Activision Blizzard: Arbeitnehmerbündnis verfasst weiteren Brief - Personalleiter entlassen

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Als Reaktion auf Bobby Koticks Stellungnahme bezüglich der Anklage wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung, haben Arbeitnehmer diverser Entwicklungsstudios rund um Acrivision Blizzard ein Bündnis gebildet und einen weiteren Brief an die Unternehmensführung gerichtet.

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Ich bezweifle das einmal durchwischen was bringt. Die Firma ist in jeglicher Hinsicht am Ende, wurde bewusst an die Wand gefahren.

In meinen Augen ist auflösen das sinnvollste.

Der Ruf ist nachhaltig ruiniert, da helfen auch keine leeren Floskeln der verantwortlichen Sesselfurzer mehr.

Aber es sollte für andere zumindest ein Denkanstoß sein, wie man nicht mit seinen Fans umgehen sollte und sämtliche monetären Interessen auf deren Kosten auslebt.
 
Ganz ehrlich? Die übertreiben es. Arbeitnehmerrechte stärken schön und gut, aber die benehmen sich gerade wie ein Kindergarten bei dem die Kinder an die Macht wollen.
Sie stellen Forderungen, klar. Ist ja auch oft sinnvoll. Sie wollen selbst entscheiden wer sie überwacht und diese Person soll Ihnen wohlgesonnen sein weil andersherum wäre es ja unfair? Doppelmoral. Dass Anwälte die Reichen und Starken vertreten liegt in der Natur der Sache. Gerade in dieser Nation können sich die Schwachen nur selten solche Anwälte leisten.
Auf ihre Forderung nach Sitzungen für das offene Zuhören würde ich direkt eingehen und diese festschreiben, ganz entspannt. Das würde ich sogar in ihre Stellenbeschreibung mit aufnehmen. Na und dann würde ich warten bis zur nächsten Crunchphase. Mal gucken ob die wenn sie richtig Stress haben noch immer regelmäßig die Zeit erübrigen wollen für so einen Kinderkram. Nicht falsch verstehen, das ist grundsätzlich nichts schlechtes. Nur ging aus früheren Mitteilungen ja hervor dass es so etwas wie Onlinesitzungen und einen Kummerkasten per Mail und Videositzung bereits gab und kaum genutzt wurde. Jetzt hier auf hohem Niveau jammern finde ich Mist, genau wie die unüberlegte Zuhören-Runde da zu fordern. Damit brechen sie sich in besagter Crunchphase selbst das Genick, vermute ich.
 
War klar dass da relativ schnell die zuständigen Führungskräfte entlassen werden. So ein Skandal kann sich keine Firma leisten.

Ist auch richtig so, die Führung stellt die Weichen fürs Betriebsklima. Wenn sich da über Jahre Missstände eingeschlichen haben, hat die Führungsebene versagt.
 
Es ist absolut kein Wunder, dass Blizzard in den letzten Jahren nur Müll fabriziert hat. Das passiert, wenn die guten Mitarbeiter zu anderen Studios wechseln, wo es eben kein Crunch und co. gibt, die Bezahlung stimmt und das Klima passt. Solche Studios machen dann wirklich gute Spiele, die nicht extrem verbuggt erscheien.
 
Du meinst so wie CD Project Red? Die erst Witcher gemacht haben und als Spitzenklasse Bude galten und dann kam Cyberpunk und plötzlich sah die Welt anders aus?

Die kochen alle nur mit Wasser und nehmen sich vermutlich gar nicht so viel.

Dass sexuelle Belästigung abgestraft wird ist eine Sache und völlig richtig heutzutage. Dass die Mitarbeiter jetzt aber anfangen zu jammern wo es nur geht ist eine Frechheit. Immerhin ist jeder von denen noch dort. So schlimm scheint es sie persönlich als bisher nicht gestört zu haben. das Geld war demnach mehr wert als ihre moralischen Grundsätze.
 
