Amazon testet Paketauslieferung durch Privatpersonen

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Amazon testet die Auslieferung von Paketen durch Privatpersonen nach dem "Uber-Prinzip". Das Ziel ist eine schnellere Auslieferung der Pakete zu geringeren Preisen als bei Logistik-Unternehmen. Ob das Konzept allerdings aufgeht, ist fraglich. Spätestens in Europa wird Amazon wie Uber auf Gegenwind stoßen.

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Jo, und die Privatpersonen öffnen das Ding mal ganz flux und holen sich raus was die brauchen, stecken was anderes hinein usw.

Nee, also ganz bestimmt nicht soll das so kommen. Dann doch lieber ein Versandunternehmen. Das klappte bisher immer wunderbar.

Auf solche Ideen zu kommen, finde ich echt grausig.
 
Genau das war auch mein Gedanke, als ich das abends im Fernsehen gesehen habe.
Für mich ist das, genau wie bei Uber, eine rückwärts gerichtete Evolution.
 
Zumal es in vielen europäischen Ländern, wie auch bei uns, einen Mindestlohn gibt den Amazon nicht umgehen kann, ganz egal wie sie das nennen wollen.
Da hierzulande die Logistikbranche schon an dieser unteren Lohngrenze arbeitet ist es schlicht kein Vorteil private Einzelpersonen als Subunternehmer zu nutzen.
 
Da werden die Arbeiter schon nur nach Logistiktarif bezahlt und selbst das ist den Geizkragen in der Chefetage noch zu viel. :nene:

Solln se doch die Packete selber austragen, das kostet die keinen Cent Lohnkosten und die merken mal was da für Arbeit da dahintersteckt. :devil:
 
Die Pakete könnte man doch durch ein Siegel schützen.
Datenaufnahme (Personalausweiß z.B).

Aber schön finde ich die Sache auch nicht. Es soll so bleiben wie es ist.
 
Jo, und die Privatpersonen öffnen das Ding mal ganz flux und holen sich raus was die brauchen, stecken was anderes hinein usw.

Nee, also ganz bestimmt nicht soll das so kommen. Dann doch lieber ein Versandunternehmen. Das klappte bisher immer wunderbar.

Auf solche Ideen zu kommen, finde ich echt grausig.

Nachdem bei mir zuletzt selbst DHL im Zusammenspiel mit Amazon richtig hart gefailed hat, sind für mich solche News durchaus einem Glassplittereinlauf äquivalent.
 
Ich denke nicht, dass wir soetwas brauchen. Man kann doch (ohne Streik) auch von einem Tag auf den anderen liefern lassen. Meiner Meinung nach sollten die Menschen lieber vernünftig in Lohn und Brot in einem Logistikunternehmen arbeiten statt privat Paket auszufahren.
 
Ich will meine Pakete doch nicht von Privatpersonen liefern lassen, wie sieht es denn da mit der Versicherung aus? Wenn der Inhalt des Pakets beschädigt ist muss das Versandunternehmen bestätigen können das sie Unschuldig sind.
Wenn eine Privatperson das Paket ausliefert und es ist der selbe Fall, wie soll sie das beweisen können?
 
Da werden die Arbeiter schon nur nach Logistiktarif bezahlt und selbst das ist den Geizkragen in der Chefetage noch zu viel. :nene:

Die Post zahlt ihrer Paketsparte (noch!) deutlich mehr, als den Basistarif für Logistiker.

Ich würde mir von Amazon aber erst einmal wünschen, dass sie die Zahl der Versandvorgänge reduzieren, nicht die Qualität der Arbeitskräfte. Wenn "eine" Bestellung mit vier kleinen Objekten in drei Paketen ankommt, dann wundern mich hohe Kosten nicht. Und Zeit spare ich auch nicht, wenn ich dreimal beim Nachbarn oder gar in der Filiale abholen muss.
 
Die Post zahlt ihrer Paketsparte (noch!) deutlich mehr, als den Basistarif für Logistiker.

Ich würde mir von Amazon aber erst einmal wünschen, dass sie die Zahl der Versandvorgänge reduzieren, nicht die Qualität der Arbeitskräfte. Wenn "eine" Bestellung mit vier kleinen Objekten in drei Paketen ankommt, dann wundern mich hohe Kosten nicht. Und Zeit spare ich auch nicht, wenn ich dreimal beim Nachbarn oder gar in der Filiale abholen muss.

Das stimmt. Ich drück extra schon den Button "meine Bestellung zusammenfassen" und bekomme trotzdem Post-its im Wert von je 2,49 im einem einzelnen Paket zugeschickt, in einem anderen Paket die Klarsichthüllen für 1,99 und nochmal in einem anderen Paket das teure Teil, was ich ursprünglich nur bestellen wollte.
 
