Bis zu 8 Terabyte als SSD: Samsung 870 QVO kurzzeitig im Handel gelistet

Irgendwie finde ich es mittlerweilwe nur noch lustig, wenn hier so viele Leute panische Angst vor Datenverlust mit SSDs haben, gleichzeitig aber PCs ohne ECC Ram nutzen und Backups meist nur aus der ungeprüften Kopie von einer NTFS/EXT4 HDD auf eine andere besteht.

Klar kann man vor defekten Controllern oder defekten Speichermedien Angst haben. Dann sollte man m.M.n. aber auch so konsequent sein, verfügbare Mittel auch zu nutzen.

Wie kommst du zu diesen Behauptungen/Unterstellungen und von welchen verfügbaren Mitteln sprichst du?
 
Wie kommst du zu diesen Behauptungen/Unterstellungen und von welchen verfügbaren Mitteln sprichst du?

Er hat durchaus recht. Bei SSDs und speziell HDDs besteht jederzeit das Risiko, dass die Platten hin sind. Entweder lebt man mit dem Risiko oder man sichert seine Daten. So oder so muß man damit umgehen.

Hier wird so getan, also würden QLC SSDs von heute auf morgen alle Daten komplett und ohne Vorwarnung vergessen. Bisher hat sich da aber auch nichts gezeigt. Ich persönlich bin da ein wenig konservativ und warte mit der Anschaffung neuer Techniken. QLC ist jetzt schon über ein Jahr auf dem Markt, wenn diese SSDs ihren Ihnhalt vergessen sollten, dann bekommt man wohl ein Jahr vorher eine Warnung (irgendjemand hat die garantiert als extremes, stromloses Backup Medium im Einsatz).

Bisher ist noch nichts passiert.

noch so ein Sprung und die HDDs sind Geschichte :daumen:

HDDs werden sich auch weiter entwickeln und die haben sogar vermutlich noch mehr Luft, als die SSDs. Die Frage ist nur, ob sie das rechtzeitig schaffen.


Das ist dann aber meistens ein Problem des Controllers, so war es auch da. Probleme mit dem Speicher sind eher selten.

Aber alles was wichtig ist würde ich (persönlich) nie auf QLC speichern, TLC ist das absolute Maximum für mich (vor allem da der nicht wirklich viel teurer ist als QLC). Es ist zwar schön und wichtig immer (mehrere) Backups der wichtigen Daten zu haben aber ich habe auch keine große Lust ständig diese Daten auf Konsistenz zu prüfen und öfter das Backup einspielen zu müssen im worst case. In der tollen wegwerf-/billigst-gesellschaft oder in "unwichtigen" Workloads mögen QLC und von mir aus demnächst PLC-SSDs reinpassen aber ich würde wichtige Dinge nie dauerhaft solchen Datenträgern überlassen.
Ok ich gebe zu ich bin paranoid in dieser Thematik (beispielsweise sind meine Backups auch absichtlich nicht alle auf der gleichen Speichertechnik oder gar vom gleichen Datenträgerhersteller - könnte ja sein dass alle SSDs eines Herstellers nach X Stunden spontan totalausfallen - fast passiert bei der Crucial M4 damals also nicht so weit hergeholt - was alle Backups vernichtet wenn man nur eine Sorte Laufwerke hat...).

Komisch, du hast hier noch vor einiger Zeit erklärt, dass alles über einem Jahr in Ordnung wäre. Das schaffen auch die QLC SSDs mühelos.

Es sieht zumindest nicht so aus, als würde QLC auch nur ansatzweise so lange halten wie eine klassische HDD oder die ersten SSDs:

Eine klassische HDD ist relativ mies, da dürfte QLC locker drüber kommen, erst recht, wenn man ihn mit Strom versorgt.

Das Kippen von Bits ist ein (berechenbar) Quantenstatistikeffekt. HDDs sind so designt, dass solche Bitkipper für HDDs, die 10 Jahre bei Raumtemperatur gelagert werden, noch theoretisch korrigiert werden können. Dafür gibt es extra Daten für Fehlerkorrekturen.

Die Quanteneffekte haben eine gewisse Häufigkeit. So ist die Kernfusion bei Raumtemperatur recht selten (nicht Myonenkatalysiert), was auch gut ist, sonst würden die Ozeane explodieren.

Wo ein Bitkipper ist, müßten dann zunehmen mehr sein, wodurch die SSD dann recht schnell unbrauchbar würde.

