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Bewertung: Neuer Gaming PC

Hallo LucraPlay,

ich gebe den Community-Mitgliedern recht, dass wenn ein Kauf erst zum Jahreswechsel 2020/2021 ansteht, eine "Detailplanung" für einen PC zum jetzigen Zeitpunkt eher weniger Sinn ergibt. Dieses Jahr passiert einfach noch so viel im Computerbereich, dass die Empfehlungen, die wir Dir jetzt machen würden in 6-7 Monaten alle wieder veraltet wären. In den nächsten 1,5 Wochen sollen offizielle Details von mehreren Herstellern zu neuen Produkten kommen. AMD möchte Daten zu seinen neuen 4000er Prozessoren vorstellen. Hinzu kommen natürlich auch neue 670er Mainboards. Zudem die erwartete High-End- Grafikkarte "Big Navi". Bei Nvidia wird die 3000er Grafikkarten-Reihe vorgestellt werden, die angeblich einen starken Sprung nach vorne machen soll.

Was Du Dir aber überlegen kannst ist eine grobe Richtlinie zu Deinem neuen PC:
- Wie viele Prozessor-Kerne brauche ich wirklich?
- Wie viel RAM ist sinnvoll?
- In welcher Auflösung möchte ich zocken? HD, WQHD, 4k UHD? Entsprechend ist die Grafikkarte dann im Dezember zu wählen.
- Wir groß soll meine Spiele SSD werden? 1TB oder doch eher 2TB?
- Von welchem Typ soll sie sein? NVMe M.2-SSD oder SATA-SSD? PCIe 3.0 oder doch PCIe 4.0?
- Brauche ich eine zusätzliche HDD?
- Wie viel Watt muss das Netzteil haben um nicht an Grenzen zu gearaten? Welche Effektivität?
- Welches Gehäuse gefällt mir und erfüllt meine Bedürfnisse?
- Welche Lüfter brauche ich zusätzlich? Mit RGB oder doch ohne RGB?
- ...

Im Detail kann jetzt einfach nicht alles beantwortet werden, weil wir die Elektronikprodukte mit ihren Daten noch nicht im Einzelnen kennen.

Ein paar Gedanken von mir:
- Ein 12-Kerner ist für ein Gaming PC eher unsinnig. Auch in Zukunft. 6 Kerne sind Minimum. Mit 8-Kernen bist du recht "zukunftssicher". 12- und 16-Kerner sind für Leute, die diese Rechner noch als Workstations für spezielle rechenintensive Programme nutzen.
- 16GB RAM könnten in Zukunft zu wenig sein. 32GB sind also durchaus sinnvoll. Mehr braucht erstmal kein Gamer.
- WQHD als Auflösung ist die nächsten paar Jahre die Regel. Wer in 4k spielen will muss richtig blechen für eine High-End-Grafikkarte. Unter 1000 EUR wird es da definitiv nix geben.
- Spiele werden im Speicherplatzbedarf immer größer. Mit ein paar Spielen kann die Festplatte schon voll ein. Ich würde daher gleich eine 2TB SATA-SSD nehmen. Restdaten auf eine günstige HDD.
- Ein 550-650W-Netzteil sollte völlig ausreichen (bei einer Grafikkarte).
- Gehäuse gibt es wie Sand am Meer. Da hat man die Qual der Wahl. Guck Dich um und lese Rezensionen.
- Ebenso bei den Lüftern. Ich würde nach Leistung und nicht nach Bling-Bling gehen. Es gibt da eine Menge Schrott. Es gilt die Spreu vom Weizen zu trennen.

Das "kurz" von mir.

Grüße,
Dr. Nice X
 
Wenn es das Budget hergibt, kann man trotzdem 12 Kerne nehmen.

Immerhin haben die kommenden Konsolen auch 8 Kerne + SMT.
 
Da gebe ich Dir Recht DKK007. Der AMD Ryzen 9 3900X ist schon ein Schnäppchen für 12 Kerne. Wer rund 145 Euro extra so "rumzuliegen" hat, kann das natürlich machen. Würde ich auch. So viel mehr FPS bringt der in aktuellen Spielen dann aber auch nicht. Wenn zukünftige Spiele die Kerne besser nutzen (was wir ja leider nicht wissen) ist es durchaus eine Überlegung, für den vergleichsweise "kleinen" Aufpreis. Der 16-Kerner (AMD Ryzen 9 3950X) ist für reines Gaming aber definitiv "over the top".
 
