News AMD Ryzen (AI) 9000G: Desktop-APUs nehmen jetzt Formen an

PCGH_Sven

PCGH-Autor
AMDs nächste Generation der Desktop-APUs aus der Serie Ryzen (AI) 9000G mit Zen 5 und RDNA 3.5 nimmt endlich Formen an. Neben kleineren Varianten auf Basis von Krackan Point sollen die großen Modelle wohl auf Strix Point setzen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu AMD Ryzen (AI) 9000G: Desktop-APUs nehmen jetzt Formen an

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Es ist logisch, dass die Hardware zunehmend für die Nutzung von KI optimiert wird, jedoch bleibt für mich die Frage der Privatsphäre entscheidend. Insbesondere stellt sich die Frage, wie Unternehmen wie AMD transparent machen, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf den Datenschutz haben.
 
Wäre cool wenn das kommt. Ein Vergleich der groß+klein-Kernmischungen von Intel und AMD im Desktop, ohne die engen thermischen und elektrischen Fesseln der mobilen Geräte, würde mich schon noch interessieren.
 
Zen5 und zen5c in einer cpu?
Heißt das, AMD setzt nun auch auf heterogene big-little-architektur?

Wenn ich mich noch richtig erinnere, hat Intel dafür bei den ersten Modellen eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft gebraucht, damit der scheduler die Aufgaben richtig verteilt.
Da vermute ich, dass es dafür ein Update braucht und dass das unter Windows 10 nicht mehr passieren wird.

Wenn dem allen so ist, fällt Ryzen 9000G für mich und das nächste Multimedia-PC-Update leider flach.
 
Zen5 und zen5c in einer cpu?
Heißt das, AMD setzt nun auch auf heterogene big-little-architektur?

Wenn ich mich noch richtig erinnere, hat Intel dafür bei den ersten Modellen eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft gebraucht, damit der scheduler die Aufgaben richtig verteilt.
Da vermute ich, dass es dafür ein Update braucht und dass das unter Windows 10 nicht mehr passieren wird.

Wenn dem allen so ist, fällt Ryzen 9000G für mich und das nächste Multimedia-PC-Update leider flach.

Anders als bei Intel, sind die normalen Zen 5 sowie die Zen 5c Cores technisch auf dem gleichen Niveau. Es handelt sich um die gleiche Architektur, mit den gleichen Features und Instructionssets. Aufgrund weniger Massetransistoren takten die C Varianten einfach niedriger, das ist aber der einzige Unterschied zwischen beiden Varianten.

Ergo sollte eine große Unterscheidung wegfallen, die Anwendungen hat dann quasi einfach etwas höher und niedriger taktende Kerne, mehr nicht. Im Laptop Markt funktioniert das ja bereits auch schon passend :)
 
Für Büroaufgaben dürften diese Prozessoren eine absolute Fehlanschaffung sein. Die relativ große IGP der Top-APUs hat sich AMD bislang immer so gut bezahlen lassen, dass selbst die kaum jemand in Büro-PCs wollte. Da seit Ryzen 7000 auch die CPUs über vollkommen ausreichende Grafikfähigkeiten für Bürozwecke verfügen, sehe ich da gar keinen Bedarf mehr.

Wäre cool wenn das kommt. Ein Vergleich der groß+klein-Kernmischungen von Intel und AMD im Desktop, ohne die engen thermischen und elektrischen Fesseln der mobilen Geräte, würde mich schon noch interessieren.

Zen5 und zen5c in einer cpu?
Heißt das, AMD setzt nun auch auf heterogene big-little-architektur?

Wenn ich mich noch richtig erinnere, hat Intel dafür bei den ersten Modellen eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft gebraucht, damit der scheduler die Aufgaben richtig verteilt.
Da vermute ich, dass es dafür ein Update braucht und dass das unter Windows 10 nicht mehr passieren wird.

