@BigYundol
Was schon stimmt, ist dass AMD gerne andere die Kastanien aus dem Feuer holen lässt (aka die Arbeit machen lässt) und das dann "Open" nennt, während NVidia sehr oft selbst Hand anlegt. Das gilt sowohl bei der Anpassung in Spielen als auch bei neuen Features.
Man unterstellt NVidia dann immer, dass sie geschlossen und proprietär sind. Dabei ist das nur eine wirtschaftlich völlig logische Folge: Wenn ich selbst investiere, will ich nicht, dass die Konkurrenz profitiert.
AMD hat einen anderen Ansatz gewählt. Man investiert nur, wenn es nicht anders geht weil man sonst den Anschluss verliert und versucht den Support und die Weiterentwicklung so weit es geht auf andere Schultern zu verteilen.
So passiert bei FreeSync, OpenCL, Eyefinity (der damaligen 3D-Vision Konkurrenz) und vielem anderen.
Der riesengroße Vorteil für AMD, neben dem ersparten Geld, ist dass viele Leute diese "Offenheit" als "Freundlichkeit" der Firma missinterpretieren und sie dafür feiern. Dabei ist es nur effizientes und sparsames Wirtschaften, letztlich auf Kosten der Kunden, denn sie müssen immer wieder damit leben, dass die Techniken der Konkurrenz, die mit viel Geld reindrückt, deutlich größere Verbreitung erfährt.
Es gibt aber natürlich auch Gegenbeispiele: Bei Freesync z.B. war das Modell von AMD erfolgreicher, da hier die Monitorhersteller bzw. Scalerchip-Hersteller für AMD in die Presche gesprungen sind und NVidia dem nichts entgegenzusetzen hatte.