Amazon Fresh: Lieferdienst für frische Lebensmittel kostet 10 Euro im Monat

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Schon aus Prinzip würde ich eher den markteigenen Lieferdienst nutzen... Amazon mir Lebensmittel liefern, so weit kommt es noch... :lol:
Nichts geht über nen Spaziergang! ;)
 
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Abgesehen davon, dass ich von Amazon Fresh momentan nichts halte, da ich solche Einkäufe im Laden erledige, ist es schon krass wie unsere Gesellschaft alles kostenlos haben will. Amazon ist ein Unternehmen mit der Absicht Gewinne zu erzielen. Die sind mehrere Partnerschaften eingegangen um den Dienst anbieten zu können. Wenn die ab 40€ Warenwert den Dienst versandkostenfrei anbieten würden ohne die monatlichen Kosten, was sollen Amazon und die lokalen Läden (Partner) daran verdienen? Sie werden es wohl kaum zum Wohle der Menschen anbieten.

Du gibst dir die Antwort doch schon selbst: Amazon ist mit den Händlern Partnerschaften eingegangen. Das heißt, man hat Deals ausgehandelt und entsprechende Verträge abgeschlossen. Da geht also kein Amazonmitarbeiter hin und kauft für uns ganz regulär ein und fährt das Zeug bei uns vorbei (gibt es im übrigen auch - meißt durch Studenten, die gegen kleine Gebühr für ihre Kunden einkaufen gehen).
Nein, hier wird Amazon sicher vorgelegt haben, wie viel Umsatz sie dem Händler voraussichtlich abnehmen und dementsprechend Rabatte ausgehandelt haben. Und dieser Rabatt kann dann 1zu1 als provision genutzt werden. Damit kann der Kunde zum selben Preis einkaufen wie im Laden und trotzdem macht Amazon damit noch Gewinn.
Das ist ganz einfach das Konzept eines jeden Zwischenhändlers/Maklers etc.

Wenn Amazon hier wirklich noch ne extra Vermittlungsgebühr haben will - auch noch auf monatlicher Basis, unabhängig vom bestellten Volumen - und dazu noch ggf. Versandkosten, dann finde ich das vollkommen unangebracht oder schlceht verhandelt (vermutlich aber ersteres).

€dit: was der Händler davon hat? Mehr Umsatz bei gleichzeitiger Kundenbündelung durch den Abnehmer Amazon. Auch das ist absolut gängiger Mengenrabatt.
 
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Bald kommt jemand zum Zähne putzen nach Hause... das Outsourcing hört nicht bei der Körperpflege auf.:wall:
 
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Du hast mich noch nicht richtig verstanden, Carsten, was ich mit meinem Post sagen wollte.

Das Angebot von Amazon Fresh richtet sich eben nicht an die Leute (ohne Prime!), die nur einen Kohkopf im Monat bestellen wollen, oder generell zum ersten Mal nur einen Lieferdienst in Anspruch nehmen wollen. Denn dann ist die "Gebühr" fürs Bestellen von knapp 200 Euro (Prime plus Fresh) wahrlich zu teuer und sehr unattraktiv. Und da du Prime ja sowieso nicht nutzt, richtet sich das Angebot auch nicht an dich.

Nur sich gleich darüber aufzuregen, dass die Zusatzdienstleistung nicht ohne Prime zu haben ist, halte ich für sehr fragwürdig.

Doch, ich glaube ich habe das sehr wohl verstanden. Ich kritisiere daran das zugrundeliegende Geschäftsmodell, durch Produktbündelung einen scheinbaren Mehrwert zu schaffen und so die Kunden zu mehr Konsum zu verleiten als sie eigentlich brauchen und sie gleichzeitig an den Einkauf bei Amazon zu binden ("ich hab ja schon bezahlt, nun muss ich das auch nutzen"), der neben Büchern, Video und Elektronik nun weitere Marktbereiche quasi-durchmonopolisieren will.


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Nein, hier wird Amazon sicher vorgelegt haben, wie viel Umsatz sie dem Händler voraussichtlich abnehmen und dementsprechend Rabatte ausgehandelt haben. Und dieser Rabatt kann dann 1zu1 als provision genutzt werden. Damit kann der Kunde zum selben Preis einkaufen wie im Laden und trotzdem macht Amazon damit noch Gewinn.
Das ist ganz einfach das Konzept eines jeden Zwischenhändlers/Maklers etc.