Ist schon lustig.
Das Management stellt sich wohl nicht ernsthaft die Frage, was sie selbst alles falsch gemacht haben könnten.
Stattdessen schmeißt man erst einmal den Personalleiter raus, der so ein undankbares Pack an Arbeitnehmern eingestellt hat, oder dieses zugelassen hat.
1 oder 2 Bauernopfer gibt es immer, danach läuft das in großen Firmen ganz normal weiter wie bisher.
Ist sogar in unserer Firma mit 100 Beschäftigten schon so.
Das Management ist unfehlbar. Eisernes Grundgesetz.
Jemand, der durch Arschkriecherei und ohne Eigenleistung und dank möglichst wenig Fachwissen völlig unsinnig dorthin befördert wird, wird innerhalb kürzester Zeit von deren Geschäftspraktiken und Persönlichkeitsprofil vollumfänglich assimiliert.
Im Endeffekt wird eine Firma nur durch die Leute am Leben gehalten, die warum auch immer langfristig in ihren Abteilungen dabei bleiben und kopfschüttelnd die Arbeit bestmöglich und ohne viel Einmischung durch die Obrigkeit fertigstellen.
Also eigentlich ergibt das bei Blizzard sogar Sinn.
Gleich und gleich gesellt sich gerne.
Wenn also die Firmenleitung/das Management mit komischen Leuten besetzt ist, zieht das andere Gleichgesinnte magisch an, die sich mit denen auch auf persönlicher Ebene perfekt verstehen.
Es wird niemals eine Person befördert oder langfristig eingestellt werden, die kein Arschkriecher vom Vorgesetzten ist und das alles gut heißt.
Denn Kritiker und Verbesserer, die ja nur die Firma voran bringen wollen, sind in jeder Firma verhasst, da wo das Management grundlegend an etwas Schuld ist.
Das würde bedeuten: Sie hätten ihren Job nicht vollumfänglich mit Bestnote gemacht.
Das geht nicht, zack, weg, der Nächste bitte, weiter wie bisher, alles ist und bleibt gut, solange niemand von außen die Seifenblase anpackt.
Wenn das Geld nicht fließt, sind die einfachen Arbeiter unten schuld.
 
Ganz ehrlich? Die übertreiben es. Arbeitnehmerrechte stärken schön und gut, aber die benehmen sich gerade wie ein Kindergarten bei dem die Kinder an die Macht wollen.
...
Finde ich nicht.
Das ist, für mich, das erste mal, dass in der Gamingbranche die Arbeitnehmer auch mal was reißen könnten; zB. in den Bereichen Betriebsklima, Leistungsvergütung, personen- bzw. geschlechtsbezogener Umgang mit Angestellten, Vergütungs- bzw. Bonusoffenlegung durch den Arbeitgeber usw.
_____

Topic: von nix kommt nix. Endlich passiert mal was im Gamingbereich beim Thema Arbeitnehmer-Arbeitgeber. Scheint ja bisher gefühlt ein No-Go-Topic gewesen zu sein, also inhaltlich und im Bereich öffentlicher Kommunikation.
 
Diesem Punkt ist Bobby Kotick nur teilweise nachgekommen, denn mit der Anwaltskanzlei WilmerHale setzte er eine Drittpartei ein, die die Richtlinien und Verfahrensweisen des Unternehmens überwachen sollte.

Ich habe mal gelesen, dass diese Firma den Ruf eines "Streikbrechers" hat.
Auf ihre Forderung nach Sitzungen für das offene Zuhören würde ich direkt eingehen und diese festschreiben, ganz entspannt. Das würde ich sogar in ihre Stellenbeschreibung mit aufnehmen. Na und dann würde ich warten bis zur nächsten Crunchphase. Mal gucken ob die wenn sie richtig Stress haben noch immer regelmäßig die Zeit erübrigen wollen für so einen Kinderkram.

