Apple-Event um 19 Uhr: "One More Thing" bringt wohl Macbooks mit ARM-Chips

Ich bin gespannt, was in der Praxis bei herumkommt.
Ich habe schon länger gesagt, dass der restliche PC-Markt ein Problem bekommen wird, sobald Apple die besten APUs bekommt. Genauso, wie der restliche Smartphone-Markt in dem Moment ein Problem bekam, indem sie die besten Smartphone-APUs/ SOCs/ Whatever bekamen.
Ja, das wird wirklich spannend. Perfekte Welt wird die Software in der Übergangsphase nicht sein, aber mittelfristig erwarte ich wie du eine Veränderungen der Marktes zu Gunsten des Apple Ökosystems.

Der Artikel von Anandtech beleuchtet die Apple SoC Entwicklung der letzten Jahre sehr gut:
https://www.anandtech.com/show/16226/apple-silicon-m1-a14-deep-dive

Da müssen sich Intel/AMD gleichermaßen richtig ins Zeug legen.
 
Der Chip mag gut sein, die Implementierung der Software wird eher das Thema sein.
Wenn die Leistungswerte ansatzweise stimmen, wäre ich nicht überrascht, wenn der M1 software schneller emulieren kann, als es der direkte vorgänger nativ ausgeführt hat. Aber sehen wir mal, bin auch schon sehr gespannt.
Was ich noch erwartet habe, war dass der 13" MacBook Pro auf 14" hochgeschraubt wird bei gleicher Größe. Das wäre konsequent gewesen - aber darauf hat man verzichtet.
Nur das kleine 2-Port Pro wurde aktualisiert. Das 14" Update wird sich für das 4-Port Modell aufgespart, wohl inklusive Mini-LED.
So sind die "kleinen Pros" nochmal deutlich besser voneinander differenziert.
Im Apple Store steht auf der Homepage ein den Fußnoten:

"Die Tests wurden von Apple im Oktober 2020 durchgeführt mit MacBook Air Systemen mit Apple M1 Chip und 8‑Core GPU sowie mit handelsüblichen MacBook Air Systemen mit 1,2 GHz Quad‑Core Intel Core i7 Prozessor, die alle mit 16 GB RAM und 2 TB SSD konfiguriert waren."

Also steht doch ziemlich explizit bei, welches Gerät in welcher Konfiguration gemeint ist.
Und beim 13" Pro wurde mit einem 1,7 ghz Quad core i7 verglichen (es ist also das 8th Generation i7 update).

Ich kopier mich mal selbst aus dem konkurrenzforum:


Die 3,5x CPU Leistung vom Air werden ja mit dem i7 Quad-Core Air verglichen.
Die 2,8x CPU Leistung vom Pro werden aber mit dem 1,7 ghz i7 Quad Pro verglichen (8th Gen vom 2-Port modell).

Das Einsteiger Intel Pro ist ja unter Benchmark-Last etwa grob Doppelt so schnell~

Wenn man also einen einfachen Basis wert x3,5 rechnen, und den doppelten Basis wert x2,8, kommt 160% raus.

Ein wenig puffer, und sagen wir runde +50% Leistung beim Pro/Mac Mini durch die Kühlung (und vllt mehr TDP). Dann wäre das trotz gleichem Chip bereits gut differenziert.
Selbst wenn da nur +30-40% ankommen, wäre das ja noch deutlich genug. Ich persönlich schätze aber spontan mal, dass grob +50% (benchmark-)Leistung rauskommen sollten.

Alles natürlich Multicore~. Single Core verhält sich ja anders.
 
Was mich mal interessieren würde, ob Apple damit jetzt auch wie beim iPhone jährliche Updates mit neuen Chips bringen wird. Teils waren die Zyklen bei den Mac(Books) ja doch arg lang (vor allem bei Mini extrem).

Aber die "großen" Intel 13er Pro scheinen ja immer noch mehr Leistung zu bringen, sonst hätte man sie sicherlich aus dem Verkauf genommen. Aber die paar Tage, dann wird YouTube wieder mit Benchmarks geflutet und wir sind schlauer.
 
