Arirang 2012!

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Die Massenveranstaltung Arirang findet wieder statt. Von August bis September ist sie im Stadion Erster Mai in Pjöngjang zu sehen, einem, mit einem Fassungsvermögen von 150.000 Zuschauern, der weltweit größten Stadien. Die schönste Show dieser Erde wird durch 100.000 auftretende Artisten ermöglicht.
Die erstaunliche Choreographie, unglaubliche Synchronität und Komplexität der akrobatischen Nummern ist das Ergebnis vieler Monate harten Trainings. Rund 90 Minuten dauert die spektakuläre Show. 2007 war Arirang als größte gymnastische und künstlerische Leistung der Welt im Guinness Buch der Rekorde vertreten.​



Quelle der Bilder:
"Naenara"-Nachricht von Naenara-Neueste Nachricht:Eröffnet wurde die Große Massensport- und Kunstschau
 

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Der Threadersteller reiche bitte die Quelle der Bilder (und ggf. des Textes) nach, sowie einen politischen oder gesellschaftlichen (oder wissenschaftlichen?) Diskussionsansatz.
 
Hinweis:
Die Quelle der Bilder wurde dem Startpost hinzugefügt, den Text habe ich selbst geschrieben.

Diskussionsansatz:
Das größte Sportereignis aller Welt findet zur Zeit wieder statt. Man könnte annehmen in London. Falsch! In Pjöngjang!
Es ist erstaunlich, daß sich die Medien über dieses Ereignis in Schweigen hüllen. Warum ist es keiner Zeitung, keiner Nachrichten- oder Sportsendung auch nur eine kleine Randnotiz wert?
 
Das ist ein Grund, dieses Ereigniss anders zu behandeln, als Olympia - was du ja gerne zum Vergleich heranziehst. Zweiter Faktor, der die Berichtsfrequenz drücken dürfte, sind die Bedingungen für Ausländer und für Journalisten im Veranstaltungsland. Da zudem jeglicher Bezug zu oder Bedeutung für Deutschland fehlt, rutscht das ganze halt in die "31." Minute der Tagesthemen, weil andere Inhalte wichtiger sind, und ist allenfalls noch unter ferner liefen (bzw. tanzten) in umfangreicheren Tageszeitungen zu finden.
Guck dir mal an, wo z.B. die Dokumenta in der normalen Berichterstattung landet. Und die ist mitten in Deutschland und findet als weltwichtigstes Ereigniss ihrer Art Zulauf aus der ganzen Welt.
 
Das ist ein Grund, dieses Ereigniss anders zu behandeln, als Olympia - was du ja gerne zum Vergleich heranziehst. Zweiter Faktor, der die Berichtsfrequenz drücken dürfte, sind die Bedingungen für Ausländer und für Journalisten im Veranstaltungsland. Da zudem jeglicher Bezug zu oder Bedeutung für Deutschland fehlt, rutscht das ganze halt in die "31." Minute der Tagesthemen, weil andere Inhalte wichtiger sind, und ist allenfalls noch unter ferner liefen (bzw. tanzten) in umfangreicheren Tageszeitungen zu finden.
Guck dir mal an, wo z.B. die Dokumenta in der normalen Berichterstattung landet. Und die ist mitten in Deutschland und findet als weltwichtigstes Ereigniss ihrer Art Zulauf aus der ganzen Welt.
Wenn irgendwo im tiefsten Rußland ein paar Motorräder auf Spikes im Kreis fahren, sieht man es im deutschen Fernsehen. Die Arirang hingegen ist nirgendwo zu finden.
 
Es ist in erster Linie eine Propagandaveranstaltung eines stalinistisch regierten Landes. Wieso sollte das in unserer Presse mehr Platz als eine minimale Randnotiz - wenn überhaupt - wert sein?

Ich zitiere mal von Deiner Quelle:
Auf die Bühne brachte das Schaffenskollektiv neue Werke, die den unbeugsamen Geist unserer ganzen Armee und unseres ganzen Volkes, die die unerreichten großen Männer vom Paektu-Gebirge auf ewig hoch verehren und getreu der Führung des hoch verehrten Marschalls Kim Jong Un für den endgültigen Sieg von starken aufblühenden Korea standhaft kämpfen, und seine sich mit jedem Tag verwandelnde stolzerfüllte Gestalt darstellen.

