News Gabe Newell: Darum zog sich der Valve-Chef nach Portal 2 aus der Spieleentwicklung zurück

PCGH-Redaktion

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Laut dem Lead von Portal 2 wollte Gabe Newell "Teil des Teams" sein und kreativ mitwirken - merkte aber, dass seine Rolle als Valve-Chef jede Diskussion verzerrt. Auch deshalb sei Newell kaum noch in der Spieleentwicklung unterwegs.

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Sehe ich ähnlich, HL 3 hätte kommen müssen um die Geschichte richtig zu Ende zu bringen.*


*oder zumindest fortzusetzen...
 
Sehe ich ähnlich, HL 3 hätte kommen müssen um die Geschichte richtig zu Ende zu bringen.*
Einerseits ja, andererseits fand ich es aber auch immer respektabel von Valve dass sie nur Spiele veröffentlicht haben die qualitativ wirklich was hergemacht haben. Ich persönlich würde mich auch über einen offiziellen Abschluss der Story freuen aber mir ist lieber es kommt erst wenn Valve ein richtig gutes Spiel gemacht hat.
 
Im Grunde machen sie, weil sie es sich leisten können, das Gegenteil von den ganzen Unternehmen die an der Börse hängen.

Einerseits finde ich es gut, sonst hätten wir von all den Games längst 5 halbgare Fortsetzungen und drei unnötige Remaster. Andererseits wäre es schön wenn ich HL3 noch erleben dürfte, zumal ich gerade wieder Teil gespielt und Teil 2 angefangen habe und mir das Gameplay immer noch genau so viel Spaß macht wie eh und je.

Ich meine herrje Valve hat sogar beiden Spielen zum 20er bzw. 25er Jubiläum technische Updates spendiert und HL2 sieht in 4k selbst ohne Mods stellenweise immer noch besser aus als so manche moderne Gurke, obwohl das Game mittlerweile auf jedem modernen Toaster läuft.

Go Gaben Go!

Ich würde Valve so abfeiern wenn sie das Teil einfach parallel zum Release der neuen Hardware shadowdroppen oder sowas ähnliches. :D
 
Jetzt lebt Newell ja auf seinem Luxus Schiffchen.

Aber Ok, er wird wohl wissen wie man sich die ganze liebe zeit lang darauf ablenkt.
 
Gabe Newells Rückzug hat seine Leute wunderbar beflügelt und sie haben ihre ungezwungene Freiheit genutzt und sehr viele eigene Ideen entwickelt, um ganz schnell HL 3 zu machen - das hat also wunderbar funktioniert und wir bekommen demnächst schon HL6
 
Ich glaube, das ist in so ziemlich jeder Firma so, wo der Chef im operativen Geschäft mitarbeitet.
Unser CEO macht in einem Software-Projekt aktuell auch etwas Projektleitung, Konzeption und Testing. Während das Team sich an sinnvolle Prozesse hält, gelten die für ihn einfach nicht. Er macht alles so, wie es bequem und spaßig für ihn ist. Natürlich kritisiert daran niemand was. Und genauso widerspricht ihm keiner und alles wird so gemacht, wie er es sagt. Erst wenn er selber feststellt, irgendwas ist kacke, machen wir eine Kehrtwende und ändern wieder alles.
Ich denke, den beteiligten Mitarbeitern macht es so auch weniger Spaß, ihren Job zu machen. Flache Hierarchien sind eine Illusion, wenn am Ende des Tages diese Hierarchie über Deinen Paycheck, Aufgaben und Status in der Firma entscheiden.
 
Ich glaube, das ist in so ziemlich jeder Firma so, wo der Chef im operativen Geschäft mitarbeitet.
Unser CEO macht in einem Software-Projekt aktuell auch etwas Projektleitung, Konzeption und Testing. Während das Team sich an sinnvolle Prozesse hält, gelten die für ihn einfach nicht. Er macht alles so, wie es bequem und spaßig für ihn ist. Natürlich kritisiert daran niemand was. Und genauso widerspricht ihm keiner und alles wird so gemacht, wie er es sagt. Erst wenn er selber feststellt, irgendwas ist kacke, machen wir eine Kehrtwende und ändern wieder alles.
Ich denke, den beteiligten Mitarbeitern macht es so auch weniger Spaß, ihren Job zu machen. Flache Hierarchien sind eine Illusion, wenn am Ende des Tages diese Hierarchie über Deinen Paycheck, Aufgaben und Status in der Firma entscheiden.
Absolut. Sehe das in meinem Jobs auch so. Jedes mal wenn der Chef-Chef (geht gerade noch) oder der Chef-Chef-Chef (oh jeeeh) reinreden nervt es einfach nur und führt zu nix. Sie sind Manager, weit weg von den aktuellen Entwicklungen. Es ist GUT wenn Gabe seine Leute einfach machen lässt. Klar, der hat auch an den Legenden mitgewirkt, aber ich sehe es kritisch wenn die Entscheide faktisch nur noch von einer Person kommen. Das klappt vielleicht bei Genies wie Hideo Kojima aber im Allgemeinen halt nicht
 