Bei SSD's soll es aber schon teilweise Datenverlust bei 1/2 Jahr Stromlosigkeit gegeben haben.

Das war die allererste EVO, die nurnoch mit 5MB/sec ausgelesen werden konnte. Was das war ist unklar, Samsung sagt dazu nichts. Datenverlust war es zum Glück nicht, sonst wären alle 19nm TLC SSDs (und das sind die meisten) nach etwa einem Jahr kaputt.
 
Bisher hat sich da aber auch nichts gezeigt. Ich persönlich bin da ein wenig konservativ und warte mit der Anschaffung neuer Techniken. QLC ist jetzt schon über ein Jahr auf dem Markt, wenn diese SSDs ihren Ihnhalt vergessen sollten, dann bekommt man wohl ein Jahr vorher eine Warnung (irgendjemand hat die garantiert als extremes, stromloses Backup Medium im Einsatz).

Bloß wird das "alles vergessen" ein unwahrscheinlicherer Fall sein, als einzelne Bitfehler. Wenn die aber selten genutzte Dateien in Unterordnern betreffen, fällt das möglicherweise erst Monate nach dem Auftreten des Fehlers auf.
Im schlimmsten Fall sind diese defekten Dateien dann schon ins Backup gewandert.

Eine klassische HDD ist relativ mies, da dürfte QLC locker drüber kommen, erst recht, wenn man ihn mit Strom versorgt.

Eine klassische HDD hält normalerweise locker 5-10 Jahre im Betrieb.
Und der Speicherschicht ist es da egal, ob die HDD Strom hat, da die Magnetisierung selbst keine Stromversorgung bekommt.

Meine externe 2,5" HDD hat jetzt nach 5,5 Jahren seit ner Woche ein paar Lesefehler im CDI. Aber die ist jede Woche hin und her gewandert und die 2 TB sind fast voll. Wenn die ganz voll sind, muss eh eine neue Platte mit 4-5 TB her, wo dann auch der alte Inhalt drauf passt.
Wenn sie vorher ausfällt, wäre es auch nicht so super tragisch, da die neu hinzugekommenen Daten eh jedes Wochenende am Desktop auf eine interne Platte kopiert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Samsung 840 EVO hält ihre Daten stromlos jedenfalls sehr gut. Ich habe ein Laptop mit einer 840 EVO nachweislich ca. 2,5 Jahre nicht genutzt und nicht am Strom gehabt. Das Laptop "gammelte" bei Zimmertemperatur (letzten Sommer sicherlich auch mal an der 40°C Grenze) die ganze Zeit im Regal rum. Da gab es keinerlei Probleme beim Hochfahren von Windows und dem äußeren Anschein nach auch sonst keine Probleme (außer minimaler Zicken beim Updaten, was aber denke ich eher an der in die Jahre gekommenen Hardware gelegen haben dürfte als an irgendetwas anderem). Ich habe natürlich nicht jede einzelne Datei geöffnet, um zu prüfen, ob sie noch "lebt", aber es schien alles in Ordnung, Ich halte mich bei SSDs grundsätzlich an die von Samsung Magician vorgegebenen 10% OP, auch wenn dies bei meiner aktuellen natürlich nicht im Laptop befindlichen 860 EVO mit 4TB schon etwas weh tut, da so "nur" 3,27TB nutzbare Kapazität übrig bleiben. Datensicherheit geht aber immer vor. Samsung, die ihre Hardware und Controller in- und auswendig kennen, werden schon wissen, warum sie dies empfehlen. Da vertraue ich dem Hersteller.

Übrigens bin ich mal gespannt, ob TLC überhaupt eine Zukunft haben wird oder ob QLC mehr oder weniger gnadenlos forciert wird. Vielleicht hat Samsung nun auch so relativ lange gebraucht, weil sie ihre Controller "QLC-ready" gemacht haben(?). Bei der (Schreib-)Performance werden sie selbst mit dem besten Controller kaum etwas retten können, aber vielleicht haben sie ja mit intelligenten wear leveling Algorithmen zumindest in Sachen Haltbarkeit etwas reißen können, um de facto ganz nah an TLC-Niveau heranzukommen. Man darf gespannt sein, was Samsung bei der offiziellen Vorstellung der 870 QVO zu den bekannten Schwachpunkten von QLC sagen wird (die den TLC Schwachpunkten stark ähneln und doch hat sich TLC ja auf breiter Front durchgesetzt).
 