Was für ein realitätsfremder Schrott...
 
Wenn irgendwo im tiefsten Rußland ein paar Motorräder auf Spikes im Kreis fahren, sieht man es im deutschen Fernsehen. Die Arirang hingegen ist nirgendwo zu finden.



:ka:
ICH sehe das nicht im deutschen Fernsehen. Auch nicht kurz oder zufällig. Mag sein, dass mir die passenden Sender fehlen - aber da müsstest du dann bei eben diesen nachfragen, warum sie diese Prioritäten setzen. Die großen Kanäle scheinen mir beides zu ignorieren und bringen lieber irgendwelche für 5 Cent produzierten Eigenformate.
 
wie soll dieser mit propaganda vollgepumpte veranstalltung den bitte gröer sein als olympia? keiner ausser nordkorea kann zugucken und mehr als 150k leute passen auch nicht rein.
 
:ka:
ICH sehe das nicht im deutschen Fernsehen. Auch nicht kurz oder zufällig. Mag sein, dass mir die passenden Sender fehlen - aber da müsstest du dann bei eben diesen nachfragen, warum sie diese Prioritäten setzen. Die großen Kanäle scheinen mir beides zu ignorieren und bringen lieber irgendwelche für 5 Cent produzierten Eigenformate.
Ich habe es jedenfalls geshen. War DSF oder Eurosport.
Ich denke einfach, daß Arirang nicht in das Bild des armen Hungerstaates passt, daß man von Nordkorea zeichnet.
Ebensowenig wie z.B. das Ryugyong Hotel:
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wie soll dieser mit propaganda vollgepumpte veranstalltung den bitte gröer sein als olympia? keiner ausser nordkorea kann zugucken und mehr als 150k leute passen auch nicht rein.
Wie widersprüchlich. Einerseits gibst du an, es könner keiner außer Nordkorea zugucken, andererseits sagst du, Arirang sei mit Propaganda vollgepumpt.
Die Veranstaltung ist deswegen größer als Olympia, weil sie von 100.000 Akteuren dargestellt wird.

Zum Stadion.
Deine Behauptung ist natürlich falsch, ein Blick in die Wikipedia hätte dies schnell klarstellen können.
Das Stadion sist das zweitgrößte der Welt und fasst 150.000 Zuschauer.
Stadion Erster Mai

Was für ein realitätsfremder Schrott...
Wie so oft wird geurteilt, völlig ohne Informationen zu besitzen.
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe es jedenfalls geshen. War DSF oder Eurosport.

Dass dedizierte Spartenkanäle für Sportveranstaltungen auch über kleinere Sportveranstaltungen berichten, ist wohl ebenso logisch, wie dass sich nicht über Massenschauveranstaltungen (egal wo) berichten. Ich glaube auch nicht, dass das Angebot an letzteren oder die Nachfrage nach letzteren auf absehbare Zeit zu einem eigenen Spartenkanal führen wird.

Ich denke einfach, daß Arirang nicht in das Bild des armen Hungerstaates passt, daß man von Nordkorea zeichnet.
Ebensowenig wie z.B. das Ryugyong Hotel:

Über diese (mitlerweile wieder Ex-)Bauruine wurde schon des öfteren in unseren Medien berichtet. (Besonders dann, wenn das Land mal wieder großspurig die baldige Fertigstellung ankündigte, während es zeitgleich nicht die Ressourcen hatte, für eine ausreichende Ernährung zu sorgen)

Wie widersprüchlich. Einerseits gibst du an, es könner keiner außer Nordkorea zugucken, andererseits sagst du, Arirang sei mit Propaganda vollgepumpt.

Die Propaganda Nordkoreas ist (wie in so vielen absolutistischen Staaten) vor allem auf die eigene Bevölkerung gerichtet. Somit gibt es da keinen Widerspruch.

Die Veranstaltung ist deswegen größer als Olympia, weil sie von 100.000 Akteuren dargestellt wird.

Die olympischen Spiele sind ein sportliches Großereigniss mit den Spitzenathleten aus iirc über 200 Nationen. Arirang scheint ein Propagandagroßereigniss mit Teilnehmern aus einer Nation zu sein, dessen große "Teilnehmer"zahl sich zu erheblichen Teilen aus der Eröffnungsverantstaltung (bis zu 30.000 Personen pro Choreographie) zusammensetzt. Das sind grundverschiedene Ausrichtungen, bei denen rein zahlenbasierte Vergleiche in ihrer Bedeutung auf die rein subjektive Auswahl von Frage und Kriterien reduziert werden.
Nach deiner Argumentationsweise wäre jedes Wattballturnier bedeutender, als die gesamte Formel 1 Saison, weil bei letzterer nur 24 Fahrer mitmachen.
 