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€dit: was der Händler davon hat? Mehr Umsatz bei gleichzeitiger Kundenbündelung durch den Abnehmer Amazon. Auch das ist absolut gängiger Mengenrabatt.
… und im zweiten Schritt, wenn man einen Großteil des Umsatzes generiert, den mehr oder minder kleinen Händlern Knebelbedingungen diktieren. Das haben die großen Discounter ja schon prima vorgemacht - frag mal einen Milchbauern. Selbst auf den Dörfern werden die kleinen Supermärkte oder gar Tante-Emma-Läden immer weniger. Von den Städten ganz zu schweigen. Dadurch werden auch bei den Zulieferern die Arbeitsbedingungen immer härter, es wird überall gespart und Personal abgebaut. Der Lohn von der Geschicht: Du kriegst dein Kilo Industriefleisch nun für 1,99 EUR, zahlst aber an Sozial- und Umweltabgaben wieder drauf. Immer mehr Leute verdienen schlecht und müssen Nebenjobs annehmen, aber die wenigen Monoplisten, deren Vorstände und Aktionäre schaufeln sich das Geld in die Taschen.

Mag ja jeder von halten, was er will, aber mir gefällt das ganz und gar nicht.
 
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Manche Ansichten hier... oh man... :wall:
 
Bald kommt jemand zum Zähne putzen nach Hause... das Outsourcing hört nicht bei der Körperpflege auf.:wall:

Geht mir genauso. Einzig Lieferdienst und Co nutze ich manchmal für leckere zubereitete Gerichte aus meiner Umgebung.

… und im zweiten Schritt, wenn man einen Großteil des Umsatzes generiert, den mehr oder minder kleinen Händlern Knebelbedingungen diktieren. Das haben die großen Discounter ja schon prima vorgemacht - frag mal einen Milchbauern. Selbst auf den Dörfern werden die kleinen Supermärkte oder gar Tante-Emma-Läden immer weniger. Von den Städten ganz zu schweigen. Dadurch werden auch bei den Zulieferern die Arbeitsbedingungen immer härter, es wird überall gespart und Personal abgebaut. Der Lohn von der Geschicht: Du kriegst dein Kilo Industriefleisch nun für 1,99 EUR, zahlst aber an Sozial- und Umweltabgaben wieder drauf. Immer mehr Leute verdienen schlecht und müssen Nebenjobs annehmen, aber die wenigen Monoplisten, deren Vorstände und Aktionäre schaufeln sich das Geld in die Taschen.

Mag ja jeder von halten, was er will, aber mir gefällt das ganz und gar nicht.

Ja, deiner Meinung bin ich auch. Die Politik könnte solchen Praktiken schnell einen Riegel vorschieben um einen faireren Wettbewerb zu gestalten. Aber dann würden wohl die Lobbyisten(oder auch deren Geldgeber) vor allem der Altparteien schnell eine Fliege machen.
 
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Also bei mir kommt jeder Lieferdienst grundsätzlich dann, wenn ich nicht zu Hause bin. Oder kriegste das auch Abends verlässlich zwischen 19:00 und 19:30 Uhr geliefert? Will ja schließlich frische Sachen essen und nicht ersts um Zehn. ;)

Hehe Carsten, man merkt, dass du noch keine praktische Erfahrung damit hast.
Bei allen mir bekannten Lebensmittellieferdiensten legt man vorher ein Lieferzeitfenster von (zumeist) zwei Stunden zur Wunschzeit fest.
Und die kommen auch abends bis 22 Uhr...
Man entscheidet selbst, wann man zu Hause sein und die Lieferung in Empfang nehmen will - das ist ja das tolle daran.

Aber wegen eines Kohlkopfs wird keiner von denen zu dir kommen - Mindestbestellwert 40 €. Das ist ja genau das, was ich bei Fresh nicht verstehe bzw nicht einsehe. Wenn sie schon per Flatrate bezahlt werden wollen, dann sollen sie auch per Flatrate liefern - ohne hohen Mindestbestellwert. Beim eigenen Prime Now klappt es doch auch mit nur 20 € Mindestbestellwert und ohne "Zusatzabo", weil man das in den 69 € für Prime schon drin hat.
 
