberatung, sondern eher darum, ob die Grundidee etwas taugt oder nicht.

Die Rahmensituation sieht wie folgt aus: Ich bin Schüler der Q2 und organisiere die Schulinformatik zusammen mit dem verantwortlichen Lehrer. Ich habe innerhalb des letzten Vierteljahres einen alten, ehemaligen XP-Rechner geschnappt und darauf UCS (Univention Corporate Server, Linux) installiert. Dann kam noch OPSI mit drauf und noch ein oder zwei andere interne Dienste, z.B. zentrale Datenbanken, Filesharing usw... Natürlich nichts aus der Schulverwaltung, aber bspw. Tabellen vom Schulsanitätsdienst usw... Alle Rechner im Netzwerk sind auch mittlerweile an diesen Rechner angebunden, es funktioniert auch alles wie es soll. Jetzt kommen aber die Probleme:
Die Leistung des Servers (als ehemaliger XP-Rechner) ist natürlich nicht allzu groß. Da noch Mittel für das laufende Schuljahr offenstehen, können wir noch einen richtigen Server anschaffen. Da kein Serverraum vorhanden ist, dachte ich an den HP Microserver Gen8 mit ein paar Anpassungen hinsichtlich RAM usw. Dieser stellt vier SATA-Ports mit jeweils zwei 6GB/s- und zwei 3GB/s-Anbindungen zur Verfügung.
Ich möchte aus wahrscheinlich nachvollziehbaren Gründen eine Lösung wie im Moment (eine uralte HDD mit 500GB Speicherplatz) vermeiden, auch, um eine höhere Ausfallsicherheit zu garantieren. Denn im Moment läuft der Server ohne jegliche Backups usw...

Meine Idee wäre daher die folgende:
Auf den zwei 6GB/s-Ports zwei 1TB-HDDs im RAID-1, um physische Defekte abzufangen. Auf einem 3GB/s-Port eine 2TB-HDD, auf die alle 48 Stunden ein inkrementelles Backup gesichert wird, um Fehlfunktionen und Dateisystemfehler abzufangen.
In meinen Augen hört sich das sinnvoll an, allerdings bin ich da noch etwas unerfahren und würde gern ein paar weitere Meinungen einholen.

Wichtig wäre auch, ob man problemlos ein bestehenden (UCS/Linux-)System auf ein RAID-1 migrieren kann?

Eine letzte Frage bleibt dann noch offen: Sollte man bei dem RAID-1 lieber ein "richtiges" Hardware-RAID nehmen oder doch ein Software-RAID?

Lieben Gruß und Danke,
Nanairo
 
Hallo ihr lieben Leute!

Vorab: Mir geht es nicht wirklich um eine Kaufberatung, sondern eher darum, ob die Grundidee etwas taugt oder nicht.

Die Rahmensituation sieht wie folgt aus: Ich bin Schüler der Q2 und organisiere die Schulinformatik zusammen mit dem verantwortlichen Lehrer. Ich habe innerhalb des letzten Vierteljahres einen alten, ehemaligen XP-Rechner geschnappt und darauf UCS (Univention Corporate Server, Linux) installiert. Dann kam noch OPSI mit drauf und noch ein oder zwei andere interne Dienste, z.B. zentrale Datenbanken, Filesharing usw... Natürlich nichts aus der Schulverwaltung, aber bspw. Tabellen vom Schulsanitätsdienst usw... Alle Rechner im Netzwerk sind auch mittlerweile an diesen Rechner angebunden, es funktioniert auch alles wie es soll. Jetzt kommen aber die Probleme:
Die Leistung des Servers (als ehemaliger XP-Rechner) ist natürlich nicht allzu groß. Da noch Mittel für das laufende Schuljahr offenstehen, können wir noch einen richtigen Server anschaffen. Da kein Serverraum vorhanden ist, dachte ich an den HP Microserver Gen8 mit ein paar Anpassungen hinsichtlich RAM usw. Dieser stellt vier SATA-Ports mit jeweils zwei 6GB/s- und zwei 3GB/s-Anbindungen zur Verfügung.
Ich möchte aus wahrscheinlich nachvollziehbaren Gründen eine Lösung wie im Moment (eine uralte HDD mit 500GB Speicherplatz) vermeiden, auch, um eine höhere Ausfallsicherheit zu garantieren. Denn im Moment läuft der Server ohne jegliche Backups usw...

Meine Idee wäre daher die folgende:
Auf den zwei 6GB/s-Ports zwei 1TB-HDDs im RAID-1, um physische Defekte abzufangen. Auf einem 3GB/s-Port eine 2TB-HDD, auf die alle 48 Stunden ein inkrementelles Backup gesichert wird, um Fehlfunktionen und Dateisystemfehler abzufangen.
In meinen Augen hört sich das sinnvoll an, allerdings bin ich da noch etwas unerfahren und würde gern ein paar weitere Meinungen einholen.

Wichtig wäre auch, ob man problemlos ein bestehenden (UCS/Linux-)System auf ein RAID-1 migrieren kann?

Eine letzte Frage bleibt dann noch offen: Sollte man bei dem RAID-1 lieber ein "richtiges" Hardware-RAID nehmen oder doch ein Software-RAID?

Lieben Gruß und Danke,
Nanairo


Mahlzeit,
Deine Idee klingt an und für sich garnicht mal so schlecht. Die beiden 6gb-Ports mit 2x1TB im Raid klingt schonmal nach nem guten Ansatz. Auf den 3gb-Ports Platten für nen Backup ranzuhängen ist auch nicht schlecht,
aber da würde Ich auch lieber 2x2tb im Raid laufen lassen um das Backup abgesichert zu haben, was bei solchen Daten schonmal ganz viel Sinn macht (auch wenn es grad in Schulen immer eine Sache des Geldes ist).

Thema RAID-1 migrieren:
Ich bin mir nicht zu 100% sicher, aber Ich glaube dass wenn man ein Unix von einer Platte einfach auf nen RAID spiegelt das System nicht klarkommen wird mit der /etc/fstab weil nen RAID halt anders erkannt wird als ne normale
Platte, nen Stick oder sonstiges. Man kann es aber versuchen und mal mit ner Live-Distribution entsprechent abändern. Aber Ich bin mir fast sicher, das eine ganze Flut von "Kernel-Panic" auf Dich zukommen wird, weil es halt beim
ersten Start jede Menge neuer Hardware finden wird und, je nachdem wie der Server bzw. die Distro arbeitet, nicht damit umgehen kann/wird.
Also würde sich ne Neuinstallation aufm Raid mMn eher lohnen als nen Flickenteppich am Leben zu erhalten.
 
Für ein richtiges Backup kommt eine räumliche Trennung immer ganz gut. Falls ein Feuer da ausbricht wo der Server steht ist das Backup trotzdem sicher und umgekehrt.
 
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