Genau so denken Turbo-Kapitalisten wie Bobby Kotick.
Crunch ist falsch und primär ein Versagen der Vorgesetzten oder Ausbeutung durch diese. In ABs Fall wohl beides.
 
War klar dass da relativ schnell die zuständigen Führungskräfte entlassen werden. So ein Skandal kann sich keine Firma leisten.

Ist auch richtig so, die Führung stellt die Weichen fürs Betriebsklima. Wenn sich da über Jahre Missstände eingeschlichen haben, hat die Führungsebene versagt.
Da wird sich nix ändern. Der Fisch stinkt vom Kopf her und die Leute aus der wahren Führungsebene wie CEO, CFO etc. werden sicher nicht freiwillig gehen. Die sind es ja, die seit Jahren Renditedruck von oben nach unten aufbauen.

Es ist ein klassischer Schachzug. Man gibt von oben Vorgaben, wo man genau weiß, dass die nächste Management Ebene unangenehme Entscheidungen treffen muss, wenn sie diese erreichen will. Wenn die diese Ziele nicht erfüllen oder wie jetzt in die Kritik geraten, dann werden sie einfach entlassen. An den Vorgaben ändert sich dadurch aber nichts. Und der nächste Manager muss genauso weitermachen.

Der einzige Weg, wie ich Mitarbeiter dagegen wehren können ist kündigen (was aber nicht jeder immer kann) oder sich gewerkschaftlich organisieren.
Ich finde es gut, dass jetzt anscheinend übergreifende Arbeitnehmerbündnisse gegründet werden. 1 oder 10 Mitarbeiter sind in einem Unternehmen machtlos, 1000 allerdings nicht mehr.
 
Dass Anwälte die Reichen und Starken vertreten liegt in der Natur der Sache. Gerade in dieser Nation können sich die Schwachen nur selten solche Anwälte leisten.
Ein Grund mehr Arbeitnehmer-Bündnisse zu schmieden. Wohlmöglich weil es dort nicht mal Gewerkschaften gibt.

Ansonsten sieht es jetzt nicht so toll für Blizzard aus. Fast jeden Tag eine negative News. Ich hoffe das die angekündigten Projekte da nicht drunter leiden oder noch schlimmer nachher die Firma Hopps geht.
Weil gute Spiele haben sie ja gemacht. Und die meistens von den fleissigen (einfachen) Programmierern in den Entwicklerstudios. Die können ja auch nichts dafür wenn die sich in den Chefetagen nicht benehmen können.
 
Genau das ist ja das Problem. Die Chefetage müsste getauscht werden. Nur wird das nicht so einfach passieren. Deshalb ja auch mein Einwand, dass die Leute sich hier nicht unbedingt einen Gefallen tun. Die sollten besser abschätzen wie weit sie wirklich kommen können und danach handeln statt einfach was zu fordern was so vermutlich nicht funktionieren wird.
Genau so denken Turbo-Kapitalisten wie Bobby Kotick.
Crunch ist falsch und primär ein Versagen der Vorgesetzten oder Ausbeutung durch diese. In ABs Fall wohl beides.
Crunch ist aber nicht immer von oben gemacht. Das wird hier immer gern vergessen, auch in vorangegangenen anderen Fällen.
Beispiel:
Ich selbst sitze mit einem "Kollegen" zusammen der quasi 20% unserer gemeinsamen Arbeit macht. Ich komme früher und gehe später, nehme jeden noch so schweren Auftrag an und versuche konstant besser zu werden und mich sowie die Firma voran zu bringen. Er nicht. Der fängt gemütlich zehn Minuten zu spät an, geht fünf Minuten früher und macht den gesamten Tag nur das aller nötigste. Zudem kommen noch jede Stunde etwa fünf bis zehn Minuten Raucherpause. Zusätzlich noch mit Eigeninitiative vielleicht im Bereich Entwicklung was neues ausprobieren und Projekte zu starten oder voranbringen... Fehlanzeige.
All diese Punkte müsste unser Chef ändern, tut er aber nicht. Sitzen wir jetzt mit einem Auftrag da der einen Abgabetermin von in drei Monaten hat, würde der Kerl frühestens zwei Wochen vorher anfangen, obwohl er weiß dass das nicht machbar ist. Der verlässt sich dann darauf dass ich crunche und das Ding erfolgreich zum Abschluss bringe. Mein Chef hat mit dem Termin alles richtig gemacht in diesem Beispiel. Da liegt es an den Mitarbeitern (uns), dass cruchen am Ende nötig wird. Warum ist das überhaupt möglich? Weil unser Chef uns so viel Freiram und Eigenverantwortung überlässt. Also etwas ausschließlich positives das sich viele wünschen würden.
Crunchen ist grundsätzlich nichts schlechtes und manche Mitarbeiter wollen das sogar, weil die Firmen recht häufig diese Mehrarbeit bezahlen. Da wäre dann tatsächlich den Mitarbeitern ein Vorwurf zu machen. Allerdings eben nicht immer und letzteres ist dann ein Problem das schwer zu klären ist.