Dass dedizierte Spartenkanäle für Sportveranstaltungen auch über kleinere Sportveranstaltungen berichten, ist wohl ebenso logisch, wie dass sich nicht über Massenschauveranstaltungen (egal wo) berichten. Ich glaube auch nicht, dass das Angebot an letzteren oder die Nachfrage nach letzteren auf absehbare Zeit zu einem eigenen Spartenkanal führen wird.
Darum geht es nicht. Es fehlt jede noch so kleine Erwähnung in allen Medien.


Über diese (mitlerweile wieder Ex-)Bauruine wurde schon des öfteren in unseren Medien berichtet. (Besonders dann, wenn das Land mal wieder großspurig die baldige Fertigstellung ankündigte, während es zeitgleich nicht die Ressourcen hatte, für eine ausreichende Ernährung zu sorgen)
Ja, darüber, daß es nicht fertig wurde, darüber hat man gerne berichtet. Daß es nun fertiggestellt ist und dieses Jahr eröffnet wird, darüber verliert man natürlich kein Wort. Das Ryugyong Hotel ist aber nur ein Beipsiel von vielen. Pjöngjang z.B. ist das Ereignis für den Architekturfreund:
Architektur in Nordkorea: Von Pjöngjang lernen heißt Bauen lernen - Nachrichten Kultur - WELT ONLINE
http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/22882/verboten_schoen.html


Die olympischen Spiele sind ein sportliches Großereigniss mit den Spitzenathleten aus iirc über 200 Nationen. Arirang scheint ein Propagandagroßereigniss mit Teilnehmern aus einer Nation zu sein, dessen große "Teilnehmer"zahl sich zu erheblichen Teilen aus der Eröffnungsverantstaltung (bis zu 30.000 Personen pro Choreographie) zusammensetzt. Das sind grundverschiedene Ausrichtungen, bei denen rein zahlenbasierte Vergleiche in ihrer Bedeutung auf die rein subjektive Auswahl von Frage und Kriterien reduziert werden.
Nach deiner Argumentationsweise wäre jedes Wattballturnier bedeutender, als die gesamte Formel 1 Saison, weil bei letzterer nur 24 Fahrer mitmachen.
Arirang ist eine Kulturveranstaltung, keine Propagandaveranstaltung.
 
Zuletzt bearbeitet:
natürlich ists keine propagandaveranstalltung genau wir die spiele von 1936 nicht für propaganda benutzt wurden :-D
 
"Es findet in Nordkorea statt, also muß es eine Propagandaaktion sein."

Nicht wahr?

Es ist eine von einer diktatorischen Regierung zum Geburtstag des Dynastiegründers veranstaltetes Ereignis, dass u.a. "den unbeugsamen Geist unserer ganzen Armee", "die unerreichten großen Männer vom Paektu-Gebirge" (anm.: angeblicher Geburtsort Kim Jong Ils), die das Volk "auf ewig hoch verehrt", zelebriert. Ein Ereignis, dessen Teilnehmer "getreu der Führung des hoch verehrten Marschalls Kim Jong Un für den endgültigen Sieg von starken aufblühenden Korea standhaft kämpfen".
Das muss natürlich nichts mit Propaganda zu tun haben, könnte es aber :schief:



@Seeefe: Mit Kommunismus hat das ganze nichts zu tun.
 
"Es findet in Nordkorea statt, also muß es eine Propagandaaktion sein."

Nicht wahr?

Das sehe ich so. Alles was der Staat macht ist in erster Linie Propaganda um dem Volk zu zeigen -- das im Augenblick wegen des Taifuns schwer zu leiden hat -- dass Nord Korea das beste Land der Welt ist und dass alle anderen Länder schlechter dran sind.
Außerdem gibt es -- soweit ich das mal gelesen habe -- mehrere solche Großveranstaltungen in Nordkorea.
Außerdem berichtet das Nordkoreanische Staatsfernsehen doch darüber. Reicht doch. :schief:
 
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