Cyberpunk 2077: Probleme mit Copyright-Musik

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CD Projekt Red hat bekanntgegeben, dass man aktuell Streamer darum bittet, die In-Game-Musik zu muten, da eine ursprünglich angekündigte Funktion zum Austausch lizenzrechtlicher Musik nicht richtig funktioniert.

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Ja, was geht das eine Plattform etwas an, wenn ich ein Spiel spiele und das aufzeichne? Kann ja auch ne MP3 im Hintergrund auf der Stereoanlage laufen, welche ein "Urheberrecht" verletzt.

Das ist ja wohl nicht das Problem von CD Projekt Red, da gilt es wohl eher den Parasiten mit ihrem Lizenzwahnsinn Beine zu machen. Und die verstehen nur eine Sprache.
 
... ja mein Gutster, die (Streamer) verdienen Geld damit und das "Urheberrecht" was du in Anführungszeichen setzt ist dazu da um die "Parasiten" wie du sie nennst für ihre Arbeit zu entlohnen.
Und selbst wenn die Typen im Hintergrund ne CD laufen haben müssten sie (eigentlich) dafür zahlen.
Kann sein das ich deine Aussage missverstehe aber wenn jemand sich an deinem Eigentum vergreifen würde dann gäbe es doch sicherlich Geschrei ohne Ende ...
p.s.: welche Sprache meinst du ???
 
In ein paar Jahren kommen ein paar Parasiten auf die Gedanken im Streaming-Bereich sogar dafür zu Bezahlen.

Wenn ich Streame und Musik laufen lassen würde, dann ist das Werbung für den jeweiligen Interpreten.
dann machts du das, aber um für DEIN Produkt mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu schaffen, es also als besser empfunden werden soll, als die Produkte anderer, sonst würdest du es nicht online, also der Öffentlichkeit zugänglich, stellen.
Das ist so Marketing mit urheberrechtlich geschütztem Material ohne eine Erlaubnis des urheberrechtlichen Eigentümers zu haben. So geht das nicht. Die Parasiten sind die, die das so illegal tun.
 
Ja, was geht das eine Plattform etwas an, wenn ich ein Spiel spiele und das aufzeichne? Kann ja auch ne MP3 im Hintergrund auf der Stereoanlage laufen, welche ein "Urheberrecht" verletzt.

Das ist ja wohl nicht das Problem von CD Projekt Red, da gilt es wohl eher den Parasiten mit ihrem Lizenzwahnsinn Beine zu machen. Und die verstehen nur eine Sprache.
Der springende Punkt ist: öffentliche Wiedergabe!

Wenn jemand Cyberpunk privat aufzeichnet, also für sich und Freundeskreis etc pp ist das kein Problem. Youtube ist hingegen öffentliche Wiedergabe, weshalb ein Videospiel in dieser Hinsicht nichts anderes ist als würde man einen Kinofilm mit eigenen Kommentar hochladen.

Klingt komisch, ist aber so ;)
 
Wenn jemand Cyberpunk privat aufzeichnet, also für sich und Freundeskreis etc pp ist das kein Problem. Youtube ist hingegen öffentliche Wiedergabe, weshalb ein Videospiel in dieser Hinsicht nichts anderes ist als würde man einen Kinofilm mit eigenen Kommentar hochladen.

Klingt komisch, ist aber so ;)

Na wunderbar. Dann würde ich sage, dass CDPR und andere das so langsam mal gegenüber den Käufern ihrer Produkte deutlich machen sollten. Aber stattdessen wird extra ein "Twitch-Modus" eingebaut, für den der Kunde dann haftet. Wir reden hier über die Musik im Spiel. Da habe ich mir beim Streamen noch nie Gedanken zu gemacht. Wenn man das nicht mehr streamen darf, dann läuft irgend etwas gewaltig schief. Ist ein Problem von Treu und Glauben. Mein Vertrauen ist jedenfalls weg. Ich werde CP nicht nur nicht streamen sondern vorerst auch nicht kaufen und spielen.
 
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Ja, was geht das eine Plattform etwas an, wenn ich ein Spiel spiele und das aufzeichne? Kann ja auch ne MP3 im Hintergrund auf der Stereoanlage laufen, welche ein "Urheberrecht" verletzt.