Einfach zu sagen das wäre purer Kapitalismus ist mMn nicht sonderlich weit gedacht.

Edit
Bevor jetzt einer hier meint ich würde mich beschweren wollen... Dem ist nicht so. Ich persönlich finde die Situation geil wie sie ist. Warum? Weil ich dadurch immer besser und besser werde. Ich leiste jedes Projekt und jedes Jahr mehr als davor und das merken meine anderen Kollegen, unsere Partner und Kunden und alle die mich kennen.
Gehe ich, dauert es meist nicht lange und ich werde angebettelt zurück zu kommen. Während meiner Zeit in den bisherigen Unternehmen versuchte im Schnitt jeder vierte Kunde mich abzuwerben und selbst in unserer Unternehmensgruppe weiß jeder dass wenn es Probleme gibt, auch international, ich der bin der helfen kann, selbst wenn das gar nicht mein eigentliches Level wäre. DAS schlägt sich auch auf jedem meiner Arbeitszeugnisse wieder und öffnet mir viele Türen. Mir gibt das ein gutes Gefühl. Ich finde das toll.
Also, nicht alles was augenscheinlich schlecht wirkt ist auch schlecht. Nur muss das jeder für sich selbst entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Crunch ist aber nicht immer von oben gemacht.
[..]
All diese Punkte müsste unser Chef ändern, tut er aber nicht.

Wie du dich sofort selber widerlegst, fand ich lustig. lol

Sitzen wir jetzt mit einem Auftrag da der einen Abgabetermin von in drei Monaten hat, würde der Kerl frühestens zwei Wochen vorher anfangen, obwohl er weiß dass das nicht machbar ist. Der verlässt sich dann darauf dass ich crunche und das Ding erfolgreich zum Abschluss bringe. Mein Chef hat mit dem Termin alles richtig gemacht in diesem Beispiel. Da liegt es an den Mitarbeitern (uns), dass cruchen am Ende nötig wird. Warum ist das überhaupt möglich? Weil unser Chef uns so viel Freiram und Eigenverantwortung überlässt. Also etwas ausschließlich positives das sich viele wünschen würden.

Dann muss es aber einen Projektleiter o.ä. geben, der zuständig für die Koordination ist. Ansonsten hat auch dein Chef wieder versagt.
Oder du sprichst mit deinem Kollegen und sagst ihm, dass seine Arbeitsmoral *** ist.

Crunchen ist grundsätzlich nichts schlechtes

Doch.

und manche Mitarbeiter wollen das sogar, weil die Firmen recht häufig diese Mehrarbeit bezahlen.

Vollkommen freiwillige Überstunden haben nichts mit Crunch zu tun.
 
