Das alltägliche Verkehrschaos

IsoldeMaduschen

Software-Overclocker(in)
Das alltägliche Verkehrschaos ist längst nicht mehr nur ein lästiger Stau oder genervtes Hupen. Es ist ein unberechenbarer Spielplatz für aggressive Fahrer, frustrierte Radfahrer, gehetzte Fußgänger und überfüllte öffentliche Verkehrsmittel. Rücksichtnahme weicht zunehmend der Eskalation: Absichtliche „Brakechecks“ bringen Autofahrer in gefährliche Situationen, Unfallflucht, Gaffen (nicht nur auf der Autobahn), Drängeln und riskante Überholmanöver bestimmen das Tempo. Wer zur falschen Zeit am falschen Ort ist, wird schnell zur Zielscheibe von Wut und Frustration.

Hinzu kommen eskalierende Streitigkeiten in Bussen und Bahnen – Gewalt ist keine Ausnahme mehr, sondern traurige Alltagserfahrung. Dazu gesellen sich das Rasen in der Stadt, laute Musik, knallende Auspuffe – sei es am frühen Morgen oder spät am Abend.

Ihr könnt eure alltäglichen Geschichten hier posten, damit man wirklich sieht, wie es in jedem Bundesland, jeder Stadt und jedem Dorf läuft.

Hier meine Geschichte:

Als ich 16 Jahre alt war und mit dem Fahrrad unterwegs war, wollte ich in einer Seitenstraße rechts abbiegen. Während ich fuhr, sah ich einen Autofahrer, der geparkte Autos überholte. Obwohl der Überholvorgang abgeschlossen war, kehrte er nicht auf seine Spur zurück und kam mir mit etwa 50 km/h entgegen. Ich flog über die Motorhaube – Adrenalin schoss durch meinen Körper. Der Unfallverursacher – ein älterer Herr mit Hut und seine Frau (das soll keine Verallgemeinerung sein) – leisteten keine Erste Hilfe. Stattdessen sorgten sie sich um den Schaden an ihrem Auto und meckerten nur rum. Irgendwann traf der Krankenwagen ein, doch der Mann schrie von draußen, der Notarzt solle mich auf Alkohol untersuchen.

Seit einiger Zeit kommt es immer häufiger vor, dass Fußgänger am Zebrastreifen trotz heller Kleidung und sorgfältigem Blick nach links und rechts übersehen werden – in den letzten Tagen hätte es beinahe Unfälle gegeben. Auch konnte ich beobachten, dass man als Fußgänger trotz grüner Ampel beim Überqueren der Straße erneut nach links und rechts schauen muss, weil immer wieder Autofahrer einfach weiterfahren.

Hier ein paar Beispiele:
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(Eure Videos Fahrnünftig; Keine Werbung - dient zur Aufklärung)

Es gibt sehr viele Dashcam Kanäle, die Zeigen wie sich gewisse Teilnemer sich im Straßenverkehr wie das allerletzte Benehmen.
 
Hier mal etwas von meinem Lieblingskanal für Dashcam-Videos:

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Man muss aber dazu sagen, dass man persönlich im täglichen Straßenverkehr viel weniger Verstöße sieht, als solche Videos an Umfang suggerieren. Die meisten Straßenteilnehmer fahren ordentlich. Radfahrer fallen öfter auf, weil sie glauben, für sie gelten Schilder und Regeln nicht. Wenn es dann knallt, sorry, dafür habe ich kein Verständnis.

Ansonsten kann man viele Situationen entscheidend entschärfen, wenn man vorausschauend fährt. Dann muss man eben mal zurückstecken oder kommt zwei Minuten später beim Ziel an, wo ist das Problem?
 
Eigentlich erlebe ich jeden Tag mehr oder minder geartete Ausfälle von anderen Verkehrsteilnehmern.
Klar passieren einem selbst auch mal Fehler, aber ich rede von Dingen die mit Absicht getan werden.
Paar kleine Beispiele.
Ich fuhr auf ner Straße zu und hatte Vorfahrt, somit hätte das Fahrrad in der Straße warten müssen und mich vorlassen.
Da auf meiner Straße aber nen Fahrradweg war, wird schnell noch über den Bordstein abgekürzt, damit er vor mir bleiben kann, weil was von vorne kam.

