Sicher haben sie die "Downgrade" Diskussionen um Witcher3 auch nicht vergessen, sonst hätten sie sicher schon einen Screenshot gezeigt, und nicht nur dieses Renderbildchen.
Sie haben garnichts gezeigt, das Bild im Artikel ist aus dem schon lange bekannten Trailer und wurde nur vom Autor eingefügt um den Bezug des Artikels zu untermalen / verdeutlichen, so wie in (fast) allen Artikeln.
@Topic:
Ich bin gespannt auf Cyberpunk 2077, allerdings jetzt auch nicht gehyped.
Nach der Witcher-Reihe und The Witcher 3 bin ich eigentlich zuversichtlich das sie es vor allem von der inhaltlichen Seite schon hinbekommen werden. Das haben sie schließlich jetzt in 3 Spielen und 2 Story-Erweiterungen mehrmals bewiesen, das sie da wirklich stark sind und eigentlich noch stärker wenn sie sich nicht zu sehr an die Zwänge von Handlungen aus einer Romanvorlage halten müssen, sondern eigene Geschichten erzählen dürfen. Hearts of Stone und Blood and Wine sind nicht umsonst storytechnisch spürbar stärker als das Hauptspiel von The Witcher 3.
Was mir nach den Aussagen nur etwas Sorge bereitet ist die technische Seite und das man noch ambitionierter sei als bei The Witcher 3.
The Witcher 3 war schon wirklich in vielen Dingen sehr ambitioniert, das merkte man gerade in der Gestaltung der Spielwelt, aber man merkte auch das der Umfang + die Ambition doch schon irgendwo an der Grenze desen waren was CDPR noch vertretbar leisten konnte.
Es gab ja doch unzählige Dinge wo man das sehen konnte, wenn man wirklich mit offenen Augen durch die Spielwelt ging und es sehen wollte:
- Story die nach der Schlacht um Kaer Morhen leider auf Grund des Umfangs der noch zu klärenden offenen Fragen in ihrer Konstistenz litt, um sie noch vernünftig zu einem zufriedenstellenden Ende bringen zu können
- viele Clippingfehler, schwebende Objekte und dergleichen (besonders deutlich gehäuft / auf einem Fleck auf der Tempelinsel in Novigrad zu sehen, wo wohl die Zeit nicht mal mehr für ein bisschen erweitertes polishing reichte)
- Diverse Gegenden denen man anmerkte das sie um fertig zu werden inhaltlich nicht mehr genutzt, bzw. besser genutzt, werden konnten (Teufelsgrube, Nilfgarder Lager in Velen, Teile von Skelige, Tempelinsel Novigrad, ehemals geplante und im fertigen Spiel fehlende Verzahnung bei den Auswirkungen der Witcher Contracts, die nur noch rudimentär in einer Quest auf Skelige vorhanden ist, uvm)
Nicht das es jetzt wieder irgend jemand, aus irgendwelchen überzogenen Fanallüren, falsch versteht und sich auf den Schlips getreten fühlt, auch ich finde trotzdem das TW3 ein in wirklich sehr vielen Aspekten sehr gutes Spiel geworden ist und in Teilbereichen Maßstäbe im Genre setzt (gerade bei der Spielweltgestalung und ihrer Plausibilität), trotz dieser oben umrissenen Dinge.
Aber man merkt halt eben auch das die Ambitionen mit der heißen Nadel gestrickt wurden und oft nicht die Zeit da war lose Fäden besser zu verbergen und dem Spiel den letzten Feinschliff zu verpassen.
Noch ambitionierter bedeutet da in der Regel man braucht noch mehr Personal, das ist in der Regel auch noch schwerer zu koordinieren, oder alternativ mehr Zeit und das kostet vor allem auch mehr Geld das eingespielt werden muss.
Aber vor allem, sowas birgt immer die Gefahr das man sich übernimmt und die vielen Baustellen am Ende nicht mehr, siehe oben TW3, ausreichend abschließen kann und sich das dann wirklich mal spürbar negativ auf das Produkt auswirkt.
Nun ja, man darf gespannt auf den Zeitpunkt sein wo man wirklich bewertbares Material bekommt und kann bis dahin nur hoffen das sie sich der geschilderten Problematik auch selbst wirklich gewahr sind und nicht am Ende mal über ihre eigenen, vieleicht zu hoch gesteckten, Ambitionen stolpern...