Vollkommen freiwillige Überstunden haben nichts mit Crunch zu tun.
was ist deine Definition von Crunchtime? (wer macht in ruhigen Phasen Überstunden?)

Crunch ist immer freiwillig, diese hochqualifizierten Mitarbeiter könnten ohne Schwierigkeiten einen anderen Job finden (in der Softwareindustrie)
 
Ist schon lustig.
Das Management stellt sich wohl nicht ernsthaft die Frage, was sie selbst alles falsch gemacht haben könnten.
Stattdessen schmeißt man erst einmal den Personalleiter raus, der so ein undankbares Pack an Arbeitnehmern eingestellt hat, oder dieses zugelassen hat.
1 oder 2 Bauernopfer gibt es immer, danach läuft das in großen Firmen ganz normal weiter wie bisher.
Ist sogar in unserer Firma mit 100 Beschäftigten schon so.
Das Management ist unfehlbar. Eisernes Grundgesetz.
Jemand, der durch Arschkriecherei und ohne Eigenleistung und dank möglichst wenig Fachwissen völlig unsinnig dorthin befördert wird, wird innerhalb kürzester Zeit von deren Geschäftspraktiken und Persönlichkeitsprofil vollumfänglich assimiliert.
Im Endeffekt wird eine Firma nur durch die Leute am Leben gehalten, die warum auch immer langfristig in ihren Abteilungen dabei bleiben und kopfschüttelnd die Arbeit bestmöglich und ohne viel Einmischung durch die Obrigkeit fertigstellen.
Also eigentlich ergibt das bei Blizzard sogar Sinn.
Gleich und gleich gesellt sich gerne.
Wenn also die Firmenleitung/das Management mit komischen Leuten besetzt ist, zieht das andere Gleichgesinnte magisch an, die sich mit denen auch auf persönlicher Ebene perfekt verstehen.
Es wird niemals eine Person befördert oder langfristig eingestellt werden, die kein Arschkriecher vom Vorgesetzten ist und das alles gut heißt.
Denn Kritiker und Verbesserer, die ja nur die Firma voran bringen wollen, sind in jeder Firma verhasst, da wo das Management grundlegend an etwas Schuld ist.
Das würde bedeuten: Sie hätten ihren Job nicht vollumfänglich mit Bestnote gemacht.
Das geht nicht, zack, weg, der Nächste bitte, weiter wie bisher, alles ist und bleibt gut, solange niemand von außen die Seifenblase anpackt.
Wenn das Geld nicht fließt, sind die einfachen Arbeiter unten schuld.
Das Problem ist sogar Systematisch selbst verschuldet, in dem man Boni an die angeblichen Ziele steckt, grade in größeren Betrieben nicht unüblich. Und schon gräbst du dir dein eigenes Grab, der glaube Leute mit sowas ermutigen zu können, stimmt zwar trifft aber leider für den kleineren Teil zu der Rest wird wo es nur geht anfangen zu bescheißen, Leute zum schweigen bringen oder Fehler nicht aufklären um seine Zielsetzung und den damit verbundenen Bonus nicht zu gefährden.... :ugly: der weg des geringeren Widerstands, auch eine der Gründe wieso gerne kurz vor Ende des Geschäftsjahres nochmalLeute Sozial abgebaut werden ;) sonst schafft man die vorgegebene Gewinngrenze nicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Am besten sind immer die Mitarbeiter voller Energie, welche meinen "richtig auf die Kacke hauen" zu müssen. Da wo es nach Stückzahlen geht. Die schaffen dann eine Spitzenzahl welche dann später für alle anderen Referenz ist. :daumen:

Aber im Softwarebereich trifft das wohl so in der Art nicht zu. Ich habe jedenfalls noch nicht gehört das ein Programmierer x Zeilen Code schaffen muß in der Stunde oder am Tag. Wobei Überstunden in der Branche ja normal sein sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
was ist deine Definition von Crunchtime? (wer macht in ruhigen Phasen Überstunden?)