Wenn dem allen so ist, fällt Ryzen 9000G für mich und das nächste Multimedia-PC-Update leider flach.

Gemischte Kerndesigns verkauft AMD seit Jahren bei den kleineren Ryzen 7000, 8000 und 8000G sowie beim Z1. Phoenix "2" respektiv der kleinere Hawk Point (AMD verschweigt den Unterschied zwischen beiden Designs immer, vergibt die gleichen Codenamen selbst beim Rebrand) ist ein 2+4-Kerner. Wie @XD-User schon anmerkt, spielt das aber beim Betrieb @spec keine Rolle: Die zusätzliche Taktlimitierung der c-Ausführung äußert sich nur in Form des allgemeinen Multi-Core-Taktlimits. Wenn zwei Kerne aktiv sind und hoch boosten dürfen, sind es die non-c. Wenn alle Kerne aktiv sind und nicht hoch boosten dürfen, können auch die c-Kerne mithalten. Dass c-Kerne zusätzlich durch einen halbierten Cache eingebremst werden, spielt ebenfalls keine Rolle, denn AMD beschneidet alle APU-Kerne in dieser Weise.

Erst wenn man übertakten wollte, würde man durch die Hybrid-Bauweise Nachteile erhalten. Ich vermute sogar relativ ausgeprägte, denn AMD hat eben @Stock bislang keine ausgefeilte Verwaltung der unterschiedlichen Kerne nötig und dementsprechend gar nichts implementiert. Aber wer startet Übertaktungsexperimente schon mit Prozessoren, bei denen sowieso keinerlei Leistung zu erwarten ist? Die 8000er haben allgemein nicht viel CPU-Leistung, bei den abgespeckten Modellen mit c-Kernen ist auch die IGP massiv zusammengestrichen und eine Nachrüstung dedizierter GPUs kann man sich quasi sparen, denn AMD hat deren Anbindung auf 4.0 ×4 zusammengestrichen. Sowas hat man mal anno 2008 (als 2.0 ×16) als angemessen für Grafikkarten empfunden, aber heute ist das gerade genug für eine halbe SSD.

Letzteres Schicksal ist übrigens auch von künftigen AM5-APUs zu erwarten: Obwohl es immer wieder Gerüchte zu Desktop-Strix-Points gibt, hat bislang kein einziges zusätzliche PCIe-Lanes gegenüber den ×16 der Notebooks erwähnt. Diese Anzahl entspricht auch exakt der Hälfte eines Standard-AMD-Blocks, jede Lane zusätzlich würde die Komplexität deutlich steigern. Also würde ich im Desktop mal von 4 Lanes für den I/O-Hub, 4 für die erste SSD und 4 für die zweite/bei X870(E) für USB4 ausgehen. Bleibt 4.0 ×4 für eine primäre Erweiterungskarte, die somit besser keine GPU sein sollte.
 
Ich bin mir sicher, dass wenn Strix Point und Kracken Point tatsächlich noch in die 9000er-Nomenklatur eingeordnet werden sollten, der der Strix-Point-Vollausbau aus 9900G und der Kracken-Point-Vollausbau als 9700G kommen würde. Diese Chance lässt sich AMD doch nicht entgehen.
 
Es wird viel davon abhängen wohin sich die KI Seite der Medallie hinentwickelt.

Sollten die User massenhaft Online-Bezahldienste für KI nutzen die nur ein Webinterface brauchen, dann sind APUs eher so ein Gamer Ding.

Aber ein einzlenes Bild bei einem KI Onlinedienst erstellen zu lassen kostet ca. 15Cent. Das klingt billig, aber KI ist selten im ersten Versuch da wo man das Endprodukt haben will, also geht man durch viele Zyklen. Als neues Spielzeug für die Massen mit dem Leute daheim rumprobieren sind Onlinedienste auf Dauer zu teuer. Auf der Nvidia deheim bei 300W ein Bild in 10 Minuten ausrechen ist hingegen nur 1,3 Cent.