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Hehe Carsten, man merkt, dass du noch keine praktische Erfahrung damit hast.
Bei allen mir bekannten Lebensmittellieferdiensten legt man vorher ein Lieferzeitfenster von (zumeist) zwei Stunden zur Wunschzeit fest.
Und die kommen auch abends bis 22 Uhr...
Man entscheidet selbst, wann man zu Hause sein und die Lieferung in Empfang nehmen will - das ist ja das tolle daran.
Stimmt, daher hab ich auch gefragt, ob das mit vorgegebenem Zeitfenster geht. Ich nutze das nicht, weil ich selbst einkaufen gehe. Aber gut zu wissen, dass ich meine Kohlköpfe nicht erst Sonnabends von der Post holen müsste! :)

Aber wegen eines Kohlkopfs wird keiner von denen zu dir kommen - Mindestbestellwert 40 €. Das ist ja genau das, was ich bei Fresh nicht verstehe bzw nicht einsehe. Wenn sie schon per Flatrate bezahlt werden wollen, dann sollen sie auch per Flatrate liefern - ohne hohen Mindestbestellwert. Beim eigenen Prime Now klappt es doch auch mit nur 20 € Mindestbestellwert und ohne "Zusatzabo", weil man das in den 69 € für Prime schon drin hat.
Ja, hab ich gelesen. 40 Euro umfassen meine Einkäufe jedoch nur äußerst selten. Wieder so ein Ding, wo man unterschwellig gedrängt wird, mehr zu kaufen, als man eigentlich vielleicht bräuchte: „Mist, 33,45 €. Mal gucken, was läuft nicht so schnell ab und ich könnt's mir noch hinstellen… *grübel*“. Mag ich auch nicht.

Ich kann bei uns im Hofladen (5 Minuten zu Fuß, leider nur Fr. & Sa. offen) auch ein einzelne Brötchen kaufen. Eine Zwiebel für den Salat. Oder vier Eier für den Kuchen. Deren Milchwirtschaft haben die Discounter mit ihrem Preisdruck auf die Molkereien denen übrigens ruiniert. Seitdem kann ich auch nicht mehr euterfrische Milch dort kaufen. :(

Und ja, da zahle ich gern etwas mehr pro Stück/Kilo/Whatever, kaufe dafür aber lokal, frisch und nur das, was ich wirklich brauche.
 
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Das ist ja genau das, was ich bei Fresh nicht verstehe bzw nicht einsehe. Wenn sie schon per Flatrate bezahlt werden wollen, dann sollen sie auch per Flatrate liefern - ohne hohen Mindestbestellwert. Beim eigenen Prime Now klappt es doch auch mit nur 20 € Mindestbestellwert und ohne "Zusatzabo", weil man das in den 69 € für Prime schon drin hat.

Naja schau dir doch mal das Prime Abo an:
- Kostenloser Premium Versand... naja ausgenommen den "plus" Produkten, da muss ein Mindestbestellwert sein
- Prime Music: Flatrate... naja außer einigen aktuellen Titeln, die Kosten extra
- Prime Video: Streaming Flatrate... mit Ausnahme von vielen Titeln; insbesondere in 4K, die kosten extra
- Prime Bibliothek (weiß nicht wie das heißt, diese Kindle Geschichte): Bücher ausleihen ohne zusätzliche Gebühr... außer natürlich du willst freie Auswahl, das kostet extra.

Das ist mein größtes Problem mit Prime: es wird immer als super-duper-all-in-one-Flatrate-Lösung verkauft. Aber im Endeffekt ist es nur eine Demoversion der verschiedenen Services von Amazon, und das auch noch mit einer nicht unerheblichen Gebühr.
Und nun das selbe System mit Fresh, nur noch etwas dreister: ich muss Prime Kunde sein, damit ich berechtigt bin eine Pauschale zu bezahlen, um dann gegen Mindestbestellwert einkaufen zu können. Da such ich mir doch lieber nen Studenten, der für mich einkaufen fährt und dem ich dafür nen 10er in die Hand drück, wenn ich es wirklich nicht schaffe, selbst einzukaufen ;-)
 
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