Das nenn ich mal Evolution im Reinformat. Nachdem Amazon die Leute im Versand mit niedrig Löhnen und oft auch kostenlos ausbeuten kann (Praktikanten vom Jobcenter) ist der nächste Schritt doch nur logisch.^^
Ach herrlich was man da wohl wieder für Mauschelein mit dem Amt machen kann... Ach wie schön ist der totale Kapitalismus! ;)
 
Die Post zahlt ihrer Paketsparte (noch!) deutlich mehr, als den Basistarif für Logistiker.

Ich würde mir von Amazon aber erst einmal wünschen, dass sie die Zahl der Versandvorgänge reduzieren, nicht die Qualität der Arbeitskräfte. Wenn "eine" Bestellung mit vier kleinen Objekten in drei Paketen ankommt, dann wundern mich hohe Kosten nicht. Und Zeit spare ich auch nicht, wenn ich dreimal beim Nachbarn oder gar in der Filiale abholen muss.

Da irrst Du wohl. Es ist für Amazon ganz bestimmt in Summe günstiger, die Sendungen aufzusplitten, sonst würden sie das nicht machen. Unterschiedliche Zentren, Kommissionierungsaufwand - der Trend war zuletzt auch bei mir krass in Richtung Stückelung.
 
Die Post zahlt ihrer Paketsparte (noch!) deutlich mehr, als den Basistarif für Logistiker.

Ich würde mir von Amazon aber erst einmal wünschen, dass sie die Zahl der Versandvorgänge reduzieren, nicht die Qualität der Arbeitskräfte. Wenn "eine" Bestellung mit vier kleinen Objekten in drei Paketen ankommt, dann wundern mich hohe Kosten nicht. Und Zeit spare ich auch nicht, wenn ich dreimal beim Nachbarn oder gar in der Filiale abholen muss.
Da wundere ich mich auch oft.

Vor allem rennt man dem Zeug immer gleich mehrmals hinterher.
 
Ach wie schön ist der totale Kapitalismus! ;)

Jep. Und neben der Fließbandarbeit ist auch die Logistikarbeit die erste, welche Automatisierungstechniken (Robotern) in ein paar Jahren fast vollständig ersetzt wird ;) Genau wie Bahnfahrer. Das ist kein Job mit Zukunft. Bald werden genau wie Stellwerke, Züge Computergesteuert durch Deutschland rollen.
 
Ich versteh noch nicht mal den Vorteil, den dieses Konzept bringen soll.
Eine Privatperson soll mein Paket vom Paketshop A abholen und zu mir nach Hause bringen? Wenn ich sowieso zu Hause bin, dann kann ich das Paket ja auch selbst von dort abholen. Denn auch die Geschäfte, die die Pakete zwischenlagern sollen, haben ja Öffnungszeiten. Außer der "Privatbote" holt das Paket, lagert es dann X Stunden in seinem Auto und bringt es mir z.B. spät abends. Aber nee, wohl wäre mir dabei auf gar keinen Fall. Das ist nur eine potenzielle Fehlerquelle mehr. Je weniger Hände so ein Paket durchlaufen muss, desto besser. Ich halte nix von Uber und von solchen privaten Paketboten würde ich genauso wenig halten.
 
Bald werden genau wie Stellwerke, Züge Computergesteuert durch Deutschland rollen.

Das tun sie ja jetzt schon - hat sich bei der Einführung Linienzugbeeinflussung genannt. Der Zugführer ist da eigentlich nur mehr eine weitere Sicherheit, falls die Elektronik versagen sollte. Die eigentliche Kontrolle über Geschwindigkeit usw. hat aber der Computer.

Aber genug OT...ich finde die Idee von Amazon einen Schwachsinn :ugly:
 
Da Hermes und TNT hier sowieso die Leute mit ihren Privat PKW rum fahren lassen sehe ich nicht wirklich was sich da ändert.

@Lohndiskussion: Ein Paket packen/verteilen ist Logistik und kein Einzelhandel. Das ist einfach Fakt. Über die Gehälter kann man sicher streiten, nicht aber über die Arbeitsbeschreibung.
 
Man kann auch die Kosten senken ohne das man dem Arbeiter weniger zahlt.
Mit ein wenig Logik müsste man schon darauf kommen das der Paketpreis nicht 100% für die Kosten der Arbeiter und LKWs etc. genutzt wird. :gruebel:
Sondern man erstmal den Gewinn von z.B. DHL schön abzwacken kann.
Zweitens zahlt man immer das gleiche für ein Paket, ob der Weg nun lang oder kurz ist. Ob es ein Ballungsgebiet ist wohin man 10000 Pakete versendet oder nur 1 der 5 Häuser beliefert.

LKW beladen -> fahrt ins Ballungsgebiet -> Pakete ausladen -> LKW fährt zurück -> Arbeiter trägt aus. Wenn dann noch ein kurzer Weg vom Amazon Lager hinzu kommt. Bingo!
So muss man nicht die Paket flat zahlen, das macht man dann wenn man ins letzte Dorf senden will.
 
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