AW: Blizzard-Mitbegründer zu Diablo 3: Ich hätte ein völlig anderes Spiel gemacht
War früher ein echter Blizzard-Fan und habe von SC, WC über D2 viele Teile elends lang gespielt. Aber mein letztes Spiel von Blizzard war und bleibt voraussichtlich WC3:TFT. Seitdem kam für mich nichts Interessantes mehr, daher werde ich auch D3 niemals kaufen, sondern Torchlight 2. Die unflätigen Reaktionen mancher Mitarbeiter auf dieses eigentlich recht sachliche Interview sorgen nur dafür, dass diese Einstellung halten wird.
Gut, Mitarbeiter repräsentieren nach außen hin die Firma. Das will ich gar nicht abstreiten. Aber die Mitarbeiter SIND NICHT die Firma, die sie repräsentieren. Also kann man nicht unbedingt von einem oder ein paar Mitarbeitern auf die ganze Firma schließen. Ich bezweifle nicht, dass diese unflätigen Gegenkommentare nicht ungestraft geblieben sind.
Und mal ganz ehrlich und Hand aufs Herz: Das einzige, was man vermutlich als "Fail" bezeichnen könnte, ist Diablo 3 (alle anderen Spiele davor waren top, finde ich). Aber selbst damit hat Blizzard ein gutes Spiel entwickelt, das mit dem nächsten Patch scheinbar stark verbessert und erweitert werden soll. Diese Firma ruht sich also nicht auf den Lorbeeren aus, sondern versucht zumindest, die negative Kritik der Kunden zu beachten und sich Gedanken darum zu machen. Ob es klappt, muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Und die, die sich die ganze Zeit über D3 aufregen und in Foren flamen und Kritik üben, sind ohnehin zum Großteil aktive Spieler, die mehr oder weniger exzessiv spielen/spielten. Und das über hunderte Stunden hinweg. Und diese "Hardcore-Gamer" bilden einen eher geringen Teil der Kunden und trotzdem sind es die, die sich eigentlich freuen sollten, dass Blizzard auf ihre Kritik eingeht und ihnen mit dem kommenden Patch entgegen kommt. Ob der Patch wirklich was bringt, außer 100 "Paragon-Level", wird sich ja zeigen.
Und ich sage es mal klipp und klar: Wer sich ein Spiel nicht kauft, nur weil ein paar Mitarbeiter blöde Kommentare von sich geben, ist irgendwie nicht ganz richtig im Kopf. Wenn mir ein Spiel gefällt, wenn es meinen Ansprüchen genügt, dann kauf ich es mir. Egal von welchem Entwickler oder Publisher. Wenn mir ein Spiel nicht gefällt, lass ich es eben stehen. So einfach ist das. Ich sehe nämlich keinen Grund, warum ich ein Spiel, das mir persönlich super gefällt und ich schon vor Release im Auge behalten habe, boykottieren sollte, nur weil der Entwickler am Release-Tag über einen anderen Entwickler hergezogen ist. Mag unsympathisch sein, aber mir als Kunde ist das doch völlig egal. (Btw, das war nicht direkt auf D3 bezogen. Nur mal so am Rande. )
Und noch bescheuerter sind Leute, die sich D3 gekauft haben, 100-200 Stunden gespielt haben, und dann im Forum rum heulen, wie schlecht und langweilig das Spiel doch ist. Wer sich jetzt persönlich angegriffen fühlt, darf mich gern steinigen. Aber vorher sollte dieser Jemand sich an die Nase fassen und über meine Worte nachdenken.

Tut mir Leid für die harschen Worte, aber es ist (leider) die Wahrheit.