Crunch ist, wenn man angeordnet bekommt, dass Überstunden gemacht werden müssen, ohne dass dies vertraglich geregelt wurde. Arbeitsverträge in der IT Branche haben oftmals Klauseln, die z.B. 10 Überstunden pro Monat vorsehen, welche der Arbeitgeber einfordern darf, sollte er es als notwendig erachten. Und wenn es dann über diese "Sonderleistungen" geht, die nicht im Vertrag vereinbart sind, wird es besonders schlimm.

Crunch ist immer freiwillig, diese hochqualifizierten Mitarbeiter könnten ohne Schwierigkeiten einen anderen Job finden (in der Softwareindustrie)

Bin selber Entwickler und das ist eine schwachsinnige Aussage, die auch nicht Crunch rechtfertigt.
 
Am besten sind immer die Mitarbeiter voller Energie, welche meinen "richtig auf die Kacke hauen" zu müssen. Da wo es nach Stückzahlen geht. Die schaffen dann eine Spitzenzahl welche dann später für alle anderen Referenz ist. :daumen:

Aber im Softwarebereich trifft das wohl so in der Art nicht zu. Ich habe jedenfalls noch nicht gehört das ein Programmierer x Zeilen Code schaffen muß in der Stunde oder am Tag. Wobei Überstunden in der Branche ja normal sein sollen.
Ich bin Entwickler und ich habe runter kaskadierte Ziele und wenn es besonders wichtig ist Crunchen auch wir, die stunden darf man dann ausgleichen.(In Form von Gleitzeit versteht sich)

Das Problem fahren sogar wir aktuell, es wird viel Mehrleistung unterschlagen was nun auffällt. Da Zahlen hinten und vorne nicht passen :ugly:
 
Wie du dich sofort selber widerlegst, fand ich lustig. lol



Dann muss es aber einen Projektleiter o.ä. geben, der zuständig für die Koordination ist. Ansonsten hat auch dein Chef wieder versagt.
Oder du sprichst mit deinem Kollegen und sagst ihm, dass seine Arbeitsmoral ************************ ist.



Doch.



Vollkommen freiwillige Überstunden haben nichts mit Crunch zu tun.
Das ist kein Widerspruch. Das müsste unser Chef ändern, wenn es geändert werden sollte. Will ich aber nicht. Nicht in der Form. Ich will dass der Kollege sich weiterentwickelt und nicht dass er gesagt bekommt mach das anders. Unser Chef müsste ja gar nichts machen, wenn der Kollege was leisten wollte.
Hier hat der Chef den Angestellten alle Freiheiten und Vertrauen geschenkt und der Mitarbeiter ist das eigentliche Problem.

Mein Kollege weiß wie ich darüber denke und hat kapituliert. Er weiß er kommt nicht mit, egal wie sehr er sich bemüht und deshalb versucht er erst gar nicht was zu leisten. So gesehen auch zum Teil meine Schuld.

Sie sind ja nicht vollkommen freiwillig. Sie sind "plötzlich" nötig weil das Projekt endet. Hätte jeder vorher schon Gas gegeben statt nur das nötigste zu leisten, wäre es nicht dazu gekommen.
Genau solch eine Situation scheint sich in der Spielebranche eingeschlichen zu haben. Sie Spiele werden größer und die Abstände bleiben gleich. Das klappt nur wenn mehr Personal vorhanden ist, oder die vorhandenen besser werden. Nur leider wollen viele nicht besser werden, mehr leisten als zuvor.
Auch ist zu berücksichtigen dass bei modernen engines manches leichter und schneller geht als noch zuvor. Gerade im Vergleich zur Eingewöhnung in neue engines und ihren Möglichkeiten. Unterm Strich sollte also das zweite Spiel nicht länger brauchen und wenn die Angestellten wissen was letztes Mal los war, darf man erwarten dass sie entsprechend nicht erst am Ende Vollgas geben.
 