Komisch, du hast hier noch vor einiger Zeit erklärt, dass alles über einem Jahr in Ordnung wäre. Das schaffen auch die QLC SSDs mühelos.
Ok spielen wirs durch:
A: Das habe ich so nie behauptet.
P: *sucht Link raus wo was ähnliches steht*
A: Das ist ein völlig anderer Zusammenhzang und bedeutet nicht dass Laufwerke nur ein Jahgr halten müssen
P: Aber du hast so uns so geschrieben das versteht man als das und das
A: Trotzdem kann man aus nem Einzelnen Anwendungsfall keine generelle Unsinnsregel ableiten
blablabla yalla yalla...

...ich denke wir sparn uns das am besten gleich. :ugly:


Hier wird so getan, also würden QLC SSDs von heute auf morgen alle Daten komplett und ohne Vorwarnung vergessen.

Das ist etwas überspitzt ausgedrückt aber prinzipiell ja, das kann einer SSD passieren und es ist auch schon in Großserien vorgekommen. Nur mit einem merkmal hat das nix zu tun: Der Art des Flashes. Das kann MLC (Crucial) genauso passieren wie TLC (Dell) und vielleicht demnächst in ihrem Kino: QLC (Samsung).


Was das war ist unklar, Samsung sagt dazu nichts. Datenverlust war es zum Glück nicht, sonst wären alle 19nm TLC SSDs (und das sind die meisten) nach etwa einem Jahr kaputt.
So unklar ist das nicht - nur Samsung gibts nicht offen zu. Dadurch wie sie den Fehler "gefixt" haben sieht man aber was es war. Bei Zellen ging sehr langsam Ladung verloren bzw. wurde nicht korrekt aufgefrischt was zu einzelnen gekippten Bits führte (was GENAU wie schief lief weiß man natürlich nicht aber die Zellenauffrischung machte defeinitiv Murks^^). Die Fehlerkorrektur der SSD konnte das korrigieren - das aber irre langsam (daher die 5 MB/s). Fix von Samsung: "Alle älteren Daten suchen und in idle-Zeiten immer wieder neu schreiben, dadurch verursachte Schreibzyklen im SMART ignorieren um User nicht zu erschrecken" per Firmware-Update oder "Alle Daten 1x neu schreiben" per Tool (was dann wieder nurn paar Monate gut war).
Und ja doch, da gab es Datenverlust - nämlich bei all denen, die das problem nicht bemerkt haben oder weder Tool noch Firmwareupdate genutzt hatten, denn weitere Monate später waren Daten auch mit Fehlerkorrektur vereinzelt korrupt.

Daher die "Angst" vor QLC - denn ein solcher Fehler würde schneller auftreten (weniger Ladungsunterschied reicht für einen anderen zellenwert) und hätte größere Folgen (ein falscher Ladungszustand sind maximal 4 Bitfehler statt maximal 3).

Übrigens bin ich mal gespannt, ob TLC überhaupt eine Zukunft haben wird oder ob QLC mehr oder weniger gnadenlos forciert wird.

Langfristig wirds so laufen wie bei MLC/TLC auch. Am Anfang gibts beides, TLC gewinnt stärker Marktanteile weils billiger ist und 99% der Kunden keine Ahnung haben (und entsprechend das billigste kaufen), nach anfänglichen Krankheiten wird TLC mehr und mehr brauchbar/schnell/zuverlässig und löst MLC bis auf wenige professionellere Workloads fast vollständig ab.
So in etwa wirds die nächsten 5+ Jahre auch von TLC --> QLC laufen.
 
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Man darf gespannt sein, was Samsung bei der offiziellen Vorstellung der 870 QVO zu den bekannten Schwachpunkten von QLC sagen wird (die den TLC Schwachpunkten stark ähneln und doch hat sich TLC ja auf breiter Front durchgesetzt).

Die Probleme sind bei QLC aber deutlich größer als bei TLC. Sowohl bei der geringen Zahl der Löschzyklen und damit TBW, als auch bei dem Risiko für Bitfehler.
 
Wie kommst du zu diesen Behauptungen/Unterstellungen und von welchen verfügbaren Mitteln sprichst du?
Für alle mir hier im Forum (und in anderen Endanwenderforen) bekannten Anfragen, bei denen es um Datenarchivierung, NAS, Backup, manuelle Datensicherung und vergleichbare Themen geht, wird als max. Sicherung, neben der mehrfachen Datenhaltung, einzig das regelmäßige Kopieren der Daten auf neue Platten genannt.

