News Besseres Recycling: Forscher entwickeln auflösbares PCB - mit Flüssigmetall und PVA

PCGH-Redaktion

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US-Forscher haben einen neuen Aufbau für Leiterplatten präsentiert, der sich besonders leicht recyclen lassen soll. Dazu wird das PCB aus PVA und einem Flüssigmetall aufgebaut - mit einem 3D-Drucker.

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Cool! Dann können sich demnächst Geräte, die für Win 12 zu alt sind, selbst auflösen! :lol:
Problem gelöst! :nicken:
 
Überhaupt in diese Richtung zu arbeiten finde ich sehr gut. Es wirkt sehr heuchlerisch wenn wir überall immer strengere Umweltschutzauflagen haben, sich das Plastik-Problem immer weiter verschärft, man Platinen dabei aber selbstgerecht ausblendet weil diese für die Technik der Zukunft weiterhin unabdingbar sind. Es ist selektiver Umweltschutz.
 
Es müsste an Produktneuveröffentlichungen (generell) die Bedingung geknüpft werden, dass die Produkte recyclebar sind und auch recycelt werden (entsprechende Recycling-Infrastruktur müsste aufgebaut, vorgehalten und genutzt werden). Die Haltung, "Eventuell (er)finden wir später mal eine Lösung für Müll XY", wird die aktuellen bereits in vielen Bereichen kritischen Zustände in der Natur und Entwicklungen wie (rasantes) Artensterben (wobei in dem Wiki-Artikel als Beispiel nur Wirbeltiere genannt werden. Bei anderen, ganzer Tierkategorien wie Insekten und Amphibien wird ebenfalls Massenaussterben festgestellt) weiter befeuern ...
Und klar, andere Probleme wie Mikroplastik und dessen Ablagerung in Organismen/Körpern (auch im Gehirn wie hier im Forum kürzlich diskutiert wurde) kommen noch dazu bzw. sind ein Teil der unreflektierten Handlungen der Menschen/Industrien/Regierungen ...
 
Druckbare PCBs wären für die Maker-Community natürlich ein Riesengeschenk.
Selbst, wenn die Leiterbahnen erstmal viel größer sind, als geätzte Platten.
Mal schauen, was draus wird.
Ich mit meinem gefährlichem Halbwissen kann mir nicht vorstellen, das sie die PCBs so dicht kriegen, dass das funktioniert. Du brauchst ja Kontakte zu allen surface mounted Teilen. Ganz zu schweigen von größeren Kondensatoren oder IC Sockets, die durch die Platte gehen und auf der Unterseite verlötet werden.
Da musst du dich also nicht nur, dank bleifreien Lot, um kaputte Lötstellen kümmern, sondern es kann sein, dass eine Leiterbahn eben doch durch eine Undichtigkeit austrocknet und nicht mehr stimmt.
Wär natürlich blöd: einmal mit dem Schraubendreher abrutschen bedeutet im ersten Moment nix, aber durchs Austrocknen kann es sein, dass sich das Board IRGENDWANN mal komisch benimmt oder den Geist aufgibt.
Klingt sehr herausfordernd, das so umzusetzen.
 
Ob das tatsächlich so umweltfreundlich ist sehe ich eher skeptisch gegenüber.

Weder Indiumverbindungen noch große Mengen gelösten/Flüssigplastiks will man in natürlichen Gewässern haben. In sofern "löst" dieses Konzept ein nachrangiges Problem: Man könnte derartige Platinen in spezialisierten Recyclinganlagen leicht zerlegen und insbesondere verbaute Chips viel leichter einer direkten Wiederverwendung zuführen.

Aktuell liegt die große Schwierigkeit bei Elektroschrott aber wohl eher darin, diesen überhaupt in eine Recyclinganlage zu bekommen. Schon das Sammeln der Geräte funktioniert in Europa eher mäßig, in anderen Teilen der Welt teils überhaupt nicht und ein erheblicher Teil der wenigen Geräte, die gesammelt wurden, landet wohl nicht immer noch auf wilden Müllkippen und offener Verbrennung in der dritten Welt. Diese Praktiken sind ohne Zweifel schwer gesundheits- und auch umweltschädlich. Aber sie gegen dauerhaft in den Boden gespülte, gen Trinkwasser wandernde Kunststoffe und Schwermetalle zu ersetzen, klingt auch nicht sonderlich gut.
 
Aktuell liegt die große Schwierigkeit bei Elektroschrott aber wohl eher darin, diesen überhaupt in eine Recyclinganlage zu bekommen.
Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu, nur ist Recycling in Europa sehr teuer und vieles wird meistens in Länder wie Indien verschifft. Es ist günstiger und schneller sozusagen vom Tisch. Deswegen sehe ich da die Gefahren für Leib und Natur.
 
Streich das "in Europa": Recycling, egal wo, ist teurer als den Müll einfach auf Halde zu schmeißen. Genau deswegen bezweifle ich, ob Materialien, die sich auf einer solche Halde unkontrolliert verflüssigen einen Fortschritt darstellen? Herkömmliche Platinen sind wenigstens inert. Sie liegen also nur als Dreck in der Landschaft, solange sie niemand anzündet. Aber sie versickern nicht im Boden.
 
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