Schon mal auf die Idee gekommen das du vieleicht einfach schlicht nicht Geschichts / Authentizitätafin genug bist um dich an der mangelnden Immersion zu stören, das aber andere durchaus als störend empfinden könnten?
Mich persöhnlich stört es schon sehr wenn man irgend ein historisches Szenario nachspielt und dann solche immersionskiller drin hat, ist genauso nervig wie wenn irgendwelche Waffen und Panzer zu einem Zeitpunkt, oder auf einem Schauplatz verfügbar sind an dem es sie nicht gab, wie z.B. in BF1942 / oder CoD2. Man erinnere sich z.B. auch als jüngstes Beispiel nur mal an CoD WWII, wo sich Leute darüber beschwert haben das das Wannen-MG des Panzer IV auf der falschen Seite war, oder der Sound des MG42 nicht nahe genug am Original war (sind doch alles keine immersionskillenden Sachen, oder doch?):
Der Grad des Anspruchs ist da sehr unterschiedlich und man kann daher kaum sagen, wie es hier einige und auch du tun, das es generell nicht Immersionsmindernd sei wenn es schon bei so grundlegenden Dingen wie der Symbolik, aber eben auch darüber hinaus, keine korrekte Darstellung gibt, nur weil es dich und andere, mit einem geringeren Anspruch daran und evt. auf Grund einer generellen Grundablehnung auf das Symbol, nicht stören mag.
Es gibt da soviele Beispiele, was mich persöhnlich z.B. schon mal gestört hat:
Im Film Stalingrad (1942) von Josef Vielsmaier stört mich z.B. auch das dort auf russischer Seite T-34/85 benutzt wurden, obwohl selbige erst ab Anfang 1944 in größerer Stückzahl (Serienfertigung) verfügbar war (ich weiß natürlich warum man das gemacht hat, aber trotzdem).
Genauso kann ich mir z.B. einfach diese ganzen Hollywood Filmproduktionen über Griechen, Römer, usw. der 60er und 70er Jahre einfach nicht geben, mit ihren extrem hollywoodtypisch überzogenen Darstellungen und offensichtlichsten, ins Auge springenden, historischen Inkorektheiten.
Jeder hat irgend etwas wo ihm ein mindestmaß an darstellerischer Korrektheit wichtig ist. Richtige Modelleisenbahnliebhaber würden sich wohl zum Beispiel auch daran stören wenn in einer Modellbahnstreckennachbildung von Frankfurt aus den 1920er Jahren plötzlich statt Dampflockomotiven Diesel wie die DB 218.4 fahren würden, oder richtige Mittelalterliebhaber stören sich halt gerne mal daran wenn die Kleidung nicht historisch korrekt, dem Zeitabschnitt entsprechend, ist, usw.
Oder würdest du diesen Leuten jetzt auch absprechen wollen des es ihnen bei einer möglichst korrekten Darstellung vor allem um die Immersion gehen mag?
Sorry, das doch Blödsinn, das selektivieren zu wollen. Entweder man erklärt etwas generell zur Kunst und akzeptiert dann das es eben auch Kunst gibt die man selbst evt. nicht als Kunst betachten würde, oder eben nicht. Oder wie willst du klären ob das eine Kunst und das andere keine Kunst ist?
Wer klärt denn bei moderner Bildhauerei, oder Malerei welches Bild / Kunstwerk da Kunst ist und welches nicht?
Ist Michelangelos David Kunst, eine Skulptur aus 3 verbogenen und wilkürlich wirkend zusammengeschweißten Stahlträgern aber nicht, weil es deinen Geschmack nicht trifft, das andere aber schon? Ist die Mona Lisa Kunst, aber ein Bild mit Farbspritzern in 20 Farben nicht?
Ist Goethes Faust ein literarisches Kunstwerk, Feuchtgebiete von Charlotte Roche jedoch nicht?
Sind Theaterstücke Kunst, oder Opern und Filme? Immerhin ergibt dort die Darbietung jedes einzelnen Akteurs für sich in der Regel auch keinen Sinn, sondern erst das zusammenwirken und agieren aller Beteiligten.
Entpsrechend, natürlich sind Computerspiele genauso Kunst wie alles andere und besonders wie Filme, Theaterstücke, oder Opern.
Da gibt es eigentlich überhaupt nichts daran zu rüteln das Computerspiele genauso Kunst sind wie die anderen oben genannten Dinge, aber genau wie da gibt es eben auch bei Computerspielen beliebtere und weniger beliebte Kunstwerke (je nach Talent der Künstler halt). Bzw. sicher auch Kunst an der sich die Öffentlichkeit allgemein anstoßen mag.
Das sie nicht als Kunst anerkannt werden liegt ausschließlich am bekannten Generationendünkel, wie einst auch beim Rock n' Roll und später auch beim Metal (ist schlecht für die Jugend, bringt sie auf dumme Gedanken, usw. usf.)...
Einen logisch berechtigten, da nachvollziehbaren, Grund Computerspiele nicht als Kunst anzuerkennen gibt es jedenfalls nicht.
Übrigens gab es schon mal gewisse Leute die zwischen 1933 und 1945 meinten bestimmen zu dürfen wo "gute / wahre" Kunst anfängt und wo sie aufhört, die "schlechte" Kunst dann entartet nannten und sie vernichteten und unzählige Bücher Öffentlichkeitswirksam verbrannten, sowie deren Herrausgeber zur Flucht gezwungen, oder eingesperrt haben.