Borderlands 2: Bietet der Shooter zu wenig Gewaltinhalte?

Meine Meinung dazu ist das ein Spiel wie BL2 durchaus einen hohen Splatter Anteil verkraften kann und wie schon jemand sagte ist das der Atmo zuträglich. Ist doch eh Comic Grafik, auch Teil 1. Ich wusste noch gar nicht das Teil 1 so stark geschnitten war. Ich wundere mich halt immer wieder das ein Spiel, ab 18 freigegeben, geschnitten werden muss. Durch die Freigabe ab 18 ist doch eh festgelegt das es unter 18 jährige nicht spielen dürfen, und wenn sie es doch wollen können sie sich es von jeder x beliebigen Tauschbörse herunterladen. Und überhaupt finde ich, ein Spiel das geschnitten wird wird nicht mehr richtig ernst genommen. Games wollen doch eh den Anspruch erheben Kulturgut zu sein bzw. zu werden. Da verstehe ich nicht wie Spiele, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen, wie beispielsweise Arma2, die Gewalt NICHT so darstellen wie sie in einem Krieg ist, den Arma 2 so viel realistischer simulieren will als jedes andere Game? Das Game hat eine Freigabe ab 16. Eine Simulation? Jeder Veteran des zweiten Weltkrieges erzählt dir wie ihre besten Freunde in Stückchen um sie herum geflogen sind, und bei Arma sacken sie einfach zusammen mit ein paar Roten Flecken. Eine Dokumentation oder einen Kriegsfilm der den Krieg so harmlos darstellt würde wiederum in Deutschland als Kriegsverherrlichend eingestuft und VERBOTEN werden. :ugly: Man stelle sich nur mal "Der Soldat James Ryan" vor mit völlig harmloser Darstellung der Invasion am Omaha Beach. Ohne Blut, ohne Gliedmaßen die abgetrennt werden, ohne grausam sterbende Soldaten. Grotesk. Die schonungslose Gewaltdarstellung macht den Film ja erst zu einem der besten Kriegsfilme nach Apokalypse Now, ohne Gewalt ist es nur ein schlechter Witz.
 
Hmhm, die ewige Diskussion wieder. Was ist eine angemessene Gewaltdarstellung?
Das definiert halt jeder anders. Von "realistischer" Darstellung spreche ich gar nicht, die halte ich für kaum umsetzbar und zweifle stark daran, dass das gewollt wäre. Köpfe platzen halt nicht einfach komplett, wenn sie getroffen werden, sondern nur teilweise oder auch gar nicht. Nicht jedes Kaliber ist stark genug dafür, vielleicht bleibt das Geschoss auch stecken. Daher spreche ich von "angemessener" bzw. erwarteter Darstellung. Die meisten Leute erwarten wohl einfach, dass ein Kopf platzt, wenn man auf ihn schießt. Und ich unterstelle auch, dass einige nur deswegen auf Köpfe schießen, eben damit sie effektvoll platzen. So ein bisschen Richtung Bulletstorm geschielt. Mal wieder richtig kreativ sein beim Abknallen, so macht das ja Spaß.
Den Bezug zur Filmgewalt halte ich auch immer für schwierig. Einerseits gebe ich Dir recht, Standeck, dass James Ryan ohne die Gewaltdarstellung wenig Sinn machen würde. Allerdings war das auch kein Film, der zur freudigen Unterhaltung dient, womit er sich eben von einem Spiel wie Borderlands unterscheidet. "Grotesk" finde ich im Übrigen auch Fälle wie das Spiel mit dem Teddybär für die XBox (Name leider vergessen), bei dem es Ziel ist, die anderen Teddys der Insel langsam, kreativ und qualvoll zu töten. Das Spiel wurde hierzulande ab 16 Jahren freigegeben. Die Motivation im Spiel ist zwar äußerst fragwürdig, aber da gibt's halt nur viel Plüsch zu sehen, wenn es die Teddys zerfetzt. Gerne würde ich noch ausholen zu familientauglicher Gewalt (Herr der Ringe, Fluch der Karibik usw.), aber das würde zu viel Zeit einnehmen.
Realistisch kann Gewalt in Spielen niemals dargestellt werden und würde so auch nicht angenommen werden, schätze ich. Weil es den einen zu hart wäre und den anderen zu wenig effektvoll.