Das ist ja wohl nicht das Problem von CD Projekt Red, da gilt es wohl eher den Parasiten mit ihrem Lizenzwahnsinn Beine zu machen. Und die verstehen nur eine Sprache.

Es ist in der Tat nicht das Problem von CD:PR, wenn jemand die Musik aufzeichnet und öffentlich wiedergibt. Aber weil sie nicht wollen, dass Cyberpunk-Streamer wegen Urheberschutzverletzungen vor Gericht landen, haben sie eben einen davor geschützten Streaming-Modus integriert – nur funktioniert der nicht.


Wenn ich Streame und Musik laufen lassen würde, dann ist das Werbung für den jeweiligen Interpreten.

Ob der Recheinhaber das als Werbung empfindet oder nicht, ist seine Entscheidung. Je nach Bekanntheitsgrad des Interpreten und des Youtube-Channels kann das auch tatsächlich der Fall sein – vermutlich wird keine kleine, lokale Band "nein" sagen, wenn du sie fragst, ob du ihr Material in deinem >100k-Channel benutzen darfst. Aber fragen muss man vorher. Und wenn ein Channel mit 10 Abonnenten und durchschnittliche 14 Views pro Jahr und Video auf einmal die Chart-Top-10 in bester Qualität in jedem Video als "Hintergrund" laufen lässt, dann werden die Rechteinhaber vermutlich nicht der Meinung sein, dass hier für ihre Veröffentlichungen geworben wird, sondern erhalten ganz im Gegenteil den Eindruck, dass hier jemand versucht, mit ihrem Material einen quasi-Musiksender zu betreiben und daran zu verdienen, ohne Lizenzen zu erwerben. Und wenn es eins gibt, dass Lizenzgeber nicht mögen, dann sind es Lizenzpreller.
 
Und wenn ein Channel mit 10 Abonnenten und durchschnittliche 14 Views pro Jahr und Video auf einmal die Chart-Top-10 in bester Qualität in jedem Video als "Hintergrund" laufen lässt, dann werden die Rechteinhaber vermutlich nicht der Meinung sein, dass hier für ihre Veröffentlichungen geworben wird, sondern erhalten ganz im Gegenteil den Eindruck, dass hier jemand versucht, mit ihrem Material einen quasi-Musiksender zu betreiben und daran zu verdienen, ohne Lizenzen zu erwerben. Und wenn es eins gibt, dass Lizenzgeber nicht mögen, dann sind es Lizenzpreller.

Also ich kenne niemanden, der Musik über Twitch-Streams hört. Völlig zufällig irgendwelche Stücke, die von Gamesound und Abo-Jingles überlagert werden, mit dem Gequatsche des Streamers und Werbeunterbrechungen? Wer hört so Musik?

Das, was Du beschreibst, findet man sehr häufig auf YouTube. Da können es die Rechteinhaber aber jederzeit herunternehmen lassen. Sie entscheiden sich meistens bewusst dagegen, weil sie an den Werbeeinnahmen verdienen wollen.

Die Realität sieht so aus: Anwälte klagen, weil sie es können und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Und die Musikindustrie lässt sie gewähren, um noch etwas aus Amazon herauszupressen. Die Streamer sitzen dazwischen und haben keine Lobby.

Das Urheberrecht wurde die letzten 20 Jahre immer weiter verschärft. Das BVG unterscheidet mittlerweile zwischen Veröffentlichungen vor 2002 und Veröffentlichungen nach 2002. Noch bis in die Nullerjahren war vieles legal, was es heute nicht mehr ist. Der heutige Stand wurde durch massive Lobbyarbeit der Musikindustrie erreicht. Genutzt hat es ihr wenig. Heute geben Spotify, Apple und Co. - im wahrsten Sinne des Wortes - den Ton an.
Niemand hat dich gefragt, für kommerzielle Interpreten "Werbung" zu machen. Dafür haben die Künstler ihre Musiklabels.

Es hat die kommerzielle Interpreten auch niemand darum gebeten ihre Musik mit juristischen Fußangeln zu versehen, in die dann ein völlig unbedarfter Mensch tritt.