Das ist für mich so ähnlich wie die Hobbyfotografen, die sich erst nach Ende ihres Fotourlaubs wundern, dass ihre blind gesicherten Bilder nicht korrekt lesbar sind, obwohl das Kopiergerät keinen Fehler angezeigt hat und man daher die sündhaft teuren Speicherkarten schon vor Ort wieder verwedet hat.

Ich halte die Aussagem das HDDs zuverlässiger sein sollen wie SSDs für falsch, wenn man die SSDs nicht Jahrelang stromlos lagert. Persönlich mache ich sowas aber selbst mit meinem ext. gelagerten archiv HDDs nicht. Die werden einmal jährlich auf korrekte Lesbarkeit der Daten geprüft.

Verfügbare Mittel:
Angefangen von ECC-Ram im NAS/Server über (als absolutes Minimum) die Überprüfung/der Vergleich der kopierten Daten nach der Kopie mit dem Original, über regelmäßige Prüfsummentests, die Nutzung von Dateisystemen, die einem diese Prüfsummentests abnehmen (z.B, ZFS/BTRFS) bis hin zum RAID 1/5, wenn es einem die Zusatzkosten Wert ist.

Und ja doch, da gab es Datenverlust - nämlich bei all denen, die das problem nicht bemerkt haben oder weder Tool noch Firmwareupdate genutzt hatten, denn weitere Monate später waren Daten auch mit Fehlerkorrektur vereinzelt korrupt.
Dann nehmen wir dagagen diverse HDD-Serien, die in der Vergangenheit ohne Usereingriff reihenweise ausgefalen sind (irgendwelche IBMs oder WD Greens der ersten Stunde, die alle paar Sekunden die Köpfe in die Parkposition gefahren haben, sind mir da noch in Erinnerung).

Ich frage mich jedenfalls immer noch, welche abartigen Speicher meine 10-15 jahre alten CF- oder SD-Karten verwendet haben (das dürfe bei NoName, billigen Transcend oder Sandisk aus 2003-2007 wohl kein SLC gewesen sein). Da bin ich immer wieder erstaunt, dass die 512 MB - 2 GB Kärtchen nicht nur ein noch lesbares FAT32 System haben, sondern dass auch 10 jahre alte Bilder noch fehlerfrei anzeigbar sind und man sogar Bilder aus den Anfangsjahren noch wieder herstellen kann.

Die Probleme sind bei QLC aber deutlich größer als bei TLC. Sowohl bei der geringen Zahl der Löschzyklen und damit TBW, als auch bei dem Risiko für Bitfehler.
Wenn man den Angaben der Hersteller traut, dann weiss ich nicht, wie ich die mickrigen 400 TBW meiner 2 TB Intel 660P bis an mein Lebensende kaputt geschrieben bekomme. Wenn ich das schaffe, habe ich ganz andere Probleme wie mir für ein paar Euro/DM eine neue SSD zu kaufen. Eine 860 QVO mit 4 TB ist dann gar mit 1,44 PBW angegeben. Das wären ca. 100 GB/Tag die nächsten 40 Jahre (ohne Urlaub/Arbeit/Krankenhaus usw.).
 
Die TBW-Angaben basieren auf geratenen Angaben und haben keine mathematische Grundlage.


Ich frage mich jedenfalls immer noch, welche abartigen Speicher meine 10-15 jahre alten CF- oder SD-Karten verwendet haben (das dürfe bei NoName, billigen Transcend oder Sandisk aus 2003-2007 wohl kein SLC gewesen sein). Da bin ich immer wieder erstaunt, dass die 512 MB - 2 GB Kärtchen nicht nur ein noch lesbares FAT32 System haben, sondern dass auch 10 jahre alte Bilder noch fehlerfrei anzeigbar sind und man sogar Bilder aus den Anfangsjahren noch wieder herstellen kann.

Genauso gibt es aber regelmäßig Sticks und Speicherkarten mit defektem FAT32-Dateisytem. Im Image sieht es dann so aus, als wäre da die FAT an den Anfang des Images verschoben. Oder halt der Controller spukt in Wirklichkeit die Daten erst ab späterer Stelle aus.
Hier mal Bildlich, die FAT das sind diese Zahlenketten: 05000000 06000000 07000000 ...
table_32.gif


Ich hab auch ne nagelneue Transcend 32 GB Micro SD, die nach kurzer Zeit ihre Daten vergessen hat. Plötzlich war das Ding im Tablet leer, oder zumindest einzelne Ordner. Die Daten selbst ließen sich aber wieder herstellen. Hatte dann die alte wieder eingebaut.

