2G ermöglicht einfache eMails usw., UMTS dann Dinge, wie Whatsapp und im Internet surfen, 4G dann Streaming usw. im einstelligen MBit Bereich und mit 5G ist man dann zweistellig unterwegs. Also ist es nur logisch, dass 6G benötigt wird
Prinzipiell stimmt das ja, aber bei der ganzen Netzwerkgeschwindigkeit wird der Grenzwertnutzen fast schon kategorisch vergessen.
Man siehe sich mal Internetgeschwindigkeiten und deren Nutzen an im Privatbereich (keine überfüllten Netze und andere Sonderfälle bitte).
14/28/56k-Modems waren himmelschreiend lahm. Textnachrichten ok, Rest ein Geduldsspiel
128-768k-ISDN machte es etwas erträglicher aber noch nicht wirklich gut, spätestens bei YouTube war Feierabend
aber dann - "Breitbandinternet"
3000er Leitung - normales Streaming, surfen, Office, Mails usw. ist schon okayish.
16000er Leitung - der Normalbürger kann damit praktisch alles nötige machen. VPN, Videomeetings, Streamen, whatever. Das ist etwa die "Grenze" die alles "nötige" ermöglicht, und das heute noch
32000er/50000er Leitung - Dasselbe nur in hochwertig. VPN, Videomeetings, Streamen in 4K und das von mehreren Personen gleichzeitig.
Alles darüber, ab 100MBit aufwärts, ist nice to have aber für die allerallermeisten Leute nur noch der Luxus, dass ein Steam-Spiel in 10 Minuten statt ner Stunde installiert werden kann und ähnliches, es gibt keinen nennenswerten Mehrwert mehr im Alltag, weil die Anforderungen VIEL langsamer steigen als die Bandbreite.
Vor etwa 10 Jahren hatte ich eine 32000er Leitung. Die ist dann nach und nach zu 100, 200, 500 und 1000 MBit/s erhöht worden und ganz ehrlich, abgesehen von wenigen Spezialfällen wie etwa dem genannten Spieledownload bemerke ich keinen Unterschied ob 100 oder 1000 MBit.
Aufm Smartphone hab ich sogar 5G abgeschaltet bzw. auf 4G+ begrenzt - denn ich bemerke keinen Unterschied bei Nutzung von 5G außer dass mein Akku merklich schneller leer wird.
Wo man früher noch jedes kb suchen gegangen ist weil das der absoolute Flaschenhals war ist das (in einigermaßen ausgebauten Gebieten) seit mindestens 10 Jahren völlig Latte abseits von Konsumwünschen und ich sehe nicht kommen, dass sich das die nächsten 10 Jahre ändern wird. Welche Anwendung soll denn 10 GBit/s Bandbreite voraussetzen die ein Durchschnittsbürger nutzt?
Natürlich bedeutet das NICHT dass wir keine Weiterentwicklung brauchen. Für Backbones, Versorgung etlicher Clients gleichzeitig und professionelle Umfelder ist nach wie vor schneller besser (wobei man selbst da aktuell auf reliable statt speed umschwenkt, siehe WIFI7 --> WIFI8), aber das Argument dass der einzelne Privatmensch selbstverständlich Gigabitleitungen, 6G, WIFI7 und hastenichtgesehen braucht weil die technik ja weitergeht ist seit mindestens einem Jahrzehnt überholt. Die große breite Masse sitzt seit Ewigkeiten daheim mit DSL16000 in nem 2,4 GHz-WiFi4 Netzwerk aus ner 10 Jahre alten Fritze wo netto an den Endgeräten durch 3 Wände noch je 5000 kbit ankommen und trotzdem schaut Mutti Netflix, Papi ist im VPN seines Arbeitgebers in nem Teamsmeeting und die Tochter hängt auf Tiktok rum ohne dass es ein Problem ist.