AW: \\\ Alten PC aufrüsten --- Budget ~ 300-400€ ///
Da der 860K sogar stark übertaktet nicht besser ist als der FX-4300, dürfte er auch schwächer sein als ein @stock FX-6300. Allerdings wurden hier auch nur drei Spiele getestet und realistische Spiele-Benchmarks des 860K gegen andere CPUs als die Pentium Gs sind selten:
Test: AMD Athlon X4 860K Black Edition - Steamroller-Debüt im CPU-Bereich [Test der Woche]
Letztlich kann man die Alternativen hier wie folgt zusammenfassen:
Am günstigsten: Das vorhandene Mainboard mit gebrauchtem
Phenom II X4 965 und vernünftigem Lüfter aufrüsten. Unklar, wie gut das Mainboard die Belastung übersteht, der DDR2-Speicher schränkt Leistungsfähigkeit weiter ein. Zukunftsfähigkeit: mangelhaft, damit ist man in vergleichsweise kurzer Zeit wieder so weit, dass man für aktuellere Spiele aufrüsten muss. Dann auch gleich komplett inkl. Mainboard. Vorteil: im Budget wäre sowohl eine starke Grafikkarte (R9 280), als auch ein dringend benötigtes neues Netzteil und ein Betriebssystem mit drin.
Etwas teurer: Ein
Athlon x4 860K plus neues Mainboard plus neuen DDR3-RAM. Wird leistungsmäßig vermutlich von der CPU her etwa auf das gleiche hinauslaufen wie beim Phenom, der DDR3-Speicher dürfte aber einen kleinen Ausschlag zugunsten des Athlon geben. Der Sockel FM2+ ist aber auch Ende der Fahnenstange. Vorteil: Zumindest ein Netzteil wäre noch im Budget mit drin.
Nochmal etwas teurer, wenn auch nur vergleichsweise wenig mehr: ein
FX-6300 mit neuem Mainboard, DDR3-Speicher (und eventuell neuem CPU-Kühler). Dürfte ein Stück leistungsfähiger sein als der Athlon (ich beziehe mich dabei ausschließlich auf das von mir verlinkte Review, nicht auf Quatsch wie cpuboss oder Ähnliches), reicht auch für aktuelle Spiele im Allgemeinen noch aus. Ist aber in spätestens zwei Jahren auch schon zur Kategorie "Oldtimer" zu zählen.
Auf dem Sockel AM3+ wird aber nichts mehr Relevantes kommen, also würden sich da die Aufrüstmöglichkeiten auf FX-8300er oder die FX-9000er Reihe beschränken. Die aber auch "sehr speziell" sind und insbesondere nichts für unbedarfte Anwender. Die richten sich schon eher an Enthusiasten, die an den Einstellungen rumspielen. Also von daher auch eher "Ende der Fahnenstange", zumindest was Casual-User angeht. Vorteil: es ließe sich ganz eventuell noch das Betriebssystem ins Budget quetschen.
Am teuersten: Ein Intel
i3-4XXX, Mainboard und DDR3. Deutlich die stärkste CPU von den vorgestellten, und auch als "nur" Zweikerner mit Hyper-Threading noch eine Weile zukunftsfähig. Bietet vor allem den Vorteil, dass mit Sockel 1150 und einem (mindestens) Chipsatz B85 Mainboard problemlose Aufrüstbarkeit gegeben ist, wenn es dann doch mal ein echter Vierkerner sein soll. Zwar wird für diesen Sockel wahrscheinlich auch nichts Grandioses mehr kommen, aber der Sockel 1150 bietet trotzdem noch Aufrüstpotential für Jahre. Nachteil: mit der Kombination und dem Budget werden Betriebssystem und Netzteil nicht drin sein, obwohl natürlich auch zwingend notwendig.