Da Speicherkarten und Sticks kein SMART haben, ist da eine Fehlerfindung sehr schwer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die TBW-Angaben basieren auf geratenen Angaben und haben keine mathematische Grundlage.

Ich bezweifle stark, dass die Hersteller diese Angaben tatsächlich einfach nur würfeln ;) . Abgesehen davon hat wirklich jeder "SSD Endurance Test" bislang bewiesen, dass die SSDs sehr, sehr, sehr WEIT über die vom Hersteller angegebenen TBW-Angaben hinaus funktioniert haben. Es gibt keinen Grund zur Annahme. dass dies bei den QLC-Modellen deutlich anders sein wird. Es ist zwar gut möglich, dass die "etwas" früher schlapp machen, aber dies wird vermutlich genauso wenig Praxisrelevanz haben wie bei allen anderen bisher getesteten Modellen auch, zumal man eben wirklich noch nicht weiß, welche Controller-"Tricks" die Hersteller ggf. ausgetüftelt haben.

The SSD Endurance Experiment: They're all dead - The Tech Report
 
Bloß wird das "alles vergessen" ein unwahrscheinlicherer Fall sein, als einzelne Bitfehler. Wenn die aber selten genutzte Dateien in Unterordnern betreffen, fällt das möglicherweise erst Monate nach dem Auftreten des Fehlers auf.
Im schlimmsten Fall sind diese defekten Dateien dann schon ins Backup gewandert.

SSDs topfen die Daten regelmäßig um, damit genau das nicht passiert. Wie oft das geschieht, ist Betriebsgeheimnis.

Eine klassische HDD hält normalerweise locker 5-10 Jahre im Betrieb.
Und der Speicherschicht ist es da egal, ob die HDD Strom hat, da die Magnetisierung selbst keine Stromversorgung bekommt.

Eine HDD hat einfach sehr viele mechanische Teile, die kaputtgehen können. Gute SSDs haben eine Fehlerhäufigkeit, die weniger als halb so groß ist, wie die guter HDDs, je älter sie werden, umso mehr verschiebt sich das Richtung SSDs.

Meine externe 2,5" HDD hat jetzt nach 5,5 Jahren seit ner Woche ein paar Lesefehler im CDI. Aber die ist jede Woche hin und her gewandert und die 2 TB sind fast voll. Wenn die ganz voll sind, muss eh eine neue Platte mit 4-5 TB her, wo dann auch der alte Inhalt drauf passt.
Wenn sie vorher ausfällt, wäre es auch nicht so super tragisch, da die neu hinzugekommenen Daten eh jedes Wochenende am Desktop auf eine interne Platte kopiert werden.

Eine gute SSD hält, nach menschlichen Maßstäben, ewig. Ich bin bei meiner mit etwa 1000 Jahren dabei und ich bin ein Extremnutzer (nur wenige haben die Auslagerungsdatei auf gut 60GB gebracht. Selbst die QLC SSDs sollten Jahrzehnte durchhalten.

Das ist etwas überspitzt ausgedrückt aber prinzipiell ja, das kann einer SSD passieren und es ist auch schon in Großserien vorgekommen. Nur mit einem merkmal hat das nix zu tun: Der Art des Flashes. Das kann MLC (Crucial) genauso passieren wie TLC (Dell) und vielleicht demnächst in ihrem Kino: QLC (Samsung).

Das ist aber entweder ein Problem der Firmware oder des Controllers, die beiden Schwachpunkte der SSDs. Wer sich jedoch für gute Qualität entscheidet, der hat damit meist kein Problem (deshalb sind Samsung und Intel so empfehlenswert)

So unklar ist das nicht - nur Samsung gibts nicht offen zu. Dadurch wie sie den Fehler "gefixt" haben sieht man aber was es war. Bei Zellen ging sehr langsam Ladung verloren bzw. wurde nicht korrekt aufgefrischt was zu einzelnen gekippten Bits führte (was GENAU wie schief lief weiß man natürlich nicht aber die Zellenauffrischung machte defeinitiv Murks^^). Die Fehlerkorrektur der SSD konnte das korrigieren - das aber irre langsam (daher die 5 MB/s). Fix von Samsung: "Alle älteren Daten suchen und in idle-Zeiten immer wieder neu schreiben, dadurch verursachte Schreibzyklen im SMART ignorieren um User nicht zu erschrecken" per Firmware-Update oder "Alle Daten 1x neu schreiben" per Tool (was dann wieder nurn paar Monate gut war).
Und ja doch, da gab es Datenverlust - nämlich bei all denen, die das problem nicht bemerkt haben oder weder Tool noch Firmwareupdate genutzt hatten, denn weitere Monate später waren Daten auch mit Fehlerkorrektur vereinzelt korrupt.

