Wobei es nicht der Anspruch sein sollte, dass Alle wissenschaftliche Arbeiten durchlesen, verstehen und einordnen können müssen. Dokus (auch auf Youtube zu finden; bspw. von Arte (klar, sind auch nicht alle super, aber allemal besser als zusammengeschnittene Videos von dubiosen Personen)) und journalistisch aufgearbeitete Artikel sind schon okay. Ich schätze, einen solchen Anspruch wolltest Du auch nicht formulieren. Schwierig wird es - und darauf bist Du ja aus, nehme ich an - wenn es an Bildung und Medienkompetenz mangelt bzw. allzu früh auf ideologische Narrative eingestiegen wird und hierdurch Öl-Industriekampagnen, rechter Propaganda u.ä. auf den Leim gegangen wird. Fatal ist es, emotional motiviert (bspw. aus Angst vor der Zukunft, vor Kriseneskalation, vor Wohlstandsverlust, aus Sorge um eigene Kinder, Hass auf "grün-links") selbstüberschätzend meinungsstarken, manipulierenden, teils quaksalberischen (also jenen, die einen gleich die vermeintliche Lösung mitverkaufen wollen wie bspw. Gold) Kanälen zu folgen und sich in deren selbstbezogenen Geschichten zu verirren. Es geht schon Richtung Größenwahn, nach dem Konsum jener Quellen, zu meinen, es besser zu wissen, als der wissenschaftliche Konsens.
Es wäre also meines Erachtens wichtig, neben dem Aussagegehalt, die Quellen und Autor:innen einzuschätzen bzw. einschätzen zu können, von denen mensch sich Wissen aneignen möchte. Je nach eigenen kognitiven Voraussetzungen und Wissensstand in bestimmten/verschiedenen Themen, kann das sicherlich auch schwerer fallen. Insofern kann es für manche Personen oder auch in bestimmten Lebensphasen (in denen mensch nicht Zeit hat, wissenschaftliche Veröffentlichungen durchzuarbeiten, wie bei Vollzeit-Arbeit, Kindererziehung usw.) auch hilfreich sein, sich bspw. an den ÖRR (so wie dieser aktuell noch beschaffen ist) oder an seriösen Zeitungen zu orientieren und von sozialen Medien, in der Form die Du meintest,
@rum, Abstand zu nehmen. Das meine ich nicht abwertend. Ich würde mich davon gar nicht mal ausnehmen - also zum einen nicht annehmen, dass ich mit meiner Meinung immer richtig liege, oder dass ich für alles an Wissensaneignung in der Tiefe und Breite Zeit, Muße und Interesse hätte. Ist ja auch völlig okay und menschlich. Aber dann sollte mensch schon auf die Wahl der Quellen achten, würde ich meinen. Etwas mehr Realismus und quasi Demut, wäre diesbezüglich manchmal nicht verkehrt, denke ich.
Von daher, nehme ich an, ist diese Antwort auf Deinen Beitrag, eine Ergänzung,
@rum (und kein Widerspruch).
Edit: etwas überarbeitet nach Deinem Like,
@Herr_M.