Nach der Arbeit nach Hause über die übliche Kreuzung.
Rechts abgebogen und sehe noch ein Motorrad an allen Autos rechts vorbeifahren und über den Bordstein abbiegen.
Rote Ampeln gelten ja nur für die anderen.

Dann natürlich das üblich wenn ich eine bestimmte Strecke fahre wo 100 ist, dich die Leute kommen sehen, denken "ach hier ist ja nur 50" und losfahren.
Gestern war es besonders schön, da das Auto sogar nur auf 30 beschleunigt hat.

Natürlich noch das übliche Spiel auf der Autobahn, wenn nen LKW rauszieht auf die zweite Spur und die Autos natürlich sofort mit 100 auf die dritte Spur fahren müssen, um dort natürlich auch nicht zu beschleunigen.

Zu Fahrradfahrern und Verkehrsregeln braucht man eigentlich nichts mehr sagen, ausser das die E-Roller noch dazu gekommen sind.

Allgemein ist die letzten Jahre auffällig, daß immer mehr Menschen nur noch ihren eigen Vorteil sehen.
Hauptsache ich zuerst und die anderen müssen gefälligst warten.

Bei meinem Unfall letztes Jahr war ich nur froh jemanden Vernünftigen als Verursacher gehabt zu haben.
 
Radfahrer fallen öfter auf, weil sie glauben, für sie gelten Schilder und Regeln nicht. Wenn es dann knallt, sorry, dafür habe ich kein Verständnis.
Ich bin selber Radfahrer und wurde schon mal über den Haufen gefahren.
Weil ein Autofahrer beim rechts abbiegen mich (der gerade aus weiter fahren wollte) übersehen hat.
Das passiert übrigens ganz oft! Und würde man nicht immer selber aufpassen noch viel öfter knallen.
Auf manchen Straßen haben sie die Balken auf den Fahrbahnen schon versetzt, damit die Autofahrer die Fahrradfahrer besser sehen. Aber selbst dann gucken sie nicht immer richtig!
 
Sag das mal den Fußgängern.
Klar ist es doof wenn ein Radfahrer angefahren wird, aber teilweise sind sie echt selber Schuld.
 
Rollerverbot auf der Straße. Handy und Kopfhörerverbot für Fußgänger. Licht und Katzenaugen für Roller und Radfahrer sollte Pflicht sein. Strafen für Rad/Moped/Roller die das Rechtsfahrgebot nicht einhalten, Verkehrsregeln sowieso. Wegen diesen Deppen sitzt als Autofahrer mit einem Fuß im Kriminal da du ja mit dem Auto sowieso der Stärkere bist.

Hatte vor einigen Jahren einen Unfall mit einem Mopedfahrer, der bremst und biegt ohne Blinken oder Handzeichen links ab während ich zum Vorbeifahren angesetzt habe und der plötzlich nach links zieht. Natürlich Tuschts. Habe Polizei und Rettung gerufen, Erstversorgung gemacht. Bin wegen dem Scheiss vier Stunden am Polizeiposten gesessen. Zeugen waren nur Schauer, niemand hat geholfen. Ich habe von der Behörde eine Strafe wegen zu geringem Abstand bzw. nicht Bremsbereit bekommen. Mit der Privatrechtsklage hat der Mopedlenker aber brausen gehen können. Sogar mein Schaden am Auto wurde bezahlt....
 
Ich bin selber Radfahrer und wurde schon mal über den Haufen gefahren.
Weil ein Autofahrer beim rechts abbiegen mich (der gerade aus weiter fahren wollte) übersehen hat.
Ich war 14 Jahre lang auf der Straße, mit meinem Bike. Ich habe aufgehört, zu zählen, wie viele Beinahe-Unfälle ich gehabt hätte. Als Radfahrer musst du zurück strecken, das machst du irgendwann instinktiv. Bin immer mit Helm unterwegs, in der dunklen Jahreszeit auch mit Warnweste, damit ich gesehen werde. Halte sogar an der roten Ampel an, wenn die Straße komplett frei ist. Ausnahme. Trotzdem passieren mir viele Sachen :ka:
 
Rollerverbot auf der Straße. Handy und Kopfhörerverbot für Fußgänger. Licht und Katzenaugen für Roller und Radfahrer sollte Pflicht sein. Strafen für Rad/Moped/Roller die das Rechtsfahrgebot nicht einhalten, Verkehrsregeln sowieso. Wegen diesen Deppen sitzt als Autofahrer mit einem Fuß im Kriminal da du ja mit dem Auto sowieso der Stärkere bist.
Handyverbot auch für Autofahrer! Ausser sie telefonieren mit Freisprecheinrichtung.