Klar bekommt man von einem Onlinedienst ein Modell mit 200 Milliarden Parametern und daheim läuft nur ein Modell mit 20 Milliarden. Aber genau da käme die Konfiguration der Produkte von AMD ins Spiel. Man kann dehim ja nur so kleine Modelle laufen lassen, weil die GPU daheim "nur" 24GB hat. Mit so einem RyzenAI der 128GB RAM hat und auch einem Modell zur Verfügung stellen kann sieht das ganz anders aus.

Damit das Produkt aber abhebt, braucht es die Software. LM-Studio ist ganz nett, einige Github Projekte sind ganz nett, aber wir haben bei weiten noch niemanden gesehen, der eine Software hat die KI für daheim verspricht und zwar so, dass es jeder so einfach nutzen kann wie die Webseite Online. Jeder versucht KI in einen Onlinebezahldienst pro Prompt zu verpacken, weil es mehr Gewinne verspricht, als eine einmal Kaufsoftware, die einfach alle freien Modelle daheim gangbar machen kann ohne Aufwand.

Wenn das alles klingt als wäre es 1992 und wenn ihr das brandneue Mortal Kombat spielen wollt, dann müsst ihr 2DM in einen Automaten werfen und nach drei Minuten hat Euch das Spiel den Ars*# versohlt und ihr werft wieder Geld nacht, dann ja. KI und die Art wie sie an den Mann gebracht wird ist 1:! das Geschäftsmodell das dam in den 80er und 90er die Arcade genannt hätte. Nur halt über ein Webinterface heute, aber das Konzept des zahlens pro Benutzung bleibt.

Arcade gibt es heute noch mit aktuellen Spielen die weiterhin neu erscheinen, aber der Mainstream der Spieleindustrie mit der die Kohle gemacht wird ist das nicht mehr. Da sehe diese AMD APUs als einen Moment den man sich merken wird. Mainstream CPU Produkte, die ein sehr teures Spielzeugt, plötzlich sehr viel billiger und sehr viel kompetitiver mit den Onlinevarianten machen kann. Wenn AMD schlau ist machen die selbst eine einfach zu benutzendes KI Spielzeug dazu und verlangen von jedem OEM das es mitinstalliert wird. Bei einer GPU würden sie ja auch ein Spiel beilegen.
 
Habe einen Ryen Ai 350 im Notebook. Hat ordentlich Dampf, gerade die CPU kommt im CB auf das Niveau meines 5800X3D.
Die NPU ist bei mir allerdings arbeitslos da ich Copilot und Co deinstalliert habe bzw. nicht nutze.
 
Kommt auf die Perspektive an, hab ThinClients von N150 auf 8845HS geupgradet, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, die kleinen haben teilweise Probleme gehabt Kamera durxhzuleiten und waren quasi konstant im CPU Limit, der 8er langweiöt sich des öfteren.

Gut: Aus der Perspektive von "gar nichts" ist "nicht viel" natürlich ein Fortschritt. :-D
Aber auch der 8845HS ist noch ein gutes Stück langsamer als ein 8700G/F und schon der ist gegen einen 7600
durchgefallen. Du sprichst da von einem Prozessor, der sich bestenfalls auf dem Niveau der AM4-Mittelklasse von 2019 bewegt, aber im Jahre 2025 verkauft wird. Und die Fragen weiter oben bezüglich AMDs Hybrid-Chips betreffen CPUs, die noch einmal um 30-50 Prozent gegenüber diesem Niveau abgespeckt sind, also ein Leistungsniveau auf der Mitte des letztens Jahrzehnts bieten. Da halte ich Detailfragen nach der Performance-Skalierung über die verschiedenen Kerne für müßig. Bei so einem Prozessor geht es nicht darum, warum er arbeitet, wie er arbeitet, sondern wenn dann darum, wofür diese Leistung noch reicht und wofür nicht.
 
