Das Video wo ein Bitflip bei ner Wahl einer Kanditatib 4096 Stimmen zusätzlich verpasst hat?^^
Aber ja, das gibts. Nicht umsonst sind Systeme die kritisch sind mindestens mit ECC, wenn nicht mehrfach redundant ausgelegt.
Das stimmt schon - aber die Geräte die die Glasfasernetze betreiben funktionieren noch mit durch lange Kupferkabel zugeführten Strom^^
Über die Induktionslänge hab ich gar nicht nachgedacht... klar, wenn die Wellenlängen so riesig sind dass die "Antennenlänge" Auto viel zu klein ist passiert da nix, aber ich bin auch zu wenig im Gebiet der Weltraumforschung bewandert um abzuschätzen, welche Arten von EM-Strahlung da realistischerweise ankommen könnten. Da wirds wahrscheinlich noch irgendwas zwischen "Sonnenstürme die in aller Regel harmlos sind" und "Gammablitze die wenn sie uns treffen alles instant grillen" geben. Ganz abgesehen von tatsächlichen Partikeln denen die Leiterlänge erstmal völlig egal ist.
Wir sind ebenfalls unter anderem Automobilzulieferer (Spezialstähle für Kurbel-/Nockenwellen beispielsweise). Anfang des Jahres ist die Nachfrage Herstellerübergreifend durch die Decke geschossen - aktuell ists wieder eher mau weil die Lager wohl voll sind... denn im Gegensatz zu Halbleitern können wir (für die vergleichsweise kleinen Tonnagen der Autoindustrie) fast beliebige Mengen liefern. Nur die Preise für Erze und Energieträger sind stark gestiegen - die Verfügbarkeit war aber immer gegeben. Der Eisenerzpreis fällt sogar seit einiger Zeit wieder.
Zu Bitflips: Die können durch jegliche Form von Hintergrundstrahlung entstehen. Da geht es aber nur um Datenmanipulation, die Software-Fehler verursachen kann – ECC schützt und im schlimmsten Fall ist ein Reboot nötig. Im Vergleich zu einer teilweisen Sicherheitsabschaltung des Stromnetzes ist das wohl ein kleines Übel.
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Wichtig ist, dass keine irreversiblen Schäden auftreten, solange besagte Sicherheitsmechanismen greifen und die Kommunikationsleitungen für sich genommen immun sind. Solange das gegeben ist, drohen lokale Blackouts während der Höchstphase und danach geht alles wieder seine Gang. Nicht wie damals in Kanada, wo sich eine Kaskade von Fehlentscheidungen durch das gesamte Stromnetz gefressen hat und es ettliche Stunden dauerte, bis es Stück für Stück wieder eingeschaltet werden konnte.
Aber selbst das hat nichts mit den hier geschilderten Befürchtungen zu tun, die eher an einen nuklearen EMP erinnern. Ein Sonnensturm ist auch keine elektromagnetische Strahlung, der man eine Frequenz zuschreiben könnte. (Bzw. wenn man die langsame Entwicklung auf eine solche umlegen möchte, landet man im Milli- bis Micro-Hertz-Bereich.) Seine elektrische Wirkung erhält er durch die physische Deformation des Erdmagnetfelds. Auf wie großen Entfernungen und in welcher Geschwindigkeit diese geschieht, kann man näherungsweise an Polarlichtern sehen. Bei deren Entstehen sind die Sonnenwindpartikel zwar auch direkt beteiligt, aber der Maßstab stimmt und verdeutlicht, dass Leiterstrecken von ein paar Metern Kabel im Auto oder gar ein paar Millimetern auf Leiterbahnen egal sind. Wikipedia spricht von einem Volt pro Kilometer, die induziert werden können. Das enstpricht in einem gut leitenden Stromkabel zwar schon einem ganz netten Fehlerstrom, aber runterskaliert auf 1 m bleibt wenig übrig. Meinem physikalischen Verständnis nach dürfte für Geräte am Ende der Leitungen außerdem nur der Spannungsunterschied zwischen Leiter und Masse und relevant sein, der bei vergleichbarer Induktivität auf beiden Leitungen praktisch Null ist.
Viel wichtiger für Neuwagen ist auf alle Fälle die in deinem letzten Absatz angedeutete Bestellungs-Fluktuation insbesondere hiesiger Autohersteller. Wenn die der Meinung sind, bei Aufziehen einer Pandemie Verträge zu kündigen, nur um 3-4 Quartale später die Lieferung großer Teilemengen binnen weniger Wochen zu erwarten (von denen die Schiffspassage schon 50 Prozent frisst), dann würde ich als Elektronikfertiger auch lieber auf Entertainment umstellen. Foxconn sichert vermutlich ein Jahr im Voraus zu, in welchem Monat sie wie viele Bauteile für wie viel Playstations abnehmen werden. Es war auch auffällig, dass der VW-Konzern bereits monatelang Kurzarbeit beantragte, bevor Toyota als Nummer 2 auf dem Weltmarkt, die ersten kleineren Probleme bekam. Meinem Wissen nach ist ersterer ein Just-In-Time-Pionier, während letztere weiterhin Lager unterhalten und sogar während der Pandemie ihre ursprünglichen Verträge haben weiterlaufen lassen.