Ich versuche nur die normalen Risiken so gering wie möglich zu halten, nicht mehr und nicht weniger.
Außerdem bin ich oft auch einfach zu faul dazu, mich in neue Dinge (wie z.B. sichere WLAN-Konfiguration) einzuarbeiten, und wenn ich das nicht tue, kann ich auch kein WLAN betreiben. Mein Kabelnetzwerk ist bestimmt recht sicher, damit hab ich mich über die Jahre schon mehr beschäftigt. Was aber wie gesagt nicht heißen soll, daß ich ewig ohne WLAN leben will, vielleicht überleg ich es mir in ein paar Jahren ja doch anders.
Was mich aber ärgert ist, daß es anscheinend nicht möglich ist das Smartphone über Kabel so anzusteuern wie über WLAN, was das installieren der Apps angeht.
Android ist grundsätzlich kein sicheres Betriebssystem, du fürchtest offenbar beim WLAN Gefahr aus der unmittelbaren Funk-Umgebung. Da hilft ein sicheres Passwort ! Zumindest was den Verbindungsweg und fremdes Login angeht, die übertragenen Inhalte sehe ich als vornehmliches Sicherheitsrisiko statt des Funkverkehrs. WLAN lässt sich heutzutage so easy absichern, die Oberflächen zur Bedienung sind schon so komfortabel, da würde ich niemals noch Jahre warten, worauf ?
apk Dateien lassen sich bei mir über USB (Kabel) wie Bluetooth (Funk) übertragen, das kann man gezielt für eine einmalige Installation an wie danach wieder ausschalten. Ebenfalls kein grundsätzliches Einfallstor für Schadsoftware. Es gehört jedoch etwas
Disziplin beim Installieren dazu.
Bluetooth halte ich ebenfalls für sicher genug, solange man die Verbindung nach der Übertragung wieder beendet, aus dem einfachen Grund, dass die Kennwörter bzw. Zahlenkombination zu simpel gestrickt sind, als dass es einen echten Schutz darstellt. WLAN hingegen lässt sich über die Routersteuerung auf die bekannten WLAN Geräte beschränken, d.h. man verbindet einmalig die eigenen Geräte und macht dann den Sack zu. Dann ist man zuhause "ziemlich sicher", die Passwörter regelmäßig zu ändern sollte kein Fehler sein. Weil die Crack-Leistung der Hardware ständig zunimmt.
Sicherheit ist eine Kette von Gliedern, die fängt beim Benutzer an über dessen Wahl der Verschlüsselung und der Qualität der Passwörter. WLAN ist doch nur ein Übertragungsweg von vielen, noch dazu ein ziemlich ausgereifter. Ausser man kauft sich Uralt Hardware, die keine moderne Verschlüsselung beherrscht.
Was die Beweislast bei fremdem WLAN Zugriff angeht, dazu hatte ich mir anfangs in der Fritz!Box einfach sämtliche Verbindungsdaten an einen sicheren eMail Account zuschicken lassen, und selbstverständlich muss ein Router mit Passwort abgesichert sein.
Zurück zum Smartphone, das ist von der Konzeption ein Funktelefon, logisch dass es auf Funknetze ausgelegt ist, mit meinen ersten Handies hatte ich noch Infrarot Funk genutzt, weil die Kabelschnittstellen Sonderzubehör waren, das war vor USB fähigen Modellen. Und es war ein Elend mit IR zu synchronisieren wegen der Verbindungsinstabilität, ja keine Bewegung machen.
Warum fange ich mit der Vorzeit an, wenn ich doch
pro WLAN werben will ?! Mit deiner Ablehnung schließt du dich selber aus, das hat nichts mit Sicherheitsfragen zu tun, diese Dinge lernt man in Minuten. Du investiert etwas Zeit und gewinnst ein Vielfaches davon, statt Frickelei mit kurzen Kabeln und geringen Übertragungsraten.
Oft vergessen in der USB Diskussion: das häufige An- und Abstecken verbraucht die Steckplätze, ob Smartphone oder Notebooks, sie werden locker bis hin zur Unbrauchbarkeit, ich empfehle deshalb Adapter bzw. Verlängerungskabel zu verwenden, wo es sinnvoll ist (v.a. am Mainboard stecken lassen und dort in den Adapter statt an den Ausgängen einzustecken).
Ich nutze USB beim Smartphone per Mediengerät MTP (siehe
Android > filetransfer), ohne Mac sondern rein über Windows am PC. Ermöglicht Zugriff auf viele Speicherordner auf dem Smartphone, von dort verschiebt man ggf. mit der App TotalCommander.
Aufpassen muss man stets bei Sicherheitseinstellungen über UPnP, sonst greift das Smartphone über USB Verbindung auf den PC und so über ggf. Ethernet auf den Router zu, öffnet Ports usw. Daher ist USB kein Garant für mehr Sicherheit, sondern kann zum Sicherheitsrisiko über Mobilfunknetz > App > Smartphone > USB > Router werden.
Sicherheit verstehe ich demnach umfassend, welche Verschlüsselungsverfahren die sichersten bei gegebener Hardware sind, wie man relativ leicht hinreichend sichere Passwörter generiert und wo man ggf. abschotten muss beim "Infektionsherd Smartphone" bei Integration ins Heimnetzwerk, das sind Dinge die man m.M. keinesfalls Jahre hinausschieben sollte. Für WLAN gibt es m.E. deutlich mehr Analyse-Tools als etwa für eine USB Verbindung.
Doch ich respektiere selbstverständlich deine Haltung. Nur ich kann mir so eine Luxuseinstellung beruflich wie privat leider nicht leisten, besser man hat bruchstückhaft Grundlagen und lernt schrittweise dazu als später ohne Grundstock an KnowHow dazustehen.
Viel Glück + Erfolg mit den App Installationen !