Es wird viel davon abhängen wohin sich die KI Seite der Medallie hinentwickelt.

Sollten die User massenhaft Online-Bezahldienste für KI nutzen die nur ein Webinterface brauchen, dann sind APUs eher so ein Gamer Ding.

Aber ein einzlenes Bild bei einem KI Onlinedienst erstellen zu lassen kostet ca. 15Cent. Das klingt billig, aber KI ist selten im ersten Versuch da wo man das Endprodukt haben will, also geht man durch viele Zyklen. Als neues Spielzeug für die Massen mit dem Leute daheim rumprobieren sind Onlinedienste auf Dauer zu teuer. Auf der Nvidia deheim bei 300W ein Bild in 10 Minuten ausrechen ist hingegen nur 1,3 Cent.

Klar bekommt man von einem Onlinedienst ein Modell mit 200 Milliarden Parametern und daheim läuft nur ein Modell mit 20 Milliarden. Aber genau da käme die Konfiguration der Produkte von AMD ins Spiel. Man kann dehim ja nur so kleine Modelle laufen lassen, weil die GPU daheim "nur" 24GB hat. Mit so einem RyzenAI der 128GB RAM hat und auch einem Modell zur Verfügung stellen kann sieht das ganz anders aus.

Damit das Produkt aber abhebt, braucht es die Software. LM-Studio ist ganz nett, einige Github Projekte sind ganz nett, aber wir haben bei weiten noch niemanden gesehen, der eine Software hat die KI für daheim verspricht und zwar so, dass es jeder so einfach nutzen kann wie die Webseite Online. Jeder versucht KI in einen Onlinebezahldienst pro Prompt zu verpacken, weil es mehr Gewinne verspricht, als eine einmal Kaufsoftware, die einfach alle freien Modelle daheim gangbar machen kann ohne Aufwand.

Wenn das alles klingt als wäre es 1992 und wenn ihr das brandneue Mortal Kombat spielen wollt, dann müsst ihr 2DM in einen Automaten werfen und nach drei Minuten hat Euch das Spiel den Ars*# versohlt und ihr werft wieder Geld nacht, dann ja. KI und die Art wie sie an den Mann gebracht wird ist 1:! das Geschäftsmodell das dam in den 80er und 90er die Arcade genannt hätte. Nur halt über ein Webinterface heute, aber das Konzept des zahlens pro Benutzung bleibt.

Arcade gibt es heute noch mit aktuellen Spielen die weiterhin neu erscheinen, aber der Mainstream der Spieleindustrie mit der die Kohle gemacht wird ist das nicht mehr. Da sehe diese AMD APUs als einen Moment den man sich merken wird. Mainstream CPU Produkte, die ein sehr teures Spielzeugt, plötzlich sehr viel billiger und sehr viel kompetitiver mit den Onlinevarianten machen kann. Wenn AMD schlau ist machen die selbst eine einfach zu benutzendes KI Spielzeug dazu und verlangen von jedem OEM das es mitinstalliert wird. Bei einer GPU würden sie ja auch ein Spiel beilegen.
Das Projekt localAI ist dir vertraut?
 
Anders als bei Intel, sind die normalen Zen 5 sowie die Zen 5c Cores technisch auf dem gleichen Niveau. Es handelt sich um die gleiche Architektur, mit den gleichen Features und Instructionssets. Aufgrund weniger Massetransistoren takten die C Varianten einfach niedriger, das ist aber der einzige Unterschied zwischen beiden Varianten.