Ryzen 5000 - RIP Intel
Radeon 6000 - RIP Nvidia
Silicon M1 - RIP Intel, AMD, Nvidia
Wenn man sich ansieht womit Apple ihren M1 verglichen hat, wie stark sie den Finger auf ihrem Ökosystem draufhalten, und wie teuer ihre Geräte sind (200€ Aufpreis für 8 GB RAM :lol:), glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass im Moment irgendjemandem bei AMD oder nVidia graue Haare wachsen.

Ich bin auf Benchmarks gespannt.
 
Nvidia war sehr klug, als sie sich ARM gekrallt haben. Wenn sie jetzt an einer starken Desktop ARM CPU arbeiten, dann haben sie mal wieder eine Monopolstellung im Markt.

Der Umstieg von x86 auf ARM bei Macs wird auch auf den PC Markt signifikante Auswirkungen haben, das steht völlig außer Frage.
 
Ja, das wird wirklich spannend. Perfekte Welt wird die Software in der Übergangsphase nicht sein, aber mittelfristig erwarte ich wie du eine Veränderungen der Marktes zu Gunsten des Apple Ökosystems.

Der Artikel von Anandtech beleuchtet die Apple SoC Entwicklung der letzten Jahre sehr gut:
https://www.anandtech.com/show/16226/apple-silicon-m1-a14-deep-dive

Da müssen sich Intel/AMD gleichermaßen richtig ins Zeug legen.


Es gibt halt viele Fragen die noch beantwortet werden müssen. Sicherlich wird der neue SOC von der engen Zusammenarbeit mit der Software profitieren. Für das MacBook Air, womit die allermeisten wohl eh nur Surfen, Office-Kram erledigen, Musik hören etc wird der neue Prozessor mit Sicherheit allemal reichen und durch die gute Softwareanpassung auch alles flüssig abarbeiten können. Da kommt dann die gesteigerte Effizienz natürich der Akkulaufzeit extremst entgegen. die Frage ist dann, wie gut läuft die Software, die nicht primär für MacOS entwickelt wird und wie sieht es in ein paar Jahren aus, wenn sich die Updates auf neuere CPUs konzentrieren. Zudem werden auch die Produktionskosten nicht gerade gering sein. AMD ist nicht umsonst schon den Weg gegangen, die CPUs auf verschiedene Chips aufzuteilen, weil große komplexe Chips nie leicht zu fertigen sind. Apple spricht ja von 16Mrd Transostoren auf einem Chip, dazu die neue 5nm-Fertigung. Außerdem sprechen ja die 224€ Preisaufschlag für 8Gb Arbeitsspeicher für sich.
Ich persönlich bein kein Freund von SoCs in Notebooks und noch weniger Desktop-PCs. Diese nehmen einem jede Freiheit sich die Eigenschaften des PCs selbst zusammen zu stellen.
 
Aber die "großen" Intel 13er Pro scheinen ja immer noch mehr Leistung zu bringen, sonst hätte man sie sicherlich aus dem Verkauf genommen. Aber die paar Tage, dann wird YouTube wieder mit Benchmarks geflutet und wir sind schlauer.
Wieso scheinen sie mehr Leistung zu haben?
Das 4-port-Pro ist geringfügig schneller als das 2-port Intel modell. Und damit knapp über 2x so schnell als das alte Air.
Damit dürfte das neue Air schneller sein, als das höchste Pro.

Apple unterscheidet beim 13" Pro zwischen dem 2-Port Modell, und dem 4-Port Modell, was deren "richtiges Pro" ist. bessere Kühlung mit 2 Lüftern, 4 Ports etc.

Das 13" mit 2 Ports ist da das einsteiger Pro.
Das 4-Port Intel modell bleibt, damit leute, die spezielle Software brauchen, noch die Wahl haben am Anfang. Später werden die beiden Pros noch differenziert, indem das 4-Port Modell auf 14" anwachsen wird, vermutlich inklusive Mini-LED.