Soweit ich weiß ist es zu keinem Datenverlust gekommen. Das wäre nämlich der Super GAU, der alles verändern würde. Wenn 19nm TLC wirklich so anfällig wären, dann könnte man 15nm TLC und 19nm QLC garnicht betreiben, die würden ihre Daten quasi sofort vergessen (das Problem wird exponentiell schlimmer).

Eines Tages wird es eventuell zum Super GAU kommen und dann werden die Leute anfangen guten Flash zu schätzen. Bis dahin ist noch Zeit und eventuell sind die Hersteller ja so schlau und lassen es garnicht dazu kommen (wäre in deren Interesse).

Ich bezweifle stark, dass die Hersteller diese Angaben tatsächlich einfach nur würfeln ;) .

Im Prinzip geben die Hersteller die TBW so an, dass sie die Garantie nie geben müssen. Wobei sie auch immer mutiger werden. Bei der ersten EVO waren es noch umgerechnet 44 Schreibzyklen oder 1,6% der maximal möglichen 2700, die garantiert wurden. Bei meiner 850 Evo wurden dann 150 von 10.000 Schreibzyklen (oder 1,5%) garantiert. bei der 860 Evo werden hingegen ganze 600 von 2700 möglichen Schreibzyklen garantiert, das sind über 22%. Wenn man so will, dann geben die Hersteller die Garantie nach Gefühl und Konkurrenzdruck.
 
8 TB für 599, da können wir verhandeln. Aber noch immer 900? Also über 100 pro TB?

Inzwischen sind die Preise wieder ordentlich in den vierstelligen Bereich geklettert, aber Ende letzten Jahres gab es noch 'ne 8TB - U2 - SSD, die für 850 € über den Ladentisch gewandert ist. Und da es m.2-Adapter für U2 gibt... :schief:
 
8 TB für 599, da können wir verhandeln. Aber noch immer 900? Also über 100 pro TB?

Inzwischen sind die Preise wieder ordentlich in den vierstelligen Bereich geklettert, aber Ende letzten Jahres gab es noch 'ne 8TB - U2 - SSD, die für 850 € über den Ladentisch gewandert ist. Und da es m.2-Adapter für U2 gibt... :schief:

Das sind die Einführungspreise. Die 160€, für die 1TB QVO, wurden auch nur kuzfristig aufgerufen. Nach einigen Tagen werden sich die wohl oberhalb der normalen QLC SSDs einfinden.
 
Soweit ich weiß ist es zu keinem Datenverlust gekommen. Das wäre nämlich der Super GAU, der alles verändern würde. Wenn 19nm TLC wirklich so anfällig wären, dann könnte man 15nm TLC und 19nm QLC garnicht betreiben, die würden ihre Daten quasi sofort vergessen (das Problem wird exponentiell schlimmer)..

Ich hatte ein paar 840EVOs die tatsächlich korrupte Daten hatten gesehen von Leuten die die Jahre genutzt hatten und der PC nur 2x die Woche kurz an war. Das war aber kein Problem des 19nm TLCs, es war hat ein Bug des Controllers/Firmware. Die Auffrischung des Flashs war halt nicht ok. Da kann der Flash dann nichts dafür wenn er über die Monate/Jahre irgendwann seine Daten "vergisst". Deswegen gibts die Auffrischung (und die Empfehlung SSDs nicht Jahre in die Schublade zu legen) ja.

Ich frage mich jedenfalls immer noch, welche abartigen Speicher meine 10-15 jahre alten CF- oder SD-Karten verwendet haben (das dürfe bei NoName, billigen Transcend oder Sandisk aus 2003-2007 wohl kein SLC gewesen sein).