Ergo sollte eine große Unterscheidung wegfallen, die Anwendungen hat dann quasi einfach etwas höher und niedriger taktende Kerne, mehr nicht. Im Laptop Markt funktioniert das ja bereits auch schon passend :)
Wie @XD-User schon anmerkt, spielt das aber beim Betrieb @spec keine Rolle: Die zusätzliche Taktlimitierung der c-Ausführung äußert sich nur in Form des allgemeinen Multi-Core-Taktlimits. Wenn zwei Kerne aktiv sind und hoch boosten dürfen, sind es die non-c. Wenn alle Kerne aktiv sind und nicht hoch boosten dürfen, können auch die c-Kerne mithalten. Dass c-Kerne zusätzlich durch einen halbierten Cache eingebremst werden, spielt ebenfalls keine Rolle, denn AMD beschneidet alle APU-Kerne in dieser Weise.
Laufe ich dann nicht in genau das Problem, daas ich gerne vermeiden würde?:
- Ich starte eine Single-Core-Anwendung
- Die läuft nur auf einem langsamen Kern, weil laut AMD/MS single threaded == oldschool == per se nicht ressourcenhungrig ist.
- Ich bekomme bei älteren Anwendungen/Spielen quasi nur die Performance eines "little"-cores, der niedriger taktet als die "big"s?
 
Nein. Die beiden "guten" Kerne werden priorisiert genutzt. Das kann Windows nativ, seitdem Intel es mal entwickelt und reingedrückt hat (meiner Erinnerung nach für Sandy Bridge E für besonders gute Kerne mit leicht höherem Turbo-Multiplikator). Du startest also eine Single-Core-Anwendung und sie landet auf dem gut taktbaren Kern, fertig. Solange es dabei bleibt, gibt der auch Gas. Erst wenn du weitere Anwendungen (oder eine Multi-Core-Anwendung) startest, werden irgendwann auch die Zen-4c-Kerne zur Hilfe genommen. Die können dann nicht so hoch takten. Aber: Mit drei oder vier aktiven Kernen kann dass die APU sowieso nicht mehr, weil das Power Limit früher greift. Als (mobile-)User hast du also einfach einen Prozessor, dessen Allcore-Takt deutlich unter dem maximalen Boost-Takt liegt. Aber das ist für mobile-CPUs sowieso typisch.

Das Muster gilt, wenn auch mit viel komplexeren Mechanismen, übrigens auch für Intels P-E-Hybrid-Designs. Auch da priorisieren alle Desktop-Modelle die P-Kerne (Mobile ist z.T. anders!) und lagern erst auf E-Kerne aus, wenn es die P-Kerne zu entlasten gilt oder wenn insgesamt überhaupt nichts zu tun ist. Nur muss man bei so viel mehr Kernen halt auch den Overhead berücksichtigen und das vergessen einige Spiele.
 
Bei Mini PC´s sind die AMD Varianten seit jeher extrem teuer und diese billig Bewinwangbang Kisten würde ich niemals kaufen, alleine der Biossupport etc. gruselig. Ich selbst habe ein Lenovo ThinkCentre M70q Gen 3 11T3005MGE mit HDMi 2.1 als Server und Kodimaschine in einem. Das Ding reicht für diese Aufgaben kostete 297€. Auf so eine APU und modernere Architektur hätte ich Bock, aber ich zahle keine 519€ für ein ThinkCentre M75q Gen 5 mit 8300GE oder 529€ für ein Lenovo ThinkCentre M70q Gen 5 mit Intel 300T (Der 300T scheint einfach nur ein 1zu1 rebrand oder refresh den 7400T zu sein, ich lach mit tod) mit dem gleichen Unterbau intel670 chipset und UHD710 was beides echt ok ist aber halt eben nix neues und dann Preis x2?!

Ein neuerer 9000 z.b., gerne den Kleinen.
Der 8300 des M75q scheint mit 4nm wenigstens neueres zu sein, kein Plan wie gut die C Kerne sind von AMD. Schaut mir beides/alles nicht besonders nach Leistungssteigerungen aus Gen 3 zu Gen 5, außer bei den Wucherpreisen.