Ich persönlich bein kein Freund von SoCs in Notebooks und noch weniger Desktop-PCs. Diese nehmen einem jede Freiheit sich die Eigenschaften des PCs selbst zusammen zu stellen.
An sich ja, aber hier bei Apple Macbooks... Ändert sich im vergleich zu bisherigen Intel Chips nichts. Da konnte man sich auch nichts selbst zusammenstellen, oder Upgraden.
Und dass man 250€ aufpreis zahlen konnte, um mit einem i7 lediglich 300 Mhz mehr Takt zu haben auf dem Papier, dürfte wohl kaum "selbst zusammenstellen" sein, denke ich.
 
Aber wenn doch iPads und MacBooks sich die Prozessoren teilen, sollte wohl mit einem Jailbreak die Möglichkeit kommen MacOS zu installieren. Zumindest würde ich ein iPad mit MacOS extrem feiern.
Ist MacOS überhaupt auf Touch ausgelegt oder wäre das dann genau schlecht bedienbar wie ein Win 10 Tablet?

Außerdem besteht ein Mac/iPad nicht nur aus der CPU/dem SOC. Falls nicht alle HW (bis auc Display/Touch) identisch sind, fehlen Treiber. Genauso we bei WIn 10 auf den Intel-Macs, das dort auch nur mit Bootcamp läuft.

Denn nun zeichnet sich zumindest ab, dass es sehr wohl möglich ist, effiziente UND leistungsstarke Prozessoren auf ARM-Basis für Personalcomputer zu bauen.
Bisher zeichnet sich nur ab, dass es mit ARM möglich ist, leisteungstarke und/oder effiziente Mobilrechner zu bauen (was aber schon lange bekannt ist). Aber klar, der aktuell schnellste Supercomputer der Welt nutzt auch ARM. Wie effizient schon nur eine zum i9-10850K vergleichbar schnelle CPU (iMac 27) wäre, wird wohl Apple irgendwann beweisen.

Intressant wird es, wenn man mal endlich die nominal vergleichbaren Applikationen auf den Geräten, u.U: Systemübergreifend, vergleichen kann. Und zwar ohne massive Unterstützung von Spezialchips.

Mich wundert es jedenfalls, dass anscheinend noch keiner der iOS/iPadOS Entwickler auf die Idee gekommen ist, CPU-lastigen C/C++ Quelltext von realen Applikationen (und nicht nur Geekbench) auf dem A14 und auf dem "zugehörigen" Mac/Macbook laufen zu lassen.

Der Umstieg von x86 auf ARM bei Macs wird auch auf den PC Markt signifikante Auswirkungen haben, das steht völlig außer Frage.
Wäre schön, aber daran glaube ich in den kommenden Jahren nicht. MacOS wird wohl weiterhin eine vergleichbar kleine Randerscheinung auf dem gesamten PC Markt bleiben. Eine zum M1 vergleichbare CPU auf dem freien Markt, die dann auch noch ein paar Hersteller auf frei verkäufliche Boards löten, scheint nicht in Sicht. Und auch dann müssten Teile des PC Marktes auf Linux umsteigen, damit dies eine signifikante Auswirkung hat. Bei WIndows sind bisher alle Versuche mit ARM gescheitert und werden weder vom Kunden noch von den Entwicklern wirklich angenommen.

Außerdem sprechen ja die 224€ Preisaufschlag für 8Gb Arbeitsspeicher für sich.
Das sind reine Mondpreise, genauso wie die Aufpreise bei den SSDs. Als ob 8 GB LPDDR4X inkl. Auflöten soviel kosten würden. Dell verlangt für den xps13 mit i7 und 8 GB bzw. 16 GB Ram ca. 200€ Aufpreis (da war es auch schon vor LP-Ram erhelbich günsiger, selber aufzurüsten, womit die verlangten Aufpreise reines Marketing waren), beim Acer Swift 3 liegt der Aufpreis eher bei 50€.
 
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