Die Strafen dafür sollten auch erhöht werden.

Ich hab schon Autofahrer gesehen die Schlangenlinien gefahren sind. Da dachten wir zuerst die wären besoffen.
Aber haben am Handy nebenbei rumgefummelt.
 
Viel scheitert imo aber auch an der Verkehrswegeplanung.
Wie haben bei uns z.B. einen Radweg der aus einer Hecke heraus auf die Hauptstraße führt und dort direkt endet. Also aus Sicht der Autofahrer kommen da einfach plötzlich Fahrräder von Rechts auf die Fahrbahn geschossen.
Die ganze Kreuzung wurde vor 2 Jahren neu gemacht und mit diversen roten Streifen für Fahrräder versehen, aber die Stelle hat man genau so gelassen wie vorher.:wall:
Radwege die "durch" Laternen und Schilder führen sind auch an der Tagesordnung.
Auf meinem Arbeitsweg hab ich dazu eine Ampel (mir Radweg) welche per Induktionsschleife nur durch Autos aktivierbar ist. Also passiere ich die per Fußgängerampel wenn kein Auto in Sicht ist. Sieht von aussen natürlich auch wieder wie "was macht der da?" aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Endlich mal wieder eine Radfahrer diskussionen. Also ich fahre nebenbei auch ein wenig Fahrrad, so zwischen 5000-8000km im Jahr.

Und eines sage ich euch:

"Radfahrer sind zu 90% an den Unfällen Teilschuld."

Es wird nicht auf Verkehrsführung geachtet, keine Handzeichen, dunkle Kleidung in der Dämmerung, Musik im Ohr und und und. Für mich definitiv die schlimmsten Verkehrsteilnehmer.

Klar bin auch ich kein Heiliger aber ich versuche doch schon mich an die Regeln zu halten oder wenn ich es mal nicht mache (maximal auf dem Fahrradweg entgegengesetzt der Fahrtrichtung weil die rechte Seite an dieser Stelle zerpflückt ist wie Dresden 45) dann mit verminderte Geschwindigkeit und brems bereit.
 
Bin Rad und Autofahrer.
Und ja , beide "Seiten" tragen zu Unfällen und Stress bei.
Ich versuche mich auch mit dem Rad an alle Vorgaben zu halten aber manchmal wird es einem durch die Verkehrsführung auch echt schwer gemacht.
Die Straßen und Wege sind nach wie vor für Autos gemacht, Radverkehr ist eher störendes Beiwerk, ist halt Öko, daher tut man so als wolle man das fördern :schief:
Allein die Ampelschaltungen hier, während der Radfahrer schon stehen muss rauschen noch mind. 10 Autos über die Ampel, bei einigen muss man sogar erstmal Knöpfchen drücken sonst steht man Weihnachten noch da.
Dazu kommen unterschiedliche Regelungen an Kreisverkehren über die Vorfahrt (haben hier viele davon).
Findet sich teilweise keiner zurecht.
Aber Hauptschache man hat für teuer Geld ein Radwegkonzept in Auftrag gegeben.
Passiert ist seitdem nichts mehr.
Naja, ich versuche inzwischen Straßen möglichst zu meiden auch wenn es ein Umweg ist, mein Leben ist mir doch ein bisschen lieb.
Und immer schön 2 Finger an der Bremse und natürlich Helm auf :D
 
Handyverbot auch für Autofahrer! Ausser sie telefonieren mit Freisprecheinrichtung.
Gibt es schon. Aber auch ein Telefonat kann ablenken. Ich z.B. mache sowas grundsätzlich nicht, ich habe erst gar kein Telefon zur Verfügung.
Licht und Katzenaugen für Roller und Radfahrer sollte Pflicht sein.
Ist es schon sehr lange.
Strafen für Rad/Moped/Roller die das Rechtsfahrgebot nicht einhalten, Verkehrsregeln sowieso.
Gibt es schon.
Wegen diesen Deppen sitzt als Autofahrer mit einem Fuß im Kriminal da du ja mit dem Auto sowieso der Stärkere bist.
Reicht dafür nicht aus. Zudem: Schaffe eine Dashcam an.
 
die Strafen sind scheinbar dafür noch nicht hoch genug.
Nein, die Kontrollen sind einfach viel zu lasch und extremst lückenhaft.
Egal welches Verkehrsmittel...