Also wird nichts gekauft und gehoffe der alte Mini hält ewig, wenn später die mit 9000G kommen, wo gehen die dann los? Bei 1.599€ mit 8GB RAM wie bei denen von mir genannten? pff... Wahnsinn!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein. Die beiden "guten" Kerne werden priorisiert genutzt. Das kann Windows nativ, seitdem Intel es mal entwickelt und reingedrückt hat (meiner Erinnerung nach für Sandy Bridge E für besonders gute Kerne mit leicht höherem Turbo-Multiplikator). Du startest also eine Single-Core-Anwendung und sie landet auf dem gut taktbaren Kern, fertig. Solange es dabei bleibt, gibt der auch Gas. Erst wenn du weitere Anwendungen (oder eine Multi-Core-Anwendung) startest, werden irgendwann auch die Zen-4c-Kerne zur Hilfe genommen. Die können dann nicht so hoch takten. Aber: Mit drei oder vier aktiven Kernen kann dass die APU sowieso nicht mehr, weil das Power Limit früher greift. Als (mobile-)User hast du also einfach einen Prozessor, dessen Allcore-Takt deutlich unter dem maximalen Boost-Takt liegt. Aber das ist für mobile-CPUs sowieso typisch.

Das Muster gilt, wenn auch mit viel komplexeren Mechanismen, übrigens auch für Intels P-E-Hybrid-Designs. Auch da priorisieren alle Desktop-Modelle die P-Kerne (Mobile ist z.T. anders!) und lagern erst auf E-Kerne aus, wenn es die P-Kerne zu entlasten gilt oder wenn insgesamt überhaupt nichts zu tun ist. Nur muss man bei so viel mehr Kernen halt auch den Overhead berücksichtigen und das vergessen einige Spiele.
Können wir da noch etwas ins Detail gehen? :)

Ich hatte die Info, Single-Thread-Anwendungen würden auf Little-Cores laufen, aus einem Artikel von Golem über den heterogenen i5-L16G7 (1+4 cores)
Core i5-L16G7 (Lakefield) im Test: Intels x86-Hybrid-CPU analysiert (damals frei, jetzt als guter Alt-Artikel paywalled, lesbar über archive.org und (besser) über archive.ph)

Daraus ein paar Absätze:
Ob der einzelne Sunny Cove oder aber bis zu vier Tremonts rechnen, wird durch eine Mischung aus Hardware und Firmware sowie den Scheduler des Betriebssystems (Windows 10) gelöst. Wir haben überprüft, wie Last auf welchem Kern landet.

Windows-10-Scheduler macht, was er soll

Grundsätzlich sieht Intel vor, dass bei interaktiven und responsiven Aufgaben der SNC-Kern rechnet, etwa beim Öffnen einen Programms oder eines Tabs im Web-Browser. Bei leichter Vordergrundlast und bei Hintergrund-Threads springen hingegen die TNT-Kerne ein.

Der SNC-Kern springt durchgehend beim Starten von Anwendungen, aber regelmäßig auch beim Web-Browsing, bei Video-Konferenzen und bei Office an. Beim interaktiven Bearbeiten von Fotos und Videos läuft er dauerhaft mit über 2,5 GHz - so wie es sein soll. Sobald Raytracing via POV-Ray ansteht, wird er hingegen abgeschaltet und die vier Tremont-Kerne takten konstant mit 1,9 GHz - ebenfalls wie vorgesehen. In der Spitze sahen wir über 2,9 GHz (SNC) respektive über 2,7 GHz (TNT), was unter Berücksichtigung der C-States für die spezifizierten 3 GHz und 2,8 GHz spricht.

Interessant ist hierbei, dass die Core Rotation Policy von Windows 10 umgesetzt wird: Ein Singlethread-Workload wie Cinebench 1T wird zwischen den vier TNTs herumgereicht, nicht aber auf den SNC verlagert. Das passt zu Intels Aussage, denn Rendering ist keine interaktive Aufgabe. Wollen wir sehen, wie schnell der einzelne Sunny Cove rechnet, müssen wir den Prozess per Affinity-Mask auf den entsprechenden Kern #4 pinnen (#0 bis #3 sind die Tremonts).