Ist schon lustig.
Das Management stellt sich wohl nicht ernsthaft die Frage, was sie selbst alles falsch gemacht haben könnten.
Stattdessen schmeißt man erst einmal den Personalleiter raus, der so ein undankbares Pack an Arbeitnehmern eingestellt hat, oder dieses zugelassen hat.
1 oder 2 Bauernopfer gibt es immer, danach läuft das in großen Firmen ganz normal weiter wie bisher.
Ist sogar in unserer Firma mit 100 Beschäftigten schon so.
Das Management ist unfehlbar. Eisernes Grundgesetz.
Jemand, der durch Arschkriecherei und ohne Eigenleistung und dank möglichst wenig Fachwissen völlig unsinnig dorthin befördert wird, wird innerhalb kürzester Zeit von deren Geschäftspraktiken und Persönlichkeitsprofil vollumfänglich assimiliert.
Im Endeffekt wird eine Firma nur durch die Leute am Leben gehalten, die warum auch immer langfristig in ihren Abteilungen dabei bleiben und kopfschüttelnd die Arbeit bestmöglich und ohne viel Einmischung durch die Obrigkeit fertigstellen.
Also eigentlich ergibt das bei Blizzard sogar Sinn.
Gleich und gleich gesellt sich gerne.
Wenn also die Firmenleitung/das Management mit komischen Leuten besetzt ist, zieht das andere Gleichgesinnte magisch an, die sich mit denen auch auf persönlicher Ebene perfekt verstehen.
Es wird niemals eine Person befördert oder langfristig eingestellt werden, die kein Arschkriecher vom Vorgesetzten ist und das alles gut heißt.
Denn Kritiker und Verbesserer, die ja nur die Firma voran bringen wollen, sind in jeder Firma verhasst, da wo das Management grundlegend an etwas Schuld ist.
Das würde bedeuten: Sie hätten ihren Job nicht vollumfänglich mit Bestnote gemacht.
Das geht nicht, zack, weg, der Nächste bitte, weiter wie bisher, alles ist und bleibt gut, solange niemand von außen die Seifenblase anpackt.
Wenn das Geld nicht fließt, sind die einfachen Arbeiter unten schuld.

Ich habe extra einen Account angelegt, um diesem Beitrag hervorzuheben. Er stimmt einfach zu 100% und lässt sich auch recht leicht psychologisch erklären.

Geschäftsführer hinterfragen Ihre persönliche Marschrichtung erst dann, wenn das Geld ausbleibt. Davor gibt jede Form von "Erfolg" recht und pinselt das Ego. Ich glaube es gibt kaum einen Chef ohne gewisse Allüren oder narzisstische Züge. Ein bisschen geil finden sich alle, aber solange die Angestellten dadurch keine Nachteile erfahren, ist das im Austausch für Verantwortung vielleicht auch fair.

Trotzdem kommen nur die Arschkriecher nach oben. Ist immer so, denn die meisten Chefs wollen sich oder ihre Prozesse gar nicht verbessern, wenn der Laden grundsätzlich läuft. An wirklichen Potenzialen haben nur sehr wenige Interesse, weil auch nur sehr wenige sich eingestehen wollen, wie weit sie unter diesen liegen. Ist ja peinlich. Fehlbarkeit bei Narzissten gibt es nicht. Der gemeine Chef ist omnipotent und allwissend.

Daher werden die Ja-Sager protegiert und die Kritiker, Nörgler und Verbesserer als Querulanten abgestempelt, die "schwierig" sind.

Konsequent wäre es, eine eigene Firma zu gründen und es besser zu machen. Ist nur so kompliziert in Deutschland, dass sich wenige diese bürokratische und finanzielle Hürde zutrauen.
 
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