Billiger MLC - und mit billig meine ich da eben auslaufende große Strukturgrößen. MLC in 40nm oder noch mehr aus den ersten Tagen haben so viel Ladung pro Zelle dass sie ihre Daten gefühlt ewig halten können. Das Vergessen/Auffrischen-Thema wird ja (neben mehr-Bit-pro-Zelle) erst mit Strukturgrößen unter 20nm relevant. Die alten "Brummer" vergessen so schnell nix.
 
Der Datenverlust hat mit der Stromversorgung wenig zu tun, weil es Schutzmechanismen gibt (gateway, floating gate), sondern mit der Umgebungstemperatur und der Datendichte. Je höher die Umgebungstemperatur im stromlosen Zustand ansteigt, um so mehr ist mit einen Datenverlust zu rechnen.

Edit sagt: ...für den Speichertyp gilt, heiß betreiben und kühl lagern.:D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Datenverlust hat mit der Stromversorgung wenig zu tun, weil es Schutzmechanismen gibt (gateway, floating gate), sondern mit der Umgebungstemperatur und der Datendichte.

Ja und nein.

Du hast Recht - je höher die Lagertemperatur desto schneller der Ladungs- und damit Datenverlust (genauer: Datenkohärenz) der Zellen. Denn je höher die Temperatur desto höher Kriech-/Leckströme. Und je höher die Datendichte desto schlimmer sind kleine Ladungsänderungen da bei einer MLC viel mehr (Spannungs-)Unterschied zwischen zwei Ladungszuständen ist als bei einer QLC.
Auch richtig: Je wärmer die Daten geschrieben wurden desto robuster sind sie, da sehr vereinfacht gesagt in wärmere Zellen mehr Ladung passt.

Aber: Obwohl diese Effekte alle völlig unabhängig von der Stromversorgung sind ist es doch letztere die sie unwichtig macht. Denn eine SSD in der Schublade erleidet all diese Effekte bis die Daten irgendwann korrupt sind. Eine SSD die genutzt wird erleidet die gleichen Effekte selbstverständlich auch, sie werden aber durch intelligente Auffrischmechanismen aufgefangen (bevor eine Zelle Gefahr läuft zu "kippen" schreibt der Controller die Daten darin frisch neu). Daher passiert SSDs, die regelmäßig am Strom hängen, all das nicht (sofern der Mechanismus der Auffrischung funktioniert wie er soll).
 
Die Preise sind noch etwas hoch, aber ich freue mich drauf endlich auch mal Kapazitäten zu haben, dass man es sich leisten kann Musik und Fotos auf Ssds zu speichern
 
Er hat durchaus recht. Bei SSDs und speziell HDDs besteht jederzeit das Risiko, dass die Platten hin sind. Entweder lebt man mit dem Risiko oder man sichert seine Daten. So oder so muß man damit umgehen.

Hier wird so getan, also würden QLC SSDs von heute auf morgen alle Daten komplett und ohne Vorwarnung vergessen. Bisher hat sich da aber auch nichts gezeigt. Ich persönlich bin da ein wenig konservativ und warte mit der Anschaffung neuer Techniken. QLC ist jetzt schon über ein Jahr auf dem Markt, wenn diese SSDs ihren Ihnhalt vergessen sollten, dann bekommt man wohl ein Jahr vorher eine Warnung (irgendjemand hat die garantiert als extremes, stromloses Backup Medium im Einsatz).

Bisher ist noch nichts passiert.
Also wir haben genug SSDs bei denen der Controller einfach nicht mehr wollte. Alles futsch, wer kein Backup gemacht hat.
Ich mache regelmäßig Backups, weshalb ich seine Unterstellung nicht nachvollziehen kann.
Den Sterben-kaufen-wiederherstellen Prozess brauch ich trotzdem nicht
 
Ihr diskutiert ja neben der SSD auch die Wichtigkeit des richtigen Speichermediums und die verschiedenen Speichertypen, also würde ich gerne fragen:
Wenn ihr wählen müsstet: MLC oder Power-Loss-Protection? Theoretisch ginge beides, aber MLC ist echt beinah aus dem Enterprise Segment verschwunden.

Weil wenn man schon tiefer in die Tasche greifen muss (und vielleicht ja auch will, weil die Daten einem eben wichtig sind), dann kann man ja gleich auch das Richtige sich holen. Ich frage mich eben, ob MLC vielleicht von Natur aus so hochwertig ist, dass es gar keine Power-Loss-Protection notwendig hat? Oder trifft das nur auf SLC zu?
 
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