Ich sehe die Hauptverantwortung aber ganz klar bei CDPR. Die hätten wie Epic Games auch mit Monstercat oder anderen Labels zusammenarbeiten können, wo es diese hirnverbrannten Probleme nicht gibt. Spiele wie Cyberpunk, die nicht über eigene Musik verfügen, sollten über Anti-Tampering verhindern, dass sich das Spiel mit Drittanbietersoftware wie OBS verbindet. So ähnlich wie CSGO und andere kompetitive Spiele dies (aus anderen Gründen) tun.

Ansonsten ist das rechtliche Risiko einfach zu groß. Leute verlieren deswegen ihre Kanäle, an denen sie jahrelang (sauber) gearbeitet haben. Es entsteht immenser Schaden, weil (vorproduzierter) Content plötzlich wieder gelöscht werden muss. Das geht einfach zu weit und lässt sich auch nicht mit wohlfeilen Hinweisen auf irgendwelche Künstlerrechte rechtfertigen. Auch Streamer müssen sich in einem sicheren Rechtsrahmen bewegen können. Und normale Spieler, die für ihre drei Freunde einen Stream laufen lassen, sowieso. Da kann man doch nicht plötzlich eine Abmahnung bekommen, nur weil man auf der Playsi den Share-Button gedrückt hat. Das ist ein Albtraum. Cyberpunk ist einfach eine üble Tretmine, die die Leute völlig unvermittelt trifft.

Schade um das schöne Spiel.

An CDPR Stelle würde ich den Soundtrack komplett neu machen. Es gibt genügend Möglichkeiten Musik sauber für für ein Spiel zu lizenzieren. Spiele werden nun einmal gestreamt. Ich kann auch nicht Kaugummi vertreiben, der einem beim Kauen die Schleimhäute verätzt.
 
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Dem Urheberecht ist es egal, ob jemand die Musik so auch hören möchte, es berücksichtigt nur, ob jemand die Musik so hören könnte. Und im Rahmen dessen sagt es ganz klar: Wer Musik öffentlich vorführt braucht dafür eine Berechtigung, sonst sind Klagen zulässig. Die Qualität der Aufführung spielt dabei keine Rolle, sonst würde ja jede schlecht sendende Radiostation, jede zweite Disco und viel zu viele Veranstalter ebenfalls künstlerisches Gut für Umme verwerten können. CD:PR hat sich offensichtlich bemüht, diese Gefahrenzone einfach ganz zu umschiffen, konnte es aber nicht für jedes einzelne Stück erreichen und die Technik ist verbesserungsbedürftig – das ist die eigentliche Story. Und das man nicht zu einer einfachen Freigabe kommt, muss übrigens auch nicht zwingend am Rechteinhaber hängen. Ich weiß nicht genau, wie es bei Musik ist, aber Filmmaterial werden die Rechte oft nach Zweck getrennt verkauft. Weil zum Beispiel das zentrale Entertainment-Feature in einem Club natürlich für beide Seiten einen ganz anderen Wert hat als die Hintergrundberieselung im Supermarkt. Das bedeutet aber auch, dass beispielsweise die Rechte für "Online Musik Streams" schon exklusiv verkauft sein können, wenn jemand wegen der Verwendung in einem Spiel nachfragt. Wenn dann jemand die Musik aus diesem Spiel online streamt, dann sind nicht nur die Rechte des Inhabers tangiert, sondern auch dessen Vertrag mit dem Streaming-Lizenznehmer. Das Ganze wird schnell so unübersichtlich, dass der einzige Schutz vor Klagen ein großer Bogen drum rum ist.
 
Ein großer Bogen drum herum wäre dann der größt mögliche Schaden für alle Beteiligten. Juristisch sauber aber deswegen auch sinnvoll? Ich frage mich, in welche Richtung wir uns die nächsten 20 Jahre in diesem Bereich entwickeln.
 