Ach ja, nochmal zu den Köpfen: Wenn man da aus einen Meter Entfernung mit der Schrottflinte draufhält, platzt der gar nicht, sondern ist ganz schwarz verkohlt und die Person guckt doof aus der Wäsche. Haben wir doch damals schon im Kinderprogramm gelernt.
 
News schrieb:
Unglücklicherweise halten viele Länder explodierende Köpfe für unangemessen
:ugly: :D

Wie auch immer, gerade bei einem "Zeichentrick" Game wie hier Borderlands gehört es mMn einfach dazu das hier und dort übertrieben wird - auch bzgl. Gewalt. Da sollte dann schon eine Prise "Itchy & Scratchy" dabei sein. *find*
kann dir doch scheiß egal sein wie ich das mache :schief:
Hm, er wollte Dich eigentlich nur warnen bzw auf etwas aufmerksam machen. Aber das ist ja kein Problem, wenn Du es lieber von einem Mod hören möchtest:

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SchwarzerQuader hat 811 Beiträge? Sorry, ich hab noch nie mit Dir bewusst hier zu tun gehabt und kenn auch so keine Einträge hier von Dir. Interessant welchen Leuten man hier trotz mehrjähriger Mitgliedschaft nicht über den Weg läuft. Dennoch, dein Beitrag ist einer der guten hier, die man diskutieren kann. Ich denke nämlich schon das eine realistische Gewaltdarstellung in Spielen prinzipiell technisch machbar wäre. Ich warte immer noch auf die "Ultimative Militär Simulation". Von meinen Verwandten sind DREI(!) allein in Verdun(Die Blutpumpe, WK1) gefallen, und nur einer im WK2 an der Ostfront, durch eine Granate zerrissen. Ich habe also allein durch meine Familien Geschichte, die sehr bei uns präsent ist, einen Bezug zum Krieg. Und ich finde das Spiele den Krieg immer schlecht darstellen. Ein Angehöriger war Maschinengewehrschütze im WK2, das MG42 hat er bedient, und er hat erzählt das ein Schuss jeden Gegner erledigt hat. Bei Arma ist das ja auch so, in BF3 ode CoD muss man aus Gründen der Balance mit einem MG ein halbes Magazin in einen Gegner feuern um ihn zu stoppen. Idiotisch dargestellt. Wenigstens Arma macht dies richtig, ein Schuss und der Gegner ist meist erledigt, je nachdem wie man ihn trifft. Aber alles andere ist ausbaufähig. Ich denke das ein gutes Team ein Spiel entwickeln könnte, das ganz ernsthaft und realistisch den Krieg darstellen kann. Es wäre möglich mit einem bestimmten Team am Krieg teilzunehmen und einen nach dem anderen sterben zu lassen, um den Verlust von Freunden darzustellen. Und das möglischst so, das es wie zufällig kommt. Oder es ist ganz und gar zufällig, also können alle überleben oder gar keiner, wie es halt auch in Realität gewesen sein könnte. Das erste Operation Flashpoint hat das sehr gut gemacht, leider haben die Entwickler mit ihrer Arma Serie nicht mehr daran anknüpfen könnnen. Ich meine auch mit der heutigen Rechenleistung könnte man es realisieren einen Dynamischen Krieg zu simulieren, auf einer Fläche so groß wie Arma2 es darstellt. Die KI Entwicklung müsste dafür allerdings vorangetrieben werden. Ich bin mir sicher, ein Spiel wie das welches ich mir vorstelle wird irgendwann entwickelt werden, und es wird Anerkennung auch unter Pazifisten bekommen, weil es den Spieler vor schwierige Gewissens Entscheidungen stellen wird. (Visions Kanal Sendepause)