Der 3900X kostet mit 430€ mittlerweile sogar schon 100€ weniger, wie damals, als ich den direkt zu Release bestellt hatte und dann 5 Wochen warten musste. ;)
 
Wenn es das Budget hergibt, kann man trotzdem 12 Kerne nehmen.

Immerhin haben die kommenden Konsolen auch 8 Kerne + SMT.

Sehe ich genauso.
Durch Konsolen mit 8 Kernen + SMT, wird sich das Bild entsprechend verschieben.
Wir haben ja auch jetzt schon Spiele gehabt, die mehr Kerne am PC angesprochen haben, obwohl Konsolen doch weitaus weniger Kerne besitzen.
Deshalb sehe ich das bei einem 12 Kerner genauso passieren:
Kommende Next-Gen-Games werden für 8 Kerner optimiert sein, aber dennoch wird es Titel geben die darüber hinaus von mehr Kernen profitieren.
Ganz davon ab, dass mehr Kerne immer ein kleines Plus bringen und der 3900x auch im Single-Core höher taktet als der 3700x.

Dennoch sehe ich bei einer Kaufentscheidung für Gaming zwischen 3700x und 3900x den Hauptgrund zu letzerem eher bei "haben will", da zum jetzigen Zeitpunkt der Mehrwert, gerade bei Auflösungen jenseits 1080p, nicht wirklich vorhanden ist.
 
Selbst bei den vielzitierten Spielen, die "mehr als x Kerne ausnutzen", liegt der 3900X im Schnitt keine 5% vor einem 6-Kerner wie dem Ryzen 5 3600.

Zwischen Ryzen 5 3600 und dem 8-Kerner 3700X sind es häufig keine 2% Unterschied (und wir reden jeweils schon von FPS-Zahlen, die jenseits der 120 liegen).

Das ändert sich nicht einfach spontan mit der Einführung von 8 Kernen mit SMT auf Konsolen. Dazu fehlt es häufig an der Parallelisierbarkeit in Echtzeitanwendungen wie Games.

Der 3700X und auch der 3900X sind keinen Deut zukunftssicherer als zB der 3600. Am Ende haben alle einen sehr ähnlichen Takt und dieselbe IPC. Beides Faktoren, die VOR den Kernen zum limitierenden Faktor werden.

Oder anders gesagt:

Bis möglicherweise die zwei (oder 6) Kerne mehr zu einem Unterschied zwischen "spielbar" und "unspielbar" führen, gibt es preislich bessere, effizientere und leiatungsstärkere Plattformen mit neuen Standards wie DDR5 und es kräht kein Hahn mehr nach Ryzen 3000.
 
Man kann dann aber auch noch andere Anwendung neben dem Spiel laufen lassen und hat dann trotzdem noch 3-8 Kerne für das Spiel exklusiv übrig.
 
Ist halt die Frage, um welche kernfressenden Anwendungen es sich dabei dann handelt bzw. ob man wirklich "aktive" Anwendungen tatsächlich parallel zum Echtzeit-Gaming offen hat. Ich würde mal behaupten, dass das beim Großteil der Nutzer niemals der Fall ist und zB ein offener Browser ist nun wirklich kein entscheidender Faktor.

Was auch viele vergessen: Ob bei den Konsolen wirklich alle 8 Kerne / 16 Threads für ein Spiel selbst zur Verfügung stehen oder ob sich OS etc. auch was genehmigen (und da zum Teil fest / unveränderlich), weiß man nicht.
 
Mit 8 Kernen ist man schon gut dabei, wenn es ums "Gaming" geht. 12 Kerne sind ein "Bonus", denn man jetzt in dem Bereich nicht braucht, aber die sicher irgendwann durchaus Relevanz bekommen können. Die Frage ist eigentlich immer nur: "Wann genau?". Spieleentwicklung braucht einfach Zeit und wenn die Konsolen nur 8 Kerne haben, dann wird man die Games für PCs ebenso für maximal 8 Kerne auslegen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. War in der Vergangenheit aber auch nicht viel anders.
 
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