Jedes mal wenn der Chef-Chef (geht gerade noch) oder der Chef-Chef-Chef (oh jeeeh) reinreden nervt es einfach nur und führt zu nix. Sie sind Manager, weit weg von den aktuellen Entwicklungen. Es ist GUT wenn Gabe seine Leute einfach machen lässt.
Vom Prinzip her ist das richtig - je mehr weiter unten entschieden werden kann desto besser/schneller/effizienter. Das erfordert aber zwei grundlegende Dinge: Erstens muss das Personal unten wirklich gut sein bzw. wissen worum es geht dass weitgehend richtige Entscheidungen ohne (Chef-Chef-)-Chef entschieden werden können und die Firmenstruktur und das Produkt muss sowas auch zulassen.
Das schwierigste bei dem Prinzip dürfte es sein zu erkennen, welche Einstellungen "unten" getroffen werden können/sollen und welche der Chef treffen muss, denn um das zu erkennen muss ein tiefes verständnis vom Gesamtprozess vorliegen das normale Mitarbeiter üblicherweise nicht haben (aber gefährlicherweise oft glauben zu haben....).

Ich habe keine Ahnung welche Entscheidungen wie wo warum in so einer Softwarefirma getroffen werden bzw. kenne es nur aus dem produzierenden Industriegewerbe, und da kann sowas sowohl nutzen als auch riesigen Schaden anrichten.

Bei uns (größerer Konzern) ist das ganz grob etwa so:
CEO --> Direktor --> Betriebsleitungen/Ingenieure --> Gruppenleiter/Meister --> Arbeiter

Ich befinde mich da genau in der Mitte. Da erlebst du bei Entscheidungen die an der Basis getroffen werden und die gut gemeint sind manchmal auch ziemliche Katastrophen. Der CEO sagt "Energie sparen!", der Arbeiter glaubt an einer Maschine kann man den Druck der Druckluft runterstellen um zu sparen und macht das weil er nicht erkennt was alles dranhängt und alles normal für ihn weiterläuft - und später fällt auf dass eine Produktserie unbrauchbar ist weil verdreckt (und der Dreck in die Oberfläche eingepresst), denn die Druckluft war auch für automatisches abblasen genutzt worden was sie so nicht mehr in allen Fällen ausreichend geschafft hat. 50€ Druckluft gespart, 50.000€ Schaden verursacht. Weil jemand an der Basis eine für ihn gute Entscheidung getroffen hat ohne seinen Vorgesetzten zu fragen der ziemlich sicher gewusst hätte dass und warum das eine blöde Idee ist.
 
Das schwierigste bei dem Prinzip dürfte es sein zu erkennen, welche Einstellungen "unten" getroffen werden können/sollen und welche der Chef treffen muss, denn um das zu erkennen muss ein tiefes verständnis vom Gesamtprozess vorliegen das normale Mitarbeiter üblicherweise nicht haben (aber gefährlicherweise oft glauben zu haben....).
Bevor ich mich in den Ruhestand bewegte, war mein Tätigkeitsfeld ebenfalls die Mitte, also Standortleitung in der Logistik. Meine Erfahrungen waren ähnlich, der Spruch "die da oben haben keine Ahnung" hatte ich nicht direkt, aber doch über Umwege erfahren.
Den Gedanken da unten hatte ich auch mal, meine Sichtweise hat sich dann aber eklatant geändert, als mein Aufstieg begann und dabei den Druck der Verantwortung für das Unternehmen gespürt. Allerdings dann auch wieder solch einen Spruch abgelassen, da noch weiter oben, noch weiter weg ist. Das Unternehmen war insgesamt erfolgreich, jedenfalls in großen Teilen, daher kann ich solche Sprüche gut einordnen.
 
Ja, es ist immer schwierig, eine gute Balance zu finden zwischen "Alles muss abgesegnet werden" und "Macht, was ihr wollt".
Aber als Mitarbeiter würde ich so eine Entscheidung wie, Druckluft verringern, nicht einfach so machen. Ich würde dann schon zum Vorgesetzten gehen und sagen:
"Du ich hab da ne Idee, könnten wir nicht..." und dann könnte der entweder sagen: "Gute Idee, machen wir" oder "Ne geht nicht, weil.." oder "Warte, ich frag selber mal nach."
 
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