Was James Ryan angeht: Ich war 16 Jahre alt als ich diesen Film mit Freunden im Kino angeschaut habe, das war 1998 glaube ich. Ich weiß noch wie wir uns über die Bilder amüsiert haben als ein Soldat seinen Arm verloren hat, er ihn gesucht und wieder aufgehoben hat und damit rumgelaufen ist. Aber ein alter Mann saß direkt hinter uns, der war damals sicher 70 bis 80 Jahre um den Dreh, der hat nicht einmal die erste halbe Stunde des Films ertragen können. Der hat geschluchzt und geweint und hat den Kinosaal während den Omaha Beach Szenen fluchtartig verlassen.(Er war allein im Kino) Und der Mann ist mir heut noch im Gedächtnis. Ich meine wir amüsieren uns über die Darstellung, und der hat das vermutlich hautnah erlebt und kann darauf nur noch kotzen. Das macht mich wenig zuversichtlich darüber was wir Menschen aus Kriegen lernen. Die Masse bleibt wohl immer solange kriegsbegeistert, solange sie nicht selbst einen Krieg erlebt hat. Und ich schließe mich davon ebenfalls nicht aus, weil ich selbst etwas empfänglich bin für Helden Mythen, rund um den Krieg. Solange eben bis ich wieder an diesen Mann denken muss.. LG
 
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Wir sind in recht unterschiedlichen Bereichen aktiv, Standeck. Da kann das schon mal passieren, dass man kaum oder nicht miteinander zu tun hat. :)
Sehr interessanter Beitrag von Dir. Ich muss mich vielleicht etwas umformulieren. Realistische Gewaltdarstellung wird vielleicht möglich sein, da könntest Du recht haben. Realistisches Gewalt"erlebnis" hingegen nicht. Das ist wohl eher das, was ich vorher eher meinte. Dein Bericht von dem Kinobesuch verdeutlicht das vielleicht auch. Während es für euch eine (unterhaltsame) Darstellung war, hat der alte Mann vermutlich ähnliches früher erlebt und den Film entsprechend empfunden.

Was die "Ultimative Militär Simulation" angeht: Ich sehe da auch noch ein profaneres Problem (wenn man es wirklich als solches sehen will), das auch bei Strategiespielen dafür sorgt, dass Titel wie Starcraft (was ich wohl sehr gerne spiele) erfolgreich sind, Titel wie Sudden Strike hingegen nicht. Spiele werden eben zur Unterhaltung auf den Markt gebracht, und zu viel Realismus dämpft diese schnell. Sudden Strike zum Beispiel war recht realistisch in Bezug auf Schaden, Panzerung, Reichweite, Geschwindigkeiten, Terrain usw., dadurch aber auch ziemlich komplex und unbequem. Auf Shooter übertragen wäre das Dein Vergleich mit dem Maschinengewehr. Das darf man als Spieler im Grunde nicht überleben. Da dies allerdings frustrierend und schwer auszubalancieren wäre, wird den Spielen meist nur möglichst realistische Darstellung gegeben und ansonsten nur soviel Realismus, dass es nicht stört. Erschöpfung, Wetter, Terrain, Waffengewicht. Alles Aspekte, die den durchschnittlichen Spieler schnell überfordern können. Praktisch: Es bleibt mehr Zeit für die optische Gestaltung und Bilder und Videos sind eben sehr effektive Werbung.
Von daher: Solange Spiele als Unterhaltungssoftware zum Erzielen möglichst hoher Gewinne auf den Markt gebracht werden, wird immer mehr Wert auf Massentauglichkeit und entsprechende Realismuserwartung gelegt als auf echten Realismus (kurios formuliert ;) ). Deine "UMS" wäre schon eher als "Educational Software" einzustufen. Crowdfunding macht es vielleicht mal möglich. EA und Co sicher nicht.
 