Ein großer Bogen drum herum wäre dann der größt mögliche Schaden für alle Beteiligten. Juristisch sauber aber deswegen auch sinnvoll? Ich frage mich, in welche Richtung wir uns die nächsten 20 Jahre in diesem Bereich entwickeln.
Warum soll das ein Schaden für alle Beteiligten sein?
Es gibt Alternativen zu kommerzieller Musik. So what? Dann verzichtet man darauf.
 
Warum soll das ein Schaden für alle Beteiligten sein?
Es gibt Alternativen zu kommerzieller Musik. So what? Dann verzichtet man darauf.
Also ich nutze ein nicht kommerzielles Betriebssystem. Aber bei Musik möchte ich einfach das hören, was ich hören möchte. Wobei man mit Videospielmusik eigentlich auf der sicheren Seite sein sollte. Zumindest war das bisher so.

Es gibt eben leider keine wirkliche Alternative, außer der, dass man seine Freizeit einfach mit etwas anderem als Streamen verbringt. Dabei kann man dann auch die Musik hören, die man hören möchte.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein privater Stream über YouTube. Da geht natürlich viel von der Atmosphäre verloren, die Twitch bietet, wo immer mal wieder jemand Neues vorbeischaut.
 
Na wunderbar. Dann würde ich sage, dass CDPR und andere das so langsam mal gegenüber den Käufern ihrer Produkte deutlich machen sollten. Aber stattdessen wird extra ein "Twitch-Modus" eingebaut, für den der Kunde dann haftet. Wir reden hier über die Musik im Spiel. Da habe ich mir beim Streamen noch nie Gedanken zu gemacht. Wenn man das nicht mehr streamen darf, dann läuft irgend etwas gewaltig schief. Ist ein Problem von Treu und Glauben. Mein Vertrauen ist jedenfalls weg. Ich werde CP nicht nur nicht streamen sondern vorerst auch nicht kaufen und spielen.
Vielleicht solltest Du Dir zukünftig Gedanken darüber machen, was genau Du eigentlich streamst. Man kauft eigentlich immer nur die Lizenz zur privaten Nutzung, nicht zur öffentlichen Wiedergabe.

Der "Twitch" Modus war nett gedacht und hat halt noch einige Macken, dem Grunde nach aber ist es immer Sache des Streamers sicherzustellen, dass er das auch streamen darf was er streamt. Musik war und ist schon länger Dreh- und Angelpunkt von Strikes, das sollte man schon wissen wenn man sich auf Twitch & Youtube bewegt und hat überhaupt nichts mit Vertrauen zu tun.
 
Vielleicht solltest Du Dir zukünftig Gedanken darüber machen, was genau Du eigentlich streamst.

Nein, die mache ich mir ganz sicher nicht, denn wenn es soweit kommt, höre ich einfach auf (öffentlich) zu streamen. So einfach ist das.

Der "Twitch" Modus war nett gedacht und hat halt noch einige Macken, dem Grunde nach aber ist es immer Sache des Streamers sicherzustellen, dass er das auch streamen darf was er streamt.
In der Praxis hat heute jede Konsole einen Share-Button und Spiele verbreiten sich massiv über Twitch. Siehe z.B. Among Us. Spielehersteller könnten zudem durch technische Vorkehrungen dafür sorgen, dass ihre Spiele nicht streambar sind. Auf den Konsolen ist das bereits so.

Wenn ich ein Spiel also ohne Weiteres streamen kann und auch alle anderen das tun, dann ist es zumindest mal sehr schwer zu erkennen, dass ich das nicht darf. Man könnte den Spieß auch umdrehen und eine "Verleitung zur Vertragsverletzung" und "unlauteren Wettbewerb" darin sehen, wenn so etwas vertrieben wird. Es interessiert die Gerichte durchaus, ob es um allgemein übliches Verhalten geht oder Abweichungen davon bestehen. Cyberpunk ist bei Twitch gerade ganz oben. Zahlreiche Game-Redaktionen haben es gestreamt. Mit der inkriminierten Musik. Worüber reden wir hier eigentlich?

Ich meine, wenn es jetzt um Nintendo ginge. Aber ein neues Spiel von CDPR. Hallo?!

Egal, genug darüber geärgert. Das Leben geht weiter.
 
