News Zen 6: MSI bestätigt, dass AM5-Mainboards startklar sein werden

Mehr Pins würde ja ein neuen Sockel bedeuten. Das war zwar auch mal als Gerücht im Umlauf, das Zen6 AM6 erfordern würde, aber gilt inzwischen als ziemlich sicher falsch.

Für Zen6 könnte aber die Pinbelegung geändert worden sein. In der Regel gibt es Reserve-Pins, die man dafür nutzen kann, so das trotzdem der Betrieb in AM5 möglich ist. Möglich wäre aber, das es nicht genügt ein BIOS-Update bereitzustellen, und deshalb überhaupt die 600er von den 800er Chipsätze abgelöst wurden. Am Silizium der Chipsätze hat sich ja nichts geändert, doch es sollen Veränderungen am Sockel, bzw. den Pins vorgenommen worden sein - bisher ohne Wissen darüber zu Zweck.
Evtl. betrifft es auch nur neue Features, die man dann nicht nutzen kann - sollte sich diese darauf beschränken, die letzte Promille an Leistungsreserve zu mobilisieren oder das letzte Milliwatt einzusparen, dann würde es mich nicht stören.

Bei AM4 hat AMD evtl. Reserve-Pins genutzt, wobei dort dann doch ein BIOS-Update ausreichte, wenn auch erste einige Monate später.

Bei Intel bin ich mir ziemlich sicher, das sie Reserve Pins nutzten. Doch hatten sie den Support für sowohl neue bzw. alte CPUs einfach gestrichen, und zur Unterscheidung den Chipsatz um eine höhere Nummer gegeben. Das war bei LGA1151.
Die Community hat dann trotzdem einen weg gefunden Coffee Lake auf Boards zu für Skylake zu betreiben.

Bei B800ern sind (im Gegensatz zu X800ern) zumindest keine Änderungen in der I/O-Nutzung des Sockels aufgefallen. Ob was bei der Stromzuleitung geändert wurde, kann ich natürlich nicht sagen, aber die vergleichbaren Spannungswandler dahinter schließen zumindest neue Rails oder komplett andere Spannungsbereiche aus. Meiner Meinung nach könnte nur eine Umwidmung von Reserve- zu Power-Pins (Hinweise: keine) in Kombination mit einer Missachtung der vorangehenden Reservierung durch die Hersteller (Hinweise: keine) eine technische Inkompatibilität von Zen 6 zu 600ern bei bestehender Kompatibilität zu 800ern begeründen. (Vergleiche 1151 SKL versus 1151 CFL.) Aber es wäre sehr ungewöhnlich, wenn so etwas ein Jahr über Vorstellung der 800er hinaus geheim gehalten werden könnte.

Meine Schlussfolgerung: Außer der USB-Auffälligkeit bei X800, deren Ausnutzung aber neben 600ern auch B800 aussperren würde, gibt es im AM5 nur Firmware-seitig Potenzial für Aufrüstsperren. Letzteres, also Marktpolitik, kann man aber nicht voraussagen. Ich erinnere an Ryzen 5000 inklusive 5800X3D, deren Betrieb auf 300er und 400er solange "unmöglich" war, bis genug Leute Alder Lake gekauft hatten sowie umgekehrt an 1000er, 2000er und 3000er APUs, die bis heute nur vereinzelt auf B550 laufen.
 
Zurück