Zwei unterschiedliche Mikroarchitekuren zu verwenden, hat signifikante Vorteile, erfordert allerdings einen entsprechend vorbereiteten Scheduler. Von der Hardware über die Firmware bis hin zum Betriebssystem müssen alle Stellschrauben ineinander greifen, sonst scheitert der Ansatz des heterogenen Designs. Intel und Microsoft ist es gelungen, dass Lakefield im Zusammenspiel mit Windows 10 von Beginn an alle anfallenden Lasten auf die richtigen Kerne verteilt.

Responsive Workloads wie das Starten von Anwendungen oder das Bearbeiten von Fotos erledigt der einzelne Performance-Kern. Bei längeren Aufgaben wie Raytracing-Rendering hingegen springen die vier sparsamen Atom-Kerne an, da diese bei gleicher Leistungsaufnahme eine absolute höhere Geschwindigkeit aufweisen und während der Berechnung ohnehin keine Interaktivität durch die Person vor dem Notebook gefragt ist.

Ich hatte daraus für mich festgehalten: "Single-Threading wird bei diesem Prozessor von den Little-Cores erledigt."
Und daraus abgeleitet: "Das ist vermutlich bei allen heterogenen Prozessoren so."

Die Annahmen von mir sind dann falsch?
Weil es nicht bei allen, sondern nur bei Core i5-L16G7 und Core i3-L13G4 so ist?
Oder weil eine Single-Thread-Anwendung nicht immer wie der Cinebench1T als nicht-responsive Anwendung eingestuft wird und auch auf den beiden i#-L##G#-Prozessoren prinzipiell auf dem Big-Core (SNC, SunnyCove) laufen würden?
 
Deine Ableitung ist falsch. :-)
Abgesehen davon, dass Lakefield als Erst-Experiment sowie vieles suboptimal gemacht hat, gilt für Intel-Mobile-CPUs, wie bereits geschrieben, teils anderes respektive öfters mal gegenteiliges. Ausprobiert habe ich das, als Mainboard-Fachredakteur, nie selbst. Aber wenn ich mich richtig erinnere, soll Meteor Lake beispielsweise die LP-E-Cores bevorzugen, erst bei Überschreitung von deren Leistungsgrenzen auf die normalen E-Cores wechseln und erst wenn die 100 Prozent Last durch einen Thread melden die P-Kerne zur Hilfe nehmen. Idealerweise landet ein fordernder Thread dann zwar auch da, wo er hingehört, aber es gibt Latenzen und Potenzial für Fehler – aus Sicht der Performance. Für mobile Architekturen ist es aber halt wichtiger, nicht ständig Energie zu verschwenden.

Die Alder Lake/Raptor Lake und Arrow Lake als Desktop Architekturen arbeiten dagegen "P first", wie beschrieben, und AMD hat halt gar keine Priorisierungsmöglichkeiten jenseits der Windows-Funktionen. Und Windows kennt nur priorisierte Kerne und dann durchzählen.
 
Hallo, ich brauche einen neuen PC für Grafik und Animations Anwendungen. Wenn ich mir einen mittleren Windows PC zusammenstelle, komme ich auf ca 1000€. Mit einem 9000g könnte ich die Grafikkarte sparen. Gleichzeitig höre ich von Kollegen: hol dir einen Mac Mini, da ist alles drin für 600€ bei hoher Singlecore Leistung. Ich arbeite mit Photoshop und Animate = mostly Singlecore.
Wäre euch dankbar für eine Einschätzung
Edit! Entscheidend wäre für mich die Frage, ob der kommende 9700g zb16gb ram genau so effektiv für die Grafik einsetzt wie der Mac?
 
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