Abschiessbare Körperteile? Sowas ist echt krank :daumen2: reicht es nicht wenn Blut kommt? Und zwar nicht Tankwagenmenge sondern einfach passend.
Bei The Witcher 1 gibt es einen Mod mit dem man mehr Blut in Spiel bringen kann aber dann ist es zuviel Blut und nicht mehr realistisch.
 
Bei The Witcher 1 gibt es einen Mod mit dem man mehr Blut in Spiel bringen kann aber dann ist es zuviel Blut und nicht mehr realistisch.
Aber genau das ist der Punkt... bei manchen Spielen geht es nicht darum so realistisch wie möglich zu sein. Mir persönlich ist es egal ob da jetzt der Kopf explodiert oder nicht. Aber eine entsprechend übertriebene Darstellung der Gewalt würde mich nicht stören, und zu diesem Spiel passen - ebenso wie der tlw. recht "schwarze" Humor.
 
Die Diskussion über Realismus in diesem Spiel ist sowas von daneben, und zeigt wiedermal wieviele Leute sich für wichtig nehmen und der Welt ihre moralische Meinung aufhalsen! :lol:
Will ich Realismus, zock ich ne Simulation und keinen Funshooter, oder?! :schief:
 
Abschiessbare Körperteile? Sowas ist echt krank :daumen2: reicht es nicht wenn Blut kommt? Und zwar nicht Tankwagenmenge sondern einfach passend.
Bei The Witcher 1 gibt es einen Mod mit dem man mehr Blut in Spiel bringen kann aber dann ist es zuviel Blut und nicht mehr realistisch.

was ist da bitte schön krank ?? sowas gehört einfach zu so einem fun game dazu:daumen: krank ist wenn man einem echten lebenden menschen mit der kettensäge den kopf absägt wie in mexico :lol:
 
Ich finde es aber übertrieben das Köpfe explodieren müssen beim drauf schiessen.

und warum ?? was ist daran so schlimm ? bin leider mit solchen spielen aufgewachsen, und finde solche sinnlose übertriebene gewalt einfach übelst geil, deswegen kann ich deine meinung wahrscheinlich auch nich ganz gut verstehen..aber wenn ich das spiel zocke und ich mit nem sniper auf den kopf schieße und da fliegt haufen splatter rum, aber wenn ich mir den dann genau angucke ist der kopf noch dran finde ich das voll lahmmmmmm. darum bin ich für explodierende köpfe:ugly: und darum auch meine dumme frage *warum*


:ugly::ugly::ugly:
 
Na dafür gibt es ja im Menü die Option das man die "Gewaltdarstellung" abschalten oder eindämmen kann. Wer damit nicht klar kommt und von dieser keinen gebrauch macht, braucht auch nicht zu meckern. Finds aber immer wieder lustig wie die Leute doch hingucken, und dann so scheinheilig rumdiskutieren...echt Banane :haha:

Ausserdem ist für mich ein "Spiel" komplett wenn man beim spielen nicht das Gefühl hat das irgendetwas fehlt, und das tut es bei B2 leider, was aber nicht heisst das es schlecht ist! :nicken:
 
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Ich find es auch ein bisschen schade, wenn ich mitm Sniper mit Explosivschaden ne Salve von 3 Schuss in den Kopf ballere sollte da normal nicht mehr all zu viel über sein... ist jetzt nicht fatal, aber Borderlands ist halt Comic-Stil, da kann man sowas dann schonmal machen find ich.
 
Das ist einfach Jammern auf hohem Niveau, dass man in BL2 keine Köpfe und Körperteile abschießen kann. Wenn Gearbox diese Dinge entschärft hat, damit man auch in Deutschland und anderen verklemmten Ländern das USK18-Siegel oder Entsprechendes bekommt, dann ist das schon schade und zeigt natürlich einmal mehr, dass wir in Deutschland weg von der USK und hin zum PEGI-Siegel kommen sollten.

Mich persönlich stört es jetzt nicht so sehr, dass da keine Köpfe davon filegen, aber dennoch finde Ich es schon sehr schade, dass uns Deutschen offenbar nicht zugetraut wird, dass wir mit solcher Gewalt umgehen können.
 
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