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Wenn eine explizite Share-Funktion integriert wird, dann könnte das rechtlich zumindest in Europa durchaus bedeutend sein. Aber solange das nicht der Fall ist, und ist es bei PC-Spielen nicht, darfst du vollkommen ungeachtet der Musik nicht einmal davon ausgehen, dass Spiel selbst streamen zu dürfen. Dein Nutzungsrecht der vom Spiele-Entwickler erstellten Inhalte beschränkt sich in aller Regel auf die private, nicht kommerzielle Nutzung. Das öffentliche Vorführen auf einer Werbung schaltenden Plattform (und dabei ist es egal, ob die Werbung von dir oder von Twitch & Co kommt) fällt da eindeutig nicht drunter. Einige Youtube-Spiele-Reviewer haben in dieser Hinsicht schon schmerzhafte Erfahrungen mit Nintendo gemacht.

Das mag man in den jeweiligen Einzelfällen für unangemessen halten, aber rechtlich betrachtet muss es so sein. Das Urheberrecht ist eben ein Recht des Urhebers. Er hat die Inhalte erstellt, also darf er auch kontrollieren, was damit geschieht – künstlerische Werke sind kein Selbstbedienungsladen. Und bei einigen PC-Spielen ist dieser Schutz auch definitiv nötig, denn das Genre der "interaktiven Spielfilme" heißt nicht ohne Grund so. Wenn der Reiz eines Titels in der Story besteht und die Interaktionsmöglicheiten beschränkt sind, dann kann ein Walkthrough 80-90 Prozent des Spielerlebnisses ausmachen und hätte auf die Verkaufszahlen ähnliche Wirkung, wie ein kostenloser Download des kompletten Spiels. Da die Grenzen fließend und alle Titel verscheiden sind, zieht der Gesetzgeber hier vollkommen zu Recht die rote Linie ganz zu Anfang: Alles ist verboten, es sei denn, der Urheber erlaubt es. Meist sind Spiele-Publisher da recht offen, aber das ist eben ein Angebot und kein Menschenrecht, auf das man immer und überall Anspruch hat.
 
Dein Nutzungsrecht der vom Spiele-Entwickler erstellten Inhalte beschränkt sich in aller Regel auf die private, nicht kommerzielle Nutzung. Das öffentliche Vorführen auf einer Werbung schaltenden Plattform (und dabei ist es egal, ob die Werbung von dir oder von Twitch & Co kommt) fällt da eindeutig nicht drunter.
Also ich habe gerade mal geschaut und für Cyberpunk ist "das Erstellen von Gameplay-Videos oder Streams auf Websites wie YouTube und Twitch" natürlich explizit erlaubt, siehe:

https://www.cyberpunk.net/de/user-agreement/
https://cdprojektred.com/de/fan-content

Von Werbung steht da nichts, man kann sie aber auf diesen Plattformen unmöglich ausschließen. Und Spenden für die Streams werden ausdrücklich erlaubt, wenngleich kommerzielle Nutzung ausgeschlossen wird. Für 99% der Streamer ist das aber sowieso kein Problem. Es geht für uns normale Gamer ja einfach nur um Fanart. Und gegen die hat außer Nintendo niemand etwas.

Das Grundproblem bei Cyberpunk scheint mir schlicht zu sein, dass CDPR im Gegensatz zu den anderen Spieleschmieden nicht ausschließlich seinen eigenen Content vertreibt. Auch Portal, Hollow Knight und Minecraft besitzen Soundtracks. Aber die gehören eben zu 100% Valve, Microsoft oder Team Cherry. Dieses Besitzrecht ist zumindest bei Micosoft und Team Cherry nicht exklusiv, soweit ich weiß, aber es liegt trotzdem bei 100%. Es gibt eben keine exklusiven Verwertungsrechte an den Tracks, die sich der Künstler oder sein Label vorbehält. Das ist der "Trick", den auch Monstercat und andere nutzen.

CDPR kann uns eben gar kein Recht auf das Streaming einräumen, weil sie das Spiel selbst gar nicht zu 100% besitzen. Und schlaue Anwälte mache sich so etwas natürlich sofort zu nutze. Gerade bei einem Spiel, das so gehyped wurde. Ist halt dumm gelaufen.
 
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