Ich besitze meinen Führerschein seit 22 Jahren (mit einer kleinen Auszeit von 4 Wochen :ugly:) und fahre noch viel länger Fahrrad; In der Zeit bin ich sage und schreibe 2(!) mal direkt mit der Polizei in Berührung gekommen.

Einmal auf dem Fahrrad, bevor ich meinen Führerschein besaß; "Lichtkontrolle" vor der Schule.
Einmal in einer "allgemeinen Verkehrskontrolle"...
Beide male war nix los.

Ich sehe aber mittlerweile auch täglich, genau wie quasi Alle hier, Verkehrsteilnehmer, die konsequent die Regeln brechen.
30er Zone vor Kita/Schule? Egal.
Blinken? War noch nie wichtig!
Licht am Fahrrad? Braucht man nicht.
E-Scooter? Davon fangen wir lieber erst gar nicht an :klatsch:

Ich wohne in Hamburg, wo seit zig Jahren diverse Großbaustellen auf der A7 bestehen, zwecks Tunnelbau/Überdachung der Autobahn.
Dort herrscht seit dem zum großen Teil 60, teilweise 80 als Tempolimit.
Selbst wenn ich mich in der Baustelle mit großzügigen 65 Km/h auf der rechten Spur einordne, werde ich permanent überholt! (zwar nicht von der Polizei wie @PCGH_Dave, aber trotzdem)

Hätte die Stadt Hamburg auch nur zwei Blitzer, einen pro Richtung, irgendwo auf der Baustelle platziert, der ganze Tunnelbau hätte sich schon längst von selbst finanziert :fresse:

Der alltägliche Wahnsinn mit e-scooter oder Fahrrad-Fahrern würde auch massiv Geld in die Staatskasse pumpen, sofern man denn auch tatsächlich kontrolliert und Bußgelder verhängt.
Aber nein, ist ja zu teuer, oder was? :stupid:
 
Nein, die Kontrollen sind einfach viel zu lasch und extremst lückenhaft.
Egal welches Verkehrsmittel...

Ich besitze meinen Führerschein seit 22 Jahren (mit einer kleinen Auszeit von 4 Wochen :ugly:) und fahre noch viel länger Fahrrad; In der Zeit bin ich sage und schreibe 2(!) mal direkt mit der Polizei in Berührung gekommen.

Einmal auf dem Fahrrad, bevor ich meinen Führerschein besaß; "Lichtkontrolle" vor der Schule.
Einmal in einer "allgemeinen Verkehrskontrolle"...
Beide male war nix los.

Ich sehe aber mittlerweile auch täglich, genau wie quasi Alle hier, Verkehrsteilnehmer, die konsequent die Regeln brechen.
30er Zone vor Kita/Schule? Egal.
Blinken? War noch nie wichtig!
Licht am Fahrrad? Braucht man nicht.
E-Scooter? Davon fangen wir lieber erst gar nicht an :klatsch:

Ich wohne in Hamburg, wo seit zig Jahren diverse Großbaustellen auf der A7 bestehen, zwecks Tunnelbau/Überdachung der Autobahn.
Dort herrscht seit dem zum großen Teil 60, teilweise 80 als Tempolimit.
Selbst wenn ich mich in der Baustelle mit großzügigen 65 Km/h auf der rechten Spur einordne, werde ich permanent überholt! (zwar nicht von der Polizei wie @PCGH_Dave, aber trotzdem)

Hätte die Stadt Hamburg auch nur zwei Blitzer, einen pro Richtung, irgendwo auf der Baustelle platziert, der ganze Tunnelbau hätte sich schon längst von selbst finanziert :fresse:

Der alltägliche Wahnsinn mit e-scooter oder Fahrrad-Fahrern würde auch massiv Geld in die Staatskasse pumpen, sofern man denn auch tatsächlich kontrolliert und Bußgelder verhängt.
Aber nein, ist ja zu teuer, oder was? :stupid:
Das mag ja alles sein. Dennoch ist die Strafe für Handy am Steuer noch zu lasch.
In anderen Ländern sind die deutlich höher. Mit Wirkung!
Auch sollte mal öfter beim fahren mit stark überhöhter Geschwindigkeit der Lappen weggenommen werden.
Dann würden sich auch mehr daran halten.
 
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