Wie kommst du zu diesen Behauptungen/Unterstellungen und von welchen verfügbaren Mitteln sprichst du?
Für alle mir hier im Forum (und in anderen Endanwenderforen) bekannten Anfragen, bei denen es um Datenarchivierung, NAS, Backup, manuelle Datensicherung und vergleichbare Themen geht, wird als max. Sicherung, neben der mehrfachen Datenhaltung, einzig das regelmäßige Kopieren der Daten auf neue Platten genannt.
Das ist für mich so ähnlich wie die Hobbyfotografen, die sich erst nach Ende ihres Fotourlaubs wundern, dass ihre blind gesicherten Bilder nicht korrekt lesbar sind, obwohl das Kopiergerät keinen Fehler angezeigt hat und man daher die sündhaft teuren Speicherkarten schon vor Ort wieder verwedet hat.
Ich halte die Aussagem das HDDs zuverlässiger sein sollen wie SSDs für falsch, wenn man die SSDs nicht Jahrelang stromlos lagert. Persönlich mache ich sowas aber selbst mit meinem ext. gelagerten archiv HDDs nicht. Die werden einmal jährlich auf korrekte Lesbarkeit der Daten geprüft.
Verfügbare Mittel:
Angefangen von ECC-Ram im NAS/Server über (als absolutes Minimum) die Überprüfung/der Vergleich der kopierten Daten nach der Kopie mit dem Original, über regelmäßige Prüfsummentests, die Nutzung von Dateisystemen, die einem diese Prüfsummentests abnehmen (z.B, ZFS/BTRFS) bis hin zum RAID 1/5, wenn es einem die Zusatzkosten Wert ist.
Und ja doch, da gab es Datenverlust - nämlich bei all denen, die das problem nicht bemerkt haben oder weder Tool noch Firmwareupdate genutzt hatten, denn weitere Monate später waren Daten auch mit Fehlerkorrektur vereinzelt korrupt.
Dann nehmen wir dagagen diverse HDD-Serien, die in der Vergangenheit ohne Usereingriff reihenweise ausgefalen sind (irgendwelche IBMs oder WD Greens der ersten Stunde, die alle paar Sekunden die Köpfe in die Parkposition gefahren haben, sind mir da noch in Erinnerung).
Ich frage mich jedenfalls immer noch, welche abartigen Speicher meine 10-15 jahre alten CF- oder SD-Karten verwendet haben (das dürfe bei NoName, billigen Transcend oder Sandisk aus 2003-2007 wohl kein SLC gewesen sein). Da bin ich immer wieder erstaunt, dass die 512 MB - 2 GB Kärtchen nicht nur ein noch lesbares FAT32 System haben, sondern dass auch 10 jahre alte Bilder noch fehlerfrei anzeigbar sind und man sogar Bilder aus den Anfangsjahren noch wieder herstellen kann.
Die Probleme sind bei QLC aber deutlich größer als bei TLC. Sowohl bei der geringen Zahl der Löschzyklen und damit TBW, als auch bei dem Risiko für Bitfehler.
Wenn man den Angaben der Hersteller traut, dann weiss ich nicht, wie ich die mickrigen 400 TBW meiner 2 TB Intel 660P bis an mein Lebensende kaputt geschrieben bekomme. Wenn ich das schaffe, habe ich ganz andere Probleme wie mir für ein paar Euro/DM eine neue SSD zu kaufen. Eine 860 QVO mit 4 TB ist dann gar mit 1,44 PBW angegeben. Das wären ca. 100 GB/Tag die nächsten 40 Jahre (ohne Urlaub/Arbeit/Krankenhaus usw.).